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Freitag, 28. Februar 2025

Eine Autorin, ein Konto bei Facebook und das zusammen …

... kann durchaus dumm laufen.

So kann es gehen, wenn man sich mit den »falschen Leuten« anlegt. Das weiß doch jeder, der gerne Krimis liest. Oder auch nicht gerne »Tatort« am Sonntag verpassen mag. Dass die Realität ganz anders aussieht, dürfte klar sein. Sich mit einem Mörder, einem Kinderschänder und dann natürlich auch noch mit dem Dunstkreis solcher Menschen anlegt, bekommt durchaus Probleme mit denen. Übrigens aber noch Glück hat, wenn man dann »das Tun von denen« überlebt.

(Was mir als Autorin auch gelungen ist. Nun geht es auch um den neuen Kriminalroman, der Mitte Januar 2025 von mir veröffentlich wurde. Insofern kann ich durchaus passenden Texte nutzen. Aber das erst nur am Rande).

Leseprobe: »Es war ein Schlag, diese Ohrfeige, die sie überlebte. Die Gedanken, dass versucht worden ist, sie zu töten, was nicht gelungen war, dass sie nur knapp überlebte. Aber dafür konnte sie nicht sprechen, nicht schreiben und sie saß in einem Rollstuhl. Gedacht war schon alternativ, dass sie dann zwar überleben könnte, aber dafür in einem Pflegeheim enden müsste. Diesen Gefallen wollte sie den Tätern nicht machen. Es war für sie hart, dem Zustand zu trotzen und zumindest wieder schreiben und laufen lernen zu können. Das machte sie aber stark und hart und sorgt auch für Nachdenklichkeit«.


Leseprobe: »So sieht sie das auch bei sich und darin natürlich ein persönliches Dilemma. Denn zum einen konnte sie diesen Mordversuch nicht nachweisen. Insofern dürfte dieser Versuch sozusagen als ein fast perfekter Mord bezeichnet werden. Zum anderen hat es in Folge bereits weitere eher leichtere, und darum gescheiterte, Mordversuche gegeben. Warum es nicht funktionieren konnte, dürften diese Täter noch nicht herausbekommen haben. Das ist auch gut so. Sozusagen leiden diese Täter an ihrem Versagen«.

Natürlich gibt es Sinn, dann einen Anwalt/in mit passenden Aufgaben zu versehen. Umsonst geht das nicht, mit der Rente wird das schwierig. Kinderschänder können sich durchaus einen Advokaten leisten. Natürlich wurde der Herbeigerufene auch aktiv.


Es ist auch so eine Sache, wenn man sich als Autorin so aus dem Fenster lehnt.

Vielleicht sollte ich erklären, um was es eigentlich ging, was den Tätern und deren Dunstkreis wichtig war.

Leseprobe: »Es war und ist eigentlich sehr simpel und auch kurz zu beschreiben: Es geht um zwei Täter, die unabhängig von einander in einer eigenen Straftat tätig waren und sind. Also nicht nur gegen Sylvia. Beide Täter haben auch Personen, in dem Fall Frauen, die unterstützend für die Täter tätig waren und noch sind. Das Geld um das es ging und geht liegt bei beiden Tätern selbstverständlich nicht als angespartes Geld auf irgendwelchen Sparbüchern.

Wo kommt das Geld her? Zum einen haben wir einen Pädophilen. Der die Unterstützung seiner Ehefrau erhält. Sie filmt. Wobei in Münster, und zudem jetzt einen bundesweiten Großeinsatz, bereits Gruppierungen aufgeplatzt wurden, scheinbar gehörten die Beiden nicht zu denen, was sich bei anderen Gruppen ändern könnte. Die Filme und Fotos von den missbrauchten Kindern wurden vertrieben und haben natürlich die Täter finanziell gut gestellt. Wie auch diesen Pädophilen und seine Frau. Diese Frau war schließlich anwesend als es geschah, sie hat bei diesem Mordversuch Sylvia gefilmt. Dieses Paar dürfte zwar auf Geld fokussiert sein, es überwiegt bei den Beiden aber die Triebbefriedigung.

