Posts mit dem Label Göttin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Göttin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 1. Juni 2014

228 »Die Göttin, die aus dem Brunnen kam«

»Das Paradiestor und seine Sphingen Teil 3«,
Teil 228 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein  


Muttergottes mit Jesuskind
Foto Walter-Jörg Langbein


Der Dom zu Paderborn birgt viele Geheimnisse. So heißt es, dass er auf einem uralten heidnischen Wassertempel gebaut wurde. Die frommen Erbauer des Doms haben, womöglich im Auftrag Karls des Großen (auch Sachsenschlächter genannt) ein uraltes vorchristliches Heiligtum zerstört. Darauf – auf den uralten Ruinen – wurde dann der Dom gebaut, der eigentliche Ursprung des sakralen christlichen Bauwerks sollte in Vergessenheit geraten.

Im Zentrum des vorchristlichen Doms stand wohl eine Göttin. Den Namen der uralten Wassergottheit kennen wir nicht mehr. Hinlänglich bekannt ist aber, dass weltweit Quellheiligtümer Muttergöttinnen geweiht waren. Der Überlieferung nach wurde aus der heidnischen Fruchtbarkeitsgöttin die Gottesmutter Maria. In einer Darstellung von Maria mit Jesus-Kind im Dom zu Paderborn schimmert das Bild der Göttin aus heidnischen Zeiten durch. Zur Göttin gehörte einst die heilige Schlange. Im christlichen Bild beißt sie der  Muttergottes in den Fuß. (Siehe Foto! Im Kreis: Das beißende Haupt der Schlange!)

Es riecht muffig. Es ist dunkel. Kleine Falter werfen gespenstische Schatten an klamme Steinwände. Mir fällt eine Zeile ein, die ich bei Edgar Allan Poe gelesen habe (1): »Ich schritt eine lange gewundene Treppe hinab und bat ihn, mir vorsichtig zu folgen.« Nicht Fackeln wie bei Poe spenden spärliches Licht, sondern einzelne matte, altersschwache Glühbirnen.

»Kommen Sie nur!«, fordert mich der alte Herr auf. »Halten Sie sich am Handlauf fest!« Kalt fühlt sich das metallene Geländer der steilen Wendeltreppe an. Die metallenen Stufen ächzen bei jedem Schritt, hallen im schachtähnlichen Raum seltsam wieder.

Wir halten einen Moment inne. »Im Moment befinden wir uns auf gleichem Niveau wie der Boden der Krypta unter dem Dom…« Der Herr fordert mich auf, an die Mauer zu fassen. Sie fühlt sich kühl und feucht an. »Hier gibt es überall unterirdische Quellen!«, erfahre ich. »Da drückt das Wasser durch…«

Blick in die Krypta von Paderborn. Foto Walter-Jörg Langbein

Wir steigen weiter in die Tiefe. Der muffige Geruch wird stärker, dumpfer. Ich muss husten. Weiter geht es in die »Unterwelt« von Paderborn…. »Solche Brunnen gab es früher in fast jedem anständigen Haus…«, lacht mein Führer. Er in unserer Zeit sprudelt das Trinkwasser aus dem Wasserhahn.

»Meine Großeltern haben aus der Quelle Wasser geschöpft… haben es getrunken, zum Kochen verwendet. Es muss sehr sauber gewesen sein!« Er selbst möchte das Risiko nicht eingehen, auch nur einen Schluck aus der einstigen »Hausquelle« zu nehmen. »Wer weiß, was da an Keimen drin herum schwimmt! Was da alles reinsickert, Düngemittel, zum Beispiel, Gülle… Einfach ekelhaft!« Er bückt sich und öffnet eine quadratische Klappe am Boden, etwa einen Meter mal einen Meter. »Ich muss das mal ölen…«, erklärt er mir. Kreischend protestiert das eiserne Scharnier, die Klappe wird an die steinerne Wand gelehnt. Eine wenig vertrauenserweckende Leiter führt weiter in die Tiefe. Ich höre leises Wasserrauschen.

Ein Drache im Dom zu Paderbnorn, altes Symbol der Göttin.
Foto W-J.Langbein


»Es gab einst Hunderte von Quellen unter der Stadt… auch unter’m Dom!«, erfahre ich. »Dann stimmt die alte Sage?«, will ich wissen. »Vom Brunnen unter’m Dom?« Der alte Herr lacht. »Natürlich! Der alte Seiler hat sie aufgezeichnet!«

Josef Seiler (1823-1877) war fasziniert von alten Erzählungen und Sagen. 1848 erschien sein Werk »Volkssagen und Legenden des Landes Paderborn«. Seiler, der mit Größen wie Richard Wagner und Franz Liszt bekannt war, hielt auch die mysteriöse Geschichte »Der Brunnen im Dom« fest. Sie mutet märchenhaft an. Demnach ruhen im Brunnen unter dem Dom zu Paderborn unermessliche Schätze, Gold und Edelsteine, doch durch einen magischen Bann geschützt. Ein alter Bischof soll vor langer Zeit einen Magier aufgesucht haben. Der Zauberer und der Bischof schlossen sich im Dom ein.

