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Dienstag, 8. November 2016

Ein Buch lesen! – Beste Schmunzelmedizin!

Das Cover vom neuen Cartoonband Habecks


Was wurde nicht schon über Mona Lisa von Leonardo da Vinci gerätselt. Man stelle sich vor: Ein Außerirdischer entdeckt eine Schatzkiste mit echten Gemälden des Meisters! Verrückt? Im Reinhard Habecks neuem Cartoon-Band  wird diese Geschichte dargestellt.  Einfach köstlich: »Rüssel Lisa Original«, »Adi Lisa Original« und »Merkel Lisa Original«. Wieder herrlich humorvoll, gelegentlich respektlos und immer unterhaltsam. In zwei Worten: Beste Schmunzelmedizin!   

Der Rezensent wurde schon wiederholt »Opfer« des Karikaturisten Reinhard Habeck. Reinhard, Multitalent aus Österreich, hat mich immer mit spitzer Feder gezeichnet, was aber unsere nun schon seit Jahrzehnten währende Freundschaft nicht getrübt hat. Freundschaft hin, Freundschaft her: Meine Rezension wird nicht geschönt. Ich bleibe objektiv. Und wenn ich lobe, dann weil ein gutes Buch nur gelobt werden kann. In meiner Rezension von »Rüsselmops der Außerirdische« schrieb ich u.a.:

»In einer Zeit des platten Fernsehhumors wirkt Habecks ›Rüsselmops der Außerirdische – Sein erstes Buch‹ erfrischend genial... eine seltene Perle, der hoffentlich noch weitere Bände folgen werden.«
    
Echte da Vincis?


Nun ist endlich Band 2 erschienen, großformatig, 80 Seiten stark, durchgehend in Farbe. Erich von Däniken schrieb in seinem Vorwort zu Band 1: »Dem Universum sei gedankt, gibt es Reinhard Habeck, der mit farbigen Stiften, viel Geist, Verstand und der Zartheit des Herzens ein Werk erschuf, das in unserem Sektor der Galaxie einzigartig ist Rüsselmops möge unsterblich bleiben!«  Diesem Wunsch schließe ich mich an. Und ich füge hinzu: Möge Reinhard Habeck noch viele, viele Jahre auf  Erden weilen und uns noch weitere Rüsselmops-Werke präsentieren!

Reinhard  Habecks Rüsselmops ist längst schon zur Kultfigur geworden. Auch Band 2 bietet wieder köstlichen Humor und herrliche – ja sind es Karikaturen? Wie dem auch sei: Aus Sicht eines Außerirdischen erscheinen wir Menschen wohl oftmals als seltsam, ja skurril. Was wir Erdlinge als selbstverständlich hinnehmen, das muss für außerirdische Beobachter befremdlich wirken. So hält uns Reinhard Habeck einen Spiegel vor, der uns unsere menschlichen Absonderlichkeiten und Schwächen erkennen lässt. Dabei wird Habeck nie bösartig. Sein Humor ist einfach köstlich. Seine Cartoons sind einfach köstlich!
    
Der erste Rüsselmops-Cartoonband


Meine Rezension zu Band 1 schloss ich mit den Worten: »Möge Rüsselmops noch viel erleben... der intergalaktische Eulenspiegel. Seinem Biografen Reinhard Habeck mögen die schon so kräftig sprudelnden Ideen niemals ausgehen!« Band 2 beweist: Dem Autor und Karikaturist Habeck sind die Ideen nicht ausgegangen, sie sprudeln weiter und weiter. Ich bin sicher: Sie werden ihm auch so schnell nicht ausgehen, so wie er tagtäglich immer neue Ideen produziert, und das schon seit vielen Jahren!

Ich habe mich schon wiederholt gefragt: Zeichnet Reinhard Habeck nun Karikaturen? Oder sind es Comics? Zeichnet er? Malt er? Von allem etwas.