Darum sollte der zweite Täter betrachtet werden. Es lag eine längere Zeit zurück. Aus Sylvias Sicht der Dinge jetzt, war sie damals nur eine nützliche Idiotin, um einen Plan umzusetzen. Bei dem bereits ein Mensch ermordet wurde. Es ging um Geld, sehr viel Geld. Es ging um fast eine Millionen Euro. Dass es diesem Täter wichtig war und ist, sowenig von dem Geld abgeben zu müssen, dürfte klar sein. Dabei hat er schon eine Frau, die ihn unterstützt. Der es natürlich auch in der Sache nur um das Geld ging und natürlich auch noch geht.

Da gibt es also für Sylvia einen Totschläger, dem es um viel Geld ging und geht und den schon erwähnten Pädophilen. Dass sich diese Gruppierungen zusammengefunden haben, weil Sylvia ihnen zu gefährlich wurde und denen noch sei, dürfte verständlich sein«.

Wobei dem Mörder eigentlich nicht so Recht war, dass seine Geliebte mit einer Kriminalromanautorin bekannt war.


Jetzt wird sich natürlich jeder fragen, was das alles mit Facebook zu tun hat und warum das für die Autorin quasi »dumm gelaufen« ist.

Wir müssen in der Zeit etwas zurückgehen und uns kurz von dem neuen Krimi abwenden. In den Jahren ab 2009 wurde von mir unter dem Pseudonym »Sylvia B.« mehrere Bücher veröffentlicht. Sozusagen als Trilogie entstand moderne Märchen für Erwachsene – Briefe an Lieschen, Hexenhausgeflüster und ForenTroll. Aufgrund meiner Erkrankung kam die Beschreibung als »menière-desaster« dazu. Bedingt durch meine Erkrankung konnte ich leider nicht mehr als Sportlehrerin tätig sein. So wurde ich leider für mich verrentet. Überwiegend als Lyrik-Texte, und zumeist mit Illustrationen versehen, wurde »der tiger am gelben fluss« veröffentlicht. Dann erschien noch »nimm es nicht persönlich« ebenfalls mit »Lyrik-Texten« und dann mit Fotos versehen.

Ende 2009 wurde als virtuelle Schreibtisch von Walter-Jörg Langbein, g.c.roth, mir als Sylvia B., und verschiedenen Gastautoren ein entsprechende Blog »Ein Buch lesen!« im Internetz erstellt. Damals als .de heute als www.ein-buch-lesen.com

In dem Blog entstanden auch weitere Texte.

Unter dem Pseudonym »Tuna von Blumenstein« wurden von mir Münsterland-Kriminalromane veröffentlicht. »Der Tote im Zwillbrocker Venn« 2010, »Der hässliche Zwilling« 2011, »Blauregenmord« 2013. »Mord in Genf« 2012 erschien als Kriminalroman. 

In der Zeit wurde als Sylvia Be bei Facebook ein Account geführt, das wird auch als »Konto« bezeichnet. Selbstverständlich besteht dort ein Account für »Ein Buch lesen!«. Ebenso bei »Twitter« heute als »X« bezeichnet.

Die Zeit nach der schweren Körperverletzung 2021 bestand die Zeit danach mit harter Arbeit. Zum einen mit den Sportbewegungen, die entsprechend ausgesucht waren. Dann natürlich auch um das Schreiben und Sprechen wieder zu erarbeiten. In der Zeit musste ich wirklich auf mich aufpassen.

Leseprobe: »Wobei ihr auch klar ist, dass Mörder Fehler begehen. Das war und ist ebenfalls gut, denn genau das hat ihr ebenfalls das Leben gerettet. Mit gefährlichen Situationen dürfte sie auch in der nächsten Zeit rechnen müssen, denen könnte sie entgehen, wenn sie weiter auf sich selbst achtet«.

Der Beginn des neuen Jahres 2022 sollte für mich mit dem Tun im Netz beginnen.

So erstellt ich einen neuen Blog, erstellt als Sylvia B. und als »der tiger am gelben fluss«.

