Donnerstag, 2. Dezember 2010

Helga König im Gespräch mit Lars A. Fischinger

Nachdem ich vor einigen Tagen das neue Buch mit dem Titel "Verbotene Geschichte" von Lars A. Fischinger, erschienen in der Verlagsgruppe Random House, rezensiert habe, möchte ich ein Interview mit ihm für interessierte Leser auf "Ein Buch lesen" veröffentlichen.

H.K.: Wie wird ein Coesfelder aus der Münsterländer-Region Autor? Bietet Ihre Heimat Rätselhaftes?






L.F.: Das ist eine gute Frage, denn ich wohne in einem Dorf zwischen Dülmen und Coesfeld und bin wohl der einzige Autor des Rätselhaften und Unglaublichen hier. Eine Art »schräger Vogel« der Region, der durch lokale Medienberichte immer wieder für Diskussionen sorgte und sorgt.
Als kleiner Bub interessierte ich mich schon für solche Themen. Für die Sterne, das Alte, die Vergangenheit, Aliens, UFOs, Rätselhaftes, versunkene Kulturen und alles, was irgendwie mysteriös usw. ist. Als Kleinkind erzählte mir ein älterer Verwandter sogar schon wilde – erfundene – UFO-Storys. 1989 sah ich dann eine Prä-Astronautik-Sendung am Fernsehen und stieg daraufhin umgehend in die »Szene« ein. An Erich von Däniken und seine Welt kam ich natürlich damals nicht vorbei! Damals ein weit entfernter Superstar des Mysteriösen für mich – heute ein geschätzter Kollege und Freund.
Schon 1990 begann ich dann mein erstes Buch zu schreiben. Es kam 1996 unter dem Titel »GÖTTLICHE ZEITEN« heraus und floppte wegen eines hinterhältig-betrügerischen Verlegers auf ganzer Linie, der mir aber die Freude am Schreiben und den Mut nicht nehmen konnte. Damals dachte ich: „Jetzt erst recht!“
Rätselhaft ist in meiner Region höchstens die Person Anna Katharina Emmerick, die in meinem Ort geboren wurde. Viel rätselhafter finde ich jedoch die Reaktionen der Menschen hier in meiner Umgebung auf meine Arbeit als Schriftsteller und Journalist.


H.K.: Frage: Was brachte Sie auf Ihre zum Teil umstrittenen Themen... UFOs in Gegenwart und Vergangenheit, Sekten, Geheimnisse der Welt?

L.F.: Wie gesagt: Es war 1989 das Fernsehen. Das komplexe und umfangreiche Thema Sekten – oder besser UFO-Sekten – war der Selbstmord von Heavens Gate in den USA 1996. Sie glaubten an Aliens & Co. und dass sie nach ihrem Tode in einem UFO wiedergeboren werden. Meine Beschäftigung mit dem Unfassbaren brachte mich aber im laufe der Jahre immer und immer wieder mit sektiererischen UFO-Gruppen und –Menschen in Kontakt. Mein Buch »UFO-SEKTEN« war die notwenige, persönliche Konsequenz…das 1999 erschien.

H.K.: UFOs sind nach wie vor ein heißes Eisen... Hand auf’s Herz: Ist das UFO-Phänomen real oder nur Ergebnis unseriöser Fantastereien?

L.F.: Beides! Fantasten sind OK. Aber Fantasten, die Weltbilder um das für mich reale UFO-Phänomen mit quasi Glaubensinhalten spinnen – sind zu 100 % abzulehnen! Das kann man nicht oft genug deutliche betonen! Solche Gruppen und Menschen ziehen das ganze Thema in der Öffentlichkeit in den Dreck. Ich betone aber, dass ich selber kein UFO-Forscher im Sinne von Feldforschungen bin.

H.K.: Gibt es heute wirklich noch große, ungeklärte Geheimnisse?

