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Sonntag, 12. Dezember 2010

47 »Beweise für ein Wunder«

Teil 47 der Serie»Monstermauern, Mumien und Mysterien«von Walter-Jörg Langbein

Gottesdienst im Gotteshaus der Maria von
Guadalupe. Foto: Ingeborg Diekmann
Millionen Pilger strömen Jahr für Jahr zur Maria von Guadalupe. Unzählige Gottesdienste werden gehalten. Die Menschen kommen aber weniger der Priester wegen... sie wollen dem mysteriösen Bildnis nahe sein. Ständig kommen und gehen Menschen, aber dennoch bleibt die Ruhe im riesigen Gotteshaus gewahrt. Als nüchterner Beobachter muss ich konstatieren: Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, das Bildnis der Gottesmutter zieht jeden in seinen Bann...

Vor fast einem halben Jahrtausend fand Juan Diego auf Geheiß einer Marienerscheinung mitten in der Trockenzeit Knospen und Blüten. Er trug sie in seiner Tilma, in seinem Umhang, zum Bischof. Auf wundersame Weise entstand auf dem groben Stoff ein erstaunliches Bildnis, das es nach aller Logik gar nicht geben dürfte!
Das »unmögliche« und doch höchst
realeBildnis der  Maria von Guadalupe.
Foto: Walter-Jörg Langbein
Schon der Stoff der Tilma selbst ist so etwas wie ein Wunder. Er ist, das haben strenge wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, tatsächlich fast 500 Jahre alt. Er stammt eindeutig aus dem Jahr 1531. Das aber ist eigentlich eine Unmöglichkeit. Warum? Der Stoff wurde im frühen 16. Jahrhundert – zu Lebzeiten Martin Luthers – aus groben Agavefasern gewebt. Er hätte eigentlich schon zwanzig Jahre nach Herstellung wieder zerfallen müssen. Länger hält so ein Gewebe nämlich gewöhnlich nicht. Und Konservierungsstoffe kamen nicht zum Einsatz! Wie konnte das Gewand des Juan Diego fast ein halbes Jahrtausend überstehen?

Mysteriös ist nach wie vor auch das Bildnis selbst. Ein Sammelsurium aus Pflanzenblüten und Knospen, in einem Stück Stoff getragen, würde niemals ein auch nur ansatzweise erkennbares Bild ergeben. Wie aber entstand die geheimnisvolle Darstellung der Gottesmutter?
Ein Gemälde ist es, das ergaben Analysen von Professor Richard Kuhn, Nobelpreisträger aus Heidelberg eindeutig nicht. Was es auch ist, wie es auch hergestellt wurde: es wurde nicht gemalt. Fakt ist: Nicht die kleinste Spur eines Pinselstrichs ist ausfindig zu machen. Farbe befindet sich weder oberflächlich auf, aber auch nicht in den Fasern. Im Verlauf der letzten dreißig Jahre tauchten immer wieder Meldungen auf, dass angeblich da und dort doch Farbspuren entdeckt worden seien. Diesen Hinweisen bin ich in der Literatur gefolgt. Es fand sich keine Bestätigung!
Maria von Guadalupe auf einem
Heiligenbildchen
Foto: Walter-Jörg Langbein
Sehr verwirrend fiel das Ergebnis einer Untersuchung durch Spezialisten der Firma Kodak aus. Resultat: »Das Bild ist seinem Wesen nach eine Fotografie.« Damit wurde eine geradezu Entdeckung bestätigt, die der mexikanische Fotograf Alfonso Gonzales bereits 1929 gemacht hatte. Gonzales hat damals »Unmögliches« herausgefunden, nämlich dass sich irgend etwas in den Augen zwischen den teilweise geschlossenen Lidern widerspiegelt...in den Augen der Maria von Guadalupe auf dem uralten Umgang Aber was? Genau konnte das Alfonso Gonzales nicht feststellen. Was da in den winzigen Pupillen zu sehen ist, fand erst der Augenarzt Dr. Jorge Escalante Padilla heraus... Jahrzehnte später.

Mit Hilfe eines Elektronikmikroskops konnte er Winziges vergrößern und erkennbar machen. Dem verblüfften Wissenschaftler kam es so vor, als sei er mit Hilfe einer Zeitmaschine fast 500 Jahre in die Vergangenheit gereist. Es ist eine Sensation: In den winzigen Pupillen der Maria von Guadalupe ist eine anrührende Szene dargestellt.

Dr. José Aste Tonsmann, Cornell-Universität, vergrößerte dieses unvorstellbar winzige Szenario auf das 2000fache. Mit Hilfe verschiedener optischer Filter gelang es ihm schließlich, auch noch so unscheinbare Einzelheiten erkennbar zu machen. Um zu erkennen, wie sensationell die Wahrheit ist, muss man sich die Größe des Gesamtbildes (das keines ist) vor Augen führen! Die Jungfrau von Guadalupe ist nur 152,24 Zentimeter groß. Die Pupillen sind weit kleiner als Stecknadelköpfe. Und doch spiegeln sie, winzig klein, ein Szenario wider... und zwar so als handele es sich um »richtige« Augen eines lebendigen Menschen.
Was sah das Bildnis der Maria von Guadalupe? Da ist ein älterer Mann im Profil zu sehen. Vermutlich handelt es sich um Bischof Zumarrage. Der ältere Herr spricht angeregt mit einer weiteren Person, wahrscheinlich handelt mit dem Dolmetscher Gonzales. Am Boden schließlich hockt Juan Diego selbst. Man sieht deutlich, wie er gerade seine Tilma ausbreitet. Weitere unbekannte Personen sind als Zeugen zugegen: Wir machen eine indianisch wirkende Frau mit einem Baby auf dem Rücken aus, einen jüngeren Indio, bei dem es sich um den Mann der Frau handeln könnte und einen kleinen Junge.