Natürlich habe ich versucht, die Seiten bei FB einzustellen. Und jetzt kommen wir zu »dumm gelaufen«.

Ab 05.01.2022 hatte ich umgehend Screenshots erstellen müssen. Text: »5 deiner Beiträge verstoßen gegen unsere Gemeinschaftsstandards zu Spam«. usw. Bis nachweisbar 23.01.2022 musste ich diese massive Sabotage in der Sache bestehen.







Dann hatte ich etwas Ruhe bei FB, dafür, und das sogar als kranker Mensch, Stress ohne Ende.

Leseprobe: »Dass Sylvia sich mit den falschen Leuten anlegte, dürfte ihr mittlerweile klar sein. Überlebt hat sie das Desaster mit viel Glück. Um das alles zu verstehen, müsste sie in der Zeit noch weiter zurückgehen. Dann wäre vielleicht auch zu verstehen, wie es ihr passieren konnte, sich mit einem Mörder und einem Kinderschänder anzulegen. Die Beiden haben auch zusammengefunden, gemeinsam gegen sie, dabei jeder mit dem eigenen Dunstkreis, mit weiteren Tätern und Täterinnen verwoben, und natürlich auch mit deren Unterstützung.

Was war denen so wichtig? Dem ersten ging und geht es scheinbar nur um Geld, viel Geld. Dem anderen um die kranken Emotionen, auch weil sein Gehirn falsch tickte und sein Gehirn immer noch falsch tickt. Es ist halt die Art der Verbrecher.

Wobei sich Sylvia wirklich die Frage stellt, wie ihr das alles passieren konnte. Insofern gibt es schon Sinn, dass sie ein Niederschreiben der Ereignisse vornimmt. Damit sie auch für diese Frage eine Antwort finden könnte«.

Anfang 2023 wurde von mir ein Blog zur Autorin »Tuna von Blumenstein« erstellt. Dort wurde auf einen neuen Krimi aufmerksam gemacht. Unter dem Titel »Der Kinderschänder und der Anwalt« wurden Texte eingestellt. Auch wieder wurde auf dem FB Account/Konto von Sylvia Be ein Hinweis auf diese Texte gemacht.

Screenhoots mussten ab Oktober 2024 erstellt werden. Eine liebe Bekannte schaffte es mit ihrem Handy, mich wieder quasi on bei FB zu bekommen. Die Ansprüche waren für mich gewaltig. So wurde mitgeteilt, dass noch vor dem 30.Oktober 2024 FB Protect aktiviert werden muss. Was eben geschah.



Bereits 12. Dezember 2024 wurde der Account wieder gesperrt. Es wurde von mir gefordert »Bestätige deine Identität«. Es war mir auch diesmal nicht mehr möglich, meinen Account/Konto aufzusuchen. Da ich in der Endphase mit dem Kriminalroman stand, hatte ich keine Muße, mich darum zu kümmern. Die Seite gibt es noch bei FB. Aber weder die Seite, noch der Chatbereich kann von mir genutzt werden.



Am 15. Januar 2025 veröffentlichte ich den Kriminalroman: »Der Mörder und der Kinderschänder«.

Hinweis: »Ein Münsterland-Kriminalroman, der auf wahren Begebenheiten basiert.

Bei diesem Werk handelt es sich um einen Kriminalroman. Etwaige Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit real existierenden Menschen wären rein zufällig. Alle beschriebenen Handlungen sind zwar an die Realität angelehnt, auch hier wären alle Ähnlichkeiten rein zufällig«.

