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Sonntag, 5. Juli 2020

546. »Herr der Himmel und der Welten«

Teil 546 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Nebukadnezar, mächtiger Herrscher
zu biblischen Zeiten.
Foto (gespiegelt, teilweise kontrastverstärkt)

Im biblischen Büchlein Esra kommt der »Elah der Himmel« mehrfach vor (1): »Sie aber gaben uns dies zur Antwort: Wir sind Knechte des Gottes des Himmels und der Erde und bauen das Haus wieder auf, das einst vor vielen Jahren hier gebaut war und das ein großer König Israels gebaut und vollendet hat. Da aber unsere Väter den Gott des Himmels erzürnten, gab er sie in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, des Chaldäers; der zerstörte dies Haus und führte das Volk weg nach Babel.«

Es geht mir jetzt nicht um eine historische Aufarbeitung dieser beiden Verse, sondern um den Beinamen, der Gott zugeordnet wird: »Knechte des Gottes des Himmels…« und »den Gott des Himmels erzürnten«. Zweimal wird Gott als »Gott des Himmels« tituliert. Welcher Begriff wird für »Gott« verwendet? Die deutsche Übersetzung verrät schon, dass der Text im Original nicht den monotheistischen Gottesnamen Jahwe verwendet. Der wird bei Luther mit HERR übersetzt. Dazu eine kurze Erklärung: Zeitweise durfte im »Heiligen Land« der Gottesname Jahwe nicht ausgesprochen werden. Wenn im biblischen Text Jahwe stand, so wurde »Adonai« vorgelesen, zu Deutsch »Herr«. In deutschen Bibelübersetzungen wird dann gern HERR in Großbuchstaben gesetzt, was die Heiligkeit des Gottesnamens ausdrücken soll.

Foto 2: Nebukadnezar musste auch dem Herrn der Himmel
und der Welten gehorchen. Foto (gespiegelt)

Im aramäischen Original der Hebraica steht da eindeutig »Elah (Gott, Einzahl von Elohim, Götter) der Himmel (Mehrzahl!)«.  Bleiben wir beim Büchlein »Esra«. Lesen wir die Verse in deutscher Übersetzung (2): »Und was sie bedürfen an Stieren, Widdern und Lämmern zum Brandopfer für den Gott des Himmels, an Weizen, Salz, Wein und Öl nach dem Wort der Priester in Jerusalem, das soll man ihnen täglich geben, und es soll nicht lässig geschehen, damit sie opfern zum lieblichen Geruch dem Gott des Himmels und bitten für das Leben des Königs und seiner Kinder.«

Untersuchen wir den Text im Original der »Biblia Hebraica«. Da soll dem »Elah der Himmel« geopfert werden. Der »Elah der Himmel« darf sich dann am lieblichen Geruch der Opfer ergötzen. Wieder kommt »Elah« zum Einsatz, die Einzahlform von »Elohim« (Götter). Und wieder steht im Original »Elah der Himmel« (Mehrzahl!)

Und noch einmal »Esra«! Im Büchlein »Esra« (3) lässt, »der König der Könige«, »Esra, den Priester und Schriftgelehrten im Gesetz des Gottes des Himmels«, grüßen. Original: Der König der Könige lässt »Esra, den Priester und Schriftgelehrten im Gesetz des Eloah/ Gottes der Himmel (Mehrzahl)« grüßen.

Der mächtige Herrscher befielt (4) »allen Schatzmeistern jenseits des Euphrat«: »Alles, was Esra, der Priester und Schriftgelehrte im Gesetz des Gottes des Himmels, von euch fordert, das ist sorgfältig zu befolgen!« Dem Esra ist also Gehorsam zu leisten. Und wieder lesen wir im Original »Eloah/ Gott der Himmel«.

Der Befehl wird wiederholt (5): »Alles, was der Befehl des Gottes des Himmels erfordert, das soll für das Haus des Gottes des Himmels sorgfältig getan werden, damit kein Zorn komme über das Reich des Königs und seiner Söhne.«  Im Original steht »Alles, was der Befehl des Eloah der Himmel erfordert, das soll für das Haus des Eloah des Himmels sorgfältig getan werden…«. Artaxerxes anerkennt also den »Gott der Himmel«, dessen Macht als so groß angesehen wird, dass auch seinem »Priester und Schriftgelehrten« gehorcht werden muss. Der König der Perser fürchtet den Zorn des jüdischen Gottes der Himmel.

In der »Biblia Hebraica« werden zwar verschiedene Begriffe für »Gott« verwendet, aber immer wird er als Gott der Himmel bezeichnet. Wie aber muss man »Gott der Himmel« verstehen? Nach Rücksprache mit jüdischen Schriftgelehrten weiß ich, dass damit »Gott der Welten« gemeint ist. Es gibt fremde Erden, fremde Welten und alle haben einen eigenen Himmel.

Zur Erinnerung: Ich suchte im siebenbändigen Werk »Legends of the Jews« von Ginzberg nach Informationen über Welten/ Erden im Weltall und wurde rasch fündig. Sieben »Erden« wurden aufgelistet: »erez«, »adamah«, »arka«, »harabah«, »yabbashah«, »tebel« und »heled«. Ginzberg vermerkt (6): »Unsere eigene Erde wird ›heled‹ genannt.«

Die von Louis Ginzberg zusammengetragen Legenden basieren alle auf einer sehr umfangreichen Textsammlung, für die man eigentlich mehrere Leben benötigt, wollte man sie gründlich studieren. Sie stammen alle aus dem »Gemara« des Talmud und wurden bereits beginnend im 2. Jahrhundert nach Christus erfasst. Im 8. Jahrhundert, das gilt als erwiesen, war die komplexe Sammlung komplett und wurde abgeschlossen. Die zum Teil mysteriösen Texte schließen Lücken des »Alten Testaments« oder sollen scheinbare oder echte Widersprüche im »Alten Testament« auflösen. Von manchen Texten sind die Verfasser bekannt, das heißt namhafte Rabbiner werden als Urheber genannt. Ob diese Männer aber tatsächlich die Autoren waren, das muss dahingestellt bleiben.

Foto 3: Moses soll sein Volk in die Freiheit führen.