Rekapitulieren wir: Juan Diego betritt das Empfangszimmer von Bischof Zumarrage. In seinem Umhang hat er Blumenblüten und Knospen gesammelt. Er schüttet sie auf den Boden. Auf seinem Umhang wird ein Bild sichtbar. Es zeigt Maria... und in ihren Augen spiegelt sich eben diese Szene: Juan Diego im Besuchszimmer des Bischofs. Eine »vernünftige« Erklärung gibt es nicht. Versuchen wir eine fantastische Hypothese: Maria befindet sich unsichtbar im Empfangsraum des Bischofs. Sie sieht, wie Juan Diego den Raum betritt, wie er seinen vor der Brust geschürzten Umhang öffnet und wie die Blütenpracht zu Boden fällt. Sie nimmt wahr, wie die Menschen im Raum reagieren. Das Seznario spiegelt sich in den Pupillen ihrer Augen wieder. Auf dem Umhang Juan Diegos nun sieht man eben diese Maria... mit den Bildern in ihren Pupillen...
Heute wird das Bildnis durch eine
Glasscheibe geschützt
Foto: Walter-Jörg Langbein
Dr. Johannes Fiebag und Peter Fiebag versuchten das Mysterium zu verdeutlichen (1): »Der Prozess der Bildentstehung war dabei allerdings nicht eine Fotografie im herkömmlichen Sinne. Zum einen fungierte die Tilma Juan Diegos sowohl als ›Linse‹ als auch als ›Farbfilm‹, zum anderen blieb das Objekt der Fotografie – nämlich die Mariengestalt – während des Vorgangs unsichtbar. Möglicherweise haben wir es mit einer Art Infrarotaufnahme zu tun, die mit dem Auge nicht wahrnehmbare Wellenlängen sichtbar machte. Fraglos muss sich ›irgend etwas‹ im Raum befunden haben, andernfalls würden sich Juan Diego und die anderen Personen nicht im Auge der Gestalt widerspiegeln können.«

Die »Biografie« der Maria von Guadalupe ist eine Ansammlung von Unmöglichkeiten. Je mehr ich mich mit dem wundersamen Bildnis auseinander setzte, desto rätselhafter wurde das Phänomen. Nachdem Bischof Zumarrage eine Kapelle für das Bildnis hatte bauen lassen, wurde das wundersame Tuch ein Jahrhundert lang ungeschützt aufgehängt. Unzählige Pilger nahmen es von der Wand, berührten es mit den Händen, küssten es. Leidende rieben schmerzende Glieder daran oder legten sich auf das Bildnis. Andere wollten etwas von der geheimen Wunderkraft des Tuches mit nach Hause nehmen und brachten es in Kontakt mit Kerzen, Kreuzen und anderen Objekten. Auch Amulette und Talismane sollten ein wenig vom Wunder aufnehmen.. und wurden in großer Zahl an das Bildnis gehalten.
Hunderttausende Pilger entzündeten Kerzen in unmittelbarer Umgebung des verehrten Bildes....und das Jahrhunderte lang. Allein schon das Licht dieser Millionen von Kerzen hätten das Bild zerstören müssen.
 Professor Philip Callahan von der Universität von Florida stellte das eigentlich Unmögliche fest. Das Licht dieser unzähligen Kerzen hätte längst schon das wie auch immer entstandene Bild zum Verschwinden bringen müssen, auf einem Stoff, der eigentlich schon vor Jahrhunderten hätte zerfallen müssen. Prof. Callahan (2): »Zu starkes ultraviolettes Licht bleicht die meisten Farbpigmente aus, seien sie organisch oder anorganisch.« Mit anderen Worten: Der Stoff der Tilma hätte vor Jahrhunderten zerfallen müssen. Er blieb auf wundersame Weise erhalten. Das Kerzenlicht hätte im Lauf der Jahrhunderte die Farben zum Verschwinden bringen müssen. Sie strahlen auch heute noch, ein halbes Jahrtausend später, in frischem Glanz!
Aber halt: Farben konnten ja gar nicht zum Verschwinden gebracht werden ... weil sich auf dem Tuch gar keine Farben befinden! Bereits 1936 analysierte der Chemienobelpreisträger Prof. Richard Kuhn eine Materialprobe. Selbst im mikroskopischen Bereich war nicht die Spur einer wie auch immer gearteten Farbe erkennbar.
Wir wissen nicht, wie die Maria auf den Umhang Juan Diegos kam. Wir wissen nicht, warum es das wundersame Bildnis noch gibt. Wir wissen aber, dass Maria eine Vorgängerin hatte: der Tepeyac-Hügel, Ort der Marienerscheinung, war schon in vorchristlichen Zeiten eine heilige Stätte. Coatlicue (die Mutter-Erdgöttin) alias Tonantzin (die Fruchtbarkeitsgöttin) wurden hier verehrt.
Wie sich doch die Bilder gleichen.... Coatlicue wurde als »unsere liebe Mutter« tituliert, so wie im Christentum Maria. Ein anderer Ehrenname war »die alle himmlischen Dinge gebiert«. Eva wurde als »Mutter alles Lebendigen« gepriesen... Coatlicues Tochter Coyolxauhqui war die Göttin des Mondes. In den alten Matriarchaten war stets der Mond das Gestirn der Muttergöttin. Ist es ein Zufall, dass die Maria von Guadalupe... auf einer Mondsichel steht?