Bei FB erstellte ich einen neuen Account/Konto. Diesmal direkt als Sylvia Bader-Giese, auch als Tuna von Blumenstein. Ein Bild wurde eingestellt auf dem ich ganz deutlich zu sehen bin. Oben wurde ein Bild eingestellt, auf dem alle Krimis zu sehen sind. Kurz werden alle Krimis vorgestellt. Auf der Seite FB des Wohnortes habe ich Hinweise eingestellt, die auf Leseproben hinweisen, die auf »Ein Buch lesen!« gelesen werden können. Am Samstag, 22.02.2025 fand in dem Wohnort der Karnevalumzug statt. Bei lieben Bekannten habe ich mit meiner Nikon-Kamera viele Fotos erstellt. Diese habe ich im Anschluss entsprechend bearbeitet und sie dann bei FB des Ortes eingestellt. Eine sehr positive Reaktion konnte ich feststellen. Am Dienstag, 25.02.2025 wurde mein Account gesperrt, wurde zusammen aller Beiträge, nicht mehr sichtbar gestellt.


Das sind jetzt Hinweise, die ich im Netz gefunden habe:

Zitat: »Was ist Kontointegrität?

Es ist verboten:

Sich als andere Personen auszugeben, indem du ein Konto erstellst oder verwendest, das deine Identität absichtlich falsch darstellt, um andere in die Irre zu führen oder zu täuschen.

Was ist Kontointegrität bei Facebook?

Um eine sichere Umgebung zu gewährleisten und die freie Meinungsäußerung zu ermöglichen, schränken wir Konten ein oder entfernen sie, die der Community schaden. Wir haben eine Kombination aus automatisierten und manuellen Systemen entwickelt, um Konten einzuschränken und zu entfernen, die dazu verwendet werden, unsere Richtlinien für alle unsere Produkte eklatant oder wiederholt zu verletzen.

Warum sperrt Facebook ständig mein Konto?

Offenbar hat Facebook einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen der Plattform erkannt, etwa die Veröffentlichung von diskriminierenden oder gewaltverherrlichenden Inhalten. Oder zum Beispiel die Nutzung einer falschen Identität oder die Verbreitung von Falschmeldungen und Spam.

Zu Inhalten, die laut unseren Systemen wahrscheinlich gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstoßen, bei denen jedoch kein solcher Verstoß bestätigt wurde, zählen unter anderem: Von Fake-Accounts erstellte und verbreitete Inhalte, Inhalte mit bekannten Hassbegriffen, Inhalte, die zu schwerer Gewalt aufrufen oder diese erleichtern könnten.

Was bedeutet Konto bestätigen?

Eine Kontobestätigung – auch Bankbescheinigung genannt – ist ein Dokument, das dich als InhaberIn deines Bankkontos ausweist. Auf der Kontobestätigung sind dein Vor- und Zuname, dein Geburtsdatum und deine Bankdaten wie die IBAN und das Datum der Kontoeröffnung zu sehen.

Was passiert, wenn ich bei FB jemanden melde?

Sofern du keinen Verstoß gegen geistige Eigentumsrechte meldest, wird deine Meldung vertraulich behandelt, sodass der *die Inhaber*in des gemeldeten Kontos nicht erfährt, wer die Meldung eingereicht hat. Bitte beachte, dass eine Meldung an Facebook nicht bedeutet, dass der betreffende Inhalt automatisch entfernt wird.

Profil melden

1.            Melde dich bei Facebook an.

2.            Gehe zum Profil, das du melden möchtest, indem du in deinem Feed auf den Namen des Profils klickst oder danach suchst.

3.            Klicke rechts auf more.

4.            Klicke auf Profil melden.

5.            Gib Feedback, indem du auf die Option klickst, die am besten beschreibt, inwiefern dieses Profil gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt.

Hinweis: Abhängig von deinem Feedback kannst du das Profil dann möglicherweise an Meta melden. Bei einigen Inhaltsarten bitten wir dich nicht um eine Meldung, nutzen aber dein Feedback zur Verbesserung unserer Systeme.

6.            Klicke auf Fertig.

Wenn dich jemand auf Facebook belästigt, kannst du die Person auch als Freund*in entfernen oder blockieren.« Zitatende

SO EINFACH IST DAS!


Das alles könnte Sinn geben, wenn solche Aktivitäten auch Sinnvoll eingesetzt werden:

Zitat: »Messer-Attacke mit Ansage: „Facebook als Bühne

Jene 15-Jährige, die eine 16-jährige Freundin erstochen hat, hat die Tat auf Facebook angekündigt. Freitag, 28. Februar 2025« Zitatende

Was ist zu tun?