Geschichten, die wir aus dem »Alten Testament« kennen, werden auch im Koran erzählt. Auch nicht so eifrigen Bibellesern ist bekannt, dass es im »Alten Testament« ausführlich um die Gefangenschaft des »Volkes Israel« in Ägypten geht. Moses soll im Auftrag Gottes das Volk der Israeliten aus der Gefangenschaft holen und ins »Heilige Land« führen. Das 2. Buch Mose wird auch als »Exodus«, zu Deutsch »Auszug« genannt. Die ersten 15 Kapitel dieses Buchs beschreiben die Flucht der Israeliten aus der Sklaverei.

Vom »Alten Testament« zum Koran…. Auch im Koran spielt Moses eine wichtige Rolle. Auch im Koran geht es um die Geschichte der ägyptischen Sklaverei unter dem Joch des Pharao. In der Sure »Die Dichter« lesen wir (7): »Pharao sagte: ›Und was ist der Herr der Welten?‹ Er (Moses) sagte: ›Es ist der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen den beiden ist, wenn ihr nur Gewissheit wolltet.‹«

Foto 4: Moses spielt in der Bibel wie im Koran
eine zentrale Rolle
(Foto im Kloster Benediktbeuern aufgenommen).

Früher bezeichnete man die Texte der Bibel als »kanonisch« und nannte Texte, die nicht in die Bibel aufgenommen wurden als »apokryph«, was mit unbedeutend gleichgesetzt wurde. Heute wird diesen Texten eine größere Bedeutung zugesprochen. Man stellt sie als einen zweiten Kanon (»deuterokanonisch«) neben die Texte der Bibel (»kanonisch«). Damit wurden diese Texte wieder deutlich aufgewertet. Die Bücher »Judit« und »Tobit« werden zu diesem »2. Kanon« gerechnet.

Als wie mächtig der alte Himmelsgott angesehen wurde, das belegen die Bücher Judit und Tobit, die auch vor Luther Gnade gefunden haben. Luther stellte sie in seiner Bibelübersetzung zwischen Altes und Neues Testament. Da wird Gott als »Gott des Himmels« (8) angebetet. Die Gläubigen bauen auf Gott, sehen ihn als Hoffnungsspender (9): »Sei getrost, Tochter, der Herr des Himmels verwandle dein Leid in Freude.«  Immer wieder begegnet uns Gott als »Herr des Himmels«. Wir bleiben im Buch »Tobit« (10): »Der Herr des Himmels sei mit dir und deiner Frau Sara auf dem Wege! … Und Tobias zog von Raguël los, gesund und fröhlich, und er pries den Herrn des Himmels und der Erde, den König über alles, dass er seinen Weg hatte gelingen lassen.« Es ist der »Herr des Himmels und der Erde«, der »König über alles«, der die Geschicke der Menschen lenkt.

Foto 5: Der Turm zu Babel
auf dem Cover der polnischen Ausgabe
meines Buches »Die großen Rätsel...«
Nach der Geschichte vom »Turmbau zu Babel«, wie sie Moses überliefert (11), ist Gott hoch oben im Himmel zuhause. Will er einen Menschen aufsuchen, muss er vom Himmel hoch zur Erde herabsteigen. Diverse Texte des »Alten Testaments« in Hebräisch wie in Aramäisch bezeichnen ihn als den »Gott der Himmel«. Aber auch in deuterokanonischen (apokryphen) Büchern des »Alten Testaments« kommt kein Zweifel auf: Gott ist ein Himmlischer. Er ist im Himmel zuhause.

Zur Erinnerung: Dr. Amira El-Zein, »Georgetown Universität« Katar, Doha, ließ in einem Kommentar im Deutschlandfunk keine Zweifel daran aufkommen, dass der Koran nicht nur die Erde als bewohnten Planeten kennt, sondern deren sieben (12): »Ferner gibt es sieben Himmel und sieben Erden. Sie unterscheiden sich untereinander und von unserer Erde. Alle haben ihre eigene Natur und ihre eigenen Bewohner.«

Als »Herr der Himmel und der Welten« wird Allah im Koran (13) bezeichnet. Und das nicht nur einmal! So heißt es gleich zu Beginn des Koran in Sure 1, »Die Eröffnung« genannt, (14): »Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten.« Ein weiteres Beispiel von vielen (15): »Ich fürchte Allah, den Herrn der Welten.« Und noch ein Beispiel (16): »Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten.« Der Koran fordert (17): »Sprich: ›Allahs Führung ist die eigentliche Führung und uns ist befohlen worden, daß wir uns dem Herrn der Welten ergeben sollen.‹« Der Koran lässt nicht zweifeln (18):

 »Segensreich ist Allah, der Herr der Welten.«  Letztlich ist der Koran für den Gläubigen auch ein Hymnus an Allah, den »Herrn der Himmel und der Welten«, was immer wieder explizit zum Ausdruck kommt (19): »Alles Lob gebührt dem Allah, dem Herrn der Himmel, … dem Herrn der Welten

Was ich als spannend dabei empfinde? Die Autoren von Schriften, die in den Kanon des »Alten Testaments« aufgenommen wurden, haben sich die Himmel als räumlich real vorgestellt. Die Autoren von Schriften, die einst als »apokryph« abgetan wurden, heute aber als »2. Kanon« geschätzt werden, hatten das gleiche Weltbild. Und auch im Koran finde ich dieses Weltbild, von unserer Welt hier und von himmlischen Gefilden ganz weit oben. Gott ist nach den alten Glaubensbildern von dort oben zu uns herab gekommen und wieder empor gestiegen. Zu den spannendsten Themen gehören Reisen in beide Richtungen, nämlich vom Himmel zur Erde und retour! Und Hesekiel scheint zwischendrin gereist zu sein. Es gilt, unzählige alte Schriften nach entsprechenden Berichten zu durchforsten. Und es gilt, Fragen zu stellen.

Foto 6: Gottesmutter Maria
mit Josef und dem Jesuskind. Ikone.
 In der 3. Sure lesen wir (20):

»Und damals sprachen die Engel: ›O Maria, siehe, Allah hat dich auserwählt und gereinigt und erwählt von den Frauen der Welten.« Gemeint ist natürlich Jesu Mutter Maria. Was hat das zu bedeuten, dass Maria erwählt wurde von den Frauen der Welten? Aus den Frauen der Welten! Nimmt man den Vers wörtlich, dann bedeutet dies, dass es noch andere Planeten gab, auf denen auch Frauen lebten.

