Sonntag, 14. Februar 2016

317 »UFOs, Götter, Astronauten«

Teil 317 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein 
                     

Foto 1: Planet Erde. Foto: NASA
Mit heutigen Verkehrsmitteln sind Weltreisen eigentlich kein Problem mehr. Eigentlich! Es gibt aber Flecken auf unserem Planeten »Mutter Erde«, die dem Reisenden nach wie vor einige Strapazen zumuten. Ein solcher Ort ist »Temwen Island« (1), eine »Nebeninsel« von Pohnpei, Teil der »Föderierten Staaten von Mikronesien«.

Die geheimnisvollen Ruinen von Nan Madol führten mich zwei Mal in jene abgelegenen Gefilde. Die riesigen Anlagen wurden auf etwa einhundert künstlichen Inseln gebaut, im »Blockhausstil« aus zum Teil imposanten Basaltsäulen aufgetürmt. Auch die Fundamente der Inseln bestehen weitestgehend aus Basaltsäulen und Füllmaterial.

Zusammen mit meinem leider kürzlich verstorbenen Freund und Kollegen Jürgen Huthmann (2) war ich mit einer kleinen Reisegruppe vor Ort. Wir untersuchten nicht nur die mysteriösen Steinbauten, wir ließen uns auch von Einheimischen bis in unsere Tage mündlich überlieferte Sagen zu den Bauwerken vortragen. So erfuhren wir, dass der erste König von Temwen von himmlischen Besuchern bestimmt worden sei. Einst seien »fliegende Schiffe« erschienen. Die Besatzung habe Kontakt aufgenommen mit der Bevölkerung und den ersten König ernannt.

Foto 2: Nan Madol - Ruinen aus Basalt
Nun frage ich mich: Ist diese Überlieferung fiktiv? Oder basiert sie auf einer wahren Begebenheit? Auch und gerade die Menschen der Südsee wussten doch, dass ein Schiff nur auf Wasser, nicht aber in der Luft »schwimmen« kann. Sahen die Menschen in der Vergangenheit etwas am Himmel fliegen, was sie nicht kannten? Bezeichneten sie dieses Flugvehikel mit einem Wort aus ihrem Alltag? Kam die Bezeichnung »Schiff« diesem Flugobjekt am nächsten? Zu Beginn des dritten Jahrtausends nach Christus sprechen wir ja auch von »fliegenden Untertassen«, die am Himmel gesehen werden. Dabei ist natürlich jedem bewusst, dass es keine Untertassen im eigentlichen Sinn des Wortes sind, die da oft unbegreifliche Flugmanöver ausführen.

Flugvehikel waren auch den Menschen im »Alten Indien« vertraut. Wieder war auch mein Freund und Kollege Jürgen Huthmann dabei, als wir in Indien unzählige Tempel besichtigten. Die steinernen Bauten, so erfuhren wir immer wieder, stellten Flugvehikel dar. Einst seien Götter aus dem All in Flugmaschinen zur Erde gekommen. Zur Erinnerung an die kosmischen Besucher habe man ihre Flugapparate in Stein verewigt. In unzähligen Epen – vor Jahrtausenden entstanden – wurden die fliegenden Vimanas und ihre Aktivitäten beschrieben. Nach Professor Dr. Kumar Kanjilal fanden vor mehr als fünf Jahrtausenden Schlachten im Weltall statt, bei denen riesige Raumschiffe der Fremden zum Einsatz kamen. Professor Dileep Kumar Kanjilal, einer der führenden Sanskritexperten Indiens, lässt keinen Zweifel aufkommen. Es gab »Fliegende Maschinen im Alten Indien«.

Foto 3: Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal
Das Wissen um prähistorische Raumschiffe soll laut Professor Dr. Kumar Kanjilal »Jahrtausende alt« sein. Er wurde im »Sanskrit College« von Kalkutta ausgebildet. Er studierte in Oxford, wurde Rektor des hoch angesehenen »Victoria College« von Coochbehar in Westbengalen. Der geachtete Wissenschaftler wurde zum Ehrenmitglied der »Asiatischen Gesellschaft« ernannt und erhielt einen Lehrstuhl an der Universität von Kalkutta. Professor Dr. Dileep Kumar Kanjilal  verfasste ein wichtiges Werk über die Flugapparate im alten Indien: »Vimana in Ancient India«. Es basiert auf einer Reihe von seinen Vorlesungen. Julia Zimmermann hat das Werk von Prof. Kanjilal ins Deutsche übertragen. Leider erschienen sowohl das Original von Prof. Kanjilal als auch die Übersetzung von Julia Zimmermann nur als Privatdrucke in bescheidenen Auflagen.

