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Sonntag, 10. Mai 2015

277 »Maria Magdalena, Heilige und falsche Märtyrer«

277 »Maria Magdalena, Heilige und falsche Märtyrer«
Teil 277 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein


Adam und Eva.. oder nicht?
Vézelay ist mir nicht in erster Linie als Sakralbau in Erinnerung geblieben, sondern als eine mächtige, wehrhafte Burg mit dicken steinernen Mauern und einem wuchtigen Turm. Das Gotteshaus ist Maria Magdalena gewidmet. »Magdalena« kann auf das hebräische »migdal«, zu Deutsch »Turm« zurückgeführt werden. So gesehen passt der massive Turm gut zur Namensgeberin der »Magdalenen-Basilika«.

Faszinierend sind die Reliefdarstellungen auf unzähligen Säulenkapitellen. Was mir bei meinen Recherchen auffällt: Die »offizielle« Erklärung so manches Kunstwerks scheint mir nicht so recht zur Realität des Dargestellten zu passen.

Da gibt es, wie beschrieben, eine sehr schöne Darstellung von Adam und Eva. Eva wird von einer Schlange erklommen, Adam hat eine Narbe aufzuweisen, just dort, wo nach Genesis eine Rippe entnommen wurde. Adam und Eva sind nackt, sie hantieren mit großen Blättern. Wollen sie gleich ihre Blöße bedecken, so wie wir das aus Genesis kennen?

Adam? (Foto links), Adams Narbe (Foto rechts)

Die offizielle Erklärung will aber von Adam und Eva nichts wissen. Dargestellt seien, so notierte mein Vater aus einem vergilbten Kirchenführer, nicht die ersten Menschen. Sondern »Wollust und Verzweiflung«. Tatsächlich hat der vermeintliche (?) Adam das Attribut, das in Vézelay böse Dämonen auszeichnet, stehende, wehende Haare wie züngelnde Flammen. Und wenn man genauer hinsieht, dann erkennt man, dass »Adam« wie alle Dämonen von Vézelay, den Mund zu einem Schrei weit aufgerissen hat. Offensichtlich peinigen ihn große Schmerzen… Und er rammt sich ein Schwert in den Leib. Offensichtlich begeht der Dämon in der Darstellung von Vézelay Selbstmord….

»Eustachius jagt den Hirsch« stand in französischer und deutscher Sprache auf einem Täfelchen am Fuße einer der Säulen. Eustachius ist einer der großen Märtyrer und Nothelfer im Volksglauben des Katholizismus. Der Überlieferung nach soll ein gewissen Placidus, römischer Heermeister unter Kaiser Trajan in Kleinasien, ein wundersames Erlebnis gehabt haben. Placidus war auf der Jagd, als ihm ein Hirsch entgegentrat, dessen Geweih ein leuchtendes Kreuz schmückte. Eine Stimme habe die wundersame Erscheinung erklärt. Jesus selbst, so wird überliefert, habe zum Jäger gesprochen und verkündet: »Ich bin Christus, der Himmel und Erde erschaffen. Ich bin der Herr des Lichts und der Finsternis!«

Placidus jagt den Wunderhirsch.

Placidus fiel, so heißt es, vor Schreck vom Pferd. Mehrfach soll sich das Schauspiel wiederholt haben. Auch Placidus‘ Frau soll die Stimme gehört haben. Schließlich ließ Placidus sich und alle Angehörigen taufen. Von nun an nannte er sich Eustachius. Offenbar waren aber die himmlischen Mächte von Eustachius‘ Bekehrung zum Christentum nicht wirklich überzeugt. So wurden seine Knechte und Mägde krank und starben. Sein Vieh wurde von einer schlimmen Säuche dahingerafft. Blutrünstige Räuber überfielen die Besitzung des Eustachius, der völlig mittellos mit Weib und Kindern fliehen musste. Schließlich sollte es Eustachius ans Leben gehen. Mit seiner Familie wurde er hungrigen Löwen zum Fraß vorgeworfen. Die wilden Bestien aber krümmten Eustachius und seinen Lieben kein Haar. Sie zollten ihnen Respekt und verbeugten sich vor ihnen. Daraufhin wurden Eustachius und Anhang in kochendes Wasser geworfen. Sie starben qualvoll, auch wenn sie  ansonsten unversehrt blieben.


Der Hund des Heiligen...
Die Darstellung von Véseley zeigt Eustachius hoch zu Ross, in ein Horn blasend. An einer Leine führt Eustachius einen Jagdhund.