Ist es ein Sakrileg, darüber nachzudenken... ob die christliche Maria schon vor Jahrtausenden als eine Muttergottheit verehrt wurde... nur unter anderem Namen? Verehren Christen heute wie einst die Azteken und andere Völker zuvor in Maria die Göttin des Matriarchats?
Ist Maria eine uralte Muttergottheit in
neuem Gewand? Muttergottes in
der Kapelle des St.Ansgar
Krankenhauses, Höxter
Foto: Walter-Jörg Langbein
 Fußnoten

 (1) Fiebag, Dr. Johannes und Fiebag, Peter: »Himmelszeichen«, München 1992, S. 312

 (2) zitiert bei Fiebag, Dr. Johannes und Fiebag, Peter: »Himmelszeichen«, München 1992, S. 302

 »Mysteriöses Mesaverde«,
Teil 48 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 19.12.2010

 Weiterlesen:
Walter-Jörg Langbein: Das Sakrileg und die Heiligen Frauen




Sonntag, 5. Dezember 2010

46 »Das Wunder von Guadalupe«

Teil 46 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Die größte Pilgerkirche der Welt ist die Basilika von Guadalupe. Sie wurde gebaut, weil vor fast einem halben Jahrtausend ein armer getaufter Azteke eine Marienerscheinung hatte. Millionen Pilger strömen an den Ort des Geschehens und besuchen das Gotteshaus. Emsige Verkäufer bieten Souvenirs der religiösen Art an. Sie sind aber sehr zurückhaltend und keineswegs so aufdringlich wie an manch’ anderem sakralen Ort der Christenheit.

Händler vor der Basilika von Guadalupe
Foto: Walter-Jörg Langbein
Auf dem Weg zum Gottesdienst hatte Juan Diego eine geheimnisvolle Erscheinung. Die Gottesmutter sei ihm begegnet. Davon war der gläubige Azteke, der zum Christentum übergetreten war, überzeugt. An der Stätte der Erscheinung, so forderte es Maria, solle ein Gotteshaus errichtet werden. Juan Diego berichtete über den himmlischen Auftrag dem Bischof. Der aber war skeptisch und forderte einen Beweis.

Der Wunsch des skeptischen Kirchenmannes beunruhigte Juan Diego sehr. Wie würde Maria, so er sie denn überhaupt noch einmal sehen durfte, auf die doch wohl kränkende Skepsis reagieren? Die Erscheinung erwies sich zur Freude Juan Diegos, als sehr geduldig. Sie willigte ein. Juan solle am 12. Dezember 1531 erneut kommen. Dann werde sie einen unumstößlichen Beweis dafür liefern, dass sie – die Gottesmutter – tatsächlich mit ihm, einem einfachen Indio gesprochen habe.

An jenem 12. Dezember freilich erkrankte der Onkel Juan Diegos schwer. Juan Bernardino, so schien es, würde bald sterben. Sein Neffe solle nur rasch einen Priester herbeiholen. Juan rannte los, befürchtete aber, von der Jungfrau aufgehalten zu werden. So nahm er einen Umweg in Kauf, mied bewusst jene Stelle, an der er mehrfach die Erscheinung gesehen hatte. Die Erscheinung aber »schnitt ihm den Weg ab«, fragte, warum er denn nicht zu ihr gekommen sei, so wie man es doch abgesprochen habe.

Die Maria von Guadalupe
auf einem Heiligenbildchen
Foto: Walter-Jörg Langbein
Als die edle Frauengestalt von der Erkrankung des Onkels vernahm, da lächelte sie nur milde und erklärte, der Onkel sei durch ein Wunder genesen. Und genau das sei auch wirklich geschehen – behaupten zumindest glaubhafte Dokumente aus dem 16. Jahrhundert.

Juan Diego erhielt einen kurios anmutenden Befehl. Er solle umgehend jene Stelle, an der er zum ersten Mal die Erscheinung gesehen habe, aufsuchen und ganz bestimmte Knospen und Blüten einsammeln. Am angegebenen Ort fand der Indio aztekischer Herkunft tatsächlich Knospen und Blüten, obwohl ja Trockenzeit war, obwohl es also nichts Grünes, geschweige denn Knospendes oder gar Blühendes geben durfte. Eigentlich war der Befehl, den Juan Diego ausführen sollte, unsinnig. Und doch machte er sich auf den Weg.

