Mittwoch, 4. November 2009

Das Geheimnis der Zeitreisen

Walter-Jörg Langbein stellt vor:
Gisela Ermel und das Geheimnis der Zeitreisen.....

In meinem neuesten Buch - »2012 - Endzeit und Neuanfang: Die Botschaft der Mayas« geht es um das geheimnisvolle Phänomen der Zeit. Wie läuft die Weltgeschichte ab? Nach jüdisch-christlich-muslimischer Vorstellung gab es einst einen Anbeginn der Zeit, einen Nullpunkt....die Schöpfung. Und irgendwann in der Zukunft kommt es zur Apokalypse, zum Weltuntergang.

Die Mayas indes sahen die Weltgeschichte ganz anders. Nach den Mayas gibt es eine ewige Folge von Zeitzyklen. Auf eine Apokalypse folgt wieder eine Schöpfung, entsteht wieder ein neues Universum.

Wer hat nun recht... die Religionen der Bücher (Judentum, Christentum und Islam)... oder die Mayas (deren wertvolle Bibliotheken von christlichen Eroberern fast vollkommen zerstört wurden?) Wirkliche Gewissheit würden wir erlangen... wenn wir durch die Zeit reisen könnten. Ob Zeitreisen jemals praktiziert werden können? Schön wäre es schon, wenn man sozusagen in der Zeit wie in einem Buch lesen könnte. Ob dieser Wunsch je in Erfüllung gehen wird?

Meine Autorenkollegin hat sich intensiv mit der faszinierenden Thematik der Zeitreisen auseinandergesetzt. Und sie hat ein Buch zum Thema verfasst: »Zeitreise. Gestern - Heute - Morgen. Auf den Spuren des größten Abenteuers aller Zeiten « geschrieben.

Gisela Ermel wurde in Bebra, Nordhessen geboren und besuchte dort die Realschule bis zum Abschluss Mittlere Reife. Nach einem Jahr auf einer Pflegevorschule in Detmold studierte sie Musik auf dem Konservatorium der Musik in Kassel und Göttingen Musik – Schwerpunkt: Barockmusik - mit Abschluss als Staatlich Geprüfte Musiklehrerin für Klavier und Blockflöte.

Noch während des Studiums fing sie an, sich mit Erich von Däniken und anderen Autoren (»Paläo-SETI-Forschung«) zu befassen und veröffentlichte seit 1990 zahlreiche Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften und Magazinen, seit 1996 auch Bücher, u.a. zu den Themen Gral, Parallelen zum modernen UFO-Phänomen in der Vergangenheit, Zeitreise, Turiner Grabtuch, Anasazi-Indianer, um die wichtigsten Themen zu nennen.

Ihr besonderes Interesse gehört den noch ungelösten Rätseln der Vergangenheit, der vergleichenden Mythologie sowie mysteriösen Artefakten wie der sog. Tilma von Guadalupe. Seit 1998 war die Autorin Referentin auf mehreren One-Day-Meetings der AAS (Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronatuik und SETI) und stellte Themen vor wie Schamanismus, Raum-Zeit-Tore, das Heilige Bündel der Azteken und andere mehr.

Als Gisela Ermel das erste Mal mit der Paläo-SETI-Forschung konfrontiert wurde – durch die Lektüre des Buches „Erinnerungen an die Zukunft“ von Erich von Däniken - , war sie so fasziniert von der Möglichkeit, dass unser Planet in der Vergangenheit schon einmal Kontakt mit Vertretern einer fremden Intelligenz gehabt haben könnte, dass sie sich entschloss, herauszubekommen, ob Erich von Däniken recht haben könnte.

Dieser Frage geht sie noch immer nach, und obwohl sie dieser Hypothese selbst einige neue Indizien hinzufügen konnte – wie die Kenntnis unserer Vorfahren von Raum-Zeit-Toren, Nahrungsspendegeräten, Materietransmittern, Zeitverschiebungsphänomenen u.v.m., alles im Zusammenhang mit nichtmenschlichen Wesen, zu finden in den Mythen und Überlieferungen rund um den Globus – forscht sie unermüdlich weiter, um mitzuhelfen, das Bild unserer Vergangenheit klarer zu machen.