Die katholische Kirche allerdings anerkennt die fromme Legende heute nicht mehr. Vermutlich ist die Geschichte ebenso das Produkt frommer Fabulierer wie die angebliche Himmelserscheinung, die Konstatin der Große zwei Jahrhunderte später gesehen haben soll. Am Himmel soll Konstatin ein leuchtendes Kreuz gesehen haben, kurz vor der Schlacht gegen seinen Rivalen Maxentius im Jahre 312. Eine Inschrift habe verkündet: »Unter diesem Zeichen wirst Du siegen!« Der Historiker Rolf Bergmeier allerdings geht von einer frommen Erfindung aus.  Anno 312 war das Kreuz noch gar nicht das Symbol des jungen christlichen Glaubens.

Die fromme Mär von Eustachius und den Löwen ist wohl von »Daniel in der Löwengrube« inspiriert (1). Im Fall Daniel war es Gott selbst, der einen himmlischen Helfer sandte, so dass Daniel den Aufenthalt bei den wilden Löwen unberührt überstehen konnte. Daniel selbst erklärt (2): »Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Löwen den Rachen zugehalten hat, sodass sie mir kein Leid antun konnten; denn vor ihm bin ich unschuldig, und auch gegen dich, mein König, habe ich nichts Böses getan.«

Darius der Große
Die Künstler, die so emsig die Säulenkapitelle von Vézelay mit Reliefbildern versahen, stellten auch Daniel in der Löwengrube dar. Daniel, mit »Heiligenschein« versehen, gehüllt in einen majestätischen Mantel, trotzt ohne Angst den Löwen. Daniel gerät, so der biblische Bericht, in Lebensgefahr, weil ihm böse Neider nach dem Leben trachten. Sie wenden sich an König Darius (* 549 v. Chr.; † 486 v. Chr.) und fordern die Bestrafung Daniels. Hat er doch dem Verbot zum Trotz weiter zu seinem Gott Jahwe gebetet und nicht zum Gottkönig Darius. Also wird Daniel in die Löwengrube geworfen, überlebt aber auf wundersame Weise, weil Gott die flehentlichen Gebete des Darius erhört und einen Schutzengel schickt. Daniel wird also nicht zum Märtyrer, weil Gott selbst helfend eingreift. Dieses Glück hatten christliche Märtyrer nicht. Auch sie wurden angeklagt, weil sie den falschen Gott anbeteten. Sie wurden oft auf grauenhafte Weise gefoltert und gepeinigt. Zunächst griffen himmlische Mächte zu ihren Gunsten ein, doch am Ende starben sie dann doch.

Die Säulenkapitelle von Vézelay stellen ein Kompendium in Stein dar. Sie wurden geschaffen für Menschen, die nicht lesen können. Sie illustrieren freilich nicht nur Texte des Alten und des Neuen Testaments, sondern auch Tierfabeln, Legenden von Heiligen und alte Mythen der Römer und der Griechen. Allegorische Darstellungen – etwa von Jahreszeiten – gehören auch zum vielseitigen Repertoire der Künstler, die die »steinerne Bibliothek« von Vézelay schufen.

Entstanden sind die Kunstwerke bereits im frühen zwölften Jahrhundert, etwa von 1125 bis 1140. Fast alle sind im Original bestens erhalten und mussten nicht restauriert werden.

»Nur ganz wenige der Darstellungen an den Kapitellen sind keine Originale!«, beklagte fast ein wenig ärgerlich unser mönchischer Führer. »Im 19. Jahrhundert wurden einige wenige Originale entfernt und durch sehr exakte Kopien ersetzt.«

»Manche Darstellungen muten aber doch etwas heidnisch an…«, meinte mein Vater zögernd. »Auch die ›heidnischen‹ Motive erzählen christliche Geschichten!«, protestierte unser Führer. »Was für die einen der Kampf des Odysseus gegen Skylla ist, ist für den anderen der Heilige Michael als Sieger über den Drachen!«

Fakt ist, dass wir heute – rund 900 Jahre später – die Bildnisse an den Kapitellen nicht mehr alle wie ein Buch lesen können. Manche »Comicstrips« sind uns vertraut: Da tötet David Goliath mit einem Stein aus seiner Schleuder, dort klettert der siegreiche David auf Schilfrohr und enthauptet den Giganten. Und dort trägt er als Trophäe  des Riesen Kopf ins Lager der Hebräer. Wir erkennen Moses, der beobachtet, dass ein Ägypter einen seiner Landsleute misshandelt hat. Moses erschlägt den Römer und deckt seine Leiche mit Laub zu. Wer aber soll der Mann sein, der in Gesellschaft von zwei Bären gezeigt wird?