Ich lernte den stets freundlichen, zierlich wirkenden Wissenschaftler von internationalem Rang erstmals anno 1979 kennen. Damals hielt er - wie auch ich - einen Vortrag auf der Weltkonferenz der »Ancient Astronaut Society« in München. Ich sprach damals über meine Arbeiten im Bereich der wortwörtlichen Übersetzung biblischer Texte.

Foto 4: Götterschlachten im Mahabharata
Das Epos »Mahabharata« gehört zu den umfangreichsten Werken der religiösen Weltliteratur und dürfte eines ihrer ältesten sein. Im »Mahabharata« wird die Zerstörung der drei Weltraumstädte im All bestätigt. Gewaltige Energien waren dafür erforderlich: die Hälfte der gesamten Kraft der Götter. Im persönlichen Gespräch erklärte mir Prof. Kanjilal faszinierende Einzelheiten: »Eine der drei fliegenden Städte befand sich in einem stationären Orbit, eine weitere bewegte sich frei am Himmel und die dritte war am Boden stationiert. Die drei Städte konnten aber zu einer Einheit verbunden werden, also aneinander gedockt werden. Shivas Pfeil wurde offenbar von einem militärischen Satelliten aus abgefeuert.« Prof. Kanjilal weiter: »Bei Shivas Waffe handelte es sich nicht um ein Phantasiegebilde, sondern um eine aufflammende Rakete, die von einem fliegenden Satelliten aus abgefeuert wurde. Diese Waffe war offenbar im Weltraum stationiert worden.«

Wenn Prof. Kumar Kanjilal sachlich und ruhig über die fantastische Vergangenheit Indiens berichtet, fühlt man sich in einen Sciencefiction-Film versetzt.  Im »Matsyapurana«-Text wird ein fürchterlicher Kampf geschildert. Im »Matsyapurana«-Epos (3) wird, so Prof. Kumar Kanjilal, folgendes berichtet: »Eine grausame Schlacht entwickelte sich zwischen Shiva und den Dämonen. Maya mit seiner dreistufigen, fliegenden Stadt wich gegen den Ozean hin aus. Shivas Fahrzeug folgte ihm. Taraka wurde von Shiva getötet und Nandi tötete den Dämon Vidyunmali. Aber Maya führte seinen unbarmherzigen Krieg fort. Shiva gab Maya den Rat, sich in den Wassern zu verstecken, welchen Maya befolgte.« Die drei »fliegenden Städte« führten ein Manöver durch, dockten aneinander an.

Foto 5: Götterkriege ... Götterwaffen
Das half ihnen aber nicht. »Augenblicklich warf Shiva einen machtvollen Pfeil, drei Arten von Kraft waren in ihm vereint. Der Pfeil oder die Rakete beleuchtete den Himmel mit ihrer goldenen Färbung... Nach dem Mahabharata fiel die brennende fliegende Stadt mit lautem Getöse in den Westlichen Ozean.«

Eine technische Interpretation ist, das räumte Prof. Kumar Kanjilal im Gespräch ein (4) zwar häufig die nächstliegende. Nicht immer aber sei klar, was genau beschrieben wird. Ein Pfeil, der drei Arten von Kraft in sich vereint, der den Himmel beleuchtet und eine Himmelsstadt zerstört, was ist das? Wir denken an eine Rakete. »Könnte es sich auch um eine Laserwaffe gehandelt haben?«, fragte ich. Professor Kanjilal bejahte.

Foto 6: Götter-Ufo in Stein
Fußnoten
1) Andere Schreibweise »Temuen Island«
2) *6. Oktober 1937  †11.1.2016
3) Kapitel 129, V. 20-21, 30-34 und 140, V. 40-44
4) Das Gespräch fand am 16. Juni 1979 statt

Zu den Fotos:
Foto 1: Planet Erde aus dem All gesehen. Foto NASA, gemeinfrei 

Foto 2: Nan Madol - Ruinen aus Basalt. Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 3: Prof. Dr. Dileep Kumar Kanjilal: Programmheft der Weltkonferenz der »A.A.S.«

Foto 4: Götterschlachten im Mahabharata. Etwa 1850, gemeinfrei

Foto 5: Götterkriege ... Götterwaffen. Illustration zum Mahabharata. Wiki Commons/ Ranveig