Maria wurde, so der Text »erwählt von den Frauen der Welten«, also auserwählt aus den Reihen der Frauen der Welten. Wir sind nicht allein im Universum. Das scheint der Verfasser der zitierten Verszeile gewusst zu haben.

Ich gleiche ab mit einer gängigen Übersetzung des Korans ins Englische (21). Auch hier wurde Maria über alle Frauen der Welten (Mehrzahl!) gestellt. Auch hier ist von Welten in der Mehrzahl die Rede.

Fußnoten
(1) Esra Kapitel 5, Verse 11 und 12. Zitat nach »Luther Bibel 2017«
(2) Esra Kapitel 6, Verse 9 und 10. Zitat nach »Luther Bibel 2017«
(3) Esra Kapitel 7, Vers 12
(4) Ebenda, Vers 21
(5) Ebenda, Vers 23
(6) Ginzberg, Louis: »The Legends of the Jews«, Band 1 »From the Creation to Jacob«, Seite 113, 13. Zeile von unten - Seite 115, 12. Zeile von unten. Übersetzung Walter-Jörg Langbein.
(7) »Sure 26. Die Dichter«, Verse 23 und 24 (Sure 26, 23 und 24)
Zitiert habe ich die eBook-Version der Koran-Übersetzung von Simon Abram
(8) Siehe »Judit« Kapitel 5, Vers 8 in der »Luther Bibel 2017«
(9) Siehe »Tobit« Kapitel 7, Vers 17 in der »Luther Bibel 2017«. Siehe »Luther Bibel 1984«, »Tobit« Kapitel 7, Vers 20: »Der Herr des Himmels gebe dir nun Freude, nachdem du so viel Leid erlitten hast.«
(10) »Tobit« Kapitel 10, Verse 11 und 13 in der »Luther Bibel 2017«
(11) 1. Buch Mose Kapitel 11, Verse 1-9
(12) https://www.deutschlandfunk.de/sure-51-vers-56-geister-namens-dschinn.2395.de.html?dram:article_id=415855 Stand 07.05.2020
(13) Sure 45, 36 (Übersetzung/ Version Simon Abram, eBook-Ausgabe)
(14) Sure 1, 2 (Übersetzung/ Version Simon Abram, eBook-Ausgabe)
(15) Sure 5, 28 (Übersetzung/ Version Simon Abram, eBook-Ausgabe)
(16) Sure 6, 45 (Übersetzung/ Version Simon Abram, eBook-Ausgabe)
(17) Sure 6, 71 (Übersetzung/ Version Simon Abram, eBook-Ausgabe)
(18) Sure 7, 54 (Übersetzung/ Version Simon Abram, eBook-Ausgabe)
(19) Sure 45, 36 (Übersetzung/ Version Simon Abram, eBook-Ausgabe)
(20) Sure 3, 42 (Übersetzung/ Version Simon Abram, eBook-Ausgabe)
(21) »The Qur'an (Quran): With Surah Introductions and Appendices - Saheeh International Translation (Englisch)«, Birmingham, 8. Auflage Dezember 2017
Sure 3, 42: »O Mary, indeed Allah has chosen you and purified you and chosen you above the women of the worlds.«

Zu den Fotos
Foto 1: Nebukadnezar, mächtiger Herrscher zu biblischen Zeiten. Foto (gespiegelt, teilweise kontrastverstärkt): Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 2: Nebukadnezar musste auch dem Herrn der Himmel und der Welten gehorchen. Foto (gespiegelt): Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 3: Moses soll sein Volk in die Freiheit führen. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Moses spielt in der Bibel wie im Koran eine zentrale Rolle (Foto im Kloster Benediktbeuern aufgenommen). Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Der Turm zu Babel auf dem Cover der polnischen Ausgabe meines Buches »Die großen Rätsel...« Foto: Archiv Walter-Jörg Langbein.
Foto 6: Maria mit Josef und dem Jesuskind. Ikone. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein

547. »Von anderen Welten – in und über der Welt«,
Teil 547 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 12. Juli 2020



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Sonntag, 27. Oktober 2019

510. »Als Eva noch eine Göttin war«

Teil 510 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

>> Buch »Als Eva noch eine Göttin war« jetzt bei amazon bestellen >>

Foto 1: »Als Eva noch eine Göttin war«. –
Erfolgstitel von Walter-Jörg Langbein
Die Geschichte von Adam und Eva ist die bekannteste der Bibel überhaupt. Auch der Koran kennt Adam. Im Koran werden die Menschen »Kinder Adams« genannt. In der Sure Al-Isra‘ (1) lesen wir: »Und wir waren gegen die Kinder Adams huldreich und haben bewirkt, dass sie auf dem Festland (von Reittieren) und auf dem Meer (von Schiffen) getragen werden, (haben) ihnen (allerlei) gute Dinge beschert und sie vor vielen von denen, die wir (sonst noch) erschaffen haben, sichtlich ausgezeichnet.«

Altes Testament und Koran bieten ganz ähnliche »Urgeschichte« der Menschheit, es gibt aber einen wesentlichen Unterschied. Der Gott des Alten Testaments setzt Adam als Gärtner ins Paradies. Der Adam des Korans freilich spielt eine sehr viel dominantere Rolle als sein jüdisches Pendant. Der Gott des Korans verkündet den Engeln vor der Erschaffung Adams, dass er den ersten Menschen als »chalīfa« einsetzen werde. Während meines Studiums der evangelischen Theologie in Erlangen, aber auch in Göttingen, hatte ich immer wieder Gelegenheit, mich mit Muslimen über die Problematik der richtigen Übersetzung des Korans zu unterhalten. Ein konkretes Beispiel: Adam bekommt von Allah die Position eines »chalīfa«. Wie aber übersetzt man »chalīfa« ins Deutsche? Ein »chalīfa« ist im Arabischen gewöhnlich ein »Stellvertreter« oder »Nachfolger«. Beide Ausdrücke tauchen in unterschiedlichen Übersetzungen auf. Rudi Paret (*1901; †1983)  formuliert es so (2): »

Ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen!« Die angeblich wortgetreue Übersetzung von Dr. Ullmann bietet an (3): »Ich will auf Erden einen Statthalter setzen.« Was also war Adam? »Nachfolger« oder »Statthalter«? Ich bin versucht, den Adam des Korans als eine Art »Papst« zu sehen, als »Stellvertreter« Gottes auf Erden. Diese hohe Stellung Adams in der Schöpfung nach dem Verständnis des Korans erklärt die Dominanz des Mannes im Weltbild der Muslime.