Ihr vorläufiges Fazit: Unsere Vorgeschichte war viel phantastischer, als dies uns unsere Geschichtsbücher weis machen wollen, und sie ist voll von Hinweisen auf einen Kontakt mit Vertretern einer höheren Kultur, die hier bei uns waren, ob sie nun von fremden Sternen, anderen Dimensionen, Parallelwelten oder unserer eigenen Zukunft kamen. Ihre Spuren finden sich allüberall.

Zeitreisen... sie könnten uns Gewissheit verschaffen über den Verlauf der Geschichte auf unserem Planeten Erde, ja des Universums. Bis ein »Albert Einstein der Zukunft« eine Zeitmaschine erfunden haben wird... sind wir auf erfreulich spannende Spekulationen angewiesen!

Und nun zum Bericht von Gisela Ermel....



Zeitreise – Das grösste Abenteuer aller Zeiten
(Verfasst von Gisela Ermel)

Eigentlich fing alles so an. Als ich begann, für mein Zeitreise-Buch zu recherchieren, wurde mir klar, wie sehr ich mir wünschte, zu wissen, ob eines Tages Reisen in die Zukunft oder in die Vergangenheit einmal möglich sein werden. Das einfachste wäre natürlich, Beweise dafür zu finden, dass wir oder unsere Vorfahren schon einmal aus der Zukunft besucht wurden. Als sich auf meinem Schreibtisch immer mehr Indizien anhäuften, die über merkwürdige Zeitphänomene, über Zeitsprünge und Zeitverschiebungserlebnisse von Sagen- und Mythenhelden (und –heldinnen selbstverständlich) berichteten, da merkte ich, dass mir das nicht reichte. Wie, so überlegte ich immer und immer wieder, könnte man denn die Zeit austricksen, um JETZT SCHON und GANZ PERSÖNLICH zu erfahren, ob Zeitreise erfunden wird oder nicht. Am besten, so dachte ich, wäre natürlich, von jemandem aus der Zukunft besucht zu werden.

Wer Besuch haben will, muss sich welchen einladen. Gesagt, getan! Ich hatte einen genialen Einfall! Ich würde ganz einfach eine Nachricht an meine künftigen Nachkommen verfassen mit der Bitte, mich hier und jetzt – in meiner Gegenwart oder meinetwegen in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren - zu besuchen. Ich würde einen Brief schreiben und diesen dann von Generation zu Generation weiterreichen lassen.

„Du spinnst ja!“ so lautete der spontane Kommentar meiner Tochter Aino, als ich ihr von meinem Plan erzählte. Am meisten wurmte sie an diesem Plan offenbar die Vorbedingung, dass sie ihren Teil zum Gelingen desselben beizutragen habe durch das Zeugen eines oder mehrerer Nachkommen. „Ich will gar keine Kinder bekommen!“ sagte sie kurz und knapp. Nun, dieser Spruch kam mir verdammt bekannt vor – und hätte ich mich daran gehalten, so gäbe es jetzt keine Aino (und auch keine potentiellen Brief-weiterreichenden Nachkommen).

