Sonntag, 18. Januar 2026

Die Anzeigen und die Folgen …

… oder auch: Die Macht der Kriminellen

Leseprobe:Der Schläger und der Kinderschänder


Leseprobe: »Der Mörder und der Kinderschänder«

»… Das letzte Stück musste Sylvia ihren Tretroller schieben. Dann hatte sie endlich den höchsten Bereich des Berges erreicht. Wie still es für Sylvia dort ist, wie friedlich, wie manchmal es auch in früheren Zeiten manchmal so war. Dann konnte ihr Blick nicht weit genug gerichtet sein. Ein freies Feld bis der Horizont endete, da, wo scheinbar ein Wald beginnt. Aber bis dahin wünschte sie sich einen weiten Blick. Wobei genau dort, weiter unten, entdeckte sie wieder die Hochlandrinder, die sich friedlich bewegten.

Natürlich waren Wanda und Emil direkt vorhanden, sie wohnten Tür an Tür mit ihr. Die Einkünfte von ihnen bestanden zum einen von irgendeinem Amt, dann etwas Geld für die Taxifahrten. Der Rest war Schwarz verdient. Wobei die Fotos und Filme Geld brachten, davon ließen sich schon Autos, Wohnwagen, Urlaube finanzieren. Aber Geld für einen Anwalt ausgeben, der seine Kosten höher forderte, als das Amt zu zahlen bereit wäre, dürfte für sie nicht in Frage kommen.

Eher würde es wohl besser passen, wenn Eva sich bei dem Anwalt beliebt machte, ihn zahlte und er ihr dann umfangreich sein Können gegenüber Sylvia zeigen konnte. Was er ja auch tat.

Über den Wäldern kann sie noch die Spitze einer Kirche erkennen. Dort sollen vor mehr als 30 Jahren junge Menschen missbraucht worden sein. Die brauchten den Tod des Priesters, um reden zu können. Und was hat die Anzeige von ihr gegen den Grundschullehrer gebracht? Der Lehrer musste 5.000 D-Mark zahlen.

Dann war es ein Taxifahrer und eine Anzeige von Sylvia, wobei sie dafür fast draufgegangen wäre. Denn sie musste sich unbedingt auch noch mit einem Mörder anlegen.

Der Berg machte ihren Kopf frei. Wie bestimmte Ereignisse so Einfluss nehmen können auf ihre Lebenseinstellungen, auf ihr Verhalten, auf ihr Tun. Fühlte sie sich als junge Frau im Widerstand gegen die eigene Mutter. Dann fühlte sie sich viele Jahrzehnte lang auch als eine überzeugte Pazifistin. Aber war viele Jahrzehnte lang von Gewalt umgeben. Erlebte jetzt wieder Gewalt, als Pazifistin, eben irgendwie wie das Lämmlein inmitten der Wölfe.

Sylvia überlegte, ob sie einen Teil von sich preisgeben will, das scheinbar in all den Jahren irgendwo zwischen Groß- und Stammhirn schlummerte. Und dann? Es wäre nicht mehr als ein Lämmlein zu sein, dass sich scheinbar den Wolfspelz überzieht und dann nach Art der Wölfe blökt, oder schnattert wie eine Ente.

Ihr Blick wanderte auf den Weg, der sich nahe des Waldes verlief, weiter entfernt unten vom Berg. Sie musste die Ruhe verlassen, aber sie fühlte, dass der Weg dorthin sie wieder stark machte. Das brauchte sie auch, vermutlich sogar sehr viel Kraft ...«


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind an die Realität angelehnt.

Unter dem Pseudonym - Tuna von Blumenstein - hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:

»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich
 
Bei Thalia
und
Krimis der Tuna vB auch als eBook

Samstag, 10. Januar 2026

3. Leseprobe: Der Pädophile, das Elefantengedächtnis und das missbrauchte Kind

… oder auch: Die Macht der Kriminellen

Leseprobe:Der Schläger und der Kinderschänder

Der 6. Kriminalroman, der in »Ich-Form« entsteht, der als Münsterland-Kriminalroman auf wahren Begebenheiten basiert. Hier eine Leseprobe.

»In dieser Januarnacht hat sich wieder Schnee auf den Wegen und Straßen breitgemacht. So führte mein Weg zu Fuß durch den Ort zum Einkaufen. Nicht mit dem Tretroller. Wobei ich unterwegs auch keinen Radfahrer erblicken konnte. Aber dafür eine liebe Bekannte, die ich in einem Laden sah, den ich betrat, auch um ihr ein gutes neues Jahr zu wünschen. Es war nur ein kurzes schwätzen, in meiner Hand hielt ich nach wie vor den Türgriff und irgendwie war dann mein Blick auf die Straße gerichtet, die die Nutzer zwangen, auf den Schneematsch zu achten.

Was Emil auch tat. So sah ich, wie er, konzentriert in dem großen dunklen Taxi hinter dem Steuer, an mir quasi vorbeifuhr, aber mich auf jeden Fall nicht sah. Was ich selbst als sehr angenehm empfand. So konnte ich mich verabschieden und gehen. Er schien wohl den Ort verlassen zu wollen, also musste ich nicht damit rechnen, dass er mir wieder begegnet und damit auch seine Drohungen, die er mir grundsätzlich mitteilte.

Dabei hat er wieder eine Zeit aussetzen müssen. So sahen es auch andere, die mich vor Tagen davon in Kenntnis setzten. Er musste sich mit einem Rollator bewegen. M. hat ihn im Supermarkt an der Kasse getroffen. Emil bezahlte dort gerade die 5 Flaschen Kräuterschnaps, die er umgehend in seine Taschen versinken lassen wollte.