An anderer Stelle wurde jemand – präzise in Stein graviert – aufgehängt. Wir vermuten, dass das Judas, der »Verräter« sein soll. Auf dem nächsten steinernen Bild wird der Tote geschultert und weggetragen. Von wem? Sollte gezeigt werden, dass Jesus auch seinen Verräter – Judas – errettet? So manches der stummen Bildnisse ist offen für Spekulation.

Benedikt bei der Totenauferweckung
Wundersames und Skandalöses erzählen die stummen steinernen Zeugen von Vézelay. Da führt der Heilige Benedikt eine Totenauferweckung durch… von einem Baby oder Kleinkind. Eugenia von Rom (etwa 180 – 260 n.Chr.) trat – so lautet die Überlieferung – als Frau in ein Männerkloster ein: als Mann verkleidet. 

Sie genoss schon bald so hohes Ansehen in ihrer Gemeinschaft, dass sie – der vermeintliche Mann – zum Abt gewählt wurde. Von einer bösartigen Frau wurde sie – als Mann – der Vergewaltigung beschuldigt. Da offenbarte Eugenia ihr Geheimnis. Nur dadurch dass sie sich als Frau offenbart kann sie die Anschuldigung der Vergewaltigung ad absurdum führen.

Die fromme Eugenia endete als Märtyrerin. Sie wurde wegen ihres christlichen Glaubens eingesperrt, zum Tode verurteilt und durch Enthauptung hingerichtet. Märtyrer - Menschen, die wegen ihres Glaubens leiden, gepeinigt, getötet werden – gab es freilich nicht nur in der frühen Geschichte des Christentums. Im 16. Und 17. Jahrhundert bezahlten unzählige Anhänger der christlichen Wiedertäufer ihr offenes Bekenntnis ihres Glaubens mit dem Leben. Bis heute ist dieses dunkle Kapitel der Geschichte des Christentums nicht vollständig erforscht. Die Zahl der Opfer wird bis heute eher zu niedrig geschätzt. Täter waren Katholiken wie Lutheraner.

Daniel zwischen Löwen
Daniel blieb das Los eines Märtyrers erspart. Dank eines Engels überlebte er den Aufenthalt in der Löwengrube. Zu Beginn des dritten Jahrtausends nach Christus gibt es mehr Märtyrer denn je. Das Missionswerk »Open Doors« schätzt, dass weltweit erschreckende 100 Millionen Menschen in über fünfzig Ländern wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt werden. Märtyrer unserer Tage sind koptische Christen. Märtyrer leiden wegen ihres Glaubens. Sie fügen Andersgläubigen kein Leid zu. Märtyrer sind immer Opfer, Täter können niemals Märtyrer sein.

Vermutlich befürchteten einst schon die Künstler von Vézelay Missverständnisse und Rätselraten. Sie sollen – einige oder viele – ihrer steinernen Szenarien mit Titeln versehen haben. Diese Inschriften aber sind – wann auch immer – verschwunden. Sollte es gar mit der offiziellen Lehrmeinung der katholischen Kirche unvereinbare Erklärungen gegeben haben?

Die Baumeister von Vézelay müssen wahre Meister ihres Fachs gewesen sein. Sie haben als Bauingenieure viele Details mit Pedanterie und ohne Computer berechnet. Wichtig ist auch das Licht. Je nach Sonnenstand und Uhrzeit  treffen die durch Fenster fallenden Sonnenstrahlen ganz bestimmte Stellen im Gotteshaus. Erstrahlten besonders wichtige Darstellungen zu ganz bestimmten kirchlichen Feiertagen im punktuellen Licht der Sonne? Werden wir je die Geheimnisse von Vézelay wie ein Buch lesen können, neun Jahrhunderte später?

Fußnoten

(1) Buch Daniel Kapitel 6, Verse 1-28
(2) ebenda, Vers 23

Zu den Fotos:

Adam und Eva.. oder nicht?: Foto wiki commons/ Vassil
Adams Narbe?: Foto wiki commons/ Vassil
Adam?: Foto wiki commons/ Vassil
Placidus jagt den Wunderhirsch: Foto wiki commons/ Vassil
Der Hund des Heiligen: Foto wiki commons/ Vassil
Darius der Große/ Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Benedikt bei der Totenauferweckung: Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Daniel zwischen Löwen: Foto wiki commons/ Vassil

278 »Karl der Große, Feuerräder und Gebetsuhren«
Teil 278 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein,                      
erscheint am 17.05.2015

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Sonntag, 11. Mai 2014

225 »Der Drache und der Heilige«

Teil 225 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Eingang zur Bartholomäus-Kapelle.
Foto Walter-Jörg Langbein