»Staubpulver«, ein »magischer Spiegel« und »Zauberringe« kamen zum Einsatz. Monströse, riesenhafte Gestalten wurden im Spiegel sichtbar, das Wasser im Brunnen schäumte. Plötzlich wich es in die Tiefe zurück. Stufen wurden sichtbar. Der Magier stieg die Treppe hinab. Weit unten in der Tiefe öffnete er eine Tür, in der er verschwand. Als er wieder erschien, füllte sich der Brunnenschacht wieder mit Wasser. Der Magier aber kam nicht mit leeren Händen zurück. Er trug er ein uraltes, schweres, steinernes Bildnis. Die Statue, so heißt es, strömte lieblichen Duft aus. Der Bischof hatte nur eine Erklärung: Das konnte nur die Mutter Gottes sein. Und so stellte der geistliche Würdenträger das »Muttergottesbild« voller Bewunderung ob des Wunders, das er erlebt hatte, »mit eigenen Händen … auf den Hochaltar«.

Ein Teufel im Dom zu Paderborn. Foto Walter-Jörg Langbein

Der Sage nach wollte nun der Bischof selbst in den Brunnen hinab steigen, da halfen auch die Warnungen des Magiers nicht. Wieder setzte der Zauberer seine geheimnisvollen Kräfte ein, wieder murmelte er unverständliche Formeln, wieder toste das Wasser im Brunnen, wieder wich es zurück. Der alte Bischof, so heißt es, stieg die Treppe hinab, öffnete tief unten im Schacht die Tür. Kaum hatte er sie hinter sich geschlossen, füllte sich der Brunnen wieder mit schäumendem Wasser. Den Bischof hat man nie wieder gesehen. Verschwunden ist, der Sage nach, damals auch der Magier. Ob er das »Muttergottesbild« mit genommen hat?

Bei meinem Quellenstudium in Sachen Dom zu Paderborn stieß ich auf ein Werk (2) von Dr. Dr. Georg Buschan (1863-1942). Der promovierte Mediziner und Philosoph bereiste als Ethnologe Afrika, den Balkan und Ostasien. Der hoch angesehene Wissenschaftler gab das »Centralblatt für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte« heraus. Der Wissenschaftler hält fest, »dass in der Vorzeit Quellen mit der Verehrung von heiligen Quellen in Verbindung standen.« Er führt weiter aus: »Eine solche heilige Quelle hat in germanischer Vorzeit auf dem Grund und Boden bestanden, wo der heutige Dom von Paderborn erbaut wurde. Die geschichtliche Überlieferung berichtet, dass Karl der Große diesen an der gleichen Stelle habe erbauen lassen, an der ein heidnisches Heiligtum gestanden habe, und die Legende fügt hinzu, dass unter ihm 500 Quellen entsprungen seien.«

Merkwürdiges Männchen mir seltsamen »Kugeln«.
Foto W-J.Langbein

Die Sage vom Muttergottesbild aus dem Brunnen im Dom deutet auf ein vorchristliches, matriarchalisches Heiligtum hin. Karl der Große hat es wohl zerstört. Offenbar war er mächtig stolz darauf, den heidnischen Drachen besiegt zu haben. An Drachen erinnern auch die mysteriösen »Sphingen« zu Füßen der Heiligenfiguren am »Paradiestor« des Doms zu Paderborn. Könnte man doch das reich mit seltsamen Kunstwerken geschmückte Tor wie ein Buch lesen! Was würde es uns erzählen?

Wer »Drachen« sucht, wird im Dom zu Paderborn fündig. Kaum ein Besucher des Gotteshauses ahnt auch nur, dass der Drache die christliche Verballhornung uralter Göttinnen aus vorchristlichen Zeiten sind. Ein besonders schönes Exemplar findet sich als sakrale »Laubsägearbeit« in einer Tür im Bereich der Krypta… und dicht bei… macht der gehörnte Teufel selbst seine Aufwartung. Der kleine Drache wirkt geradezu anmutig, erinnert an ein munter über Wiesen springendes Reh oder Pferd. Und der Teufel macht einen harmlos-nachdenklichen Eindruck.

