Mittwoch, 11. Dezember 2013

Gerit Bertram – Großartiges Kopfkino für Freunde historischer Romane

Walter-Jörg Langbein stellt Gerit Bertram vor - Exklusivinterview mit Gerit Bertram

Wer historische Romane liebt, kommt an Gerit Bertram nicht vorbei. Wer Spannung mit einer Spur Romatik sucht, wer wie in einer Zeitmaschine in interessante Epochen der Vergangenheit reisen möchte, der greife zu den Werken von Gerit Bertram. Er wird nicht enttäuscht werden!

Peter Hoeft und Iris Klockmann alias Gerit Bertram ...
eben aus einem ihrer Romane entsprungen...

Und das haben schon viele Leserinnen und Leser erkannt. »Das Lied vom Schwarzen Tod«, »Die Goldspinnerin«  und »Das Gold der Lagune« von Gerit Bertram sind zu Bestsellern geworden. Die Schar der Gerit-Bertram-Fans wächst ständig.

»Das Lied vom Schwarzen Tod« entführt uns in das Nürnberg des Jahres 1522. Die Eltern der Protagonisten Anna und Sebastian Stoibling sind von der Pest dahingerafft worden. Anna muss in ein Kloster der Dominikanerinnen eintreten, Sebastian wird Mitglied einer militanten Bruderschaft, die unter der Führung eines Gurus brutal gegen Anhänger Luthers vorgeht und vor grausamen Verbrechen nicht zurückschreckt. Anna gelingt die Flucht aus dem Kloster, Korbinian wendet sich von der Bruderschaft ab. Beide werden zu Gehetzten…

»Die Goldspinnerin« spielt in Lübeck. Anno 1396 führen die Goldspinnerin Cristin Bremer und ihr Mann Lukas eine gut gehende Werkstatt. Als den Eheleuten eine Tochter geboren wird, sieht alles nach einem romantischen Happy End aus. Doch dann wird Lukas vergiftet, Cristin als Mörderin und Hexe angeklagt. Das Schicksal der jungen Frau scheint somit besiegelt zu sein. Die Anklage lässt Cristin keine Chance. Der Henker soll seines Amtes walten. Doch der Sohn des Henkers Baldo kann nicht glauben, dass Cristin eine kaltblütige Mörderin ist…

»Das Gold der Lagune« ist die von vielen Fans von Gerit Bertram sehnlichst gewünschte Fortsetzung der »Goldspinnerin«…. Ein packender »Roadmovie« fürs Kopfkino. Anno 1399 beginnt eine abenteuerliche Reise, die über die Alpen nach Venedig führt... in einem packenden Roman, historisch bestens recherchiert, spannend geschrieben, sehr unterhaltsam und dabei auch informativ.

Lesend werden wir in die Vergangenheit versetzt, bestens unterhalten. Eigentlich müssten die Werke von Gerit Bertram mit einem Warnhinweis versehen werden: Vorsicht, die Lektüre kann süchtig machen. Wer einen Gerit Bertram verschlungen hat, möchte gleich den nächsten lesen.
Gerit Bertram ist das Pseudonym eines Autorenpaares. Die beiden Bestsellerautoren haben sich 2007 durch ein Internet-Schreibforum kennengelernt. Schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Liebe zur Geschichte und schreiben seitdem erfolgreich zusammen.

Iris Klockmann ist gelernte Arzthelferin und lebt mit ihrer Familie in ihrer Geburtsstadt Lübeck. Peter Hoeft war fast dreißig Jahre lang in der stationären Altenpflege tätig und wohnt mit Frau und Sohn in der Nähe von Hannover.

Exklusivinterview mit Iris Klockmann und Peter Hoeft


1.) "Gerit Bertram" ist ein "offenes Pseudonym". Was bedeutet das?

Peter: Ein offenes Pseudonym heißt in unserem Fall: im Klappentext und auf der Verlags-Website steht als Autorename nicht nur der Autorenname Gerit Bertram, sondern auch, dass es sich bei uns um ein Autoren-Paar handelt. Außerdem unsere echten Namen Peter Hoeft und Iris Klockmann und einige Informationen über uns wie unsere Wohnorte und die Berufe, in denen wir tätig waren.

2.) Wie entstand Euer "Autoren-Duo"?

Peter: Iris und ich haben uns 2007 in einem Autoren-Forum kennen gelernt, das inzwischen nicht mehr besteht.