Archäologen untersuchten penibel genau den Brandschutt. Dank ihrer geradezu pedantischen Geduld gelang es ihnen, Reste einer Inschrift zu entziffern. Da war von einem Drachen die Rede. Just an dieser Stelle hatten die heidnischen Sachsen ihren alten Göttern Pferdeopfer dargebracht. Die Drachen-Inschrift wurde nur wenige Meter nördlich von der Bartholomäus-Kapelle gefunden. Sie war so bruchstückhaft, dass ihr Inhalt nur erahnt werden kann. Wurde Karl der Große als Sieger über das Heidentum der Sachsen gefeiert, als der Unterwerfer des Drachens?

Der schlichte Altar der Kapelle. Foto: W-J.Langbein


Die »niederen Stände« der Sachsen wehrten sich vehement gegen die Christianisierung durch Karl den Großen. Viele Einwohner von Paderborn huldigten auch dann noch den alten Göttern, als die Stadt offiziell schon längst als »christlich« galt. Sie verübten Brandanschläge auf die erste Domkirche, anno 778 und dann anno 793/94. Während Lehensleute und Bauern Karl den Großen als Unterdrücker ansahen, wurde der christlich Herrscher von großen Teilen des Adels unterstützt.

Bei meinem Besuch des Doms zu Paderborn Weihnachten 2013 übersah ich – ich gebe es zu – die Bartholomäus-Kapelle. Mich lenkte das Nordportal des Doms ab. Vor dieser Tür, so heißt es, soll einst das  Hochgericht abgehalten worden sein. Wegen der vielfach grausamen Strafen, die verhängt wurden, soll das Tor blutrot gestrichen worden sein. Zahlreiche Menschen wurden hier, weiß die Überlieferung zu berichten, zu Folter und Tod verurteilt. Grausige Details bietet die mächtige Bronzetür der Bartholomäus-Kapelle. Sie stammt aus dem Jahr 1978, Gerhard Bücker hat die erschreckenden Reliefs kreiert. Im Domführer von Margarete Niggemeyer lesen wir (1), dass »die kunstvoll gestaltete Bronzetür … einen Einblick in die Zeit Bischof Meinwerks gibt«.

Rückseite der Bartholomäus- Kapelle.
Links im Bild: Treppe zum Dom.
Foto Walter-Jörg Langbein

Die Bartholomäus-Kapelle wurde aller Wahrscheinlichkeit nach von griechischen Werkleuten gebaut, 1017 wurde sie geweiht.  Bischof Meinwerk hat den sakralen Bau für festliche Feierlichkeiten zu Ehren Kaiser Heinrich des Zweiten aus Bruchsteinen in Auftrag gegeben. Obwohl die Kapelle im Vergleich zur burgartigen Gewalt des Doms klein und bescheiden wirkt, ist sie doch das bedeutendste Baudenkmal von Paderborn. Sie blieb – nur wenige Meter vom Dom entfernt – wie durch ein Wunder von den massiven Bombardierungen durch englische und amerikanische Verbände verschont. Der Paderborner Dom hingegen wurde schwer beschädigt. Heute ist die Bartholomäus-Kapelle bis in alle Details in den Urzustand zurück versetzt worden. Auch die hoch angebrachten Fenster entsprechen den Bauplänen von vor einem Jahrtausend.

Blick in die Bartholomäus-Kapelle.
Foto Walter-Jörg Langbein

Bei einem meiner Besuche im schlichten Gotteshaus wurde ich Zeuge einer humorigen Begebenheit, die mich doch nachdenklich stimmte. Ein ärmlich gekleideter Fahrradfahrer, sein Drahtesel hatte er draußen rechts neben der Kupfertür abgestellt, setzte sich vor dem steinernen Altar auf eine steinerne Stufe und begann in stiller Zufriedenheit ein Butterbrot zu verzehren. Daran störte sich ein später hinzugekommener Besucher. »Bedenken Sie doch, dies hier ist ein Gotteshaus! Stellen Sie sich vor, unser Herr Jesus würde jetzt herein kommen und Sie beim Essen antreffen! Was würden Sie da machen?«

Der Mann mit dem Butterbrot lächelte. »Ich würde ihm ein Stück von meinem Brot anbieten!« Wütend entfernte sich der Kritiker. Der Fahrradfahrer aß in Ruhe sein Brot auf. Dann stellte er sich vor den Altar und sang »Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht…« Der Mann hatte keine wirklich gute Stimme. Er intonierte das Lied zaghaft und leise. Und doch erfüllte es die Hallenkapelle. Es war, als würde sein Gesang um ein vielfaches verstärkt. Es gab einen unbeschreiblichen Nachhall.