Die Engel sind von dieser Idee ganz und gar nicht begeistert und warnen Gott (3): »Willst du auf ihr (auf der Erde) jemand einsetzen, der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt … ?« Offensichtlich lässt such Allah nicht von seinem Vorhaben abbringen und schlägt die mahnenden Worte der Engel in den Wind.  Betrachtet man die Weltgeschichte bis in die Gegenwart, so kann man nur konstatieren, dass sich die Prophezeiung der Engel bewahrheitet hat. Der Mensch richtet auf Erden in der Tat Unheil an und vergießt Blut.

Foto 2: Adam nach Albrecht Dürer. 
Briefmarke Vereinigte Arabische Emirate
(1971)
Im Alten Testament (4) wie im Koran (5) darf Adam die Tiere benennen. Mit dem Beim-Namen-Nennen erhält Adam, das ist eine uralte magische Vorstellung, Macht. Diese magische Vorstellung findet sich noch im Märchen von Rumpelstilzchen, der seine Macht verliert, sobald man ihn beim Namen nennt.

Im Koran benennt Adam nicht nur alle Dinge, er ruft auch die Engel, so wie von Gott befohlen beim Namen (6): »Er (Gott) sprach: ›O Adam, nenne ihnen ihre Namen!‹« Somit steht Adam über den Engeln, die sich, wieder auf Geheiß Gottes, vor Adam zu Boden werfen müssen. Das tun alle Engel, mit Ausnahme des hochmütigen Iblis. Iblis will Allah beweisen, dass die Menschen unwürdig sind, so dass man von ihm nicht erwarten kann, sich demütig vor den Menschen zu Boden zu werfen. Allah willigt ein und Iblis darf bis zum Jüngsten Tag versuchen zu beweisen, dass der Mensch unwürdig ist (7).

Die Geschichte von Adam und Eva ist die bekannteste der Bibel überhaupt. Auch der Koran kennt Adam. Im Koran werden die Menschen »Kinder Adams« genannt. Im Alten Testament wie im Koran wird Adam von Gott geschaffen. Freilich sind Adam und Eva sehr viel älter als der Koran und das Alte Testament. Nehmen wir die Spur auf!

Adam erhebt sich im Alten Testament über Eva. So wie er alle Tiere benennt und so Macht über sie erhält, so benennt er auch seine Frau (8): »Und er rief, Adam, einen Namen seiner Frau: Chawa, denn sie wurde die Mutter aller Lebenden.«

Foto 3:
Eva nach Albrecht Dürer.
Wirklich verständlich ist diese Erklärung für den Bibelleser nicht. Es drängt sich doch die Frage auf, wieso Adam seine Frau »Eva« genannt haben soll,  weil sie »die Mutter aller, die da leben« wurde. Der deutsche Text gibt keine Erklärung.

Die »Hoffnung für Alle«-Ausgabe der Bibel versucht dem Laien den Zusammenhang zu verdeutlichen, indem eine »Übersetzung« von »Eva« angeboten und in Klammern eingefügt wird: »Adam gab seiner Frau den Namen Eva (›Leben‹), denn sie sollte die Stammmutter aller Menschen werden.«

»Eva«, so meint der Laie verstehen zu müssen, heißt also Leben. Und weil Eva die »Stammmutter aller Menschen« wurde, nannte ihr Mann Adam sie in prophetischer Weitsicht »Eva«, eben »Leben«.
Die Brisanz des Originaltextes geht allerdings in sämtlichen Übersetzungen verloren. Im hebräischen Original steht nämlich, wortwörtlich ins Deutsche übertragen: »Und der Mann nannte seine Frau Eva, denn sie war die Mutter aller lebenden Dinge/ alles Lebendigen.« Im Originaltext ist Eva nicht nur Stammmutter aller künftigen Menschen, sondern alles Lebendigen. Dazu gehören nach uralter Vorstellung die Pflanzen, die Tiere, die Menschen – und die Götter. Eva erhält also ihren Namen, weil sie als wirkliche Urmutter von Tieren, Menschen und Göttern und nicht nur von den Menschen angesehen wurde!

Was vordergründig als eine sprachwissenschaftliche Haarspalterei erscheinen mag, birgt geradezu die Brisanz eines Sakrilegs: Eva war demnach weit mehr als die erste Frau und Mutter aller Menschen, die nach ihr lebten. Sie war die »Mutter alles Lebendigen«. Sie trug damit einen uralten Ehrentitel, den es schon im Sumerischen gab, lange bevor die Bibel geschrieben wurde. »Eva« entspricht der sumerischen Göttin »nin.ti«. »Nin.ti« wurde nicht nur »Herrin des Lebens«, sondern auch »Herrin der Rippe« genannt. Das sumerische »Herrin der Rippe« lässt sich auch mit »Herrin/ Göttin, die Leben erschafft« übersetzen!

Jetzt erscheint die Aussage der Bibel, dass Eva aus Adams Rippe kreiert wurde, in ganz anderem Licht! Eva, die Urmutter alles Lebendigen, war ursprünglich viel mehr als die erste Frau. Sie war eine Göttin, die alles Leben schuf!

Foto 4:  Eva greift nach dem Apfel,
Fotomontage nach einem Motiv
von Maarten van Heemskerck.

Wie Eva wurde die Göttin Ninhursag (alias »Mami« und »Nintu«) auch »Mutter alles Lebenden« genannt, das allerdings schon Jahrtausende vor Entstehung der Bibel. Göttin Ninhursag trug eine Art Ehrentitel: wahre und große Herrin des Himmels. Klingt das nicht auch nach Maria, Jesu Mutter, genannt die »Gottesmutter«?

Eva ist die zum Menschen degradierte einstige »Göttin der Rippe«, die alles Leben schuf. Sie ist die von den biblischen Theologen entmachtete Göttin Ninhursag der Sumerer, die einst als mächtige Erd- und Muttergottheit angebetet wurde. Als Göttin der Fruchtbarkeit bestimmte sie über das Schicksal der Erde. In Tempel-Hymnen wird sie als »wahre und große Herrin des Himmels« gepriesen.