L.F.: OH JA! Die gibt es. Und drei Duzend davon habe ich in meinem aktuellen Buch »VERBOTENE GESCHICHTE« nachrecherchiert und dokumentiert. Die Öffentlichkeit ist blind vor diesen Themen. Kein Wunder, denn irgendwelche »Leithammel« in den Medien fabulieren gerne davon, dass es eben nichts Geheimnisvolles auf der Erde mehr gibt. Diese – das können Autoren wie ich in unseren Büchern belegen – glauben… wissen aber nicht.


H.K.: Sie berichten in Ihrem neuen Buch über eine 65 Millionen Jahre alte Kultur in Rumänien. Muss die Geschichte der Menschheit umgeschrieben werden?

L.F.: Nein! Die ganze Sache erwies sich als eine Mischung aus Phantasie und Realität, wie meine Recherchen in Rumänien ergaben. Man kann nicht immer gewinnen. Doch auch die Entzauberung mutmaßlicher Mysterien gehört eigentlich zur Arbeit eines Phänomene-Autors. Aber, wäre ich ein Verschwörungs-Fan, würde ich einfach sagen: Vor Ort wurde ich von den entsprechenden Stellen in Sachen »65 Millionen Jahre alte Tunnel« belogen. Aber das liegt mir nicht…


H.K.: Recherchieren Sie vom Schreibtisch aus... oder vor Ort?

L.F.: Beides. Vom Schreibtisch, vom Sofa, im Internet und Bibliotheken und vor Ort in aller Welt. Gespräche – die aber auch via Telefon und eMail zum Teil geführt werden können – mit den Experten vor Ort sind Pflicht bei der Arbeit an Sachbüchern.

H.K.: Was hat es mit dem Fund von Aiud auf sich?

L.F.: Wenn ich das verbindlich wüsste. Es ist ein ca. 20 Zentimeter, künstlicher »Keil« aus 94prozentigen Aluminium, der 1973 in Rumänien gefunden wurde… und der ur-ur-alt sein soll. Einige sprechen von zwei Millionen Jahren; andere von 400 Jahren. Er galt seit 1995 (erneut) als verschollen. Doch meine hartnäckigen Recherchen über Botschaften, Konsulate usw. brachten ihn 2010 wieder ans Licht. Vor Ort begutachtete ich den erstaunlichen Fund und konnte alle vorhandenen Dokumente einsehen und fotografieren. Vor Ort denken die Archäologen zum Teil sogar, dass das Objekt von Aiud außerirdisch ist. Hier liegt ein Fund, der bis heute jeglicher Erklärung standgehalten hat. Ich bleibe da am Ball – versprochen.

H.K.: Sie berichten über Dinosaurier im Dschungel Afrikas. Meinen Sie, dort könnten wirklich einige dieser Monsterwesen aus der Urzeit überlebt haben?

L.F.: Ich weiß es nicht wirklich. Es gibt auch Gegenargumente. Etwa, dass dieses Wesen Teil einer ganzen Population sein muss und es vielleicht gar nicht genug Nahrung für diese geben würde. Andererseits gibt es eine Flut an Zeugenberichten darüber, sodass ich geneigt bin, dass Wesen als real anzusehen. Beweise? Die gibt es nicht!

H.K.: Sie waren beim Papst... Konnten Sie einige Worte mit dem Heiligen Vater wechseln?

L.F.: Ja, das konnte ich. Ende 2007 lud mich der Vatikan zu einer persönlichen Audienz beim heiligen Vater ein. Grund war mein Buch »DAS WUNDER VON GUADALUPE«, was ich bei meinem Treffen mit Papst Benedikt auch dem heiligen Vater übergeben konnte. Er fand das Thema »ausgesprochen interessant« und lobte in unserem Gespräch meine Beschäftigung mit der besagten Marienerscheinung in Mexiko aus dem Jahre 1531. Die ganze Audienz dauerte nicht allzu lang, doch es beeindruckte mich, dass ich als Autor des Phantastischen vom Vatikan zu eine Papst-Treffen eingeladen wurde. Ein Bild vom Papst und mir ziert bis heute meine Wand im Wohnzimmer.

H.K: Was planen Sie für die Zukunft?