Seltsame Gestalten im Dom zu Paderborn...
am Paradiestor. Foto W-J.Langbein

Rätsel über Rätsel bietet der Dom zu Paderborn….. Da wäre zum Beispiel die Darstellung eines Männchens, das im Stein in seltsamer Pose verewigt wurde. Es scheint zu knien. Es hat jedenfalls ein Bein angewinkelt, das andere lang ausgestreckt. Ob das Männchen dem seltsamen Tier bewusst Platz bietet? Jedenfalls bietet es sein lang nach hinten gestrecktes Bein ausreichend Platz. Auf diesem Bein sitzt ein sehr großer Vogel mit mächtigem Schnabel. Das Männchen blickt nach vorn, greift mit einem Arm nach hinten und hält ein Bein des Vogels. Eine Erklärung für diese seltsame Darstellung gibt es nicht. Mir scheint, dass altes Wissen im und am Dom zu Paderborn verewigt wurde, das im Lauf der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten ist. Werden wir je wieder diese alten Kunstwerke wie ein Buch lesen können?

Das Männchen mit dem Vogel am Paradiestor.
Foto W-J.Langbein


Fußnoten


1) Poe, Edgar Allan: Das Fass Amontillado
2) Buschan, Georg: Altgermanische Überlieferungen in Kult und Brauchtum der Deutschen, München 1936


» Monster aus Stein - Das Paradiestor und seine Sphingen Teil 4«,
Teil 229 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 08.06.2014




Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 6. März 2011

59 »Gold in geheimnisvollen Gräbern«

Teil 59 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein
Kostbare Maske von Sipán
Foto: Walter-Jörg Langbein
Es kommt mir so vor, als sei ich auf einem fernen Planeten, irgendwo in den Weiten des Universums unterwegs. Die Sonne brennt mächtig vom Himmel... auf knochentrockenen Wüstenboden. Bizarr anmutende Hügel erregen meine Aufmerksamkeit. Sie wirken uralt. Wind und Wetter haben deutliche Spuren hinterlassen. Tiefe Furchen an den Seiten lassen die Hügel wie fantastische Skulpturen fantasiebegabter Künstler. Am Horizont sehe ich eine kleine Gruppe von ärmlich gekleideten Männern. Mit Hacke und Schaufel rücken sie dem steinharten Boden zuleibe. Es sind Grabräuber. Noch vor wenigen Jahren wurde dieses Gewerbe nur nachts ausgeführt. Heute sind immer mehr Plünderer auch am Tage aktiv. Im Vergleich zu den goldgierigen Spaniern sind die einheimischen Raubgräber allerdings brave, harmlose Gesellen.

Im 16. Jahrhundert fielen die Spanier plündernd und mordend in Südamerika ein. Sie zerstörten das riesige Reich der Inkas, die einst über ein riesiges Areal herrschten. Ihr Reich umfasste eins die heutigen Gefilde Chile und Peru im Süden bis hinauf nach Ecuador und Kolumbien im Norden. Bis heute ist erst ein kleiner Teil der Spuren der Inkas wissenschaftlich erforscht worden. In den Wüstenregionen von Ecuador und Peru warten noch riesige Flächen darauf, von Wissenschaftlern untersucht zu werden. Die Grabräuberei ist in manchen Regionen oft eine der wichtigsten Einnahmequellen für die örtliche Bevölkerung. Und weil die interessanten Stätten sehr weitflächig sind, können sie nicht wirklich geschützt werden.

Wenn Tote reden könnten ...
Foto: Walter-Jörg Langbein
 Ordnungshüter verdienen in der Regel so wenig, dass sie selbst zu Hacke und Schaufel greifen, um der Erde verborgene Schätze aus den Zeiten der Inkas zu entreißen. Die Grabräuber sehen sich im Recht: Warum soll man es fremden Archäologen gestatten, die Schätze ihrer Vorfahren auszugraben? Haben sie als Nachkommen, ja als Erben der Inkas nicht viel eher Besitzanspruch?

In der Kolonialzeit (16. Jahrhundert) schufteten Einheimische für den spanischen Vizekönig. Die Grabräuber, Huaqueros genannt, durchwühlten uralte Friedhöfe aus vorinkaischen Zeiten. Sie gruben tiefe Löcher und unterirdische Tunnel, in der Hoffnung auf reiche Ausbeute. In den Gängen siedelten sich bald giftige Skorpione an, deren Biss so manchem Grabfledderer das Leben kostete. Andere kamen elendiglich beim Einsturz der Stollen ums Leben. So wurden magische Rituale entwickelt, die die Grabräuber schützen sollten. So erschlug man einen Hund und beerdigte ihn als »Geschenk für die Götter« unweit der geplanten Grabungsarbeiten. Die Einheimischen trugen ein enormes Risiko, den Profit strich der spanische Vizekönig ein. Der ließ kostbarste Funde einstampfen und einschmelzen. In Barrenform wurden sie nach Europa geschafft...