Es wurde mir geraten, eine Anzeige gegen »Unbekannte« zu stellen. Gebeten habe ich eine Kanzlei, meinen FB-Account/Konto für mich wieder frei zu machen. Da muss ich mit ca. 350 Euro an Kosten rechnen. Es ist natürlich so, dass über die Personen, die auf diese Art und Weise Sabotage an mir bei FB vollziehen, Datenschutz gilt. Es wäre in der Tat schön, wenn diese Personen doch noch quasi »erwischt« werden. Dann könnte auch ein solches Tun unterbinden werden. Auch die Kosten, die mir durch dieses Tun entstanden sind, sollten von diesen Tätern erstattet werden.


2023 habe ich an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Im letzten Jahr bin ich umgezogen, im Ort aber geblieben. Gerne würde ich in 2025 auch daran teilnehmen. 


Wobei, mein Umfeld hat kein Verständnis für das, was mir von einigen Personen angetan wurde und scheinbar weiter wird.

Leseprobe: »Dann würde es natürlich Sinn geben, einfach zu sagen, dass man nichts gesehen hat. So einfach wäre das, aber bestimmt nicht einfach für Menschen, die irgendwo noch ein Gewissen haben. Was nicht nur für Autofahrten gelten, sondern auch für Kinder. Dann sollte auch weggesehen werden. Erstrecht, wenn Frauen von ihren Männern verprügelt werden«.

Gibt das wirklich Sinn?

 

Unter dem Pseudonym Tuna von Blumenstein
hat die Autorin fünf Kriminalromane veröffentlicht:
»Der Tote im Zwillbrocker Venn« 2010
»Der hässliche Zwilling« 2011
»Mord in Genf« 2012
»Blauregenmord« 2013
»Der Mörder und der Kinderschänder« 2025
 
Die Autorin lebt im Westmünsterland
www.sylvia-b.de

ISBN: 9783769325911
Im Buchhandel erhältlich 

BoD-Shop








Sonntag, 21. Februar 2021

579. »Sagen, Legenden und die Genschere (Gen-Schere)«

 

Teil 579 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

»Man darf das Unwahrscheinliche
nicht mit dem Unmöglichen verwechseln!«
Sherlock Holmes (1)


                                            Foto 1: »Mittelalterliches Weltbild«,
                                            Holzschnitt, um 1530.
                                            Collage, koloriert, gespiegelt.

Die Vergangenheit zu erforschen, das ist eine faszinierende Aufgabe. Auf jeden Suchenden warten schienbar unendlich viele Details, die zu einem Mosaikbild zusammengefügt werden müssen. Bei einem Puzzle stehen uns immer Einzelteilchen zur Verfügung, die – so man sie zusammenfügt – ein Bild ergeben. Die Erforschung der Vergangenheit gestaltet sich freilich wesentlich komplizierter. Da gibt es eine Vielzahl von Bruchstücken, die eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Bildern ergeben. Anders als beim Puzzle kennen wir im Vorfeld nicht das Bild, das wir zusammenstellen wollen. Und wir wissen nicht, welche Teilchen zu welchem Bild gehören. So besteht ein erhebliches Risiko, weil wir Elemente, die gar nicht zusammen gehören zu einem falschen Bild zusammenstellen.

So verdienstvoll die verschiedenen Schulwissenschaften bei der Erforschung der Vergangenheit sind, so scheinen sie doch in erster Linie vorgefasste Meinungen bestätigen zu wollen. Anders ausgedrückt: Schulwissenschaftler neigen dazu, die Mosaiksteinchen der Vergangenheit immer so zusammen zu fügen, dass immer wieder das gewünschte Bild entsteht. Das Unwahrscheinliche wird dann mit dem Unmöglichen verwechselt und bei der Erforschung der Vergangenheit als Lösung von Problemen erst gar nicht in Erwägung gezogen. Folgen wir Sherlock Homes‘ Prinzip, das Unwahrscheinliche nicht mit dem Unmöglichen zu verwechseln. Dann sind wir dazu in der Lage, auch noch so fantastisch anmutende, reale Bilder von realen Ereignissen in der fantastischen Vergangenheit zu entdecken. Nutzen wir Hilfsmittel, um in die Vergangenheit zu reisen!