Zu seinem Erstaunen fand er, mitten in der Trockenzeit, an der angegebenen Stelle ... ein Meer von Knospen und Blüten. Juan Diego pflückte sie gehorsam, und sammelte sie in seiner Tilma, einem schürzenähnlichen Umhang. Wieder suchte Bischof Juan de Zumarrage auf. Der Bischof und weitere hohe Würdenträger, zum Beispiel Bischof Don Sebastian Ramirez y Funeral, waren zugegen, als der getaufte Azteke seine Tilma öffnete.

Die Knospen und Blüten, die es eigentlich zu jener Jahreszeit gar nicht geben konnte, fielen zu Boden. Auf dem Umhang Juan Diegos war plötzlich ein wunderschönes Bildnis zu erkennen, »das geliebte Bild der Vollkommenheit, der heiligen Jungfrau Maria, der Mutter Gottes«. Das überzeugte Bischof Juan de Zumarrage. Er und seine Gäste knieten ergriffen nieder und beteten. Der Bischof erfüllte nun den Auftrag der Erscheinung. Auf seinen Befehl hin wurde am Erscheinungsort eine Kapelle errichtet.

Fast ein halbes Jahrtausend ist seit jenem denkwürdigen Ereignis vergangen... Ich habe nach ausgiebigem Literaturstudium zusammengefasst, was in dieser Zeit geschah!

1649: Nican Mophua übersetzt ältere Beschreibungen der Ereignisse von Guadalupe ins mexikanische Nahuatl. Die Kunde vom »Wunder« wird im ganzen Land bekannt. Immer mehr Pilger strömen an den mysteriösen Erscheinungsort.

1695: Die Kapelle am Erscheinungsort ist für den wachsenden Pilgerstrom viel zu klein geworden. Sie muss einer Kathedrale weichen.

1754: Papst Benedikt anerkannt das »Wunder der Jungfrau von Guadalupe« als echt.

1970: Die Kathedrale droht einzustürzen. Das Gebäude weist starke Schäden auf. Teile der Kathedrale haben sich deutlich gesenkt. Risse sind entstanden. Ein Besuch der Kathedrale wird immer gefährlicher. Man will nicht so lange warten, bis es zu einem Unglück kommt. Experten werden befragt. Sie halten erhebliche Renovierungsarbeiten für unbedingt erforderlich... als Minimallösung. Mit Nachdruck fordern sie aber einen Neubau.

Der Vorgänger der heutigen Basilika von
Guadalupe. Foto: Walter-Jörg Langbein


1976: Eine Basilika wird neben die Kathedrale gebaut. Sie bietet 40 000 Menschen Platz.

1981: Papst Johannes Paul II. besucht die Basilika.

1990: Neuerlicher Besuch des Papstes in Guadalupe. Ein großes Denkmal erinnert an den höchsten Repräsentanten der katholischen Kirche am Erscheinungsort.

Mehr als drei Jahrzehnte besuchte ich mysteriöse Stätten von Ägypten bis Vanuatu. Immer wieder hörte ich seltsame Erzählungen und märchenhafte Legenden. Ersinnt der fromme Mensch aus Sehnsucht nach Beweisen für seine Religion wundersame Geschichten, die mit der Realität nichts zu tun haben? Das »Wunder von Guadalupe« ereignete sich in einer für die katholische Kirche äußerst günstigen Zeit!

Mit den mordenden Eroberern aus Europa waren auch Missionare zu den Azteken gekommen. Sehr überzeugend waren die Geistlichen nicht. Verkündeten sie doch das Christentum als Lehre der absoluten Nächstenliebe ... während ihre Glaubensgenossen mit Grausamkeit gegen die Azteken vorgingen, um möglichst viel Gold zu erbeuten. Die Missionare wurden weitestgehend abgelehnt... bis sich das »Wunder von Guadalupe« ereignete. Plötzlich mieden die Einheimischen nicht mehr die Missionare. Sie suchten sie auf und baten, den christlichen Glauben annehmen zu dürfen. In kürzester Zeit ließen sich Millionen von Menschen taufen!

Das Bildnis der Maria von Guadalupe -
Wunder oder Fälschung?
Foto: Walter-Jörg Langbein
Die Überlieferung über das Wunder von Guadalupe mutet dem modernen, skeptischen Menschen von heute wie eine unglaubwürdige Legende an. Wunder machen dem »modernen« Rationalisten, auch wenn er das nicht zugeben mag, Angst. Der »aufgeklärte« Skeptiker lehnt Wundersames grundsätzlich ab. Er protestiert lautstark, aber letztlich ängstlich, gegen die Existenz von Unerklärbarem...

In Theologenkreisen wird unterstellt, sie entbehre jeder historischen Grundlage. Man habe die Story nur erfunden, um den Menschen Zentralamerikas eine »eigene« Maria bieten zu können. Und in der Tat: Nach dem »Wunder« wurden die Nachfahren der einst stolzen Azteken katholisch. Aber genügt dies als Beweis dafür, dass das »Wunder von Guadalupe« reine Fiktion ist? Was ist Tatsache, was ist Fiktion?