Foto 6: Götter-Ufo in Stein. Foto Walter-Jörg Langbein

 318 »Laser-Schwerter und die Wächter am Paradies«,
Teil 318 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 21.02.2016  


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Sonntag, 7. Februar 2016

316 »Winnetou, tödliches Gas und Old Faithful«

Teil 316 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein

Foto 1
Karl May war vom »Yellowstone Nationalpark« fasziniert. Kapitel 5 seines Opus »Winnetou III« leitet er mit der Wiedergabe der Verordnung über das Yellowstone-Gebiet als Nationalpark ein. Und wenig später ist bei May zu lesen : »Jenseits der weiten westlichen Prärien, fern noch hinter dem Höhenzuge der Blackhills, ragen die gigantischen Mauern des Felsengebirges zum Himmel empor. … Man möchte sagen, hier habe nicht die Hand, sondern die Faust des Schöpfers gewaltet. Wo sind die Zyklopen, die solche Basteien zu türmen vermögen? Wo sind die Titanen, die solche Lasten bis über die Wolken treiben könnten? Wo ist der Meister, der jene Firnen mit ewigem Schnee und Eise krönte? Hier hat der Schöpfer‚ ein Gedächtnis seiner Wunder‘ errichtet, welches nicht imposanter und ergreifender sein könnte.«

Dramatisch beschreibt Karl May wenige Zeilen weiter die Gefahren jener geheimnisvollen Welt zwischen Höllenschlund und Erdoberfläche: »Und hinter jenen gigantischen Mauern, da wallet und siedet, da dampft und brodelt es noch heut aus den kochenden Tiefen des Erdinnern hervor; da treibt die dünne Erdkruste Blasen, da zischen glühende Schwefeldämpfe empor, und mit einem Getöse, welches dem Kanonendonner gleicht, sprühen riesige Geysir ihre siedenden Wassermassen in die zitternden Lüfte. Plutonische und vulkanische Gewalten kämpfen gegen die Gestaltungen des Lichtes. Die Unterwelt öffnet von Minute zu Minute Rachen, um die Feuer der Tiefe emporzuspeien und die Gebilde des Tages in den tosenden Schlund hinabzusaugen.

Hier ist oft jeder einzelne Schritt mit Todesgefahren verbunden. Der Fuß kann durch die trügerische Kruste brechen, der dampfende Katarakt den müden Wanderer erfassen, der unterhöhlte Felsen mit dem Ruhenden in den gähnenden Abgrund stürzen.«

Foto 2: Gase steigen empor
In der Tat: Gase entweichen der Unterwelt des Nationalparks. Da wäre zum einen das »carbon dioxide“, also Kohlendioxid. Kohlendioxid ist höchst gefährlich. Bei vier Prozent Kohlendioxid in der Atemluft können einen Menschen bereits betäuben. Übersteigt der Kohlendioxid-Gehalt acht Prozent, so droht Erstickungsgefahr. In der »Poison Cave« (zu Deutsch »Gifthöhle«) im Yellowstone Nationalpark treten erhebliche Konzentrationen des Gases auf. Tiere, die in der Höhle Schutz suchen, kommen um. Das zweite häufig auftretende Gas ist Schwefelwasserstoff. Zu erkennen ist es am Gestank, der an faule Eier erinnert. In geringer Konzentration ist es ungefährlich.

Foto 3: Old Faithful
Im Nordosten des Parks liegt »Death Gulch« (zu Deutsch »Todesschlucht«).Der Name sollte selbst neugierige Menschen davon abhalten, diesen Ort zu besuchen. Bären sind da leichtsinniger als die meisten Touristen und so mancher Petz ist. Die von Karl May erwähnten Schwefeldämpfe sind höchst real und durchaus gefährlich! Die manchmal sicher scheinende, »steinerne« Erdoberfläche ist an manchen Stellen in Wirklichkeit nur eine dünne Kruste. Wer sie durchbricht kann mit einigem Pech in eine »Blase« kochenden Wassers geraten und an den Verbrühungen sterben. Auch die heißen Quellen sind durchaus gefährlich. Im Jahr 2013 kamen zwanzig Menschen durch Stürze in das brodelnde Wasser zu Tode (1).