Ich freue mich: Schön, dass es ihn gibt. Leider wird in einer Welt oft geschmackloser »Fernsehunterhaltung« immer mehr Stupidität als Humor verkauft . Leider wird offenbar ein »Wettbewerb« zwischen »Humoristen« ausgetragen. Gewinner ist, wer das Niveau noch weiter unter die Schmerzgrenze (oder ist es die Schamgrenze?) senken kann. Leider wird offenbar immer öfter plumpe Beleidigung als lustig angeboten und akzeptiert. Gut, dass es als kleinen Ausgleich Habeck gibt. Wie in Band 1 schenkt er uns mit Band 2 seiner Rüsselmops-Serie geistreiche Unterhaltung der besten Art, und das in Wort und Bild.

Reinhard Habeck: »Rüsselmops vermopst das Universum: Sein zweites Buch«, 80 Seiten, durchgehend in Farbe, 21,1 x 1 x 29,6 cm, Ancient Mail Verlag 2016, ISBN-13: 978-3956521744, Euro 14,90

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>> Band 1

                                                     Rezensent:  Walter-Jörg Langbein

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Samstag, 13. März 2010

Samstagsrezension Helga König : "Fluffige und andere Zeiten" G.C.Roth

"... und meine Freiheit ist nur so groß, wie der Schmerz, den ich ertragen kann.!"

G.C.Roth wartet in "Fluffige und andere Zeiten" mit heiteren, skurrilen und besinnlichen Kurzgeschichten, Fabeln und Gedichten auf. Ihre Kurzgeschichten zeigen, dass die Autorin ihre Umwelt mit ironischem Blick beobachtet. Sie ist keine Zynikerin, sondern eine Frau, die amüsiert, allerdings ohne gehässigen Unterton über die Absonderlichkeiten ihrer Mitmenschen schreibt.

Besonders gut hat mir die Kurzgeschichte mit der Überschrift "Herr Wichtig" gefallen. Personen, wie die hier beschriebene gibt es überall, wie Roth und ihre Leser natürlich wissen : "In Ihrer Straße wohnt einer,in der Schule unterrichtet er eines Ihrer Kinder, beim Finanzamt bearbeitet er Ihre Unterlagen, er sitzt im Bus und wo immer man sich denken mag - Herr Wichtig ist schon da. Mit dieser nervtötenden Tatsache haben wir uns alle irgendwie arrangiert, und nehmen sie mehr oder weniger wichtig. Doch es gibt einen Lebensbereich, in dem uns Herr Wichtig ganz besonders zu Leibe rückt. Er taucht eines Tages, keiner weiß wieso, in der Firma auf, in der sie seit vielen Jahren mit ihren hart arbeitenden Kollegen ein supergutes, durchschnittliches Arbeitsklima entwickelt haben..."

Roth beschreibt den Typus des Wichtigtuers sehr gut, der in vielem dem Typus des Besserwissers gleicht. Gespeist wird ein solches Verhalten durch ein überbordendes Ego. Die Autorin zieht die richtigen Schlüsse, wie man mit solch einem Menschen am besten umgeht. Wichtigtuer sind durch ihr Ego so verblendet, dass ihnen Selbstreflektion unmöglich ist. Deshalb sollte man sein eigenes Verhalten zu diesen Personen ändern, sie am besten links liegen lassen oder so vorgehen, wie die Autorin es in ihrer Geschichte zeigt.

Die beiden Fabeln lassen erkennen, dass Roth ein nachdenklicher, sehr feinfühliger Mensch ist. Dies wird auch in manchem ihrer Gedichte deutlich, besonders dann, wenn sie Verse nicht in Reime presst, sondern ihren Gedanken frei fließen lässt.

Ich erlaube mir ihr m.E. schönstes Gedicht an dieser Stelle vorzustellen:
Freiheit

Du sagst ich bin stark,
und wünschst Dir es auch zu sein.
Du sagst , ich bin unabhängig,
und wünschst Dir es auch zu sein.
Du sagst, du liebst die Art wie ich lebe,
und wünschst Dir zu leben wie ich.
Du sagst, du liebst mein Lachen
und willst immer mit mir lachen.
Täusche Dich nicht lieber Freund,
Mein Boot treibt auf einem Meer
von Tränen
und meine Freiheit ist nur so groß,
wie mein Schmerz,
den ich ertragen kann.

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