Pyramiden von Sipán
Foto: Walter-Jörg Langbein
Von Juni 1987 bis Juli 1988 entdeckten Archäologen in Sipán, etwa 800 Kilometer nördlich von Lima gelegen, Goldschätze in geheimnisvollen Gräbern. Sie gehörten einst einem Herrscher der Moche, also aus Zeiten vor den Inkas. Die sensationellen Funde wurden mit den Schätzen des Pharaos Tutanchamun verglichen... unter einer fremdartig wirkenden Pyramide.

Denkt man an »Pyramiden«, so kommen einem jene aus Ägypten in den Sinn. Pyramiden wie die nach Cheops benannte scheinen für die Ewigkeit gebaut worden zu sein. Den Baumeistern von Sipán standen allerdings nicht Steinbrüche wie ihren ägyptischen Kollegen zur Verfügung. Sie mussten für ihre recht anspruchsvollen Bauprojekte »adobe« backen: getrockneten Lehmziegeln. Unvorstellbare Massen von »adobe« wurden von wahren Arbeiterheeren hergestellt, um riesige Pyramidenkomplexe zu errichten.

In Ägypten besagt ein uraltes Sprichwort: »Jeder fürchtet sich vor der Zeit. Die Zeit aber hat Angst vor den Pyramiden!« Anders als bei Ägyptens Pyramiden wie jener von Cheops hat der Zahn der Zeit sehr viel deutlicher an den einst monumentalen Bauwerken der Moche genagt. Die einstigen Kolosse sind manchmal gar nicht als künstliche Bauwerke zu erkennen. In einer Tiefe von mehr als fünf Metern fanden sich die Gräber des Fürsten von Sipan. Fünf Meter zum Teil betonharten Wüstenbodens schützen die Gräber und die kostbaren Beigaben aus Gold fast zwei Jahrtausende. Grabräuber haben sie übersehen. Sie hätten die Fürstengruft sicher noch entdeckt, wären ihnen die Archäologen nicht zuvorgekommen.

Rekonstruktion der Sipán-Anlage
Foto: Walter-Jörg Langbein

Pedro, einer der renommiertesten Grabräuber vor Ort, erklärte mir bei einem meiner Besuche: »Die uralten Gräber stehen unter dem Schutz der Götter. So mancher Kollege missachtet das. Man darf die Götter nicht verärgern. Man muss ihnen opfern, um sie gewogen zu machen!« Am häufigsten wird den Göttern Alkohol spendiert, der auf dem Wüstenboden vergossen wird, bevor mit dem Graben begonnen wird. »Pietätlose Menschen müssen mit dem Schlimmsten rechnen, wenn sie in der Wüste graben.... Archäologen wie meine Kollegen!« Für heutige Grabräuber sind Archäologen nur lästige Konkurrenz.

Archäologisch interessiert sind Grabräuber nicht. Sie sind auf kostbare Funde aus. Mumien werden zerschlagen, um ihnen Schmuck zu rauben. Totengebeine werden achtlos zur Seite geworfen. Gelegentlich entdeckt der aufmerksame Besucher im Wüstenstaub den einen oder den anderen Totenschädel....

Totenschädel in der Wüste
Foto: Walter-Jörg Langbein
Wie hieß der mächtige Mann, dessen Totenruhe weder von Grabräubern, noch von Archäologen gestört wurde? Wir wissen es nicht. Man bezeichnet ihn gewöhnlich als »Señor de Sipán«, also als »Herr von Sipán«. Gern tituliert man ihn auch als »Fürsten«. Walter Alva, damals Direktor des Brüning Museums von Lambayaque«, hat ihn fast zwei Jahrtausende nach seinem Tod dem Vergessen entrissen. Der namenlose Herrscher war nicht allein in seiner Gruft. Als Begleitung hatte man ihm einige seiner Konkubinen und noch einige Untergebene mit auf den Weg ins Jenseits gegeben. Es wird vermutet, dass diese Menschen geopfert wurden.

In Nebengräbern wurden neben weiteren hochgestellten Persönlichkeiten auch des Fürsten persönlicher Priester und der Chef seiner Truppen bestattet. So sollte der einst mächtige Tote auch im Jenseits optimal versorgt sein: geistlich und militärisch. Für die immense Bedeutung des »zentralen« Toten spricht die Kostbarkeit der Grabbeigaben. An Gold wurde wahrlich nicht gespart!

Leider gibt es keinerlei schriftliche Hinterlassenschaften aus der Zeit des Fürsten von Sipán. So sind wir auf die Interpretation von Cheramiken angewiesen, die als Grabbeigaben in reichem Maße gefunden wurden. Wirklich verstehen werden wir die uralten Mythen wohl nie, die vor rund zwei Jahrtausenden erzählt worden sein mögen. Da wird der zentralen Person (ist es der Fürst von Sipán?) von einem raubvogelähnlichen Wesen ein Becher gereicht. Das monströse Wesen hat offenbar eben diesen Becher von einer Frau ausgehändigt bekommen. Das könnte der Hinweis auf zumindest sehr große Bedeutung der Priesterin in den Mysterien von Sipán sein.