„Okay,“ erwiderte ich, „da gibt es ja ausser dir noch meine Nichten und Neffen...“
Mit einem „Ach die!“ wischte Aino sämtliche Nichten und Neffen vom Tisch, „die verbaseln doch garantiert den Brief! Dann gib ihn doch lieber mir! Ich werde ihn schon an einen würdigen Menschen weiterreichen, es muss ja nicht unbedingt ein direkter Nachkomme sein, oder?“
Nachdem ich also nun gnädigerweise grünes Licht für meinen Plan von meinem Nachkömmling erhalten hatte, konnte ich an die praktische Ausführung gehen. Leichter gesagt, als getan. Wochenlang grübelte ich nach über den Text-Inhalt, über haltbares Material (Papier? Plastik? Videobotschaft? USB-Stick? Auf CD brennen? In Stein ritzen?), über ein geeignetes Schreibgerät (Bleistift? Tinte? Tusche? Tintenstrahldrucker? Laserdrucker? Permanentmarker? Stickgarn auf Stramin? Immerhin hatte die Botschaft eine verflixt lange Zeit zu überdauern!) und über noch viel mehr. Ich dachte nach über diebstahl- und vandalismussichere Aufbewahrungsorte, ich schlich wie ein Detektiv durch meine Wohnung und überlegte, wie ich etwas verbergen kann, das gleichzeitig unbedingt gefunden werden muss. Oder sollte ich den Brief bei einem Rechtsanwalt hinterlegen, der ihn dann seinerseits weiterzureichen hatte? Nein, zu teuer. Und sollte ich für eine volle Reisekasse meiner zukünftigen Besucher sorgen, indem ich ihnen ein Sparbuch anlegte? Zins und Zinseszins, da war ich ganz sicher, würden dann das übrige hinzutun. Da gab es doch das alte Sparbuch, das ich neulich wiedergefunden hatte und das ich als kleines Schulmädel schon am ersten Tag einer Klassenfahrt bis auf die eine Pflicht-DM leergeräumt hatte (mir hatte da so ein kleines Plüsch-Eichhörnchen im Souvenirshop am Zusammenfluss von Fulda und Werra in die Augen gestochen und ein niedlicher Armbandanhänger und eine Vogelpfeife und...) – immerhin hatte sich das „Vermögen“ inzwischen auf einen Euro verdoppelt, ganz zu schweigen von den Jahrhunderten, in denen sich darauf nun Zinsen ansammeln mochten...

Doch was sollte ich in den Brief hineinschreiben? Ich brütete wochenlang über einem perfekten Text – und mein Papierkorb füllte sich täglich aufs Neue mit verworfenen Entwürfen. Als eingefleischte Science Fiction-Leserin hatte ich natürlich einen listigen Einfall: Ich könnte doch meine Besucher bitten, zu einem schon vergangenen Zeitpunkt zu mir zu kommen und den Brief mitzubringen. Dann brauchte ich diesen nur noch abzuschreiben... (Gute Frage nebenbei: Wer wäre wohl in so einem Fall der originale Verfasser des Textes???)

Aber halt mal – müssten sie dann nicht schon längst dagewesen sein? Ich fing an, mir verdächtig vorkommende Leute auf der Strasse kritisch zu beobachten und ich schreckte zusammen, wenn es in der Wohnung irgendwo raschelte. Nun ja, einem solchen Überraschungsbesuch würde ich ganz einfach mit einer Klausel im Brief entgegenwirken, die besagte, dass man bitte nicht einfach so wie aus dem Nichts in meiner Wohnung erscheinen möchte, sondern brav an der Haustüre zu klingeln habe.

Und wenn sie mich schon besucht hätten, ohne dass ich es bemerkt hatte? Nein, so sehr ich auch nachgrübelte, ich konnte mich an keinen komischen Onkel oder eine mysteriöse Tante erinnern, die mir ein paar gute Ratschläge aufzudrängen versucht hatten. Obwohl es da weissgott genug gegeben hätte, was man einer sehr viel jüngeren Ausgabe von mir hätte raten können. Doch was wäre gewesen, wenn so etwas geschehen wäre und ich mich an diese Ratschläge gehalten hätte? Hätte das nicht die gesamte Zukunft verändert? Vielleicht hätte ich in dem Fall nicht einmal Nachkommen, die ich einladen könnte, mich zu besuchen? Die hätten mir dann also keine Ratschläge geben können, die ich nicht befolgt hätte und die die Zukunft verändert hätten, und dann könnte ich doch den Brief schreiben und Besuch bekommen...... Spätestens bei diesen Gedanken hatte ich das Gefühl, in meinem Kopf würde sich alles drehen.

