Sonntag, 27. November 2011

97 »Muttergöttin und Sonnengott«

Teil 97 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Hoch über den geheimen Kellern von Dendera gibt es ein sakrales Gebäude. Es diente einer Göttin als Liebesnest. Hier paarten sich die Muttergöttin und der Sonnengott. Pikantes »Sakrileg«: in der Mysterienwelt des Tarot wurde aus dem Stellvertreter des Sonnengottes ... der Papst. Was für Christen unzüchtiger Sakral-Sex war ... sollte das Rad des Lebens immer wieder weiter und weiter bewegen.

Im Westen des »Opfersaals« steige ich eine steinerne Treppe empor. An den Wänden sehe ich eine Vielzahl jahrtausendealter Gravuren. Dargestellt sind der König und Priester. Sie vollführen einen Ritus aus uralten Zeiten. Sie haben sich zu einer Prozession formiert und begleiten nun die Göttin nach oben, auf das Tempeldach. Mit feierlichem Ernst wurden Statuen der Göttin Hathor in einen »Kiosk« auf dem Dach getragen.

Diese in der Archäologie gebräuchliche Bezeichnung ist leicht missverständlich. Gemeint ist kein »Kiosk« im heutigen säkularisierten Sinn, sondern ein sakrales Gebäude. Gelegentlich wird von »Kapelle« gesprochen, was wiederum falsch verstanden werden kann. Auf dem Tempel der Göttin Hathor stand ein weiterer, kleiner Tempel.

Turm zu Babel
Der Tempel auf dem Tempel taucht entstellt im »Alten Testament« auf: Im biblischen Babylon lesen wir nur von einem riesigen Turm. Pieter Bruegel der Ältere malte 1563 das vielleicht berühmteste Bild dieses ersten Wolkenkratzers. Bruegels Gemälde zierte das Cover der tschechischen Ausgabe meines Buches »Die großen Rätsel der letzten 2500 Jahre«. Bruegel machte das gigantische Bauwerk noch imposanter als es in Wirklichkeit war. Und den Tempel oben auf der Spitze des Turms ließ er weg. Bei ihm befindet sich das monumentale Denkmal noch im Bau, das oberste Stockwerk ist noch nicht abgeschlossen.

Die Bibelstory im Telegrammstil: Dem biblischen Gott Jahwe war dieses Bauwerk ein Gräuel. Er zerstörte es. Wir wissen heute, dass es nicht nur einen »Turm zu Babel« gegeben hat, sondern viele. Die Menschen, so das »Alte Testament«, bauen einen Turm bis an den Himmel.

Gott ärgert sich, die Menschen werden ihm zu mächtig (2): »Siehe, es ist einerlei Sprache unter ihnen allen, und dies ist der Anfang ihres Tuns. Nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können.« Das aber duldet Gott nicht. Er fährt vom Himmel herab und zerstört den Turm. Gott bringt Uneinigkeit in die Menschheit. Haben sich zuvor alle Menschen in einer Sprache verständigt, so verstehen sie sich nun nicht mehr. Die Bibel legt eine falsche Fährte (3): »Daher heißt ihr Name Babel, weil der Herr daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder.«

Babel-Komplex in der Rekonstruktion
Der biblische Text behauptet, dass der Name der Stadt »Babel« auf das hebräische Wort »balal« - zu Deutsch »verwirren« zurückgeht. Diese Erklärung ist falsch. Warum sollte man in Babylon eine Stadt nach einem hebräischen Wort benennen? Tatsächlich muss man »Babel« auf das Babylonisch-Sumerische »bab-ili« zurückführen, auf das »Tor der Götter«. (Möglich ist, dass die hebräischen Elohim-Götter von den babylonischen »ili« abgeleitet werden können!)

Rund zwei Jahrtausende vor Christus gab es in Babylon mehrstufige Zikkurat-Türme. Mag sein, dass diese imposanten Bauwerke heilige Berge darstellen sollten. Wie dem auch sei: Nach babylonischer Überlieferung stieg Marduk vom Himmel herab und ließ sich auf dem sakralen Turm nieder. In einem Tempel auf dem Turm wurde die Heilige Hochzeit vollzogen: zwischen Gott und Göttin.