Iris: Damals habe ich Peter angeschrieben, er suchte einen Schreibpartner für ein sehr interessantes Projekt. Wir haben es versucht und es hat sofort funktioniert. Ein echter Glücksfall!

3.) Warum schreibt Ihr historische Romane?

Peter: Es macht uns einfach Spaß, in die Geschichte einzutauchen und innerhalb der Historie Geschichten zu erfinden, oft auch mit Personen, die damals gelebt haben, etwa der polnischen Herrscherin Jawiga in Die Goldspinnerin und Das Gold der Lagune oder Albrecht und Agnes Dürer in unserem aktuellen Roman Das Lied vom Schwarzen Tod.

Iris: Genau. Außerdem finde ich das Genre besonders spannend, denn wir können immer Rückschlüsse ziehen, wie sich unser Leben und Denken im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und was wir mit unseren Ahnen gemeinsam haben.

4.) Wie bereitet Ihr Euch vor, wie recherchiert Ihr?

Peter: Zur Information über eine bestimmte Stadt, das Leben der Menschen dort usw. nutzen wir alle Möglichkeiten, die sich uns bieten. Das sind Recherchereisen - zum Beispiel nach Venedig, Nürnberg und Frankfurt -, vor allem aber Fachliteratur, die wir bestellen und nicht zu vergessen Artikel im Internet. Manchmal schreiben wir auch Sachbuchautoren und bestimmte Institutionen an, in der Hoffnung, dass diese bereit sind, unsere Fragen zu beantworten. Das ist leider nicht immer der Fall. Gespräche mit Historikern und Archäologen. Iris hat sich für unseren Erstling Die Goldspinnerin auch an ein Spinnrad gesetzt und sich an diesem Handwerk versucht.

Iris: Ja, und ich bin jämmerlich gescheitert. Meine Bewunderung für die Frauen aus dem Mittelalter kennt keine Grenzen. Mir war es einfach wichtig herauszufinden, wie die Spinnerei funktioniert. Wie geht es besser als es selbst zu versuchen?

5.) Wie arbeitet Ihr?

Peter: Zunächst ist da eine Idee, die uns irgendwie "zufliegt". Wenn wir der Meinung sind, die Geschichte hätte Potenzial, entwickeln wir sie gemeinsam weiter und erstellen ein Exposé. Seit unserem dritten Roman schreiben wir auch einen Szenenplan mit einer Charakterisierung aller wichtigen Personen, an dem wir uns dann während des eigentlichen Schreibens entlang arbeiten.

Beim Schreiben sprechen wir uns fast täglich per Telefon oder Mail ab, wer wann wie und womit weitermacht. Iris hat mal in einem Interview gesagt, ich sei gewissermaßen der Baumeister und sie für die Innenausstattung zuständig. Das trifft es recht gut. Es bedeutet in etwa: ich beginne mit einer Szene, schildere den Schauplatz und die Situation. Dann schicke ich Iris die Datei und sie füllt die von mir grob geschriebene Szene mit Atmosphäre und Interaktion.

Iris: Gut erklärt, Partner. Danach feilen wir so lange an der Passage, bis wir beide zufrieden sind.

6.) Habt Ihr Vorlieben für bestimmte Epochen der Geschichte?

Peter: Bisher spielen unsere Romane im Mittelalter und in der Zeit der Reformation. Ich könnte mir aber auch einen Stoff vorstellen, der um 1900 spielt.

Iris: Ich finde auch die Antike und die prähistorische Zeit total interessant. Wenn diese Epoche wieder mehr in den Blickwinkel der Leser rücken würde, wäre das schön. Es gibt noch so viele antike Geschichten, die noch nicht erzählt worden sind.

7.) Was ist Euer Lieblingsbuch (aus Eurer "Feder")?

Peter: Wenn ich mich schon festlegen muss: Mir ist besonders unser Erstling Die Goldspinnerin ans Herz gewachsen, gefolgt von unserem neuesten Buch Das Lied vom Schwarzen Tod. Es ist Mitte des Jahres als Club-Premiere erschienen und kommt im Frühjahr bei Blanvalet als Paperback heraus. Zu unserem vierten Roman habe ich gewissermaßen noch keine Beziehung entwickelt, da er noch unlektoriert ist und erst 2015 erscheint.