Foto 5: Eva nach
Lucas Cranach d.Ä.
Professor Isaac M. Kikawada (*1937; †2018) war an der Universität von Berkeley, Kalifornien, Experte für die Urgötter des Nahen Ostens. Er veröffentliche die fundierten theologische Bücher »Jesus in the Gospels« (Jesus in den Evangelien) und »Before Abraham was« (Bevor es Abraham gab). Übersetzungen ins Deutsche liegen leider nicht vor. Wirklich brisant sind seine Forschungsergebnisse über Eva, die er im »Journal of Biblical Literature« veröffentlichte. Damit hätte er weltweit heftigste Diskussionen auslösen müssen. Aber anscheinend nimmt man in der »wissenschaftlichen Theologie« kontroverse Meinungen offiziell überhaupt nicht zur Kenntnis, auch dann nicht, wenn sie aus seriöser Quelle stammen. Prof. Isaac Kikawada identifizierte Eva als die Göttin Mami, als die »Herrin aller Götter«.

In der Welt des Vorderen Orients gab es eine Vielzahl von Göttinnen. Genauer gesagt: Es sind unzählige Namen von Göttinnen überliefert, die eine ganz besonders große Rolle in den Glaubenswelten der Menschen gespielt haben müssen. Verfolgen wir die Spur der Göttinnen zurück in die graue Vorzeit! Rasch erkennen wir, dass sie alle einen gemeinsamen Ursprung haben. Am Anfang war nicht der männliche Schöpfergott. Am Anfang war nicht der männliche Urheber allen Seins, sondern die Göttin. Vielfältig wie die unterschiedlichen Namen der Göttinnen, scheinen auchdie ältesten Überlieferungen über den Ursprung allen Seins zu sein.

Foto 6:
Die legendäre
sumerische Göttin
Ninhursag.
Der Schein aber trügt, wie der Anthropologe, Orientalist und Bibelforscher Raphael Patai (*1910; †1996), feststellt (9): »Die ältesten Antworten auf die berühmte Frage nach dem Woher wiederholen immer wieder in mannigfaltiger Form die gleiche Idee: Es war der Körper der Urgöttin, aus dem entweder das Weltenei erschien oder aus dem die Erde geboren wurde. Oder es war der Körper der Göttin selbst, aus dessen Materie die Erde geformt wurde. So beginnen die ältesten Kosmologien mit der Urgöttin.« Schon 1930 kam der Theologe Wilhelm Schmidt (*1868; †1954) in seinem Werk  »Ursprung und Werden der Religion« zur Erkenntnis, dass uralte Kulturen das höchste Wesen häufig als Göttin sahen. Schmidt, ein deutsch-österreichischer römisch-katholischer Priester, Religionswissenschaftler, Sprachwissenschaftler und Ethnologe, war weltweit geachteter Theologe im besten Sinne des Wortes. Er blickte weit über den Tellerrand der eigenen Konfession hinaus.

Die »Urgöttin« Eva, die »Mutter alles Lebenden« wurde mit »Mutter Erde« gleichgesetzt. Im biblischen Buch Hiob (10) wird versteckt noch an das Bild von »Mutter Erde« erinnert: »Nackt kam ich hervor aus dem Schoß meiner Mutter; nackt kehre ich dahin zurück.« Zunächst denkt man an die menschliche Mutter, die das nackte Baby gebiert. Doch im zweiten Teil des Satzes ist vom Tod die Rede: Als nackter Leichnam kehrt der Tote nicht in den Leib seiner irdischen Mutter, sondern in den »Leib« der Erde zurück. Der Tote wird im Erdreich bestattet. Die Erde wird ganz klar als »Schoß der Mutter« bezeichnet, in den der Mensch zurückkehrt. Die verborgene Botschaft lautet also: Mutter Erde hat den Menschen geboren und nimmt ihn nach seinem Tode wieder auf. Sollte man gar einen Schritt weiter gehen können? Spielt der Hiob-Satz auf die Lehre von der Wiedergeburt an: Der Mensch wird geboren, stirbt, aber um wieder geboren zu werden?

Zur vertiefenden Lektüre empfohlen…
Walter-Jörg Langbein: »Als Eva noch eine Göttin war: Die Wiederentdeckung des Weiblichen in der Bibel – Verborgenes Wissen in biblischen Schriften, verbotenen Büchern und sakralen Kunstwerken«, Groß-Geruau 2015; >> amazon

Foto 7: »Als Eva noch eine Göttin war«. –
Erfolgstitel von Walter-Jörg Langbein

Fußnoten
(1) Übersetzung von Paret, Rudi: »Der Koran/ deutsche Übersetzung«, Stuttgart 1979, 2. Auflage, eBook-Version
Sure 30, Vers 70
(2) Ebenda, Sure 2, Vers 30
(3) »Der Koran/ Aus dem Arabischen wortgetreu übersetzt und mit erläuternden Anmerkungen versehen von Dr. L. Ullmann«, Paderborn, ohne Jahresangabe, Seite 21, 9.+10. Zeile von unten
(4) 1. Buch Mose Kapitel 2, Vers 18
(5) 2. Sure, Vers 31. Im Koran darf Adam nicht nur die Tiere, sondern alles, alle Dinge, benennen.
(6) 2. Sure, Vers 32
(7) 38. Sure, Verse 79+80
(8) 1. Buch Mose, Kapitel 3, Vers 20, in meiner wortwörtlichen Übersetzung aus dem Hebräischen.
(9) Patai, Raphael: »The Hebrew Goddess«, 3., erweiterte Auflage, Detroit,
Michigan, USA, 1990
(10) Hiob, Kapitel 1, Vers 21

Zu den Fotos
Foto 1: »Als Eva noch eine Göttin war«. – Erfolgstitel von Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Adam nach Albrecht Dürer.  Briefmarke Vereinigte Arabische Emirate 1971. Foto: Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Eva nach Albrecht Dürer. Foto: Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4:  Eva greift nach dem Apfel, Fotomontage nach einem Motiv von Maarten van Heemskerck. Foto: Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Eva nach Lucas Cranach d.Ä. Foto: Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Die legendäre sumerische Göttin Ninhursag. Foto: Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 7: »Als Eva noch eine Göttin war«. – Erfolgstitel von Walter-Jörg Langbein



511. »Als Adammu vom Himmel stieg«,
Teil 511 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 3. November 2019



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Sonntag, 9. April 2017

377 »Der Teufel im Stall von Bethlehem?«


Teil  377 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Mohammed und  Gabriel

Kürzlich war ich im Weserbergland im Bus unterwegs. Ich ließ die Landschaft an mir vorüberziehen, da und dort lag noch Schnee (1). Kinder rutschten auf Schlitten von abschüssigen Gärten. Mürrische Männer hackten Eis von Gehwegen, Frauen streuten Salz. Ein junger Mann setzte sich neben mich und begann Allah zu preisen. Dass ich seinen Redeschwall unbeeindruckt über mich ergehen ließ, schien ihn zu ärgern. »Du kennst doch den Erzengel Gabriel!«, fuhr er mich etwas unwirsch an.