Monika Detering schreibt (2): »Die Wurzeln von Sagen und Legenden führen weit zurück in Zeiten, die von Glauben und Intuition geprägt waren. Sie hatten eine wichtige Funktion im Alltag der Menschen vor vielen hundert Jahren, sie wurden erzählt und weitergegeben. … Sagen sind – anders als Märchen – Geschichten, die sich um reale Geschehnisse ranken. Fantasievoll ausgeschmückt, mit wunderbaren und fantastischen Elementen versehen, aber sprachlich einfach gehalten. Da es an Wissen um rationale Erklärungen mangelte, wurden Sagen mit Fantasie und Übernatürlichem angereichert.«

In der Schulwissenschaft von heute hat Intuition weitestgehend keinen Platz. Nach wie vor sieht man einen Gegensatz zwischen »Intuition« und »Denken«. Nur Denken darf als Werkzeug genutzt werden, um wissenschaftlich zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

Was aber ist »Denken«? Wie denkt man? Wie darf, muss man denken? Die heute noch gültige Definition, sprich Eingrenzung, ist schon längst überholt, auch wenn Schulwissenschaftler das nicht zur Kenntnis nehmen wollen oder können. James Lovelock (*26.07.1919) hat einen sehr viel breiter angelegten Begriff von Logik und Denken. Lovelock sieht keinen Widerspruch zwischen »Denken« und »Intuition«, er benutzt den Ausdruck (3) »intuitiver Denkprozess«. Er moniert, dass (4) »das lineare Denken zum Dogma erhoben« wurde, während gleichzeitig zugelassen wurde und noch wird, »dass die Kraft der Intuition abgewertet wird«.


                                            Foto 2: »Mittelalterliches Weltbild«,
                                            Holzschnitt, um 1530.
                                            Collage, koloriert, gespiegelt.
 

Sagen führen uns weit zurück in der Zeit: zu Schilderungen realer Geschehnisse. Was aber sind Beschreibungen realer Fakten, was schmückende fantastische Elemente aus dem Reich der Fiktion? Je enger unser Horizont ist, desto mehr Überlieferungen werden wir dem Reich der reinen Fantasieprodukte zuordnen.  Je weiter wir unseren Horizont ausdehnen, desto weniger fantastische Fakten bleiben außen vor. Nur wenn wir nicht ausschließen, dass in »grauer Vorzeit« scheinbar Unmögliches Realität gewesen sein kann, haben wir überhaupt die Chance, Spuren fantastischer Wirklichkeiten zu entdecken. Wir müssen aber die Möglichkeit, dass es zum Beispiel in »grauer Vorzeit« fantastisches, eigentlich unmögliches Wissen gab, in unsere Überlegungen einbeziehen. Was wäre, wenn Wissen, das wir uns gerade erarbeiten, bereits in alten Sagen dokumentiert wurde?

Diese Vorstellung kratzt an der Eitelkeit des vermeintlich wissenschaftlich denkenden Jetztmenschen. Nach und nach sammelten unsere Vorfahren Wissen an. Nach und nach entwickelten sie Wissenschaften. Heute, davon hat man überzeugt zu sein, weiß man mehr als gestern und sehr viel mehr als vorgestern. Zu keinem Zeitpunkt der Weltgeschichte, so lautet die Quintessenz dieser Überzeugung, kann man von der Realität mehr verstanden haben als der Jetztmensch. Demnach kann es gestern und vorgestern keinerlei Hinweise auf Wissen gegeben haben, das dem heutigen oder gar einem zukünftigen Stand entspricht. Solche Hinweise aber gibt es sehr wohl.