Iris: Ich weiß nicht. Ich mag, glaube ich immer das Manuskript am liebsten, an dem wir gerade arbeiten.

Das Autorenteam, zeitgenössisch....

8.) Wird es Fortsetzungen zu Euren Romanen geben?

Peter: Bisher ist in dieser Hinsicht nichts geplant.

Iris: Stimmt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Das Leben ist bunt.

9.) Woran arbeitet Ihr momentan?

Peter: Unser viertes Romanmanuskript liegt beim Verlag und wird im nächsten Jahr lektoriert. Es soll 2015 erscheinen und spielt im 16. Jahrhundert in Regensburg und Frankfurt. Die Protagonistin ist eine junge Jüdin. Außerdem haben wir in diesem Roman etwas Neues ausprobiert, was uns laut unserer Agentur gut gelungen ist. Mehr wird noch nicht verraten.

Iris: Richtig, und wir sind sehr gespannt, wie unsere lieben Leser darauf reagieren werden.

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Sonntag, 8. Dezember 2013

203 »Das mysteriöse Lochstreifenband«

Teil 203 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Nazca aus dem All 
Foto: NASA's Earth Observatory
Einsam zieht der Satellit seine Kreise um die Erde. Nur einige Kilometer beträgt die Höhe, aus der automatisch Aufnahmen von der Erdoberfläche gemacht werden. Von der irdischen »Zivilisation« ist nichts zu erkennen. Unsere Wolkenkratzer ... Skyscraper im Englischen ... sind nicht mehr zu erkennen. Vom Erdboden aus betrachtet mögen sie vielleicht die Wolken oder gar den Himmel kratzen ... aber die Satellitenfotos zeigen keine Bauwerke von Menschenhand. Sollte ein »himmlischer Gott« von hier oben nach einem neuen Turmbau zu Babel Ausschau halten, er wird nichts dergleichen ausfindig machen. Und doch wird er Menschenwerk sehen: Schnurgerade Linien, wie mit dem Lineal gezogen. An einer Stelle läuft so eine Linie offensichtlich auf eine Erhebung zu. Da man sie aus dem All sieht, muss es ein beachtlicher Berg in der Wüste sein. Die Linie erklimmt den Berg und setzt sich auf der anderen Seite ohne die geringste Abweichung wieder fort.

Was sind das für Linien, die sich kreuzen, die im Nichts beginnen und im Nichts enden? Als Straßen sind sie sinnlos, führen sie doch nirgendwo hin. Vor vielen Jahrhunderten, vielleicht vor einigen Jahrtausenden, wurden sie bei Nazca in den Boden gescharrt. Die berühmte Nazca-Ebene erinnert an eine Schultafel, auf der gezeichnet wurde. Allerdings ist diese »Tafel« rund 500 Quadratkilometer groß. Manche der Linien, schnurgerade, sind zwanzig Kilometer lang. Da gibt es auch noch Dreiecke und trapezförmige Flächen, dazwischen auch Bilder von Menschen oder Tieren.

Walter-Jörg Langbein in Nazca. Foto Willi Dünnenberger
Vom Satelliten aus aber nimmt man nur die langen Linien wahr. Es drängt sich der Eindruck auf, dass da mit enormem Aufwand riesige Zeichen in den knochentrockenen, verkrusteten Wüstenboden gescharrt wurden, die aus sehr großer Höhe deutlich zu erkennen sein sollten. Wer sollte diese Zeichen sehen? Himmlische Wesen vielleicht, Götter etwa?

Vom Boden aus erkennt man so gut wie nichts: Man kann nicht einmal erahnen, wie weit diese oft recht breiten »Straßen« reichen. Man kann sich vom Boden aus auch kein Bild machen von den Scharr-Zeichnungen, die Tiere darstellen. Aus dem All sieht man diese Bilder von faszinierender Schlichtheit nicht, wohl aber vom Flugzeug aus. Oder anders gesagt: Die bis zu zwanzig Kilometer langen Bahnen wenden sich nicht an Beobachter, die in der Wüstenebene von Nazca umherwandern. Die nehmen in der Regel nur winzige Ausschnitte aus riesengroßen Bildern wahr, deren Bedeutung sie nicht erkennen. Wenn die Bilder und „Straßen“ erkannt werden sollen, dann von Beobachtern aus der Höhe.