»Nicht persönlich…«, wandte ich ein. »Scherze nur über solche Dinge! Das Lachen wird dir schon noch vergehen!«, gab der orientalisch anmutende Missionar grob zu bedenken. Er zupfte versonnen und selbstgefällig an seinem krausen Bart. »Wenn du dich nicht zu Allah bekennst, wirst du in der Hölle schmoren! Teufel werden dich in siedendes Öl werfen und mit Mistgabeln quälen!«

Foto 2: Die zur Rechten Jesu

Ich reagierte wohl anders als erwartet: »Ich bin müde, wollte eigentlich etwas schlafen…« Damit hatte ich ihm ein Stichwort frei Haus geliefert. »Du bildest dir wohl ein, einst zur Rechten von deinem Jesus zu sitzen? Du wirst schreien vor Schmerz, wenn du in der Hölle landest!« Schließlich begann der junge Mann mit missionarischem Eifer über Allah, Tag und Nacht und die Gnade des Schlafens zu schwadronieren. Er steckte er mir ein Zettelchen zu. Darauf stand zu lesen:

»Wer von euch einen schönen Traum hatte, soll wissen, er ist von Allah. Er soll dafür danken und ihn sofort anderen weitererzählen. Wenn ihr einen bösen Traum habt, ist er vom Teufel und man muss vor ihm fliehen und bei Gott Zuflucht suchen. Man soll ihn auch nicht weitererzählen, dann wird der Traum keinen Schaden zufügen können.« Eine Quelle war auch angegeben (2).

Fotos 3-6: Teufel und Engel.
»Überall ist er, der Teufel und seine Gesandten!«, gab mir der in meinen Augen reichlich aufdringliche Mann noch auf den Weg als ich ausstieg. »Auf Reklametafeln, im Freibad…« Ich stand noch einen Moment an meiner Bushaltestelle, der Bus entfernte sich. Mir kam das Tympanon im Westturm des Freiburger Münsters in den Sinn. Entstanden ist es wohl im späten 13. oder im frühen 14. Jahrhundert, also um das Jahr 1200. Es spiegelt den damaligen Volksglauben wieder, wonach es in der Welt nur so von bösen und guten Mächten wimmelt, die sich alle um den Menschen bemühen. Beide »Parteien« trachten nach der Seele von uns Menschen. Die einen wollen sie in die Hölle zerren, die anderen gen Himmel führen. Vertreter des Guten sind natürlich die Engel, die des Bösen die Teufel. Beide – Engel wie Teufel – tauchen im Figurengetümmel des Tympanons immer wieder auf. Erzengel Gabriel tritt an der Seelenwaage in der Erscheinung. Mit einfachen Mitteln ermittelt er, wer als Sünder bestraft, wer als guter Mensch belohnt wird. Er muss nicht in ein Buch des Lebens blicken, in welchem gute und böse Taten jedes einzelnen Menschen penibel dokumentiert sind.

Der Erzengel kann – so sieht es der unbekannte Künstler –  per Waage feststellen, welche Seele in den Himmel darf und welche ab ins Höllenfeuer muss. Der böse Teufel vom Tympanon wird – so zeigt es das sakrale Kunstwerk – bei einem plumpen Versuch zu tricksen ertappt. Er zerrt mit Gewalt an der Waagschale, in der eine Menschenseele hockt. Der Teufel möchte sich die Seele – salopp gesagt – unter den Nagel reißen.

Foto 7: Erzengel Gabriel an der Seelenwaage mit Teufeln. Foto Walter-Jörg Langbein

Immer wieder habe ich die zahlreichen Figürchen und Figuren im Eingangsbereich des Freiburger Münsters betrachtet. Je länger ich versucht habe, die Aussagen der Darstellungen zu verstehen, desto klarer wurde mir: Eigentlich müsste man nicht Tage, sondern Wochen einplanen für einen Besuch des Freiburger Münsters, um sich auch nur einen Überblick zu verschaffen. Unklar ist, was die einzelnen Statuen und Statuetten aussagen sollen, vor allem auch, warum sie so angeordnet sind, wie wir sie vorfinden. Telefonisch befragt erklärte mir ein Mitarbeiter der katholischen Kirche von Münster:

»Vieles kennen, erkennen wir natürlich! Aber nicht alles! Wir wissen nicht bei allen Figuren, wer da dargestellt werden soll. Wir wissen schon gar nicht, ob die Anordnung der Figuren etwas aussagen soll. Wir wissen nicht, wie die Figuren ursprünglich angeordnet waren und ob sie aus welchen Gründen auch immer umgestellt wurden, auch nicht warum sie womöglich ursprünglich in ganz anderer Konstellation aufgestellt wurden!«

Foto 8: Der geheimnisvolle Lichtbringer.

Ich frage mich: Wussten die Menschen um das Jahr 1200 so viel mehr als wir heute über biblische Geschichten und Heiligenlegenden? Verstanden die, die nicht lesen konnten, ohne geschriebene Worte, was ihnen da vor Augen geführt wurde? Standen womöglich Mönche bereit, um zu erklären, was da zu sehen war? Ein Bild, heißt es, sagt mehr als tausend Worte. Aber es besteht die Gefahr, dass man Bilder völlig falsch interpretiert, wenn es keine erklärenden Worte dazu gibt. Wer – zum Beispiel – ist die mysteriöse Gestalt am Kopfende von Marias Bett im Stall von Bethlehem? Sie hält einen Kerzenständer mit mächtiger Kerze, während »Gottesmutter« Maria das erwachsen wirkende »Jesusbaby« herzt.

Foto 9: Figuren links vom Eingang.