Der Fürst von Sipán mit Begleitung
Foto: Walter-Jörg Langbein
Bei einem meiner Besuche in Sipán gelang es mir sogar, über eine morsche Leiter aus Holz in eine der tiefen Gräber zu steigen. Die Genehmigung hat mir ein eher inoffiziell aussehender »Wächter« gegen die Entrichtung eines »kleinen Obulus« gestattet. Die Gebühr für ein Foto war derartig horrend hoch, dass ich darauf verzichten musste.

Auf einem Krug sah ich eine erschreckende Darstellung eines Menschenopfers. Ein monsterartiges raubtierartiges Wesen und eine Frau fügten zwei Gefangenen Schnittwunden am Hals zu. Das herausquellende Blut fingen sie mit Schalen auf.

Wie viele solcher Keramikobjekte mögen noch in Perus Wüstenboden schlummern? Vor allem: Wie viele mögen schon von Grabräubern gefunden und an reiche Privatsammler verkauft worden sein? Man mag das Treiben dieser Plünderer scharf kritisieren. Allerdings gilt zu bedenken, dass es reiche Amerikaner und Europäer und Mitglieder anderer zivilisierter Länder sind, die mit ihrer Nachfrage nach kostbaren Objekten die Grabräuberei finanzieren. Gäbe es keine Nachfrage, gäbe es keine Grabräuber!

Die Tonkrüge von Sipán
Foto: Walter-Jörg Langbein
Aus der Vogelperspektive sieht es so aus, als sei das Areal von Sipán massiv bombardiert worden. Riesig scheint das Gebiet zu sein, das mit unzähligen Bomben bedacht wurde. Tiefe Trichter verunstalten das Gesicht der Erde wie Bombentrichter. Die Löcher sind teilweise bis zu zehn Metern tief.... von Grabräubern in den Wüstenboden gerissen und hinterlassen.
Die Welt von Sipán muss eine reiche gewesen sein.... Es muss Gold in Hülle und Fülle gegeben haben. Über die Geschichte der Pyramidenbauer wissen wir aber nur sehr wenig. Und was in wissenschaftlichen Büchern steht.... ist sehr häufig nur nüchtern formulierte Spekulation. Und jene, die die Geheimnisse der uralten Kultur kannten... sie schweigen. Schriftliche Aufzeichnungen haben sie keine hinterlassen.... Werden wir je erfahren, wie das Leben am »Fürstenhof« von Sipán aussah? Werden wir je erfahren, an welche Götter oder Göttinnen die Menschen glaubten?

Gold von Sipán
Foto: Walter-Jörg Langbein
Eines scheint sicher zu sein: Frauen müssen damals eine sehr wichtige Rolle gespielt haben..... auch in der Religion!

»Der geheimnisvolle Tote von Túcume«,
Teil 60 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 13.03.2011

Sonntag, 11. Juli 2010

26 »John Frum und ketzerische Gedanken über die Göttin«

Teil 26 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Auch am Abend ist es noch schwül. Die drückende Hitze macht das Atmen schwer... die hohe Luftfeuchtigkeit lässt die Kleidung am Körper kleben. Ich stehe in einer großen Gruppe von Anhängern des John-Frum-Kults. Wir beobachten die Jahresfeierlichkeiten der Glaubensgemeinschaft. Die Menschen sind fröhlich und doch auch ernst. Unsere kleine Gesellschaft wird vorbehaltlos aufgenommen. Wir, in der aus unserer Sicht exotischen Südsee, sind hier die Exoten. Wir sind hier die »Heiden«. Es wäre erfreulich, wenn wir in unseren Gefilden Fremde so freundlich behandelt würden... wie uns das in der Südsee widerfahren ist!

»Die Kirche hat einen guten Magen, hat ganze Länder aufgefressen, und doch noch nie sich übergessen.« So lässt Goethe Mephistopheles im Faust (Faust 1, Spaziergang) sagen. Viele Jahrhunderte bedeutete Kirchenpolitik irdisches Machtstreben. Möglichst viele fremde Länder galt es zu erobern und mit dem eigenen Glauben zu beglücken.

Die Zeiten haben sich geändert. Aber nach wie vor wird missioniert. Nach wie vor will jede Kirche die Zahl der eigenen Gläubigen erhöhen. Aber oft ist in fernen Gefilden ein eigener Glaube heimisch, den man dort nicht so gern aufgeben möchte. Da hat das Christentum eine wirksame Methode entwickelt. Heute werden Andersgläubige nicht mehr wahlweise zwangsgetauft oder als Ketzer verbrannt.

