Samstag, 12. Juni 2010

Samstagsrezension Helga König- DVD: Jenseits von Afrika

Der Film „Jenseits von Afrika“ beruht auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Karen Blixen. Regisseur ist der von mir sehr geschätzte Sydney Pollack. Handlungsorte sind Dänemark und Kenia. Die Handlungszeit erstreckt sich auf den Zeitraum von 1913-1931.

Der  Film beginnt mit einer Szene auf einem Sommerfest in Dänemark. Karen (Meryl Streep) wurde gerade von ihrem Geliebten verlassen und unterhält sich mit ihrem besten Freund Baron Bror von Blixen – Finecke (Klaus Maria Brandauer)- er ist der Bruder ihres Geliebten - über diesen Umstand. Karen  kommt aus sehr wohlhabendem, allerdings nicht adeligem Hause. Ihr Freund Bror ist adelig, aber gänzlich verarmt,  weil er ein Lebemann  ist.  Karen bietet ihm die Ehe mit ihr an, um nicht als sitzengelassenes Mädchen zu gelten. Sie macht ihrem Freund klar, dass beide einen Vorteil von der Eheschließung haben werden. Der charmante, leicht ironische Blixen sagt zu und willigt auch ein, mit Karen gemeinsam in Afrika zu leben.

In Afrika möchte Karen eine Molkerei eröffnen, doch als sie dort ankommt, hat Blixen das dafür vorgesehene Geld in Kaffeepflanzen investiert.  Auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause lernt sie den Großwildjäger Denys Finch Hatton (Robert Redford) kennen, der in ihrem späteren Leben eine wichtige Rolle spielen wird. Denys und Karen mögen sich auf Anhieb.

Karen ist mit ihrem gesamten Hausstand nach Kenia gereist, ihrem kostbaren Silber und Porzellan, ihren dänischen Möbeln und der Art von Gemütlichkeit, die fast ein wenig unpassend in der neuen Umgebung wirkt. Wie unnötig all die Habe ist, bemerkt Karen erst viel später.

Ihr erster Eindruck in Afrika ist ein eher ärgerlicher: ihr wird der Zugang in einem europäischen Club verwehrt als sie nach Blixen sucht. Die kolonialen Strukturen  lassen ein Frauenbild, wie es Karen in Afrika  leben wird, nicht zu. Sie heiratet in Kenia ihren Freund Bror, der nicht daran denkt, ihr beim Aufbau der Plantage zu helfen, sondern stattdessen auf Großwildjagd geht und sich des Weiteren als Schürzenjäger auslebt.

Zwischenzeitlich kümmert sich Karen um den Aufbau der Kaffeeplantage. Denys, von dem sie weiß, dass er ebenso gerne wie sie liest  und dessen Freund besuchen sie  in ihrer dänischen Idylle im kenianischen Hochland. Sie verbringen einen Abend dort und erzählen einander hübsche, fantasievolle Geschichten. Zwischen Karen und Denys funkt es, aber  Karen verbirgt zunächst ihre Gefühle, weil sie ihrem Mann eine treue Ehefrau sein möchte.

Als Karen an Syphilis  erkrankt- sie hat sich bei ihrem Ehemann infiziert -und für lange Zeit zur Behandlung nach Dänemark  zurückkehrt,  trennt sie sich innerlich von Blixen und vollzieht, nach  Kenia zurückgekehrt, auch die Trennung von Tisch und Bett. Geschieden werden die beiden erst viel später auf Wunsch von Blixen  als er eine andere reiche Frau kennengelernt hat.

Nun beginnt die Liebesgeschichte zwischen Karen und dem freiheitsliebenden Denys, der  diese Frau immer als gleichberechtigte Partnerin betrachtet. Er nimmt sie mit auf Safari und zeigt ihr die Schönheit des Landes.

Denys ist sehr weise, ein guter Beobachter, der ihr auch von den Massai berichtet und der Mentalität der schwarzen Kenianer, aus denen man keine Europäer machen sollte, wie er der festen Überzeugung ist.