Kunsthistoriker Guido Linke kommentiert in seinem detailreichen Werk »Freiburger Münster« (3): »Maria liegt im großzügig drapierten Kindbett. … Am Fußende sitzt der mit dem Judenhut angetane Joseph … Von den anbetenden Engeln hebt sich eine Gestalt am Kopfende des Bettes ab, die einen Kerzenleuchter trägt und durch eine Krone ausgezeichnet ist. Sie ist vielleicht als Personifizierung der das Licht der Welt anbetenden Kirche zu verstehen.«

Ist die Gestalt mit dem Kerzenständer ein Engel? Mir scheint ja! Das Haupt der Gestalt schmückt eine Krone. Ein Engel mit Krone? Wer soll das sein? Mir kommt die »Offenbarung des Johannes«, auch »Apokalypse des Johannes« genannt, in den Sinn. Da heißt es (4): »Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen.«

Die »Elberfelder Bibel« (5) vermeldet einen scheinbar abweichenden Sachverhalt: »Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: Und siehe, ein großer, feuerroter Drache, der sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Diademe hatte.« Krone oder Diadem? Eine Fußnote klärt auf: »Das Diadem, ein Stirnreif, war im Altertum das Zeichen der Königswürde.« »Hoffnung für alle« (6) erkennt »Kronen« auf den Häuptern des Drachen, ebenso die »Schlachter-Bibel« (7). Die »Neue Evangelische Übersetzung« (8) greift wiederum zum Terminus »Diadem« und erklärt in einer Fußnote: »Ein Diadem ist keine Krone sondern ein schmales Band aus Seide, Leinen oder Edelmetall, das oft mit Perlen oder Edelsteinen besetzt ist. Es symbolisiert königliche Würde und Macht.«

Foto 10: Figuren rechts vom Eingang.
Mir kommt beim Anblick des gekrönten Engels mit der Lichterkerze der Lichtbringer in den Sinn! Ich darf in Erinnerung rufen: Jesus will Satan wie einen Blitz vom Himmel stürzend gesehen haben (9): »Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz.«  Vom »Neuen« zum »Alten Testament« Bei Jesaja heißt es über den Sturz des Königs von Babylon (10): »Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern!« Jesaja bezeichnete den Herrscher von Babylon als gefallenen »Morgenstern«. Und den kannte man in der römischen Mythologie als Luzifer. Der König von Babylon trug als Zeichen seiner Würde ein Diadem oder eine Krone. Wenn wir im Stall von Bethlehem einen »Engel« sehen, der Licht bringt, kann das als Anspielung auf Luzifer gesehen werden, auf den teuflischen Lichtbringer? Wie der verteufelte König von Babylon alias Luzifer hat auch der Lichtbringer im Stall von Bethlehem eine Krone auf dem Haupt. Was aber hat Luzifer im Stall von Bethlehem zu suchen?

Jahrzehnte bereiste ich die Welt, besuchte mysteriöse Orte. Ich berichtete über erstaunliche Phänomene von Ägypten bis Vanuatu. In den vergangenen Jahren widmete ich Stätten viel Aufmerksamkeit, die ich Jahrzehnte lang leider vernachlässigt habe: Es geht mir um sakrale Bauten – von der kleinen Kapelle bis zur mächtigen Kathedrale. Ausführlich schildere ich, was es – zum Beispiel – im Münster zu Freiburg zu sehen gibt. Warum? Ich will keineswegs meine Meinung als die wahre propagieren. Ich möchte lediglich darauf aufmerksam machen, was mich immer wieder zum staunenden Nachdenken bringt.

Nach Vanuatu in der Südsee werden mir nur die wenigsten Leserinnen oder Leser folgen können. Doch jede Leserin, jeder Leser hat – wo auch immer in unserer Heimat – Kapellen oder Kathedralen vor der sprichwörtlichen Haustüre, die zu besuchen mehr als lohnenswert sind.


Fußnoten
1) Diesen Beitrag habe ich am 20. Januar 2017 geschrieben.
2) Sahih Al-Buchari, Band 9, Buch 87, Nr. 114
3) Linke, Guido: »Freiburger Münster/ Gotische Skulpturen der Turmvorhalle«,
     Freiburg, 1. Auflage 2011, Seite 28, linke Spalte und rechte Spalte oben
4) »Offenbarung des Johannes«, Kapitel 12 Vers 3. Lutherbibel 2017
5) »Revidierte Elberfelder Bibel«, (Rev. 26) © 1985/1991/2008 SCM R.Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten
6) Ausgabe 2002
7) Genfer Bibelgesellschaft, Ausgabe 2000
8) © 2016 Karl-Heinz Vanheiden (Textstand 16 01)
9) »Das Evangelium nach Lukas« Kapitel 10, Vers 18
10) »Prophet Jesaja« Kapitel 14, Vers 12


Fotos 11 und 12: Die 12 Apostel.

Zu den Fotos
Foto 1: Mohammed und  Gabriel (etwa 1307). Foto wikimedia public domain/  Mladifilozof
Foto 2: Die zur Rechten Jesu ... Foto Walter-Jörg Langbein
Fotos 3-6: Teufel und Engel. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 7: Erzengel Gabriel an der Seelenwaage mit Teufeln. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Der geheimnisvolle Lichtbringer. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 9: Figuren links vom Eingang. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 10: Figuren rechts vom Eingang. Foto Walter-Jörg Langbein
Fotos 11 und 12: Collage aus zwei Fotos. Die 12 Apostel. Fotos Walter-Jörg Langbein

378 »Erich von Däniken zum 82.«
Teil  378 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein,                      
erscheint am 16.04.2017



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Sonntag, 17. April 2016

326 »Erich von Däniken zum 81.«

Teil 326 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: EvD beim Kartenstudium

Am 14. April 2016 feierte Erich von Däniken seinen 81. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch nachträglich! Ob EvD wirklich gefeiert hat? Oder recherchierte er  in Sachen »Astronautengötter« ? Gefragt ist der sympathische Schweizer wie eh und je, im In- und Ausland. Die Anfragen, Vorträge zu halten, häufen sich, türmen sich auf. Erich von Däniken hätte sich vor Jahrzehnten vielfach klonen lassen müssen, wollte er allen Einladungen gerecht werden. So ist er ständig unterwegs und steckt nach wie vor mit seinem unglaublichen Enthusiasmus an.

Wenn Erich von Däniken loslegt, per Beamer Fotos wie Filme auf Großleinwände werfen lässt, wenn er, stets frei sprechend und präzise formulierend fasziniert, dann kann sich kaum jemand seinem Charisma entziehen.