L.F: Schreiben, schreiben, schreiben – forschen, recherchieren, schreiben und schreiben… ich habe 17 weitere Sachbücher in Vorbereitung und ein Buchmanuskript ist bereits beendet. Dies liegt momentan dem Verlag vor. Sie prüfen diese Arbeit und ich hoffe auf eine Veröffentlichung. Immerhin habe ich sechs Jahre an dem Buch geschrieben. Auch erscheint 2011 mein Bestseller »HISTORIA MYSTICA« bei Heyne als Taschenbuch.
Aber es kann immer spontan mein Plan »über den Haufen geworfen« und ein anderes Buch vorgezogen werden.
Seit Sommer 2010 bin ich außerdem Autor bei Mobilebooks für die »Neue Medien« mit meiner eigenen Serie »mystery files«.

Lars, ich danke für das Gespräch.

Hier meine Rezension zu »Verbotene Geschichte« von Lars Fischinger

Dienstag, 30. November 2010

Die letzten Worte von Susanne


Text u Bilder: gcroth / Sprecherin: Sylvia B.

Ich bin nicht gegangen.
Denn ich hatte dir mein Wort gegeben.
Ich habe dich nicht betrogen,
dich nicht belogen und dir nichts verschwiegen.
Ich habe zu dir gehalten.

Auch, nachdem du meine Freunde vertrieben hattest,
... du hast ja keine.
Auch noch, als du meine Kinder mit deiner Lieblosigkeit brechen wolltest,
so, wie du deine Kinder gebrochen hast.
Auch noch, als du mein Bett gemieden hast,
weil dich die kleinen Hände nach Rumänien zogen.
Auch noch, als ich vor Einsamkeit an deiner Seite erfroren bin.

Weißt du noch, als ich dich damals im Scherz fragte, ob du weißt, was du tust?
Nein! Du wusstest nicht was du tust und du weißt es bis heute nicht.
Und du wirst es niemals wissen.
In deiner Wiege lag ein Fluch, der dich bis heute begleitet.
Dich und Deine Söhne, Deine Brüder und Neffen.
Und alle Menschen, die dein Leben streiften und streifen sind mit verflucht.
Du wurdest in diese Welt geworfen,
um anderen Menschen Seelenhölle zu bereiten.
An deiner Seite können nur Tote überleben.

Du schmückst dich mit großen Namen in geschriebenen Worten.
In der Hoffnung, dass ein wenig Glanz auf dich abfärbt.
Aber nichts davon, hat mit dir zu tun.
Denn du selbst bist eisiges Schweigen. Totenstarre.

Hast die Mütter deiner Kinder ausgeraubt und ausgelaugt.
Deine Kinder betrogen um ihre Zukunft, für deine vergnügliche Gegenwart.
Lügen, betrügen, demütigen und den Menschen ein Grab bereiten,
das ist deine Bestimmung. Ignoranz und Rattigkeit sind deine hervorragenden Eigenschaften.

Und wieder hast du eine Blüte gepflückt, um sie zu brechen.
Wie klein du bist.
So klein, dass ich erst jetzt erkenne, weshalb dich all die Jahre panische Angst vor Ratten verfolgt hat.
Sie werden dich finden. Sind schon ganz nah.
Du hast ihnen die lebendigen Köpfe mit bloßen Händen abgerissen, sie werden dich holen ... in jeder Nacht ... wenn du schläfst... werden sie kommen... an dir nagen mit ihren giftigen, gelben Zähnen ... und dich bei lebendigem Leibe fressen. Nacht für Nacht ein wenig mehr, es gibt kein entrinnen.

Dieser Fluch wird dich begleiten, bis ans Ende deiner Zeit. Und er gibt dir die Schmerzen, Verletzungen und Demütigungen, die du Zeit deines Lebens, ohne Reue an die Menschen, die es gut mit dir gemeint haben, ausgeteilt hast, zurück. Von nun an, jede Sekunde, jede Stunde deines restlichen Daseins.

Totenstarrer Totengräber — Dein Name wird nie mehr genannt.

Mehr von Susanne, den Bestattern und Totengräbern lesen Sie in:
"Bestatten, mein Name ist Tod!" Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen.

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