Schließlich entfernte sich der Mann, schwang sich auf sein Rad und fuhr langsam davon. Mich faszinierte dieses Klangerlebnis. Ich bedankte mich bei dem Mann und erschrak wie sich meine leise gesprochenen Worte in einem Echo förmlich überschlugen. »Gesang jedoch verhallt im Deckengewölbe und kehrt vielfach verstärkt wieder zurück.«, so stellt Margarete Niggemeyer in ihrem Domführer sehr zutreffend fest (2). Schließlich entfernte sich der Mann, schwang sich auf sein Rad und fuhr langsam davon.

Einige Säulen und
Teile des Gewölbes.
Foto: Walter-Jörg Langbein

Ob die Erbauer der Bartholomäus-Kapelle diesen akustischen Effekt bewusst geplant haben? Oder ob der Zufall verantwortlich ist? Die griechischen Handwerker mögen in uralte Geheimnisse byzantinischer Baukunst eingeweiht gewesen sein. Wenn wir nur die alten Steine wie ein Buch lesen könnten! Was sie uns wohl erzählen würden? Vor einem Jahrtausend gab es Eingeweihte Baumeister, die ihre Geheimnisse hüteten wie einen kostbaren Schatz! In den vergangenen Jahrzehnten habe ich weltweit zahlreiche Kapellen, Kirchen und Dome besucht.

Die Akustik der Bartholomäus-Kapelle ist einzigartig. Heinz Bauer und Friedrich Gerhard Hohmann merken in ihrem Standardwerk »Der hohe Dom zu Paderborn« an (3): »Einzigartig sind Gewölbe und Säulen der Kapelle… In der Bartholomäuskapelle wurden nun Hängekuppeln ringförmig gemauert, die es in Westfalen nie zuvor und nie wieder gegeben hat.« Ist die einzigartige Decken-Konstruktion in Verbindung mit den Säulen verantwortlich für die mysteriöse Akustik?

Kunstgeschichtlich ist die Kapelle eine Hallenkirche. Sie ist wohl die größte nördlich der Alpen und zugleich die älteste. Wer die Kupfertür hinter sich schließt, findet sich in eine zauberhafte, fremde Welt versetzt. Je nach Sonnenstand scheint sich der Raum zu verändern. Die steinernen Säulen wirken manchmal magisch, die – so schlank sie auch sind – das Himmelsdach tragen. Sie erinnern mich an junge Ceiba-Bäume Guatemalas.

Der Heilige Bartholomäus.
Foto: Walter-Jörg Langbein
Unweit von der Bartholomäuskapelle gab es offenbar ein heidnisches Heiligtum. Karl der Große rühmte sich, den Drachen besiegt zu haben. Der Heilige Bartholomäus, Namensgeber der Kapelle am Dom zu Paderborn, wird zu den zwölf Aposteln gezählt. Vermutlich hieß er Nathanael Bat-Tolmai. Nach der Kreuzigung Jesu, so wird überliefert, predigte er in Armenien, Indien und Mesopotamien.
Bartholomäus starb nach kirchlicher Überlieferung den Märtyrertod. Ihm wurde bei lebendigem Leib mit einem Messer die Haut abgezogen. Wie bei Darstellungen von Heiligen üblich, trägt auch Bartholomäus stets »sein« Marterinstrument mit sich. So ausgestattet ist auch die kleine Statuette des Heiligen in der Bartholomäus-Kapelle, über dem Ausgang. Schließlich soll der Sterbende noch kopfüber gekreuzigt worden sein.

Das Drachenheiligtum von Paderborn wurde leider von christlichen Eiferern vollkommen zerstört. Wer Drachen und Fabelwesen sehen möchte, möge sich dem Dom von Paderborn zuwenden, genauer gesagt dem Paradiestor.


Diverse Säulenklapitelle. Fotos:
Walter-Jörg Langbein

Fußnoten

1) Niggemeyer, Margarete:
»Der hohe Dom zu Paderborn«,
Paderborn, 3. Auflage 2012, S. 37
2) ebenda
3) Bauer, Heinz und Hohmann,
Friedrich Gerhard: »Der Dom zu
Paderborn«, Paderborn, 4.,
neubearbeitete Auflage 1987


Es bleibt mysteriös...
In einer Woche wenden...

Die Tür zur Kapelle.
Foto: W-J.Langbein
... wir uns geheimnisvollen Darstellungen zu,
die niemand mit einer christlichen Kirche in
Verbindung bringen würde... Monster aus
Stein am Paradiestor zum Dom von Paderborn...