Das verehrte Bildnis, so höre ich immer wieder, sei auf ganz natürliche Weise entstanden, ein unbekannter Künstler habe es vor Jahrhunderten gemalt. Für viele Theologen sind »Wunder« heute nicht mehr vermittelbar. Zumindest glauben »moderne« Theologen, dass unsere so wissenschaftliche Zeit keine Wunder mehr anerkennen mag. Also muss die »Maria von Guadalupe« eine Fälschung sein.

Das aber ist falsch. Und: Es ist schon ein Wunder, dass wir heute die Maria auf Juan Diegos Tilma überhaupt noch bewundern können!


»Beweise für ein Wunder«,
Teil 47 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 12.12.2010

Mittwoch, 4. November 2009

Das Geheimnis der Zeitreisen

Walter-Jörg Langbein stellt vor:
Gisela Ermel und das Geheimnis der Zeitreisen.....

In meinem neuesten Buch - »2012 - Endzeit und Neuanfang: Die Botschaft der Mayas« geht es um das geheimnisvolle Phänomen der Zeit. Wie läuft die Weltgeschichte ab? Nach jüdisch-christlich-muslimischer Vorstellung gab es einst einen Anbeginn der Zeit, einen Nullpunkt....die Schöpfung. Und irgendwann in der Zukunft kommt es zur Apokalypse, zum Weltuntergang.

Die Mayas indes sahen die Weltgeschichte ganz anders. Nach den Mayas gibt es eine ewige Folge von Zeitzyklen. Auf eine Apokalypse folgt wieder eine Schöpfung, entsteht wieder ein neues Universum.

Wer hat nun recht... die Religionen der Bücher (Judentum, Christentum und Islam)... oder die Mayas (deren wertvolle Bibliotheken von christlichen Eroberern fast vollkommen zerstört wurden?) Wirkliche Gewissheit würden wir erlangen... wenn wir durch die Zeit reisen könnten. Ob Zeitreisen jemals praktiziert werden können? Schön wäre es schon, wenn man sozusagen in der Zeit wie in einem Buch lesen könnte. Ob dieser Wunsch je in Erfüllung gehen wird?

Meine Autorenkollegin hat sich intensiv mit der faszinierenden Thematik der Zeitreisen auseinandergesetzt. Und sie hat ein Buch zum Thema verfasst: »Zeitreise. Gestern - Heute - Morgen. Auf den Spuren des größten Abenteuers aller Zeiten « geschrieben.

Gisela Ermel wurde in Bebra, Nordhessen geboren und besuchte dort die Realschule bis zum Abschluss Mittlere Reife. Nach einem Jahr auf einer Pflegevorschule in Detmold studierte sie Musik auf dem Konservatorium der Musik in Kassel und Göttingen Musik – Schwerpunkt: Barockmusik - mit Abschluss als Staatlich Geprüfte Musiklehrerin für Klavier und Blockflöte.

Noch während des Studiums fing sie an, sich mit Erich von Däniken und anderen Autoren (»Paläo-SETI-Forschung«) zu befassen und veröffentlichte seit 1990 zahlreiche Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften und Magazinen, seit 1996 auch Bücher, u.a. zu den Themen Gral, Parallelen zum modernen UFO-Phänomen in der Vergangenheit, Zeitreise, Turiner Grabtuch, Anasazi-Indianer, um die wichtigsten Themen zu nennen.

Ihr besonderes Interesse gehört den noch ungelösten Rätseln der Vergangenheit, der vergleichenden Mythologie sowie mysteriösen Artefakten wie der sog. Tilma von Guadalupe. Seit 1998 war die Autorin Referentin auf mehreren One-Day-Meetings der AAS (Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronatuik und SETI) und stellte Themen vor wie Schamanismus, Raum-Zeit-Tore, das Heilige Bündel der Azteken und andere mehr.

Als Gisela Ermel das erste Mal mit der Paläo-SETI-Forschung konfrontiert wurde – durch die Lektüre des Buches „Erinnerungen an die Zukunft“ von Erich von Däniken - , war sie so fasziniert von der Möglichkeit, dass unser Planet in der Vergangenheit schon einmal Kontakt mit Vertretern einer fremden Intelligenz gehabt haben könnte, dass sie sich entschloss, herauszubekommen, ob Erich von Däniken recht haben könnte.

Dieser Frage geht sie noch immer nach, und obwohl sie dieser Hypothese selbst einige neue Indizien hinzufügen konnte – wie die Kenntnis unserer Vorfahren von Raum-Zeit-Toren, Nahrungsspendegeräten, Materietransmittern, Zeitverschiebungsphänomenen u.v.m., alles im Zusammenhang mit nichtmenschlichen Wesen, zu finden in den Mythen und Überlieferungen rund um den Globus – forscht sie unermüdlich weiter, um mitzuhelfen, das Bild unserer Vergangenheit klarer zu machen.

Ihr vorläufiges Fazit: Unsere Vorgeschichte war viel phantastischer, als dies uns unsere Geschichtsbücher weis machen wollen, und sie ist voll von Hinweisen auf einen Kontakt mit Vertretern einer höheren Kultur, die hier bei uns waren, ob sie nun von fremden Sternen, anderen Dimensionen, Parallelwelten oder unserer eigenen Zukunft kamen. Ihre Spuren finden sich allüberall.