Nasca-Bahnen 
Foto: W-J.Langbein
Die Darstellungen von Spinnen, Fischen, Affen kann man schon vom Flugzeug aus ausmachen, Die viele Kilometer langen Bahnen aber, sie sind für Beobachter aus dem All gedacht. Das beweisen Bilder, aufgenommen von Satelliten in einer Erdumlaufbahn.

Wenn diese Beobachter, angelockt durch die Linien, zur Erde herabsteigen, tauchen vor ihren Augen auf einmal Bilder auf, von Fabelwesen, von Affen, Vögeln und menschenähnlichen Wesen. So etwas wie ein »Astronaut« wurde in den steilen Hang eines Berges gescharrt, ein Bild für die Ewigkeit.

Was mich bei meiner Erkundung vor Ort immer wieder fasziniert: Auch die zig Kilometer langen, vom All aus zu sehenden Bahnen ... sind nur wenige Zentimeter tiefe Scharr-Zeichnungen! Man hat lediglich die oberste verkrustete, schwarze Schicht des Wüstenbodens entfernt, so dass die darunter liegende, hellere Schicht zum Vorschein kommt!

Immer wieder tauchen „neue“ und endgültige „Erklärungen“ für die geheimnisvolle Wüstenebene auf. Schon vor fünfzehn Jahren schrieb Erich von Däniken in seinem Vorwort zu meinem Buch „Besucher aus dem Kosmos“ (1): „Da gibt es in Peru jenes Wüstengebiet von Nazca. Wer darüber fliegt, erkennt unter sich ein phänomenales Panaroama aus riesigen Zeichnungen, pistenartigen Trapezflächen und kilometerlangen, schmalen Linien. Man nennt Nazca auch 'das größte Bilderbuch der Welt'. Bislang sind vierzehn Lösungen vorgebracht worden, die allesamt als 'wissenschaftlich' in die Medien gedrückt wurden. Keine einzige taugt etwas, auch die neueste nicht, nach welcher Nazca ein 'Wasserkult' gewesen sein soll.“

Unterirdischer Wasserlauf 
Foto: W-J.Langbein
Tatsächlich wird – zum Beispiel –  immer wieder fabuliert, dass die Bahnen und Linien von Nazca den Verlauf unterirdischer  Wasseradern markieren. Ich frage mich, was Markierungen sollen, die nur aus großer Höhe – aus der Luft oder gar aus dem All – erkannt werden können!

Es gibt aber nirgendwo auf der Erde solche Wasseradern, die wie die Linien von Nazca verlaufen, also wie mit dem Lineal gezogen zig Kilometer lang, plötzlich beginnend, plötzlich endend ... parallel nebeneinander, im rechten Winkel zueinander, sich  unzählige Male kreuzend. Es gibt unterirdische „Wasserläufe“ unter der Ebene von Nazca. Die wurden allerdings künstlich angelegt, lange bevor die Scharr-Zeichnungen entstanden. Es gibt Zugänge zu diesen teilweise bis zu zehn Meter unter der Erdoberfläche verlaufenden Röhren. Ich bin in so manche dieser Röhren hinab gestiegen, zu dem unter dem Wüstenboden verlaufenden Röhrensystem, das sauberstes Trinkwasser führt. Ein Zusammenhang von Linien und Wasserläufen ist nicht zu erkennen!

Mir leuchtet am ehesten eine Erklärung ein, die von der wissenschaftlichen Welt abgelehnt oder erst gar nicht zur Kenntnis genommen wird. Diese Erklärung drängt sich aber förmlich auf. Und sie ist bei weitem nicht so kurios und  unrealistisch wie immer wieder auftauchende „wissenschaftliche“ Lösungen des Phänomens Nazca. So sind die Linien und Bahnen vollkommen ungeeignet als Bahnen für Athleten, die angeblich kreuz und quer durch die Wüste rannten. Ungeeignet sind die Bahnen auch als Prozessionswege. Alle diese Erklärungen lassen sich leicht widerlegen. Wenn tatsächlich Menschen, sei es im sportlichen Wettkampf oder in religiöser Verzückung, durch die Wüste getrampelt wären, dann hätten ihre Fußspuren die Linien und Bahnen längst überlagert und zerstört! Viel einleuchtender ist: Das „Bilderbuch Nazca“ war für Besucher aus dem All gedacht.