Strikte Darwinjünger und monotheistische Religionsfanatiker bieten die gleiche angebliche »Wahrheit«: Der Mensch stehe auf der höchsten Stufe der Entwicklung. Evolutionsfanatiker sehen Auswahlprinzip Zufall als treibende Kraft für die Entwicklung an, religiöse Monotheisten meinen das Wirken Gottes voraussetzen zu können. Und nun fängt der atheistisch orientierte Neu-Religionsfanatiker zum Entsetzen der strikten Anhänger monotheistischer Religionen damit an, selbst Gott zu spielen. Was nach herkömmlichen Religionen Gott selbst vorbehalten war, das scheint schon jetzt den führenden Genetikern zu gelingen: der Eingriff in die »Schöpfung«.


                                              Foto 3: »Mittelalterliches Weltbild«,
                                              Holzschnitt, um 1530.
                                              Collage, koloriert, gespiegelt.
 

Professor Dr. Wolfgang Nellen (*1949), ein deutscher Biologe und Professor Emeritus für Genetik am Institut für Biologie der Universität Kassel (5): »Es übersteigt wahrscheinlich die Vorstellungskraft der meisten Menschen, was die Entdeckung und Entwicklung des CRISPR-Cas-Systems in den letzten Jahren an Anwendungen der Gentechnik möglich macht. Mit CRISPR-Cas können punktgenau Veränderungen in jedem beliebigen Genom, einschließlich dem des Menschen vorgenommen werden. In der Forschung ist die Methode zur Routine geworden.«

Emanuelle Charpentier (*11.12.1968) und Jennifer Doudna (*19.2.1964) erhielten 2020 die höchste Auszeichnung, die in der Welt der Wissenschaft vergeben wird, den Nobelpreis. Sie wurden mit dem Chemie-Nobelpreis für eine fantastische Erfindung ausgezeichnet: für ein Werkzeug, das es schon heute geschickten Wissenschaftlern ermöglicht, Gott ins Handwerk zu pfuschen. Mit ihrer »Genschere« (»Gen-Schere«) sind schon heute in der Sterilität eines Labors wahre Wunder möglich (6): »Vereinfacht dargestellt kann mit ihr in einer lebenden Zelle ein bestimmter DNA-Abschnitt angesteuert und (relativ) präzise geschnitten werden. An genau dieser Stelle können einzelne ›Buchstaben‹ (Basen) der DNA ausgetauscht, eingefügt oder entfernt werden. Es ist auch möglich, ganze Gene zu löschen oder hinzuzufügen. Die genetische Information wird umgeschrieben oder ›editiert‹.«

In jeder Zelle befindet sich das »Buch des Lebens«. Jeder Organismus besteht aus schier unendlich vielen Zellen, vergleichbar mit einer Bibliothek mit unendlich vielen Bänden, von denen jeder alle Informationen enthält.  Heutige Wissenschaftler sind schon erstaunlich weit bei der Entzifferung der Texte dieses Buchs. Noch ist die offizielle Wissenschaft sehr zurückhaltend mit der Anwendung des bereits vorhandenen Wissens und der existierenden Werkzeuge. Heute muss man sich nicht mehr damit begnügen zu lesen, mit der »Genschere« kann in das »Buch des Lebens« eingegriffen werden, ja man kann es bereits partiell umschreiben. Mit der »Genschere« (»Gen-Schere«) können, ich wiederhole diese kurze Aussage von zentraler Bedeutung, »einzelne ›Buchstaben‹ (Basen) der DNA ausgetauscht, eingefügt oder entfernt werden«. Diese Realität wird bereits in der Kabbala beschrieben!

Nach dem alten Geheimwissen der Kabbala entstand der Golem mit Hilfe von »Buchstabenmagie«. Mit simpelster »Buchstabenmagie« – durch das Verschieben von Buchstaben des Lebens – kann man gezielt einen männlichen oder weiblichen Golem erzeugen. Nichts anderes geschieht bei der Manipulation der Gene: »Buchstaben« des Lebens werden hin und her geschoben oder ausgetauscht. Wissen um Genmanipulationen vor vielen Jahrhunderten freilich passt nicht in das Mosaik, das die Schulwissenschaft von der Vergangenheit unseres Planeten zusammengestellt hat. Das Bild von der Vergangenheit mag auf den ersten und zweiten Bild schlüssig erscheinen, es ist aber an entscheidenden Stellen fehlerhaft! 