Zeitreisen... sie könnten uns Gewissheit verschaffen über den Verlauf der Geschichte auf unserem Planeten Erde, ja des Universums. Bis ein »Albert Einstein der Zukunft« eine Zeitmaschine erfunden haben wird... sind wir auf erfreulich spannende Spekulationen angewiesen!

Und nun zum Bericht von Gisela Ermel....



Zeitreise – Das grösste Abenteuer aller Zeiten
(Verfasst von Gisela Ermel)

Eigentlich fing alles so an. Als ich begann, für mein Zeitreise-Buch zu recherchieren, wurde mir klar, wie sehr ich mir wünschte, zu wissen, ob eines Tages Reisen in die Zukunft oder in die Vergangenheit einmal möglich sein werden. Das einfachste wäre natürlich, Beweise dafür zu finden, dass wir oder unsere Vorfahren schon einmal aus der Zukunft besucht wurden. Als sich auf meinem Schreibtisch immer mehr Indizien anhäuften, die über merkwürdige Zeitphänomene, über Zeitsprünge und Zeitverschiebungserlebnisse von Sagen- und Mythenhelden (und –heldinnen selbstverständlich) berichteten, da merkte ich, dass mir das nicht reichte. Wie, so überlegte ich immer und immer wieder, könnte man denn die Zeit austricksen, um JETZT SCHON und GANZ PERSÖNLICH zu erfahren, ob Zeitreise erfunden wird oder nicht. Am besten, so dachte ich, wäre natürlich, von jemandem aus der Zukunft besucht zu werden.

Wer Besuch haben will, muss sich welchen einladen. Gesagt, getan! Ich hatte einen genialen Einfall! Ich würde ganz einfach eine Nachricht an meine künftigen Nachkommen verfassen mit der Bitte, mich hier und jetzt – in meiner Gegenwart oder meinetwegen in den nächsten Wochen, Monaten oder Jahren - zu besuchen. Ich würde einen Brief schreiben und diesen dann von Generation zu Generation weiterreichen lassen.

„Du spinnst ja!“ so lautete der spontane Kommentar meiner Tochter Aino, als ich ihr von meinem Plan erzählte. Am meisten wurmte sie an diesem Plan offenbar die Vorbedingung, dass sie ihren Teil zum Gelingen desselben beizutragen habe durch das Zeugen eines oder mehrerer Nachkommen. „Ich will gar keine Kinder bekommen!“ sagte sie kurz und knapp. Nun, dieser Spruch kam mir verdammt bekannt vor – und hätte ich mich daran gehalten, so gäbe es jetzt keine Aino (und auch keine potentiellen Brief-weiterreichenden Nachkommen).

„Okay,“ erwiderte ich, „da gibt es ja ausser dir noch meine Nichten und Neffen...“
Mit einem „Ach die!“ wischte Aino sämtliche Nichten und Neffen vom Tisch, „die verbaseln doch garantiert den Brief! Dann gib ihn doch lieber mir! Ich werde ihn schon an einen würdigen Menschen weiterreichen, es muss ja nicht unbedingt ein direkter Nachkomme sein, oder?“
Nachdem ich also nun gnädigerweise grünes Licht für meinen Plan von meinem Nachkömmling erhalten hatte, konnte ich an die praktische Ausführung gehen. Leichter gesagt, als getan. Wochenlang grübelte ich nach über den Text-Inhalt, über haltbares Material (Papier? Plastik? Videobotschaft? USB-Stick? Auf CD brennen? In Stein ritzen?), über ein geeignetes Schreibgerät (Bleistift? Tinte? Tusche? Tintenstrahldrucker? Laserdrucker? Permanentmarker? Stickgarn auf Stramin? Immerhin hatte die Botschaft eine verflixt lange Zeit zu überdauern!) und über noch viel mehr. Ich dachte nach über diebstahl- und vandalismussichere Aufbewahrungsorte, ich schlich wie ein Detektiv durch meine Wohnung und überlegte, wie ich etwas verbergen kann, das gleichzeitig unbedingt gefunden werden muss. Oder sollte ich den Brief bei einem Rechtsanwalt hinterlegen, der ihn dann seinerseits weiterzureichen hatte? Nein, zu teuer. Und sollte ich für eine volle Reisekasse meiner zukünftigen Besucher sorgen, indem ich ihnen ein Sparbuch anlegte? Zins und Zinseszins, da war ich ganz sicher, würden dann das übrige hinzutun. Da gab es doch das alte Sparbuch, das ich neulich wiedergefunden hatte und das ich als kleines Schulmädel schon am ersten Tag einer Klassenfahrt bis auf die eine Pflicht-DM leergeräumt hatte (mir hatte da so ein kleines Plüsch-Eichhörnchen im Souvenirshop am Zusammenfluss von Fulda und Werra in die Augen gestochen und ein niedlicher Armbandanhänger und eine Vogelpfeife und...) – immerhin hatte sich das „Vermögen“ inzwischen auf einen Euro verdoppelt, ganz zu schweigen von den Jahrhunderten, in denen sich darauf nun Zinsen ansammeln mochten...

