Samstag, 30. Oktober 2010

Samstagsrezension Helga König: La mia cucina

Der Autor dieses Buches ist der ultrasympathische italienische Koch, Kochbuchautor und Fernsehkoch Sante de Santis. Er ist Inhaber des Ristorante "San Pietro" in Stuttgart mit dazugehöriger Kochschule.
Die schönen Fotos von ihm und seinen Speisen hat Klaus Arras realisiert.

Die Rezepte zeigen, dass de Santis ein sehr kreativer Koch ist, der es versteht, seine Gäste zu verwöhnen.

Sante de Santis wartet zunächst mit zwei sehr geschmackvollen Menüs auf. Das eine Menü nennt er "Normale", das andere "Nobile". Die Rezepte für die einzelnen Gänge sind gut erklärt. Dabei gefallen mir de Santis handschriftlichen Aufzeichnungen, weil sie für eine ganz persönliche Note sorgen. Sehr gut sind die "Sedanini mit frischen Steinpilzen", bei denen man das Steinpilzpulver und der trockene Weißwein nicht vergessen darf. Traumhaft auch sind "Frische Brombeeren in der Knuspertruhe" und die "Pfirsiche in Alufolie gebacken mit süßem Herz". Diese Desserts schließen jeweils die beiden Menüs ab.

Der Koch wartet mit einer Vielzahl von anderen delikaten Menüs auf. Die Speisen harmonieren stets perfekt miteinander. Dennoch sollte man den Mut aufbringen, seine dargebotenen Rezepte zu neuen Menüs zusammenzustellen, um nicht das Gefühl zu haben, einfach nur stupide seine Kreationen abzukupfern.

Seine "Crostini mit rohem Schinken" passen zu einem Glas Rosé sehr gut. Gefallen haben mir auch die "Sizilianischen Grapefruits", die eine ideale Begleitung für Thunfischtranchen sind. Das Originalrezept wird mit Orangen zubereitet werden, vertraut der Fernsehkoch seinen Lesern an.

Sehr raffiniert ist die Zubereitung der "Taglioni mit Venusmuscheln", auch der "Rinderfiletstreifen in Tomatensauce" und der "Regenbogen von Thunfisch, Grapefruit, Feigen und Oliven". De Santis hat ein Händchen für das gewisse individuelle Etwas in seinen Rezepturen.

"Die "Doradenfilets mit kandierten Zitronen und Kräuterkartoffeln" finde ich besonders gelungen. Die Kräutermischung aus Minze, Zitronenmelisse, Rosmarin und Basilikum passt bestens zu diesem mediterranen Fisch. Ein großes Lob für den Koch aufgrund seiner "Avocadotörtchen mit Basilicum und Hummerkrabben". Diese Vorspeise gehört von jetzt an zu den Vorspeisen, die ich zubereite, wenn Gäste kommen.

Der "Seeteufel in Oliven" mit Rosmarin aromatisiert ist ein schönes Sommergericht und das "Geschmorte Lamm mit Tomaten und Couscous", das mit Ingwer und Mandeln zubereitet wird, ist ein delikate Speise jetzt im Herbst. Dazu ein Glas Vino Nobile und man wähnt sich im Schlaraffenland.

Im Anschluss an den Rezeptteil informiert der Koch über verschiedene italienische Lebensmittel. Das macht er sehr ausführlich und hochinformativ. Seine Ausführungen über Olivenöl haben mir gut gefallen und auch die zu Minestrone, - eigentlich Minestra-, zu Crostini und zu anderen kulinarischen Spezialitäten aus Italien, die ich an dieser Stelle nicht alle aufzählen möchte.

Das Kochbuch ist ein sehr persönliches Kochbuch, das die Handschrift dieses freundlichen Kochs trägt, den man spontan knuddeln möchte. De Santis ist ebenso süß wie seine Dessertkreationen, ein zum Mensch gewordener Teddybär:-))

Empfehlenswert.
Das rezensierte Produkt ist überall im Handel erhältlich.