Aber da war diese Frau in Berlin. Damals, vor vielen Jahren, gingen mein jetziger Ex-Mann (damals noch relativ neuer Freund) und ich eine Nebenstrasse des Ku'damm entlang, um wieder einmal einen Laden aufzusuchen, der englische Stilmöbel führte. Ausser uns war niemand in der Strasse – ausser einer älteren Frau, die uns aus einigen Metern Entfernung auf demselben Bürgersteig entgegen kam. Kurz bevor sie uns erreichte, blieb sie plötzlich wie vom Donner gerührt stehen und starrte uns an, als sehe sie einen Geist. Sie ergriff meine Hände, schaute mir mit einem Blick, den ich nie vergessen werde, in die Augen und sagte: „Ihr werdet eine Tochter haben und du wirst ihn zum weinen bringen.“ Sie starrte uns noch ein paar Sekunden lang an, so als könne sie nicht glauben, was sie sehe, und ging dann weiter. Wir kicherten nur und vergassen dies Ereignis bald. Nun – eine Tochter haben wir bekommen, aber zum weinen hat er mich gebracht, soviel zu dieser Zukunftsprognose.

Später habe ich jedoch immer mal wieder darüber nachgedacht, wer diese Frau wohl gewesen sein könnte. Eine Besucherin aus der Zukunft, die deshalb etwas aus meinem Lebenslauf kennen konnte? Eine Wahrsagerin? Oder – diese verrückte Idee kam mir eines Tages nach der Lektüre einer bizarren Zeitreise-Short-Story – war ich vielleicht selbst diese Frau gewesen? Fast wünschte ich mir, dass Zeitreise noch während meiner Lebenszeit möglich sein würde und ich in Berlin – sollte ich das genaue Datum des damaligen Ereignisses noch ermitteln können – selbst nachschauen könnte, wer diese geheimnisvolle Fremde damals war. Neulich war ich ein paar Tage in Berlin, um mal wieder nach einer neuen Wohnung zu suchen. Irgendwie kam ich auf die Schnapsidee, doch einmal durch diese gewisse Strasse zu gehen. Ich tat es, und ich ging sie entlang aus der Richtung, aus der damals die Frau auf uns zugekommen war. Fast war ich enttäuscht, dass mir kein blutjunges, verliebtes Pärchen entgegenkam, andererseits aber war ich froh darüber, denn ein wenig mulmig war mir schon zumute.

Doch zurück zu meinem Plan. Mir war natürlich klar, dass ich bei jedem Umzug meine neue Adresse nachzutragen hatte, denn ich wollte ja von meinem Besuch auch gefunden werden. Aber was, wenn ich dann gerade nicht zu Hause war und den wichtigsten Besuch meines Lebens verpasste, bloss weil ich just irgendwo in der Weltgeschichte herumgondelte? Wie wäre es, im Brief einen bestimmten Tag – vielleicht einmal pro Monat oder Jahr – vorzugeben sowie einen ganz präzisen Treffpunkt? Doch wo? Aus zahlreichen Science Fiction-Romanen wusste ich natürlich, dass da, wo heute noch ein Baum stand, morgen schon ein Betonklotz stehen oder eine befahrene Schnellstrasse oder sonst etwas sein konnte. Nein, da war es doch besser, es bei der eigenen Wohnung bzw. der meiner Nachkommen zu lassen. Diese Nachkömmlinge müsste ich dann nur noch dazu animieren, verlässlich stets ihre aktuellen Adressen nachzutragen. (Genauer gesagt musste ich ja zunächst erst einmal die Frucht meiner Lenden dazu bringen, Nachkömmlinge in die Welt zu setzen.)

Je länger ich nachdachte, je klarer wurde mir, dass der grösste Schwachpunkt in meinem Plan der menschliche Faktor war. So viel hatte ich in meinen Lebensjahren auch schon spitz gekriegt: verlassen kann man sich nur auf sich selber. Also sollte ich den Brief nicht doch lieber irgendwo deponieren und die Nachkömmlinge aussen vor lassen? Sollte ich den Brief in einer Zeitkapsel vergraben? Doch wo? Und wie sollten meine Nachkommen davon erfahren?