»Das Paradiestor und seine Sphingen«,
Teil 226 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 18.05.2014


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Sonntag, 17. November 2013

200 »Der Riese in der Dorfkirche I«

Teil 200 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Das Kirchlein im Herbst - Foto: W-J.Langbein

Die Oktobersonne wärmte immer noch. Sie ließ das herbstlich gefärbte Laub besonders bunt erscheinen, als ich in Dresden in mein Taxi stieg. Der Taxifahrer stutzte, als ich ihm mein Fahrziel mitteilte. »Dresden-Wilschdorf? Was wollen Sie denn da?« Noch verblüffter wurde sein Gesichtsausdruck, als ich antwortete: »In Wilschdorf steht die älteste Kirche Dresdens!« Davon hatte der wackere Chauffeur noch nie etwas gehört. Ich müsse mich irren.

Wintereinbruch am
27.10.2012 in
Wilschdorf bei Dresden.
 Foto:
Walter-Jörg Langbein
»Die älteste Kirche Dresdens ist die Stadtkirche, auch Kreuzkirche genannt. Soll ich Sie zur Stadtkirchen bringen?« Mein Ziel war aber die »St. Christophorus-Kirche« von Wilschdorf. Wieder korrigierte der Taxifahrer: »Sie wollen also nach Laubegast ... zur Chrisopheruskirche?« Ich beharrte auf meinem Ziel ... Wilschdorf ... »Christophorus-Kirche«.

Noch strahlte das bunte Herbstlaub im morgendlichen Sonnenlicht ... Es begann allerdings zu regnen. Aus vereinzelten Regentropfen wurde rasch ein heftiger Schauer ... und im idyllischen Wilschdorf begann es heftig zu schneien. Als das Taxi vor dem kleinen Kirchlein anhielt, wirbelten Schneemassen in heftigem Wind zu Boden. Das herbstliche Wetter war einem winterlichen Szenario gewichen, wie man es sich für die Weihnachtszeit wünscht.


Eine freundliche Mitarbeiterin der Kirchgemeinde schließt das kleine Gotteshaus auf. Knarrend öffnet sich die Türe. Im Vorraum steht ein altehrwürdiger Opferstock. Starke Eisenbänder schützen das  augenscheinlich recht alte Holz. Außerdem ist der Opferstock fest im Boden verankert. Ich erfahre, dass das gute Stück eine echte Rarität ist! Wann es gefertigt wurde, weiß niemand zu sagen. Bereits im Jahre 1637, so erfahre ich, suchten schwedische Truppen Wilschdorf heim. Sie plünderten und raubten ... auch den Opferstock. Offenbar ist es nicht gelungen, an die spärlichen Gaben heran zu kommen. Also nahmen die Schweden den Opferstock mit ... und ließen ihn irgendwo im Wald liegen. Zufällig wurde er wieder gefunden ... und ist seit 1967 wieder im Gebrauch.

Der uralte Opferstock
Foto: W-J.Langbein 
Im 18. Jahrhundert, so erfahre ich, wurde das Kirchlein vom Blitz getroffen. »Die Schäden müssen erheblich gewesen sein!«, heißt es. Rasch wurde renoviert. Und im Inneren wurde mehr Platz für die Gläubigen geschaffen ... auf der damals neu angebrachten Empore. Was damals aber nicht bekannt war: Unter unansehnlicher Farbe verbargen sich Wandmalereien aus dem frühen 15. Jahrhundert. Die Kunstwerke waren offenbar nach der Reformation im 16. Jahrhundert dem Geistlichen ein Ärgernis. Sie wurden übertüncht.

Als dann im 18. Jahrhundert die neue Empore angebracht wurde, wurden Teile der noch verborgenen Malereien beschädigt. Erst 1971 wurden alte Kunstwerke unter der Tünche entdeckt, aber erst 1972 bis 1985 freigelegt ... und das nur zum Teil. Bis heute fehlen die finanziellen Mittel, um die Malereien gänzlich wieder zum Vorschein bringen und fachgerecht restaurieren zu lassen. Bis dahin schlummert noch so manches Bildnis unter weißlicher Farbe, bleibt auf diese Weise aber bestmöglich konserviert!

Um Fresken im eigentlichen Sinn handelt es sich bei den Malereien nicht. Beim Fresko werden die Farben aufgetragen. Als Unterlage dient noch feuchter, in mehreren Schichten aufgetragener Putz. In der »St. Christophorus«-Kirche erfolgte die religiöse Malerei auf dem bereits trockenen Putz.