Mittwoch, 27. Oktober 2010

Die Lust einen Krimi zu schreiben! Teil I

Die Idee einen Krimi zu schreiben, entstand aus purer Neugier. Ich schreibe seit vielen Jahren, habe Kurzgeschichten und drei Bücher veröffentlicht. An einen Krimi hatte ich mich bisher nicht gewagt. Ich muss gestehen, dass mich Tuna von Blumenstein, nachdem ich sie hier bei »Ein-Buch-Lesen« kennenlernen durfte, dazu ermuntert hat. Sie selbst hatte bereits ihren Krimi aus der Region zu schreiben begonnen.

Ich zögerte, obwohl das neugierige Kribbeln in mir nicht mehr zur Ruhe kam. So habe ich mich entschlossen, einen neuen Weg in puncto Schreiben zu gehen. Etwas Wesentliches hatte ich jedoch vergessen: zu recherchieren! Ich bemerkte es sofort, als ich über die Ermittlungsarbeiten in meinem Krimi nachdachte. Was wusste ich denn? War es logisch, was ich begonnen hatte, zu schreiben? Hier erfinderisch zu werden, macht keinen Sinn. Die Handlung selbst kann fiktiv sein. Aber die polizeilichen Ermittlungsarbeiten sollten stimmig durchgeführt werden. Das heißt: einige grundlegende wichtige Abläufe zu erfahren. So legte ich denn meine »Feder« nieder und besuchte das nächste Polizeirevier.
Da ich den genauen Hergang meines Krimis noch nicht vollständig im Kopf hatte, stellte ich meine Fragen eher allgemein. Der Beamte war zuvorkommend, aber die Antworten halfen mir nicht wirklich weiter. Ich hätte meine Fragen gezielter stellen müssen. Wir fanden jedoch ein gemeinsames Thema: das Schreiben! Er verriet mir, dass er selbst auch ein Buch geschrieben hätte, das allerdings nur für den Freundeskreis bestimmt wäre. Es sei eine delikate Geschichte, die er nicht öffentlich machen wollte. Ich tat ihm jedoch meine Meinung kund, dass ein Autor keine Hemmungen zeigen sollte. Der eigentliche Grund, warum ich dort vorgesprochen hatte, stand nicht mehr zur Debatte.
So musste ich mich mit den wenigen Informationen zu frieden geben und widmete mich meinem Manuskript. Weit kam ich nicht, die Angaben waren nicht ausreichend. Es blieb mir nichts anderes übrig, als mit dem zuständigen Kriminalamt, welches ich im Internet schnell ausfindig machen konnte, Kontakt aufzunehmen. Zuerst fragte ich per Mail an, ob ich überhaupt einige Fragen stellen dürfte. Ich schilderte den Grund meiner Anfrage und wartete auf Antwort. Vier Tage waren vergangen und ich befürchtete, dass meine Anfrage ignoriert wurde.

Einen Tag später traf die Antwort ein und lautete: »Selbstverständlich dürfen Sie Ihre Fragen stellen. Wir werden sie baldmöglichst beantworten.« Ich verfasste eine Liste mit Fragen und mailte sie zurück. Hocherfreut begann ich, an dem Inhalt meines Krimis zu arbeiten. Wie sollte ich beginnen? Das war für mich eine entscheidende Frage. Es sollte am Anfang bereits eine gewisse Spannung entstehen.

Nach einigen Tagen bekam ich eine Mail mit allen beantworteten Fragen. Ich fand es sehr nett, dass die Dame vom Präsidium so zugänglich gewesen war. Jetzt konnte ich richtig loslegen …

Wie es weiter geht, erfahren Sie am nächsten Mittwoch!
Lesen Sie auch Teil II

Anmerkung der Redaktion:
Rita Hajaks Krimi ist soeben erschienen.

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