Das Lochstreifenband aus der Luft 
Fotos: W-J.Langbein
Wurden die Bewohner der Hochebene von Nazca einst von Wesen aus dem All besucht? Wollten die Erschaffer des „Bilderbuchs“ jene Wesen wieder zurück zur Erde locken? Oder galten die Bildnisse fiktiven Göttern, deren Heimat man irgendwo in den Tiefen des Alls vermutete?

Unweit des Dörfchens Humay, südlich von Lima, gibt es Tausende und Abertausende von Löchern im harten Wüstenboden. Sie bilden einen Streifen, der als „Lochstreifenband“ bezeichnet wird. Ein Loch liegt neben dem anderen. In der Regel ist es acht Löcher breit ... und viele, viele Kilometer lang. Vom Boden aus betrachtet ist das „Band“ alles andere als aufregend. Man stolpert förmlich über diese Löcher. Ich habe einige untersucht und bin zur Überzeugung gekommen, dass sie einst klar umrissen waren. Wie tief mögen sie einst gewesen sein? Heute ist kaum noch zu erkennen, dass die Löcher einst von Mauerwerk eingerahmt waren. Wozu wurde dieses Band angelegt?

„Das waren Grabstätten!“, höre ich immer wieder. Acht Löcher breit ist der Streifen. Bei einem Durchmesser von zwei Metern pro Loch mit Umrandung ergibt das, vorsichtig kalkuliert, 400 „Grabstätten“ auf 100 Meter „Band“. Ein Kilometer Lochstreifenband bestünde dann aus 4.000 „Grabstätten“. In zehn Kilometern „Band“ wären demnach 40.000 Menschen bestatten worden. Vor Ort erklärte mir ein Experte, das phänomenale Band könne einst durchaus einhundert Kilometer lang gewesen sein. Das wären dann ... 400.000 Löcher, oder 400.000 Gräber, mitten in der Wüste!

Loch an Loch - Fotos: Walter-Jörg Langbein

Mir scheint die Länge von 100 Kilometern zu hoch gegriffen. Wie weit sich einst das Band durch die Gegend schlängelte, dabei Hänge hinauf und wieder hinab kriechend, kann heute nicht mehr festgestellt werden. Im Lauf der Jahrhunderte sind die Löcher zum Teil so verfallen, dass sie kaum noch zu erkennen sind. Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnten wurde versucht, möglichst viel Land für die Landwirtschaft nutzbar zu machen. Dabei wurde natürlich keine Rücksicht auf das „Lochstreifenband“ genommen, das über weite Strecken zerstört und eingeebnet wurde.

Offenbar waren auch Schatzsucher am Werk, die viele der Löcher zerstörten, weil sie auf versteckte Kostbarkeiten hofften. Trotz intensiver Recherche habe ich keinen einzigen Hinweis finden können, wonach in einem einzigen der Löcher sterbliche Überreste gefunden worden wären. Auch heute noch erkennt man es, aus der Luft betrachtet, als ein Zeichen für die Himmlischen, für Wesen, die von hoch oben die Erde beobachten, genau so wie die zum Teil zig Kilometer langen Linien von Nazca!
Werden wir die Botschaft je verstehen? Das wird uns nie gelingen, wenn wir uns weigern, die gigantischen Zeichen im Wüstenboden als eine Botschaft zu sehen. Wenn wir diese Möglichkeit nicht zumindest einbeziehen, vertun wir die Chane, die Botschaft jemals zu erkennen! Wir müssen den Gedanken akzeptieren, dass uns das Lochstreifenband und die Bilder von Nazca etwas sagen wollen. Dann werden wir sie vielleicht einmal wie ein Buch lesen können!


Literatur zu Nazca

Bridges, Marilyn: Für die Götter/ Luftaufnahmen heiliger Landschaften, Frankfurt 1990 (Bildband), (Die Linien von Nazca, Peru, S. 8-31)
Däniken, Erich von: Zeichen für die Ewigkeit, München 1997
Oostra, Roel: Die großen Rätsel/ Auf den Spuren alter Mysterien, Köln 1998 (GROSSFORMAT!)
Reiche, Maria: Das Geheimnis der Wüste (signiert), 7. Auflage, Stuttgart 1989

Fußnote
1) Rastatt, 1998, S. 10







»Noch mehr Saurier, Teil I«,
Teil 204 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                                                                                              
erscheint am 15.12.2013


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