Karen schafft es,  ein gutes Einvernehmen zu einem Häuptling herzustellen, dessen Untertanen ihr beim Aufbau der Kaffeeplantage helfen. Sie bringt den alten Häuptling sogar dazu, zu akzeptieren, dass die schwarzen Kinder eine  von ihr gegründete Schule  besuchen. Man erlebt immer wieder den Wechsel von harter Arbeit und den Besuchen von Denys, mit dem sie mittels einem von ihm geschenkten Grammophon  gemeinsam Mozart hört und  eine Form von Liebe lebt, die mich immer wieder zu Tränen rührt.

Natürlich weint man auch mit Karen als nach einer besonders guten Ernte, diese durch ein Feuer zerstört wird und dies das Ende für sie in Afrika bedeutet. Dass ihr geliebter Denys dann auch noch durch einen Flugzeugabsturz ums Leben kommt,  lässt den Gedanken aufkommen, dass auf dieser Frau ein Fluch liegt……

Diesen Film habe ich schon sehr oft gesehen. Er ist einer meiner Lieblingsfilme. Ich mag die schönen Aufnahmen von der kenianischen Landschaft, die gehaltvollen Dialoge, die exzellenten schauspielerischen Leistungen aller Darsteller, die gesamte Poesie des Films, die in Bildern und Worten zu Ausdruck kommt und die Liebesgeschichte zwischen Karen und Denys, die für mich zu den großen Liebespaaren  der  Literatur- und Filmgeschichte  zählen.



Montag, 7. Juni 2010

Das Pony Loona

Auf meinem Reiterhof gibt es eine schwarzbraune Ponystute von der Rasse `Deutsches Reitpony´. Ihr Name ist Loona und sie ist soooo süß! Immer wenn ich an ihre Box gehe und leise ihren Namen rufe, spitzt sie die Ohren und schaut neugierig über die Boxentür. Ich gebe ihr dann einen Kuss auf die Nüstern, und sie bleibt dabei ganz friedlich und ruhig stehen. Ihre Mähne ist so schön. Ihr Schopf hängt ihr bis über die Augen und verdeckt den schönen weißen Stern auf ihrer dunklen Stirn. Aber ich frage mich, wie sie mit dem langen Schopf überhaupt noch was sehen kann!

Wenn ich sie putze, ist sie meistens ganz friedlich, nur das Hufeauskratzen kann sie nicht leiden. Aber wenn es regnet, muss ich sie im Stall putzen und sie an den Gitterstäben der Boxen von den anderen Pferden anbinden. Da sie sich mit vielen Pferden immer streiten und beißen will, ist das Putzen manchmal ganz schön anstrengend. Viele Pferde versuchen auch, den Knoten vom Führstrick mit den Zähnen aufzudröseln, sodass man ihn immer wieder neu machen muss!
Beim Satteln steht Loona meistens still, aber manchmal dreht sie sich auch dauernd herum, sodass der Sattel oft runter rutscht. Das macht die Stute aber fast nur, wenn sie sich gerade wegen einem anderen Pferd ärgert, zum Beispiel wenn der Haflinger Adonis (von dem ich schon mal erzählt habe) ihr zu nahe kommt. Die zwei können sich überhaupt nicht leiden. Adonis greift Loona immer an, und die Ponystute hat Angst vor ihm. Doch beim Zäumen ist sie immer friedlich und nimmt die Trense meistens wie von selbst, die Süße.

Beim Reiten ist sie toll, meistens hat sie " Hummeln im Hintern" und buckelt wie verrückt.
Neulich durften wir zum ersten Mal nach so vielen Regentagen auf den Reitplatz gehen und ich bekam Loona. Diese ist immer sehr schreckhaft beim ersten Mal auf dem Platz, weil es auf dem Hof viele Hühner und Hähne gibt, die auf den Platz rennen und die Pferde aufscheuchen. Perlhühner sind da besonders schlimm.
Springreiten liebt sie! Sie verweigert nie, sondern springt immer schön über das Hindernis. Manchmal flippt sie dabei aus vor Freude und hüpft dann wie wild herum.
Nach einer Reitstunde bekommt sie immer ein paar Äpfel oder Karotten von mir. Die nimmt sie immer so zärtlich, einfach goldig! Dieses Pferdchen muss man einfach lieb haben!!!!


Cosima Prem (10), Autorin des Kinderkrimis
Vier Freundinnen auf Schatzsuche


Auf diesem Reiterhof lebt Loona:
Kloster Seligenporten

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