Ich wende mich vom Eingang aus nach links. Mittig an der linken Seitenwand ist die hölzerne Empore angebracht. Ich trete näher. Unter der Empore erkenne ich eine noch erstaunlich gut erhaltene farbige Malerei. Kaum zu glauben, dass sie fast sechs Jahrhunderte alt ist.

Die Empore an der Seitenwand
Foto: wikicommons, Paulae

Ich betrachte die Malerei genauer. Zwei Füße fallen mir auf. Zwischen den Füßen ist ein Fabelwesen zu erkennen. Es ist ein Mensch unbestimmbaren Geschlechts. Der Unterleib ist wie bei einer Wassernixe der eines Fisches. Das mythische Wesen bläst tüchtig in eine altertümliche Tröte. In der spätgotischen Kirche »St. Sixti«, Northeim, habe ich auch eine Nixe gesehen, allerdings splitternackt und unweit einer Teufelsfratze. »Sinnlichkeit und Dämonisches wurden hier verewigt!«, erklärte mir, sichtbar verlegen, ein Northeimer Geistlicher. »Wenn es nach mir ginge, würde diese unsittliche Schmiererei übermalt!« Dazu wird es hoffentlich nicht kommen!

Die »St. Christophorus«-Kirche hat eine lange Geschichte. Sie reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Über einem der Füße des Christophorus, offenbar aber auf einer tieferen Schicht aufgetragen, findet sich in rotbrauner Farbe ... ein Weihekreuz. Ob es von den Erbauern des Sakralbaus, also vor rund einem Jahrtausend, angebracht wurde?

Weihekreuze wurden in den ältesten und geheimnisvollsten Gotteshäusern entdeckt. Zu den mysteriösesten Kirchen überhaupt darf man die Rundkirchen von Bornholm zählen. In  Bornholmer Rundkirchen, nämlich in der Nylars Kirche und in der Ny Kirke, wurden auf die Innenwände der Rundschiffe je ein Weihekreuz gemalt. Eine Heimatforscherin von Bornholm: »Diese Weihekreuze hatten durchaus magische Bedeutung! Sie sollten wie ein Amulett Böse fernhalten!« Böse? »Unsere runden Kirchen wurden ja als Wehrkirchen angelegt!«, erklärte mir die dänische Pädagogin. »Ständig musste mit Überfällen gerechnet werden. Die Menschen verschanzten sich dann in den Rundbauten, die effektiv zu verteidigen waren!«

Aber nicht nur vor »räuberischen Banden« hatten die Menschen damals Angst, sondern auch vor »feindlichen Truppen« und vor »Mächten der Finsternis, vor Satan und seinen Heerscharen!« Glaubte man, dass ein aufgemaltes Kreuz den leibhaftigen Teufel und sein Gefolge abhalten würden?

Die Füße des Riesen - Foto: W-J.Langbein

Das älteste Weihekreuz wurde meines Wissens in Portugal um das Jahr 1100 in das Mauerwerk der Kathedrale von Coimbra geritzt. Häufiger allerdings wurden Weihekreuze nicht auf Mauerwerk aufgetragen oder im Mauerwerk eingeritzt, sondern auf Deckplatten von Altären gemalt.

Prof. Hans Schindler-Bellamy, Archäologe aus Wien, erklärte mir im Interview: »Weihekreuze gehen auf sehr viel ältere magische Symbole aus vorchristlichen Zeiten zurück! Ihre ursprüngliche Bedeutung kennen wir nicht mehr. Wahrscheinlich sollten die vier Himmelsrichtungen dargestellt werden, also die gesamte Welt. Weihekreuze waren auch bei den Tempelrittern in Gebrauch, deren geheimes esoterisches Wissen bis heute auch nicht einmal im Ansatz bekannt ist. Bis zur Reformation war das Weihekreuz auch bei den Päpsten in Gebrauch, als »Hoheitszeichen«. Seither ist auch unter  dem Namen »Papstkreuz« bekannt.

So stehe ich vor dem vielleicht ältesten Stück Malerei in der »St. »Christophorus-Kirche« zu Wilschdorf, das vor fast einem Jahrtausend an das Gemäuer der kleinen Kirche gepinselt wurde. Ist es ein Zufall, dass man just dort den Heiligen Christophorus verewigte ... und eine doch aus heidnischen Überlieferungen bekannte Nixe mit Fischschwanz? Verbirgt sich hinter der »Nixe« die Erinnerung an Göttinnen aus Zeiten lange vor dem Christentum?