Kurios aus heutiger Sicht ist, dass Ištar – die Himmelsgöttin – als Vertreterin Marduks angesehen wurde. Eine weibliche Gottheit sprang also für einen männlichen Gott ein. Ištar zelebrierte im Tempel auf dem Turm das Ritual der »Heiligen Hochzeit« mit dem König. Die Himmelsgöttin Ištar fand in Ägypten ein Pendant: die Hathor. Und Hathor verschmilzt nach und nach mit Isis.

Göttin Hathor von Dendera
Foto: W-J.Langbein
Kurz und bündig fasst das Lexikon »Das geheime Wissen der Frauen« (4) zusammen: »›Heilige Hochzeit‹, griechisch Hieros Gamos, Vereinigung eines Königs oder Heiligen Königs (ein Stellvertreter für den wirklichen König) mit einer Göttin, die meistens von einer Priesterin-Königin verkörpert wurde. Allein durch den Hieros Gamos wurde dem König das Herrschaftsrecht verliehen.«

Die griechische Mythologie verdeutlicht, worum es in der »Heiligen Hochzeit« ging: Kore, die Tochter der Demeter – Göttin des Lebens und der Fruchtbarkeit – wurde von Unterweltgott Hades ins Totenreich entführt. Verzweifelt suchte Demeter ihr Kind ... kümmerte sich nicht mehr um ihre Aufgaben, und die Natur erstarb. Es wurde Winter und die Menschen hungerten. Hades »vergiftete« Kore mit einem Granatapfel. Sie starb zwar nicht, konnte aber nicht mehr nur im Land der Lebenden verweilen. Ein Drittel des Jahres musste sie ins Totenreich kommen, dann erstarb die Natur auf Erden. Sobald Kore wieder auf die Erde zurückkehrte, erblühte das Leben wieder.

Die »elysischen Mysterien« waren ein Geheimkult, über dessen Ablauf wie auch heute nur wenig wissen. Im Zentrum der geheimen Feiern stand die »Heilige Hochzeit«. Dabei kam es offenbar zur rituell-sexuellen Vereinigung zwischen der Priesterin (der Stellvertreterin für die Göttin) und dem elysischen Hohepriester, der den Part des Gottes übernahm. Der Hohepriester trug den Titel »Hierophant«, »Ebenbild des Heiligen«. Pikantes Detail: im Tarot wurde aus dem Sexpartner der Göttin ... der Papst!

Ruinen vom Dendera-Komplex
Foto W-J.Langbein
Zurück zu Dendera, zurück zum Hathor-Tempel ... in dessen geheimen Kellern die mysteriösen »Leuchtbirnen«-Darstellungen noch heute Rätsel aufgeben! Bei brütender Hitze kletterte ich in die unterirdischen Korridore zu den mysteriösen Wandbildern. Bei brütender Hitze bestieg ich die Treppe auf das Dach des Tempels, zum Tempel auf dem Tempel. Hier paarten sich Göttin Hathor und der Sonnengott. Das Ritual – bei dem eine Hathor-Statue von Sonnenstrahlen symbolisch befruchtet wurde – diente dem Erhalt des Lebens: auf die »tote« Trockenzeit folgten Nilüberschwemmung und Wiedergeburt des Lebens ... in Gestalt von Pflanze, Tier und Mensch!

Ich erinnere mich genau ... Ich steige die Treppe empor zum Tempel der »Heiligen Hochzeit«. Ich stelle mir vor, wie einst eine Statue der Hathor auf eben dieser Treppe in feierlicher Prozession auf das Dach des Tempels gebracht wurde. In der Hitze des Tages fällt mir die Treppensteigerei schon schwer. Wie mag der Transport einer womöglich aus purem Gold gefertigten Hathor in würdevoller Weise absolviert worden sein?

In einer so lebensfeindlichen Umgebung wie der Wüste galt es, das Leben auf rituell-magische Weise fortbestehen zu lassen ... in der Hölle der Wüste, in der alles Leben so leicht hätte erlöschen können. Die Angst vor dem Tod alles Lebendigen muss sehr groß gewesen sein ... Es ist die Göttin, die in der Überwindung dieser Angst die zentrale Rolle spielt.