Als Kind las ich bei Karl May zum ersten Mal vom »Yellowstone Nationalpark«.     Diese Lektüre machte mich neugierig und lockte mich einige Male nach Amerika. Besonders imposant wirkte auf mich »Old Faithful«. »Old Faithful« (»Alter Getreuer«) ist der bekannteste Geysir im Yellowstone Nationalpark. Seine Öffnung ist recht klein, kaum einen Quadratmeter groß. Durchschnittlich alle 91 Minuten speit der Getreue riesige Wassermassen bis zu 55 Meter in den Himmel. Bis zu 30.000 Liter kochenden Wasser pulsieren wie eine brodelnde Säule aus Schaum und Wolken empor. Staunend stand ich einige Male am »Old Faithful«, zum ersten Mal als Kind anno 1963.  Stets trat »Old Faithful« mit nur geringen Abweichungen von der von Parkwächtern berechneten und angekündigten Zeit in Aktion.

Foto 4: Schematische Darstellung
Vereinfacht ausgedrückt: Sickerwasser sinkt von der Erdoberfläche nach unten. Es sammelt sich in einer unterirdischen Höhle. Das »höllische« Magma erhitzt das Wasser von unten. Wenn nun ein schmaler »Schlot« bis an die Erdoberfläche reicht, dann steigt die Wassertemperatur in der Höhle rapide. Voraussetzung ist, dass dieser »Schlot« sehr eng ist. So ist das Wasser im Reservoir fast völlig abgeschlossen, vergleichbar mit einem Dampfkochtopf. Die Wassertemperatur kann die 100-Grad-Grenze überschreiten, wenn in dem Schlot ausreichend Wasser steht. Der Druck des über der Kammer stehenden Wassers erhöht den Siedepunkt auf über 100 Grad. Das heißt: das Wasser bleibt länger flüssig, auch bei Temperaturen von über dem Siedepunkt von 100 Grad. Hat das Wasser in der Kammer eine deutlich über dem Siedepunkt liegende Temperatur erreicht, wächst der Druck immens und dann steigen Dampfblasen durch Kamin hoch. Sie schieben mit großem Druck die Wassersäule nach oben. Jetzt sinkt der Druck in der Kammer schlagartig ab, das erhitzte Wasser verwandelt sich in Dampf. Eine Dampf-Wasser-Fontäne entsteht.

So wie »Old Faithful« ist auch der gigantische Supervulkan unter dem Yellowstone Nationalpark sehr zuverlässig. Beide arbeiten in schöner Konstanz, in regelmäßigen zyklischen Abständen. Es mag tröstlich sein, dass der Supervulkan immer wieder Pausen von Jahrmillionen einlegt. Beunruhigend allerdings ist die Tatsache, dass der nächste Ausbruch eigentlich überfällig ist. Wer allerdings – wie der Supervulkan – in Jahrmillionen rechnet, dem kommt es auf ein paar Jahrtausende nicht an. Katastrophen, die sich nur alle paar Millionen Jahre ereignen, scheinen wir nicht besonders ernst zu nehmen. Wir leben in einer immer »schneller« werdenden Zeit. Zeitzyklen von Jahrmillionen übersteigen unsere Vorstellungskraft. Die regelmäßig auftretende Wasser-Dampf-Säule des »Old Faithful« lockt seit weit mehr als einhundert Jahren Millionen von Touristen an. So wurde in unmittelbarer Nähe des »Old Faithful« ein riesiges Hotel gebaut, das »Old Faithfull Inn«.

Foto 5: Der Laacher See

Sehr viel aktiver als der Supervulkan unter dem Yellowstone Nationalpark ist sein Kollege unter dem Laacher See bei Bonn. Alle 12.000 Jahre löst dieses Schwergewicht von Vulkan eine Katastrophe aus, zum letzten Mal vor 12.900 Jahren. Experten stellten entweichendes Kohlendioxid fest. Das könnte auf eine Reaktivierung des Vulkans und einen anstehenden Ausbruch hinweisen. (2)

Mayas wie Hindus rechneten in Zentralamerika und Indien mit gewaltigen Riesenzahlen, die der menschliche Geist nicht wirklich erfassen kann. Mayas und Hindus dachten zyklisch: auf eine lange Epoche folgte eine Apokalypse, gefolgt von einem neuen gigantischen Zeitalter. Die astronomischen Zahlenangaben sind in beiden Fällen unvorstellbar groß, lassen sich aber nicht miteinander in Einklang bringen. Es geht offenbar nicht um historisch korrekte, exakte Visionen, im Sinne einer genauen Chronologie künftiger Ereignisse. Wenn wir die Kalenderwissenschaft der Mayas studieren, sollten wir nicht auf eine Vorhersage der nächsten Weltkatastrophe auf den Tag genau hoffen. Sonst kommt man zu vielleicht präzisen, aber falschen Terminen für die Apokalypse.