Ich fing davon an, zu träumen, wie denn dieser Besuch aus der Zukunft stattfinden würde. Ich stellte mir vor, dass eines Tages jemand vor der Tür stehen und fragen würde: „Sind Sie...? Ja, natürlich, du musst es sein. Ich erkenne dich. Wie gut du ausgesehen hast!“

Oder eine fremde Person – männlich oder weiblich war mir eigenltich ziemlich schnurz – würde Einlass begehren und sagen: „Hallo! Ich bin die Frau / der Gatte deines Ururururururenkels!“„Aber ich habe doch gar keinen Enkel...“ „Noch nicht...“

Und wie bitte schön würde mein Besucher aus der Zukunft beweisen, dass er wirklich aus der Zukunft kommt? Diese Frage hielt mich wochenlang ganz schön auf Trab! Woran erkennt man einen Besucher aus der Zukunft? Wie würde ich denn selber beweisen, dass ich aus der Zukunft komme, wenn ich die Gelegenheit hätte, in die Vergangenheit zu reisen? Ich kann euch sagen, diese Spekulationen haben zahlreiche weinselige Abende mit Freunden und Bekannten ganz schön in Schwung gebracht!

Den Brief habe ich tatsächlich geschrieben. Ganz normal auf Schreibpapier mit einem Kugelschreiber, mit Tesafilm an der Innenseite meiner Wohnungtür in Augenhöhe befestigt – da bleibt er solange, bis ich eine bessere Idee habe für Materal und Aufbewahrungsort. Für Anregungen wäre ich übrigens dankbar!

Das Buch habe ich natürlich auch geschrieben. Im Kapitel „Abenteuer Vergangenheit“ mache ich mir Gedanken über die Frage: Wohin soll man reisen? Ich stelle Abenteuer unter Dinosauriern vor und berichte über rätselhafte Spuren im Erdaltertum, die Indizien für Besucher aus der Zukunft sein könnten. Ich befragte Freunde darüber, was sie bei einer Zeitreise mitnehmen würden und stelle witzige Ideen dazu aus Zukunftsromanen vor. In dieses Kapitel gehörten auch Gedanken zu den Themen: Ist ein Besucher aus der Zukunft den Menschen der Vergangenheit wirklich überlegen? und: Die Begegnung mit sich selbst.

Im zweiten Kapitel meines Buches geht es darum, WIE man in die Zeit reist. Ich spekuliere über Zeitmaschinen, einen Probelauf, ein Geschenk aus der Zukunft, die Ankunft in einer anderen Zeit, und ich frage, ob uralte Sagen, in denen beispielsweise über eine plötzlich aus der Wand ragende Hand berichtet wird, nicht auf Zeitreisephänomene zurückgehen könnten. Interessant war es auch, zu recherchieren, ob wir bereits einmal Besuch aus der Zukunft erhalten haben könnten.

Im dritten Kapitel meines Buches wertete ich Hunderte von Mythen, Sagen und alten Texten aus, in denen von rätselhaften Zeitsprüngen berichtet wird und Vorzeit-Helden offenbar längst das erlebt hatten, was wir heute als Dilatationsflug bezeichnen. Doch Zeitreise geht auch anders. Das vierte Kapitel handelt von der sogenannten Zeitschläfer-Variante, während das letzte Kapitel meines Buches der Frage nachgeht, ob man die Vergangenheit verändern kann und ob eventuell bereits Zeitkorrekturen stattgefunden haben.

So, ich muss aufhören zu schreiben, es hat gerade an meiner Tür geklingelt. Wer weiss........................................

P.S.: Das klingt jetzt total verrückt, aber ich habe ein Blind Date mit einer Zeitmaschine im Dezember 2012 in Queensland, Australien. Und nicht nur ich alleine. Neugierig geworden? Dann empfehle ich einen Blick auf die website http://www.timemachine1212.com/