Osiris von Dendera
Foto Archiv W-J.Langbein
Für Anhänger der Buchreligionen Judentum, Christentum und Islam mag dies befremdlich sein. Wird der Kosmos dieser Religionen doch von einem männlich-martialischen Gott bestimmt. In den älteren, ja ältesten Religionen indes ... scheint die Göttin des Himmel regiert zu haben! Ich bin davon überzeugt, dass einst das Matriarchat bestimmend war, lange vor dem Patriarchat von Judentum, Christentum und Islam!
Das Thema »Sterben und Wiedergeburt« taucht immer wieder in der Mythologie Ägyptens auf. So wird Gott Osiris von seinem Bruder Seth ermordet und zerstückelt. Göttin Isis, eine jüngere Variante der Hathor, erweckt Osiris wieder zum Leben. Osiris ist – auch – ein Gott der Fruchtbarkeit. Wenn Isis alias Hathor den toten Osiris wieder lebendig macht, dann lässt sich das so übersetzen: die Göttin erweckt die tote Natur zu neuem Leben.

Zum Abschluss ein subjektiver Eindruck: In Zentralamerika, im mexikanischen Palenque, erkundigte ich den mysteriösen »Tempel der Inschriften«: ich stieg in die unterirdische Krypta ... in die »Unterwelt« hinab. Und ich erklommt die steile Treppe, die mich an die Spitze des Pyramide führte. Und hoch oben auf der Pyramide ... thront ein Tempel!

Seltsam: Palenque entspricht von seinem Aufbau genau der Tempelwelt von Dendera: In Dendera wie in Palenque gibt es eine »Unterwelt« und auch einen Tempel hoch oben!
Ohne Zweifel haben die Vertreter der Wissenschaft in den vergangenen Jahrhunderten eine erfreuliche Fülle an Informationen über unsere Vergangenheit ans Tageslicht gefördert. Was aber bis heute leider sträflich vernachlässigt wird, das sind die Gemeinsamkeiten der unterschiedlichsten Kulturen unseres Globus.

Fußnoten
1 Das Erste Buch Mose Kapitel 11, Verse 1-9
2 Das Erste Buch Mose Kapitel 11, Vers 6
3 Das Erste Buch Mose Kapitel 11, Vers 9
4 Walker, Barbara G.: »Das geheime Wissen der Frauen«, Frankfurt am Main 1993, Seite 400 (Stichwort »Hieros Gamos«)
5 siehe hierzu auch Cavendish, Richard: »The Tarot«, New York 1975

»Engel bei den Mayas«,
Teil 98 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 04.12.2011


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Sonntag, 20. November 2011

96 »Eine Schlange aus Licht«

Teil 96 der Serie
»Monstermauern, Mumien und My
sterien«
von Walter-Jörg Langbein

»Glühbirnen« ... »Wunderleuchten«
Foto Archiv W-J.Langbein
Ein Urenkel von Karl Mays Hadschi Halef Omar führte mich vorbei am einstigen »heiligen See« von Dendera zum Hauptgebäude. Aus der Sonnenglut ging's ins Innere des Sakralbaus. Ein zweites Bakschisch wird fällig. Der bezahlte Eintritt berechtigte mich zu einer Führung durch den Tempel, nicht aber zum Betreten der Unterwelt.

Nach Entgegennahme meines zweiten Obolus wuchtet der freundliche Guide eine hölzerne Bodenklappe auf. Über eine steile, ebenfalls hölzerne Treppe geht’s nach unten. Schließlich stehen wir ... im Kerzenschimmer vage zu erkennen ... vor einem Schlupfloch in der steinernen Wand. Mein Guide stellt die Kerze ab und demonstriert, wie der »Eingang« zu bewältigen ist. Mit den Beinen voran kriecht er in das enge Loch. Als nur noch sein Kopf zu sehen ist, ruft er: »Leg up ... leg up!« Dann ist er verschwunden.