Es geht in Sachen Mayas vielmehr um eine allgemeinere Aussage: Die Botschaft der Mayas gilt für die Ewigkeit. Sie lautet klipp und klar: Unser Planet wird immer wieder von Katastrophen heimgesucht. Kataklysmen sind aber nicht das Ende der Zeit, sondern nur Punkte auf sich ewig drehenden Rädern. Die Räder der Zeit bleiben bei den Mayas niemals stehen.

Die Botschaft der Mayas besagt nicht, dass die Welt im Jahr 2012 untergehen wird. Es geht auch nicht um Bewusstseinsstufen. Die Botschaft der Mayas birgt eine sehr ernste Mahnung, die wir nicht überhören sollten: Es ist im Lauf der Erdgeschichte immer wieder zu Apokalypsen gekommen. Also wird es auch immer wieder gewaltige Katastrophen geben. Auf die schlimmsten Verwüstungen folgt wieder ein Neuanfang.

Foto 6: »Old Faithful Inn«
Der Supervulkan des »Yellowstone Nationalpark« ist schon längst überfällig. Wird die Menschheit den Vulkanausbruch vom »Yellowstone Nationalpark« überleben? Vergessen wir nicht, dass der Menschen für die Erderwärmung verantwortlich gemacht wird. Die Industrialisierung sei verantwortlich für eine drohende Katastrophe auf Erden! Vergessen wird dabei, dass es seit Ewigkeiten ein Auf und Ab der Temperaturen gibt! Aus ideologischen Gründen wird gern jede menschliche Technologie verabscheut. Moderne Technologie aber wird im Falle der »Yellowstone-Apokalypse« die einzige Chance der Überlebenden sein, auch nach dem gigantischen Kataklysmus zu existieren! Ohne modernste Technik werden die Überlebenden durch die Apokalypse weit zurück in die Steinzeit katapultiert werden. Ein gigantischer Vulkanausbruch kann die Durchschnittstemperatur auf unserem Planeten ganz erheblich  senken! Zumindest lokal können Eiszeiten ausbrechen.

Vom Höllenfeuer unter seinen Füßen ahnt der arglose Tourist nichts. Er sieht nur die herrliche Natur und die bizarren Ergebnisse der Natur. So speien Geysire nicht einfach nur Wasser aus dem Höllenschlund an die Oberfläche. Sie führen auch unterschiedlich farbige Mineralien mit sich. So kommt es zu Ablagerungen, die sich im Lauf von Jahrzehnten und Jahrhunderten zu Kraterkegeln formieren. Ernst von Hesse Wartegg schreibt im zweiten Band seines großformationen Opus »Die Wunder der Welt«, kurz vor dem Ersten Weltkrieg erschienen (3): »Selbst der Boden, auf dem man zwischen diesen Hexenkesseln einherwandert, wird von den plötzlichen Geiserausbrüchen überflutet oder gibt stellenweise unter dem Fuß des Besuchers nach, und aus den Eindrücken quillt dicker, gelber, übelriechender Schlamm. In zahlreichen Öffnungen und Erdspalten brodelt und pfeift und pustet es aus der Unterwelt hervor, mit häufigen Auswürfen von kochendem Wasser oder Schlamm. Die Farbe des Wassers wechselt zwischen Gelb, Milchweiß, Rot, Blau, Milchiggrün oder kristallener durchsichtiger Weiße.«

Foto 7: Ablagerungen türmen sich zu fantastischen Gebilden

Fußnoten

1) Whittlesey, Lee H.: »Death in Yellowstone/ Accidents and Foolhardiness in the First National
Park«, Manuskript
2) »Apokalypse im Rheintal«, »Spektrum der Wissenschaft«, Februar 2009, S. 78-87
3) Hesse-Wartegg, Ernst von: »Die Wunder der
Welt/ Zweiter Band«, Stuttgart, Berlin, Leipzig, ohne Jahresangabe, vermutlich 1912/
1913, Seite 42


Zu den Fotos:
Foto 1 (Buchcover) Verlag
Fotos 2 und 3: Walter Langbein sen.
Foto 4: wikimedia commons Huebi
Foto 5: Panorama Laacher See 2010 wikimedia commons/ Holger Weinandt
Fotos 6 und 7: Walter Langbein sen.


»UFOs, Götter, Astronauten«,
Teil 317 der Serie
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