Wie ein Chamäleon passt die Kirche den eigenen Glauben dem fremden an, wo sie den fremden Glauben nicht verdrängen kann. Auf Tann wird ein Messias »John Frum« verehrt. Christliche Missionare machen aus John Frum den christlichen Messias Jesus... und hoffen, dass so der ursprüngliche Messias nach und nach vergessen wird.

Gern verlachen gerade christliche Kritiker den John-Frum-Kult. Gehe er doch eindeutig auf den Besuch von amerikanischen Soldaten auf Tanna zurück. Nicht bestritten werden kann die militärische Prägung der John-Frum-Feierlichkeiten. Da wird militärisch marschiert, da werden Fahnen gehisst und durch Strammstehen geehrt.

Die »Uniformen« der gewöhnlichen John-Frum-Jünger sind eher schlicht und ohne Pomp. Die Männer tragen mehr oder minder einheitliche Hosen von mehr oder minder ähnlicher Farbe. Sie gehen mit energischen Schritten barfuß und mit bloßem Oberkörper um den Festplatz. Die Zuschauer harren geduldig am Rand des Zeremonialplatzes aus. Einige suchen Schatten in schilfgedeckten Unterständen. Alkohol trinkt niemand. Alle bleiben nüchtern.

Eine Ausnahme in Sachen Kleidung stellt der Chief der Jahresfeier dar: Er trägt eine geradezu imposante Uniform, stets würdevoll und ernst dreinblickend. Eine breite Schärpe schmückt die breite Brust, an der Orden auszumachen sind.

Was uns merkwürdig vorkommen mag: Warum wurde aus dem US-Soldaten »John Frum« so etwas wie eine Messiasgestalt, auf die die Anhänger des Kults heute noch warten?

Der Journalist Albrecht Joachim Bahr beschrieb die ersten Kontakte von Tanna-Bewohnern mit Flugzeugpiloten im 20. Jahrhundert so: »Sie tragen Fliegermontur. Ihre Sonnenbrillen blitzen in der gleißenden Sonne. Für die Einheimischen müssen sie wie Götter erscheinen, die Hilfsgüter bringen und versprechen, wiederzukommen und sodann mit ihren Flugmaschinen wieder verschwinden. Die Eingeborenen warten bis heute auf die Wiederkehr der Besucher aus einer ganz anderen Welt.«

Der »John-Frum-Kult« entstand keineswegs aus dem Nichts, als amerikanische Soldaten zu den Menschen von Tanna kamen. Gewiss, eine religiöse Bewegung wurde um 1940 unter dem Namen »John-Frum-Kult« bekannt. Die Regierung verbot den Glauben zunächst. Christliche Missionare bekämpften ihn wütend. Konkurrenz, die sich großer Beliebtheit erfreute, empörte die Vertreter jener Religion, die sich Toleranz und Nächstenliebe auf die wehenden Fahnen geschrieben haben. 1952 wurden Anhänger der John-Frum-Bewegung ins Gefängnis gesteckt. Dessen ungeachtet wurde fünf Jahre später ganz offiziell die »John-Frum-Glaubensgemeinschaft« gegründet. Erst 1957 bekam eine alte religiöse Bewegung nur ihren neuen Namen... »John-Frum-Religion«.

In der Südsee muss es einen uralten Glauben gegeben haben, in dessen Zentrum ein hilfreicher, den Menschen wohlgesonnener Gott stand. Er kam offenbar in uralten Zeiten zur Erde und verabschiedete sich wieder... nicht ohne zu versprechen, dereinst wieder zu kommen. So hielt man im 18. Jahrhundert Kapitän James Cook für einen göttlichen »John Frum« als er am 13. April 1769 mit seinem Schiff »Endeavour« vor Tahiti ankerte. Damals glaubten die Einheimischen, Gott Rongo sei zurückgekehrt. Einst habe sie Rongo mit seinem Wolkenschiff besucht... und nun sei er wieder erschienen.

Rongo, so wird überliefert, gehörte einer göttlichen Trinität an: Rongo, Rangi und Papa. »Rangi« war Vater Himmel, »Papa« war »Mutter Erde« und »Rongo« war der göttliche Sohn.

Am Abend löste sich die Veranstaltung langsam auf. Eine Gruppe von teilweise noch kleinen Kindern und Jugendlichen marschierte in die Dunkelheit. Der John-Frum-Kult soll überleben... Dafür wollen die führenden Männer und Frauen dieser religiösen Bewegung sorgen...

Bei strömendem Regen trat ich die »Rückreise« vom Festplatz von Tanna zu meinem »Urwaldbungalow« an... zu nächtlicher Stunde. Nach einem glutheißen Tag und einem kaum kühleren Abend schaukelte der alte Pickup über die marode »Straße« durch die Nacht. Es regnete... immer stärker. Die Scheinwerfer tasteten sich wie zu kurz geratene schwächliche Finger durch die Dunkelheit. Ich stand auf der glitschigen Ladefläche und hielt mich krampfhaft fest. Ein orkanartiges Gewitter setzte ein. Es goss wie aus gewaltigen Kübeln und wenige Minuten später war ich bis auf die Haut durchnässt. Ich genoss die Abkühlung... und den abenteuerlichen Transport.