Mit einigen Schwierigkeiten gelingt es mir, meine Beine durch das katzentürartige Loch zu schieben. Ich spüre harten Widerstand an den Füßen. Weitere dumpfe Rufe »leg up!« erschallen. Ich taste mit den Füßen das Hindernis ab. Auf diese Weise finde ich nach kurzer Zeit ein weiteres Loch in der Wand, höher gelegen, durch das ich mich – einer dicklichen Schlange gleich – schließlich mühsam winde. Auf der anderen Seite geht’s senkrecht nach unten. »Jump! Jump!« ruft mir der Führer in der Unterwelt zu. Ich wage den Sprung... Endlich stehe ich in der Unterwelt von Dendera. Endlich stehe ich den berühmt-berüchtigten »Glühbirnen« gegenüber.

WJL vor einer der »Glühbirnen«
Foto: Walter Langbein sen.
Die Luft ist stickig. Kein Lüftchen regt sich. Rasch gewöhne ich mich an den muffigen Geruch. Ob man seit Kleopatras Zeiten nicht mehr gelüftet hat? So kommt es mir fast vor ... Draußen im kleinen »Treppenhaus« allerdings, das erkenne ich, war die Luft noch sehr viel schlechter.

Es ist gar nicht so leicht, sich einen Überblick zu verschaffen. Ist doch der Raum eher ein Korridor, etwas mehr als einen Meter breit und und fast fünf Meter lang. Aus der Literatur weiß ich ... ich habe mich vorbereitet ... dass ich nun in einem Aufbewahrungsraum für sakrale Gegenstände stehe. Zweifel kommen mir an dieser »Erklärung«. Wie soll man »sakrale Gegenstände« welcher Art auch immer durch die unpraktische »Tür« in diesen Schlauch geschafft haben? Groß können sie auch nicht gewesen sein, so schmal wie der »Raum« ist!


Glühbirnen, Glühbirnen ... Foto Archiv Habeck
Wie schrieb Tons Brunés über die Reliefs in dieser unterirdischen Krypta: »Für uns symbolisieren die Bilder, besonders die Schlange in den Röhren, eine Kraft wie Elektrizität. Die eine Schlange wendet das Haupt nach vorn, die andere nach hinten, was das Symbol für PLUS und MINUS sein kann. Die Halterungen ruhen auf einer Stütze, einer sogenannten Djedsäule. Jeder Techniker wird sagen, dass in diesem Zusammenhang der betreffende Gegenstand stark an einen Isolator des Typs erinnert, wie sie bei Hochspannungsanlagen verwendet werden.«

In der Tat: Auch auf mich machen die »Glühbirnen« von Dendera einen technischen Eindruck. Auch mir drängen sich Vergleiche mit modernen technischen Anlagen unserer Zeit auf. Elektroingenieur Walter Garn (1940-2010) hat sich intensiv mit den Dendera-Darstellungen beschäftigt. Sein Resümee (2): »Ohne elementare Kenntnisse der Elektrotechnik wären solche Zeichnungen, wie in den Krypten des Hathortempels nicht möglich. Es stimmt einfach zu viel überein.«

Skeptiker können einwenden: Warum bedarf es so intensiver Isolation, warum sollte Hochspannung zum Einsatz kommen ... bei einer simplen Glühbirne? Nun, der Elektroingenieur Walter Garn hat den »Dendera-Apparat« rekonstruiert ... und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern als funktionierendes Modell! Demnach zeigen die Reliefs in allen Einzelheiten etwas anderes als eine »Glühbirne«, so wie wir sie noch heute kennen.

Glühbirnen  ... Foto: Archiv Habeck
Die glühbirnenartigen Blasen mussten leergepumpt werden. So entstand in ihrem Inneren ein Vakuum. In diesem Vakuum kam es dann unter hoher Spannung zu einem elektrischen Lichtbogenüberschlag oder zu einer elektrischen Entladung. Wie Elektroingenieur Walter Garn im praktischen Experiment erfolgreich nachgewiesen hat, funktioniert die »Dendera-Birne«... Die im Inneren der »Blase« dargestellte »Schlange« stellt nicht den Draht in einer Glühbirne, sondern den tatsächlich stark an eine Schlange erinnernden Lichtbogenüberschlag!

Eine solche »Glühbirne« war und ist nicht als Leuchtkörper für den Alltag geeignet ... wohl aber als sakral-mysteriöser Kultgegenstand in einem Tempel. Eine solche »Glühbirne« sorgte vor Jahrtausenden nicht für profanes Licht in den Haushalten, sie war ein mystisches Objekt im religiösen Tempelkult. Von einer solchen »Glühbirne« gab es keine unüberschaubar große Menge, sondern allenfalls einige wenige Exemplare, die als sakrale Kultgegenstände im Zentrum religiösen Kults gestanden haben mögen.