Doch was sollte ich in den Brief hineinschreiben? Ich brütete wochenlang über einem perfekten Text – und mein Papierkorb füllte sich täglich aufs Neue mit verworfenen Entwürfen. Als eingefleischte Science Fiction-Leserin hatte ich natürlich einen listigen Einfall: Ich könnte doch meine Besucher bitten, zu einem schon vergangenen Zeitpunkt zu mir zu kommen und den Brief mitzubringen. Dann brauchte ich diesen nur noch abzuschreiben... (Gute Frage nebenbei: Wer wäre wohl in so einem Fall der originale Verfasser des Textes???)

Aber halt mal – müssten sie dann nicht schon längst dagewesen sein? Ich fing an, mir verdächtig vorkommende Leute auf der Strasse kritisch zu beobachten und ich schreckte zusammen, wenn es in der Wohnung irgendwo raschelte. Nun ja, einem solchen Überraschungsbesuch würde ich ganz einfach mit einer Klausel im Brief entgegenwirken, die besagte, dass man bitte nicht einfach so wie aus dem Nichts in meiner Wohnung erscheinen möchte, sondern brav an der Haustüre zu klingeln habe.

Und wenn sie mich schon besucht hätten, ohne dass ich es bemerkt hatte? Nein, so sehr ich auch nachgrübelte, ich konnte mich an keinen komischen Onkel oder eine mysteriöse Tante erinnern, die mir ein paar gute Ratschläge aufzudrängen versucht hatten. Obwohl es da weissgott genug gegeben hätte, was man einer sehr viel jüngeren Ausgabe von mir hätte raten können. Doch was wäre gewesen, wenn so etwas geschehen wäre und ich mich an diese Ratschläge gehalten hätte? Hätte das nicht die gesamte Zukunft verändert? Vielleicht hätte ich in dem Fall nicht einmal Nachkommen, die ich einladen könnte, mich zu besuchen? Die hätten mir dann also keine Ratschläge geben können, die ich nicht befolgt hätte und die die Zukunft verändert hätten, und dann könnte ich doch den Brief schreiben und Besuch bekommen...... Spätestens bei diesen Gedanken hatte ich das Gefühl, in meinem Kopf würde sich alles drehen.

Aber da war diese Frau in Berlin. Damals, vor vielen Jahren, gingen mein jetziger Ex-Mann (damals noch relativ neuer Freund) und ich eine Nebenstrasse des Ku'damm entlang, um wieder einmal einen Laden aufzusuchen, der englische Stilmöbel führte. Ausser uns war niemand in der Strasse – ausser einer älteren Frau, die uns aus einigen Metern Entfernung auf demselben Bürgersteig entgegen kam. Kurz bevor sie uns erreichte, blieb sie plötzlich wie vom Donner gerührt stehen und starrte uns an, als sehe sie einen Geist. Sie ergriff meine Hände, schaute mir mit einem Blick, den ich nie vergessen werde, in die Augen und sagte: „Ihr werdet eine Tochter haben und du wirst ihn zum weinen bringen.“ Sie starrte uns noch ein paar Sekunden lang an, so als könne sie nicht glauben, was sie sehe, und ging dann weiter. Wir kicherten nur und vergassen dies Ereignis bald. Nun – eine Tochter haben wir bekommen, aber zum weinen hat er mich gebracht, soviel zu dieser Zukunftsprognose.

Später habe ich jedoch immer mal wieder darüber nachgedacht, wer diese Frau wohl gewesen sein könnte. Eine Besucherin aus der Zukunft, die deshalb etwas aus meinem Lebenslauf kennen konnte? Eine Wahrsagerin? Oder – diese verrückte Idee kam mir eines Tages nach der Lektüre einer bizarren Zeitreise-Short-Story – war ich vielleicht selbst diese Frau gewesen? Fast wünschte ich mir, dass Zeitreise noch während meiner Lebenszeit möglich sein würde und ich in Berlin – sollte ich das genaue Datum des damaligen Ereignisses noch ermitteln können – selbst nachschauen könnte, wer diese geheimnisvolle Fremde damals war. Neulich war ich ein paar Tage in Berlin, um mal wieder nach einer neuen Wohnung zu suchen. Irgendwie kam ich auf die Schnapsidee, doch einmal durch diese gewisse Strasse zu gehen. Ich tat es, und ich ging sie entlang aus der Richtung, aus der damals die Frau auf uns zugekommen war. Fast war ich enttäuscht, dass mir kein blutjunges, verliebtes Pärchen entgegenkam, andererseits aber war ich froh darüber, denn ein wenig mulmig war mir schon zumute.