Montag, 2. November 2009

Wolfgang Amadeus Mozart und sein kulturelles Erbe


Wolfgang Amadeus Mozart, oder, wie er mit richtigem Namen hieß: Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der sogenannten „Wiener Klassik“, einer Stilrichtung der europäischen Kunstmusik. Viel wurde über diesen außergewöhnlichen Komponisten geschrieben, wer über Mozart ein Buch lesen will, hat eine reiche Auswahl. Doch wer war dieser Mann wirklich, der im Jahre 1791 im Alter von nur 35 Jahren allzu früh von uns gegangen ist?
Ein musikalisches Genie – aber kein Österreicher
Mozart mag ein Genie gewesen sein, aber eines war er nicht: Österreicher. Wolfgang Amadeus Mozart kam am 27. Januar 1756 in Salzburg als siebentes Kind des bischöflichen Kammermusikus Leopold Mozart und der aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammenden Anna Maria Pertl zur Welt. Salzburg war zu jener Zeit eines jener kleinen Fürstentümer, wie sie damals in Europa üblich waren. Gleichwohl wirtschaftlich eng mit Österreich verflochten, bestand Salzburg als selbständiger Kleinstaat. Die zahlreichen Touristen, welche alljährlich Mozarts Geburtshaus in der Salzburger Getreidegasse besichtigen und dafür sorgen, dass Österreich vom „Wirtschaftsfaktor Mozart“ profitiert, stört dieser Umstand wohl kaum.
Knabenjahre eines Wunderkindes
Mozarts aussergewöhnliche musikalische Begabung zeigte sich schon sehr früh. Bereits im Alter von vier Jahren erhielten er und seine fünf Jahre ältere Schwester Unterricht in Klavier und Violine, mit sechs Jahren erfolgten die ersten öffentlichen Auftritte. Als erste eigenständige Kompositon von Mozart gilt heute ein Allegro, datiert mit Dezember 1761. Jenes, meist als erste Komposition bezeichnete Menuett in G- und C-Dur wurde von Mozart vermutlich erst 1764 verfasst. Die sensationelle Begabung des Wunderkindes sprach sich schnell herum und so wurden erste Konzertreisen nach Passau und Wien arrangiert, um dem Adel das Wunderkind zu präsentieren, natürlich auch getragen von der Hoffnung einen Gönner zu finden, denn die musikalische Ausbildung sowie die Reisen verschlangen sämtliche finanziellen Mittel der Familie Mozart. Seine Konzert-Reisen führten Wolfgang Amadeus Mozart in alle großen deutschen, französischen, holländischen und schweizer Städte, sowie nach London. In London lernte Mozart Johann Christian Bach (Sohn des berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach) kennen, welcher ihn in die Welt der italienischen Symphonie und Oper einführte, ein Ereignis, welches für die weitere künstlerische Entwicklung Mozarts prägend sein sollte.
Erfolgreiche Aufführungen in Wien und Reisen nach Italien
Die Familie kehrte daraufhin nach Wien zurück, wo Mozart, obwohl von einer Pockenerkrankung nur unzureichend genesen, das Singspiel „Bastien und Bastienne“, sowie die Oper „La finta semplice“ fertig stellte. Die erfolgreiche Uraufführung dieser Oper am 1.Mai 1769 führte zur Berufung Mozarts zum Dritten Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle – seine erste Festanstellung. Durch diesen Erfolg beflügelt, brach Mozart mit seinem Vater zu der ersten von insgesamt drei Italien-Reisen auf, diese Periode seines Wirkens dauerte mit kurzen Unterbrechungen fast dreieinhalb Jahre und führte Mozart in alle bedeutenden Städte Italiens. Papst Clemens XIV ernannte Mozart im Jahre 1770 zum „Ritter vom Goldenen Sporn“, jedoch machte Mozart von diesem Privileg nie Gebrauch. In Bologna wurde er in die "Accademia Filarmonica di Bologna" aufgenommen und begegnete Musikern wie Giovanni Sammartini, Niccolò Piccinni und, Pietro Nardini . Am 26. Dezember 1770 wurde in Mailand seine „Opera seria Mitridate“ uraufgeführt, es folgten der „Serenata teatrale Ascanio“ im Oktober 1771, sowie das ernste Dramma per musica "Lucio Silla“ in der Saison 1772/73. Aufgrund der protektionistischen Einstellung einflussreicher italienischer Kreise gegenüber ausländischen Künstlern gelang es Mozart nicht, eine Anstellung in Italien zu erhalten.