Ist es eine bösartige Unterstellung, dass die »Glühbirne« von der Priesterschaft als fromme Magie eingesetzt wurde? Wollten die Priester die Gläubigen in Angst und Erstaunen versetzen, um sie empfänglicher für ihre Religion zu machen? Sollte mit einem technischen Trick den Menschen die göttliche Macht in Form von furchteinflößend-fremdartigen Licht in Schlangenform vor Augen geführt werden?

Glühbirnen ... Foto Archiv Habeck
So heißt es in einem Text, der direkt bei einer der »Dendera-Birnen« in den Stein graviert wurde: »Du erleuchtest mit der Uräus-Schlange das Land von Dendera...Du herrschst über die beiden Länder....« Diese Zeilen passen sehr gut zu den »Wunderleuchten« von Dendera... zur leuchtenden Schlange!

Elektroingenieur Walter Garn hat experimentell nachgewiesen, dass die Wunderlampe von Dendera als technischer Apparat funktioniert. Im wiederholt durchgeführten Versuch ließ er eine geheimnisvolle Schlange aus Licht entstehen. Die Ägypter können vor Jahrtausenden derlei Erscheinung nur als unbegreifbar-göttlich eingestuft haben. Walter Garn hat gezeigt, dass die Schlange aus Licht vor Jahrtausenden in Ägypten mit damals vorhandenen technischen Möglichkeiten zum Leben erweckt werden konnte.

Elektroingenieur Walter Garn
Foto: Archiv Habeck
Bleibt eine wichtige Frage: Wo befinden sich die »Wunderleuchten« von Dendera? Wir wissen es nicht! Sie sind ... so es sie wirklich gegeben haben soll ... verschwunden. Unmöglich? Denken wir an Sakralgegenstände der Inkas, die bis heute nicht gefunden wurden ... Dabei haben die marodierenden Spanier brutalste Mittel eingesetzt, um Wissende zum Sprechen zu bringen. Vergeblich! 1533 war der Inkaherrscher Atahualpa Geisel der Spanier. Sie forderten ein gigantisches Lösegeld ... und Gold in unvorstellbaren Mengen wurde geliefert. Ein Raum von sechs Meter Länge und fünf Meter Breite wurde mannshoch mit edelsten Arbeiten aus purem Gold gefüllt. Die »kultivierten« Spanier stampften alles, schmolzen das Gold ein und sandten gigantische Mengen an Barrengold nach Europa.

Freigelassen wurde Atahualpa nicht. Er wurde in einem Scheinprozess zum Tode verurteilt und ermordet. Da er sich zum Christentum bekehren ließ, blieb ihm der qualvolle Tod auf dem Scheiterhaufen erspart. Atahualpa wurde erwürgt. Riesige Goldschätze wurden nach dem Tod Atahualpas von dessen Witwe umgeleitet und in unterirdischen Gängen versteckt. Mehrere Tonnen Gold sollen bis heute unentdeckt geblieben sein ... heiligste Gegenstände der Inkas. Werden wir je die Inkaschätze entdecken ... und die Wunderleuchten von Dendera?

Fußnoten
1 Brunés, Tons: »Energien der Urzeit«, Zug 1977, zitiert in Krassa, Peter und Habeck, Reinhard: »Das Licht der Pharaonen/ Hochtechnologie und elektrischer Strom im alten Ägypten«, München 1992
2 Krassa, Peter und Habeck, Reinhard: »Das Licht der Pharaonen/ Hochtechnologie und elektrischer Strom im alten Ägypten«, München 1992, S. 226

Literaturempfehlung
Ein kurzer Artikel kann der Thematik »Elektrizität im alten Ägypten«
nicht gerecht werden. Interessierten Leserinnen und Lesern empfehle ich dringend das fundamentale fundierte Werk von Krassa und Habeck »Das Licht der Pharaonen« (siehe Fußnote 2)!

»Muttergöttin und Sonnengott«,
Teil 97 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 27.11.2011

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