Die Fahrt zog sich hin. In Kilometern gemessen war die Entfernung bescheiden. Aber bei den erbärmlichen Straßenverhältnissen und dem schauderhaften Wetter wurde daraus eine größere Reise. Wir kamen wir nur sehr langsam voran.

In den Monaten vor meiner Reise in die Südsee hatte ich unzählige Werke über die dortigen Religionen, Mythen und Mysterien gelesen. In jener Nacht kamen mir verblüffende Gedanken...

Rongo bedeutet in der Maori-Sprache: Frieden! Wie sich doch die Bilder ähneln: »Rongo« alias »Frieden« entspricht Jesus, dem göttlichen Sohn, der den Menschen Frieden bringen wollte. Gott Rongo war aber nicht das »Original«. Ihm vorausgegangen war ist Karaperamun. Karaperamun soll einst das erste Leben hervorgebracht gebracht haben. Zu Ehren von Karaperamun tanzten seine Anhänger... so wie »John Frum« auch heute noch in Tänzen gehuldigt wird.

Es lohnt sich, über die christliche Trinität (»Dreifaltigkeit«) nachzudenken.
Sie ist um Jahrtausende älter als das Christentum. Erst seit dem fünften nachchristlichen Jahrhundert wird sie als reine »Männergruppe« angesehen. Fakt ist: Das biblische Dreiergespann Gott, Sohn und Heiliger Geist hatte Vorläufer: In der uralten sumerischen Religion wird die Götterhierarchie durch ein Dreigespann, bestehend aus An, Enlil und Enki, angeführt.

Die Priesterschaft im babylonisch-assyrischen Raum übernahm die göttlichen Drei als Anu, Ellil und Ea. Auch die alten Ägypter verehrten ein göttliches Dreigespann: Osiris, Isis und Horus.

Bei den Römern dominierten zunächst Jupiter, Mars und Quirinus. Und in den ältesten indischen Texten, in den so genannten Veden, bestimmen Agni, Vayu und Surya die kosmischen wie die irdischen Geschicke. Selbst im Buddhismus sind eindeutig vergleichbare Strukturen zu erkennen.

Im christlichen Volksglauben allerdings wird die Dreifaltigkeit, die niemand wirklich zu verstehen vermag, als eine fromme Lehre christlichen Ursprungs gesehen. Gegen diesen Irrglauben geht die Kirche allerdings nicht vor...und das, obwohl es in der Theologie keinen Zweifel daran gibt, dass die Trinität weit älter als die Bibel ist. Mehr noch: Die wissenschaftliche Theologie lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass in der Bibel selbst die Trinitätslehre gar nicht vorkommt!

So muss der Theologe M.R. De Haan in seinem Werk »508 Answers to Bible Questions« (ohne Ortsangabe 1982) zugeben: »Es gibt keinen Vers in der Bibel, der aussagt, dass Gott eine Dreifaltigkeit ist, bestehend aus drei Personen.« Damit vertritt er keine moderne Außenseiterposition, sondern die allgemeine wissenschaftliche Lehrmeinung, die auch der Theologe Karl-Heinz Ohlig teilt. 1999 brachte er es in seinem Buch »Ein Gott in drei Personen?« (Mainz 1999) auf den Punkt. Kurz und bündig: Die Lehre von der Dreifaltigkeit »besitzt keinerlei biblische Grundlage«.

Ihren Ursprung hat die Lehre von der Dreifaltigkeit in uralten Zeiten... als Göttinnen Himmel und Erde beherrschten. Zu Zeiten des Matriarchats gab es Göttinnen-Triaden. Damals bestand die Dreifaltigkeit aus drei Göttinnen. Über alle Grenzen der Kulturen hinweg gab es sie. Mannigfaltig sind ihre Namen: Ereshkigal, Inanna und Nana zum Beispiel. Die drei Göttinnen wurden vor Jahrtausenden von den alten Sumerern verehrt und angebetet.

Auf Tanna hat die Göttin »Papa« (»Mutter Erde«) überlebt. Die christliche Trinitä besteht aus Gottvater, Sohn und Heiligem Geist. Was kaum jemand weiß: der »Heilige Geist« war ursprünglich weiblich. Was kaum jemand weiß: In einer uralten christlichen Kirche... wird die Dreifaltigkeit dargestellt als Gottvater, Gottsohn und als eine Frau.

Unweit von Prien am Chiemsee liegt das Dörfchen Urschalling. Der ländliche Weiler bietet im kleinen Kirchlein eine echte Sensation. Errichtet wurde das Gotteshaus zwischen 1160 und 1200.