Die Bilder von Vergangenheit und Zukunft ähneln einander auf erschreckende Weise. Leben wird manipuliert: in der legendenhaften Umschreibung der Kabbala, in der wissenschaftlichen Literatur in Sachen »Gen-Schere« und – das wage ich zu behaupten – in der Realität von Geheimlabors unserer Welt. Stephen Hawking (*1942; †2018), der geniale Physiker, forderte einerseits die Einführung von strikten Gesetzen, die eine Anwendung der Genetik am Menschen verbieten. Andererseits aber war er Realist und ging davon aus, dass es genügend Wissenschaftler gibt, die nicht der Versuchung widerstehen können, mit Hilfe der Gentechnik in die »Schöpfung« einzugreifen.

In seinem Buch »Kurze Antworten auf große Fragen« (7) entwickelte Hawking ein Zukunftsbild. Was auf uns zukommt, hat Stephen Hawking als wahres Horrorszenario empfunden. Zunächst, so  prognostiziert Hawking, werde es mit Hilfe der Gentechnik reichen Menschen möglich werden, länger zu leben, klüger und resistenter gegen Krankheiten zu sein. Das ist ohne Zweifel unmoralisch, aber durchaus nachvollziehbar. Wer würde nicht (fast?) alles tun, um so lang wie möglich bei bester Gesundheit leben zu können? 

Mit Gentechnik und künstlicher Intelligenz aber kann, so Hawking, ein Supermensch erschaffen werden, der im Vergleich zu uns Menschen der Gegenwart mehr einem mythologischen Gott als einem sterblichen Menschen gleicht. Der vergleichsweise erschreckend primitive Jetztmensch mag vom Supermenschen der Zukunft als schädlich oder auch nur überflüssig angesehen und im Zuge der optimalen Ausnutzung der Ressourcen unseres Planeten ausgelöscht werden. Stephen Hawking (8): »Unsere Zukunft ist ein Wettlauf zwischen der wachsenden Macht unserer Technologien und der Weisheit, mit der wir davon Gebrauch machen. Wir sollten sicherstellen, dass die Weisheit gewinnt.« Das sollten wir, aber ob uns das gelingt?


 

  

Foto 4: Cover von Monika Detering: »Sagen & Legenden aus Westfalen«, Regionalia Verlag, Daun, 3. Überarbeitete Auflage 2020

Fußnoten
(1) Zitat aus »Wisteria Lodge«, Fernsehfilm (1988) aus der Reihe »The Return of Sherlock Holmes« (1986-1988), »Granada Television«. Originalzitat: »One must not confuse the unlikely with the impossible!« Übersetzung: Walter-Jörg Langbein
(2) Detering, Monika: »Sagen & Legenden aus Westfalen«, Regionalia Verlag, Daun, 3. Überarbeitete Auflage 2020, Seite 9, 9.-15. Zeile
(3) Lovelock, James: »Novozän/ Das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz«, München 2020, Seite 123, 1. Zeile von oben
(4) Ebenda, Seite 121, 10.-12. Zeile von oben
(5) Zitiert nach »Die Genschere CRISPR konfrontiert uns mit Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt«
(6) https://1e9.community/t/die-genschere-crispr-konfrontiert-uns-mit-fragen-auf-die-es-keine-einfachen-antworten-gibt/5435?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
(7) Hawking, Stephen: » Kurze Antworten auf große Fragen«, Stuttgart 2018
(8) Ebenda, Seite 22, 20.-24. Zeile von oben

Zu den Fotos
Fotos 1-3: »Mittelalterliches Weltbild«, Holzschnitt, um 1530. Collage, koloriert, gespiegelt. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Cover von Monika Detering: »Sagen & Legenden aus Westfalen«, Regionalia Verlag, Daun, 3. Überarbeitete Auflage 2020


 




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