Doch zurück zu meinem Plan. Mir war natürlich klar, dass ich bei jedem Umzug meine neue Adresse nachzutragen hatte, denn ich wollte ja von meinem Besuch auch gefunden werden. Aber was, wenn ich dann gerade nicht zu Hause war und den wichtigsten Besuch meines Lebens verpasste, bloss weil ich just irgendwo in der Weltgeschichte herumgondelte? Wie wäre es, im Brief einen bestimmten Tag – vielleicht einmal pro Monat oder Jahr – vorzugeben sowie einen ganz präzisen Treffpunkt? Doch wo? Aus zahlreichen Science Fiction-Romanen wusste ich natürlich, dass da, wo heute noch ein Baum stand, morgen schon ein Betonklotz stehen oder eine befahrene Schnellstrasse oder sonst etwas sein konnte. Nein, da war es doch besser, es bei der eigenen Wohnung bzw. der meiner Nachkommen zu lassen. Diese Nachkömmlinge müsste ich dann nur noch dazu animieren, verlässlich stets ihre aktuellen Adressen nachzutragen. (Genauer gesagt musste ich ja zunächst erst einmal die Frucht meiner Lenden dazu bringen, Nachkömmlinge in die Welt zu setzen.)

Je länger ich nachdachte, je klarer wurde mir, dass der grösste Schwachpunkt in meinem Plan der menschliche Faktor war. So viel hatte ich in meinen Lebensjahren auch schon spitz gekriegt: verlassen kann man sich nur auf sich selber. Also sollte ich den Brief nicht doch lieber irgendwo deponieren und die Nachkömmlinge aussen vor lassen? Sollte ich den Brief in einer Zeitkapsel vergraben? Doch wo? Und wie sollten meine Nachkommen davon erfahren?

Ich fing davon an, zu träumen, wie denn dieser Besuch aus der Zukunft stattfinden würde. Ich stellte mir vor, dass eines Tages jemand vor der Tür stehen und fragen würde: „Sind Sie...? Ja, natürlich, du musst es sein. Ich erkenne dich. Wie gut du ausgesehen hast!“

Oder eine fremde Person – männlich oder weiblich war mir eigenltich ziemlich schnurz – würde Einlass begehren und sagen: „Hallo! Ich bin die Frau / der Gatte deines Ururururururenkels!“„Aber ich habe doch gar keinen Enkel...“ „Noch nicht...“

Und wie bitte schön würde mein Besucher aus der Zukunft beweisen, dass er wirklich aus der Zukunft kommt? Diese Frage hielt mich wochenlang ganz schön auf Trab! Woran erkennt man einen Besucher aus der Zukunft? Wie würde ich denn selber beweisen, dass ich aus der Zukunft komme, wenn ich die Gelegenheit hätte, in die Vergangenheit zu reisen? Ich kann euch sagen, diese Spekulationen haben zahlreiche weinselige Abende mit Freunden und Bekannten ganz schön in Schwung gebracht!

Den Brief habe ich tatsächlich geschrieben. Ganz normal auf Schreibpapier mit einem Kugelschreiber, mit Tesafilm an der Innenseite meiner Wohnungtür in Augenhöhe befestigt – da bleibt er solange, bis ich eine bessere Idee habe für Materal und Aufbewahrungsort. Für Anregungen wäre ich übrigens dankbar!

Das Buch habe ich natürlich auch geschrieben. Im Kapitel „Abenteuer Vergangenheit“ mache ich mir Gedanken über die Frage: Wohin soll man reisen? Ich stelle Abenteuer unter Dinosauriern vor und berichte über rätselhafte Spuren im Erdaltertum, die Indizien für Besucher aus der Zukunft sein könnten. Ich befragte Freunde darüber, was sie bei einer Zeitreise mitnehmen würden und stelle witzige Ideen dazu aus Zukunftsromanen vor. In dieses Kapitel gehörten auch Gedanken zu den Themen: Ist ein Besucher aus der Zukunft den Menschen der Vergangenheit wirklich überlegen? und: Die Begegnung mit sich selbst.

Im zweiten Kapitel meines Buches geht es darum, WIE man in die Zeit reist. Ich spekuliere über Zeitmaschinen, einen Probelauf, ein Geschenk aus der Zukunft, die Ankunft in einer anderen Zeit, und ich frage, ob uralte Sagen, in denen beispielsweise über eine plötzlich aus der Wand ragende Hand berichtet wird, nicht auf Zeitreisephänomene zurückgehen könnten. Interessant war es auch, zu recherchieren, ob wir bereits einmal Besuch aus der Zukunft erhalten haben könnten.

Im dritten Kapitel meines Buches wertete ich Hunderte von Mythen, Sagen und alten Texten aus, in denen von rätselhaften Zeitsprüngen berichtet wird und Vorzeit-Helden offenbar längst das erlebt hatten, was wir heute als Dilatationsflug bezeichnen. Doch Zeitreise geht auch anders. Das vierte Kapitel handelt von der sogenannten Zeitschläfer-Variante, während das letzte Kapitel meines Buches der Frage nachgeht, ob man die Vergangenheit verändern kann und ob eventuell bereits Zeitkorrekturen stattgefunden haben.

So, ich muss aufhören zu schreiben, es hat gerade an meiner Tür geklingelt. Wer weiss........................................

P.S.: Das klingt jetzt total verrückt, aber ich habe ein Blind Date mit einer Zeitmaschine im Dezember 2012 in Queensland, Australien. Und nicht nur ich alleine. Neugierig geworden? Dann empfehle ich einen Blick auf die website http://www.timemachine1212.com/


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