Nicht ganz klar ist, wann die frommen Fresken angebracht wurden. Um 1550 jedenfalls wurden sie jedenfalls übermalt... und erst 1923 zufällig wieder entdeckt. Im Verlauf der Jahrhunderte wurden einige von ihnen stark beschädigt oder ganz zerstört, als die kleinen Fenster vergrößert wurden.

Warum wurden die kostbaren Malereien übertüncht? Als ein »Sakrileg« wurde wohl die »heilige Dreifaltigkeit« hoch oben im Gewölbe erachtet: Da wurde vor mehr als einem halben Jahrtausend eine seltsame »Gestalt« verewigt, bestehend aus einem Unterkörper und drei Oberkörpern. Das Wesen hat nur zwei Hände und ein Übergewand, aber drei ganz unterschiedliche Oberkörper. Man erkennt rechts »Gott Vater« mit weißem Bart, links Jesus mit blondem Bart und – in der Mitte – den »Heiligen Geist«. Und der »Heilige Geist« ist eindeutig als Frau dargestellt: mit weichen weiblichen Formen, langem femininen Haaren und vollem Busen.

Auf Tanna erkannte ich: Religionen sind nichts Statisches. Sie verändern sich ständig gehen ineinander über. Glaubensinhalte sind nicht auf alle Ewigkeiten fixiert. Sie sind stetigem Wandel unterworfen. Einst herrschten Göttinnen am Himmel. Mit dem Monotheismus kam der Herrschergott. Und doch leben die Göttinnen weiter: im uralten Südseeglauben als »Mutter Erde«, im Christentum als »Heiliger Geist«, der eigentlich eine »Geistin« war!

Quellen:
Andia, Ysabel de und Hofrichter, Peter Leander: »Der Heilige Geist
im Leben der Kirche«, Innsbruck 2005

Bahr, Albrecht-Joachim: »Papayas zwischen Mauern und Basalt«, »Die
Norddeutsche«, 16.10.2004

Haan, M.R. De: »508 Answers to Bible Questions«, ohne Ortsangabe, 1982

Hahn, Udo: »Heiliger Geist«, Gütersloh 2001

Ohlig, Karl-Heinz: »Ein Gott in drei Personen«, Mainz, Luzern 1999

Schneider, Herbert: »Das franziskanische Verständnis des Wirkens
des Heiligen Geistes in Kirche und Welt«, Mönchengladbach
2006

»Das Geheimnis des Götterbergs«,
Teil 27 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 18.7.2010

Labels

Walter-Jörg Langbein (656) Sylvia B. (105) Osterinsel (79) Tuna von Blumenstein (46) Peru (34) Karl May (27) Nan Madol (27) g.c.roth (27) Maria Magdalena (22) Jesus (21) Karl der Große (19) Make Make (19) Externsteine (18) Für Sie gelesen (18) Bibel (17) Der Tote im Zwillbrocker Venn (17) Rezension (17) der tiger am gelben fluss (17) Autoren und ihre Region (16) Apokalypse (15) Vimanas (15) Atlantis der Südsee (13) Der hässliche Zwilling (13) Weseke (13) Blauregenmord (12) Nasca (12) Palenque (12) meniere desaster (12) Krimi (11) Pyramiden (11) Malta (10) Serie Teil meniere (10) Ägypten (10) Forentroll (9) Mexico (9) National Geographic (9) Straße der Toten (9) Lügde (8) Briefe an Lieschen (7) Monstermauern (7) Sphinx (7) Tempel der Inschriften (7) Winnetou (7) Lyrik (6) Marlies Bugmann (6) Mord (6) Märchen (6) altes Ägypten (6) 2012 - Endzeit und Neuanfang (5) Atahualpa (5) Hexenhausgeflüster (5) Mexico City (5) Mord in Genf (5) Satire (5) Thriller (5) Atacama Wüste (4) Cheopspyramide (4) Dan Brown (4) Ephraim Kishon (4) Hexenhausgeflüster- Sylvia B. (4) Leonardo da Vinci (4) Machu Picchu (4) Sacsayhuaman (4) Teutoburger Wald (4) große Pyramide (4) Meniere (3) Mondpyramide (3) Mord im ostfriesischen Hammrich (3) Mysterien (3) Sakrileg (3) Shakespeare (3) Bevor die Sintflut kam (2) Das Sakrileg und die heiligen Frauen (2) Friedhofsgeschichten (2) Goethe (2) Lexikon der biblischen Irrtümer (2) Markus Lanz (2) Münsterland-Krimi (2) Vincent van Gogh (2) Alphabet (1) Bestatten mein Name ist Tod (1) Hexen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen Hexenhausgeflüster (1) Mord Ostfriesland (1) Mord und Totschlag (1) Münsterland (1) einmaleins lernen (1) meniére desaster (1)