Aus der guten Göttin mag im Christentum die böse, verführerische Nixe geworden sein, die selbst den Frömmsten in Versuchung führen kann. Malte man sie als Abschreckung an Kirchenwände? Sollte den frühen Christen vor Augen geführt werden, dass die – im Volksglauben immer noch starke Göttin aus uralten Zeiten – für den frommen Christen als Symbol der verwerflichsten Sündhaftigkeit zu gelten hatte?

Stolze 3 Meter und 70 Zentimeter misst der Christophorus in der kleinen Kirche zu Wilschdorf, von den Füßen bis zum mächtigen Haupt. Kopf und mächtiger Stab des Riesen sind im Verlauf der Jahrhunderte arg verwaschen. Auch das Jesuskind mit seinem Heiligenschein ist auf der Schulter des Giganten kaum noch zu erkennen. Und ein Großteil des Christophorus befindet sich hinter der Rückwand der Empore.

Wilschdorf - Der Heilige Riese
mit dem Jesuskind
auf der Schulter
Foto: W-J.Langbein 
Wenn wir der Spur des Christophorus folgen, so führt sie uns in die Türkei. Bereits anno 454 soll in Chalkedon, dem heutigen Stadtteil Kadiköy in Ístanbul, dem Christophorus eine Kirche geweiht worden sein. Vermutlich ist Christophorus, der heute die Autofahrer beschützen soll, ein alter Gott aus heidnischen Zeiten im christlichen Gewand. Christophorus soll ein menschenfressendes, hundsköpfiges Monster gewesen sein. Durch die auf »wundersame Weise erhaltene Taufe« wurde aus dem stummen Riesen namens Probus oder Reprobus Christophorus, ein wortgewandter Missionar für den christlichen Glauben, der mit großem Erfolg Heiden zum Christentum bekehrte.


In Lykien verstand Christophorus die fremde Sprache der Menschen nicht. Er betete verzweifelt zu Gott, schon beherrschte er die Sprache Lykiens und predigte mit großem Erfolg. Allerdings mussten die so für den neuen Glauben gewonnenen Menschen erst noch bitter büßen. Sie wurden auf Geheiß des Herrschers gemartert und getötet.

Befremdlich wirkt auf mich, dass die Bekehrung zum »wahren Glauben« den von Christophorus Getauften Schmerz und Tod brachte. Geradezu genüsslich wird in alten Legenden beschrieben, dass vom heidnischen König ausgesandte Truppen den Riesen nicht überwältigen, geschweige denn töten konnten. Stattdessen wurden die hartgesottenen Soldaten selbst bekehrt ... und zur Strafe vom König zum Tod verurteilt.

Ob es einen historischen Christophorus gegeben hat? Wahrscheinlich eher nicht. »Christophorus« war ursprünglich ein Ehrentitel für Märtyrer, die ihr Leben für den neuen christlichen Glauben gelassen haben. Christophorus selbst soll ja auch als Märtyrer gestorben sein. Der Legende nach wirkte er nach seinem Tod noch ein Wunder. Er soll jenen König, der ihn töten ließ, von Blindheit geheilt haben. Vor seiner Hinrichtung riet Christophorus dem hasserfüllten König, sich nach seiner Enthauptung ein Gemisch aus seinem Blut und Erde auf die Augen zu schmieren. Der Monarch tat das, wurde wieder sehend ... und ließ sich der Legende nach taufen.

Wilschdorf - Blasende Nixe
zwischen den Füßen des Riesen - Foto: W-J. Langbein

Der Ursprung der Christophorus-Legende ist so alt nicht. Im 13. Jahrhundert taucht sie in der berühmten »Legenda Aurea« des Jacobus de Voragine und einem Hymnus des Mailänders Origo Scaccabarozzi auf. Ein Zehn-Meter-Riese sucht den mächtigsten Herrscher der Welt. Schließlich gelangt er, nach einigen Suchen, an einen Fluss. Dort verdingt er sich als Fährmann ohne Boot. Dank seiner gewaltigen Körpergröße kann er den Fluss durchwaten und Menschen ans andere Ufer tragen. So scheint es eine seiner leichtesten Aufgaben zu sein, ein kleines Kind ans andere Ufer zu bringen. Doch unter dem schier unendlichen Gewicht droht Christophorus fast zu ertrinken. Sein kleiner Passagier gibt sich zu erkennen. «Mehr als die Welt hast du getragen«, soll das Kind zu ihm gesagt haben. Und weiter: »Der Herr, der die Welt erschaffen hat, war deine Bürde!« Das Jesuskind selbst drückte den unendlich starken Riesen unter Wasser ... und taufte ihn.


Der Riese in der Dorfkirche II,
Teil 201 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                                                                                              
erscheint am 24.11.2013



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