Konzertmeister in Salzburg und triumphale Jahre in Wien
1772 wurde Mozart vom Salzburger Erzbischof zum Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle ernannt. Dieses Amt war zwar finanziell einträglich, ließ dem Komponisten jedoch kaum Spielraum für andere künstlerische Aktivitäten, sodass Mozart im September 1777 den Dienst quittierte und sich erneut auf Reisen begab. Diesmal führte in sein Weg nach München, Augsburg, Mannheim und Paris. Da sich daraus keine längerfristigen Engagements ergaben, kehrte Mozart 1779 nach Salzburg zurück, um die vakante Stelle eines Hoforganisten anzutreten. In dieser Zeit komponierte er auch die Krönungsmesse. Da sich jedoch das Verhältnis zum Salzburger Erzbischof nicht ganz friktionsfrei gestaltete und Mozart überdies Angebote zu Konzertauftritten in Wien vorlagen, kündigte er 1781 den Dienst und übersiedelte nach Wien, wo er fortan als freischaffender Komponist und Musiklehrer lebte. Nun begann für Mozart eine intensive Periode künstlerischen Schaffens. 1782 wurde das Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ in Wien uraufgeführt, es folgten am 1. Mai 1786 in Wien die Uraufführung der Opera buffa "Le nozze di Figaro“ , sowie am 29. Oktober 1787 die Uraufführung des Dramma Giocoso "Don Giovanni“ in Prag. Doch damit war der Schaffensdrang von Wolfgang Amadeus Mozart noch lange nicht gestillt. Am 26. Januar 1790 erfolgte die Uraufführung der Oper „Così fan tutte“ in Wien und schließlich sein wohl bekanntestes Werk: „Die Zauberflöte“, eine große Oper, welche eine Mischung aus Märchen und freimaurischen Elementen darstellt. Darüber hinaus komponierte Mozart in dieser Zeit nicht weniger als sechs Streichquartette, die Linzer und die Prager Sinfonie, sowie „Eine kleine Nachtmusik“ (eine Serenade für Streicher in G-Dur) sowie einige Libretti. Nicht alle seine Werke waren sofort ein Erfolg, mit der systemkritisch-komödiantischen Oper „Le nozze di Figaro“ war das Wiener Publikum regelrecht überfordert, sodass es bald vom Spielplan verschwand. Erst in Prag gelang der triumphale Durchbruch.
Heirat und kurzes privates Glück
Am 4. August 1782 heiratete Mozart die aus gutbürgerlichem Haus stammende Constanze Weber, die in den folgenden Jahren sechs Kinder von ihm zur Welt brachte. Interessant ist auch, dass Mozart keineswegs so arm und mittellos war, wie er vor allem im Zeitalter der Romantik meist dargestellt wurde. Im Gegenteil, er verdiente vor allem in seinen letzten Lebensjahren sehr gut, pflegte allerdings auch einen aufwändigen Lebensstil. Mozart war ein außerordentlich vielseitiger Komponist, wohl der einzige in der Musikgeschichte, der in allen Kompositionsgattungen seiner Zeit Meisterwerke schuf.
Gedenken an Mozart
Wolfgang Amadeus Mozart starb am 5. Dezember 1791 in seinem Haus in Wien. Über die Umstände seines Todes ranken sich zahlreiche Spekulationen, die Theorien reichen von einem Giftanschlag über eine Streptokokken-Infektion bis zu jenen Symptomen von Erschöpfung, welche man heute wohl als „Burnout-Syndrom“ bezeichnen würde. Das Gedenken an Wolfgang Amadeus Mozart wird heute weltweit durch Biographien, musikwissenschaftliche Forschung und insbesondere durch die Aufführung seiner Werke in den Opernhäusern und Konzertsälen überall auf der Welt aufrechterhalten.
Somit wird das Erbe dieses einmaligen Künstlers und sein Beitrag zur deutschen Kultur und Geschichte für immer der Nachwelt erhalten bleiben.

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