Natürlich fragte M. ihn, ob er mit der Menge Bier, die er sich täglich reinzieht, nicht mehr zufrieden ist und darum mit Schnaps unterstützend tätig wird. M. lacht ja dann auch, wenn Emil anfängt zu brüllen. So ist es dann auch geschehen, dass auch andere Menschen wieder darauf aufmerksam werden.

Sicher bin ich davon ausgegangen, dass er eigentlich endlich erwischt worden ist. Es hat ja wohl damit zu tun gehabt, dass Aktionen gegen Gewalt überdacht worden sind. Es war wohl wieder ein Fehler, den ich mir erlaubt habe. Habe mich wieder an eine Behörde gewandt und im Grunde genommen mehr die sensible Nummer abgezogen. Das bringt nichts.

Wobei auch mein Umfeld, zum Teil jedenfalls, der Auffassung ist, dass ich Emil, seiner Gruppierung und die damit verbundenen furchtbaren Probleme, einfach abhake. Das wäre vermutlich sinnvoll. Für mich aber fast schon unmöglich. Warum ist das so? Beschäftigt habe ich mich doch schon damit. So vermute ich, das die Reinkarnation für mich irgendwie zutreffend ist. Und in einem dieser früheren Leben, muss ich ein Elefant gewesen sein, oder natürlich eine Elefantenkuh. Denn das sogenannte »Elefantengedächtnis« scheint für mich sozusagen wie ein Traumata zu wirken. Wobei ich manchmal dieses gute Langzeitgedächtnis auch durchaus als positiv betrachte.

Sich erinnern kann durchaus auch Sinn geben. Gesehen habe ich schon, wie Emil seine Frau verprügelt. Das hat er sogar im Auto geschafft. Zufällig stand ich damals im Schlafzimmer der alten Wohnung und konnte deutlich sehen, dass Emil am Steuer des PKW saß. Er parkte ein, dabei löste er sich von dem Gurt und schrie. Er stellte den Wagen ab, um dann sofort auf seine Frau einzuschlagen ohne aufzuhören. Sie hielt den Unterarm vor ihr Gesicht, ich konnte sehen, wie sie versuchte, ihren Sicherheitsgurt zu lösen. Sie schaffte das, riss die Seitentür auf und bewegte sich aus dem Wagen. Ihre Tür war noch weit auf, als er ausstieg, seine Tür zuschlug und sofort mit dem Schlüssel und der Funk-Technik die Türen schloss. Er brüllte sie an, sie schlich hinter ihm her, sie war kreideweiß im Gesicht.

Er hat ja dafür eine Faust gebildet. Damit schlägt er zu. Damit droht er. Auch mich. Regelmäßig.

Mittlerweile stelle nicht nur ich die Frage, wie es Emil schafft, diese Form der Erwerbstätigkeit, und das auch fast täglich, in dem Zustand durchführen kann. Nun wurde für ihn und seine Frau ein Anwalt aktiv, der wirklich engagiert, aber mit Sicherheit nicht pro bono, eher vermutlich zu seiner eigenen Abwechslung, auftrat. Er war ja auch als Angestellter in der Kanzlei tätig, da gehen die Uhren eher anders, aber schon längere Zeit auch nicht mehr für ihn.

»Eine Alkoholfahrt hat zu keinem Zeitpunkt stattgefunden und wird auch niemals stattfinden. Insofern kann unsere Mandantschaft Ihnen (damit bin ich gemeint) versichern, dass sich der Arbeitgeber schützend vor unsere Mandanten stellt und ggfls. gegen Sie (damit meinte er mich) gesondert tätig wird. Insofern (wieder) besteht für Sie (auch wieder meinte er mich) keinerlei Veranlassung, die Polizei in Kenntnis zu setzen, sollte unsere Mandantschaft (da meinte er wirklich Emil und seine Frau) unter Alkoholeinfluss eine Taxifahrt durchführen

Emils Frau, oder irgendjemand aus seiner Verwandtschaft, dürfte ihm das vorgelesen haben. Er und sie werden das als eine Art Urteil des Anwaltes gesehen haben. So einfach ist das.

Als ehemalige Elefantenkuh schmeiße ich doch solche Schreiben natürlich nicht weg. Es ist ein Problem, irgendwelche Dinge zu beweisen.

Als das vor längerer Zeit passierte, dass ich Emil neben dem Vater des Kindes sah, habe ich es eine ganze Weile lang einfach nicht mehr geschafft, diese Stelle mit meinem Tretroller anzufahren. Bin einfach vorher abgebogen. Anfang dieses Jahrs musste ich aus irgendwelchen Gründen doch dort vorbei. Auf dem Platz, wo Emils Taxi vorher stand, befand sich ein Müllcontainer. Das kleine Haus schien auch umgebaut zu werden. Es war eine Art entspannt zu sein, die ich in dem Moment fühlte.

Tage danach stand ich mit dem Tretroller an der Kreuzung, die nach dem Training auf den Waldwegen auf mich wartet. Emil kam von links, fuhr das dunkle Taxi, hatte grün an der Ampel und raste förmlich an mir vorbei. Neben ihm, also vorne auf der Beifahrerseite, saß der Junge. Er war wohl etwas größer, vielleicht in der Grundschule. Seinen Kopf hatte er an das seitliche Fenster gelehnt. So konnte ich wieder sehen, wie emotionslos in das Nichts gerichtet sein Blick war. Wieder war es nur ein Moment. Die Tränen flossen mir unkontrolliert über meine Wangen.

Für mich ist die Würde des Menschen unantastbar (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz). Das gilt auch ganz besonders für die Würde der Kinder, die Kinderrechte sind auch in der UN-Konvention verankert.

Verlange ich zu viel?«


»Der Mörder und der Kinderschänder«
Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.
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