Fast 50 Jahre ist es her (es sind 48!), dass Erich von Däniken anno 1968 so etwas wie eine geistige Lawine losgetreten hat. Dabei wollte damals erst kein Verlag seine »Erinnerungen an die Zukunft« haben. Und EvDs erster Verlag legte erst recht zögerlich eine erste und bescheidene Auflage auf.  Doch dann wurde Dänikens Erstling zum Megabestseller – und das weltweit. »Zurück zu den Sternen«, »Aussaat und Kosmos« folgten, und weitere Bestseller.

Foto 2: EvD mit Tochter Cornelia
Däniken lieferte ein Indiz nach dem anderen, fügte Indiz nach Indiz zu einem großen Gesamt-Mosaik-Bild zusammen, das überzeugt. Dabei ist Erich von Däniken sich immer treu geblieben. Im Gegensatz zu seinen Gegnern, die oftmals in unverschämter, hässlicher Weise hetzen, bleibt EvD stets sachlich, freundlich und höflich. Geduldig antwortet er »Skeptikern«, die ihm gern unsinnige Behauptungen unterstellen, die freilich nirgendwo in seinen Büchern zu finden sind.

Im Verlauf der Jahrzehnte tauchten immer selbsternannte »Autoritäten« auf, die diesen Däniken endgültig widerlegen wollten. Sie verschwanden alle wieder in der Versenkung, EvD aber blieb und schrieb weiter.

Am 14. April wurde EvD 81. Ob er die erwartete Rückkehr der »Astronautengötter« noch erleben wird? Es ist ihm, es ist uns von Herzen zu wünschen! Warum? Wir erleben zu Beginn des dritten Jahrtausends nach Christus, dass religiöser Fanatismus immer gefährlicher wird. Wenn diverse Fanatiker lautstark verkünden, allein den einzig wahren Gott zu vertreten, dann droht Gefahr. Und zwar dann, wenn vermeintlich Ungläubige mit der Überzeugungskraft des Schwertes zum wahren Glauben geführt werden sollen.

Foto 3: Vor der Küste der Bretagne
Wer Religionskriege für überholte Zeiterscheinungen der Vergangenheit hält, irrt gewaltig. Was unterschwellig schwelt kann bald offen ausbrechen, zu einer Flamme, die nicht mehr zu löschen sein wird. Die Güter von Planet Erde sind ungerecht verteilt, weil es ungerecht zugeht auf unserem Planeten. Es sind da viele, die nichts haben und sehr wenige, die sehr viel besitzen. Und die Ärmsten der Armen, die mittellos sind, sind sehr empfänglich für radikale Fundamentalisten.

»Alles gehört Allah!«, schrie mich kürzlich ein grimmig dreinblickender Mensch vor einem großen Bahnhof in Norddeutschland an. »Und uns wahren Gläubigen stehen irdische Güter mehr zu als jedem Ungläubigen, denn Allah ist größer!«

Man stelle sich vor: Die »Astronautengötter« kehren zurück. Sie nehmen offiziell Kontakt auf mit der Menschheit und nicht nur mit diesem oder jenem Regierungsvertreter. Dank des Internets können die kosmischen Besucher global informieren.

Foto 4: EvDs »Erstling«
Man stelle sich vor: Auf einmal wird offenbar, was Erich von Däniken seit mehr als einem halben Jahrhundert postuliert. Auf einmal wird klar, dass es nicht auf der einen Seite einen einzigen »wahren« und auf der anderen Seite viele »falsche« Götter gibt. Auf einmal wissen alle, dass es einst Außerirdische waren, die als »Götter« missverstanden und verehrt wurden. In Mythen und Religionen leben die »Astronauten der Vorzeit« als Götter weiter.

Was geschieht, wenn sich zeigt, dass die Götter tatsächlich »nur« Astronauten waren? Was geschieht, wenn klar wird, dass es eben nicht einen angeblich wahren und ansonsten nur angeblich falsche »Götter« gibt? Was geschieht, wenn sich alle »Götter« als »falsch« erweisen, weil sie alle eben nicht göttlich, sondern nur simple Astronauten waren? Was geschieht, wenn die Autorität, die jede einzelne institutionalisierte Religion angeblich hat, auf einem einfachen, großen Missverständnis beruht? Und wenn sich ihre Autorität folglich in Nichts auflöst? Was geschieht, wenn gerade die Religionsführer, die sich besonders laut auf ihren eigenen Gott berufen, plötzlich jede Autorität verlieren!

Ich bin optimistisch. Ich bin davon überzeugt, dass dann keine Religion mehr als Motivation herhalten, die Anhänger anderer Religionen niederzumetzeln.

Foto 5: EvD und der Autor. Malta
Betroffen sind dann auch jene  Wissenschaftler, die bis dato Hinweise auf Götter, die von den Sternen
kamen, wegerklärt haben. Blamieren werden sich dann auch die Wissenschaftler, die Sternengötter zu Naturerscheinungen erklärten, oder zu frommem Wunschdenken ohne realen Hintergrund. Und die Besucher aus dem All, wie werden sie reagieren auf die Dummheit von uns Menschen? Ich hoffe mit einem nachsichtigen Lächeln!

Am 14. April wurde Erich von Däniken 81. Ist er alt? Albert Schweitzer: »Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand, sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Fantasie, Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über die Feigheit, Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit. Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich gebracht hat. Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen Lebewohl sagt!«

Adolf  Holl formulierte: »Je religiöser ein Mensch, desto mehr glaubt er; je mehr er glaubt, desto weniger denkt er; je weniger er denkt, desto dümmer ist er; je dümmer er ist, desto leichter kann er beherrscht werden. Das gilt für Sektenmitglieder ebenso wie für die Anhänger der großen Weltreligionen mit gewalttätig intolerantem ›Wahrheits‹-Anspruch. Dagegen hilft, auf Dauer, nur Aufklärung.«

Erich von Däniken ist ein ewig »junger« radikaler Aufklärer im besten Sinne des Wortes!

Foto 6: EvD in einer unteridischen Stadt
Und Fjodor Michailowitsch Dostojewski schrieb: »Vieles auf Erden ist uns verborgen. Als Ersatz dafür wurde uns ein geheimnisvolles, heimliches Gefühl zuteil von unserer pulsierenden Verbindung mit einer anderen Welt, einer erhabenen und höheren Welt, und auch die Wurzeln unserer Gedanken und Gefühle sind nicht hier, sondern in anderen Welten.«

Erich von Däniken hat uns die Tür zu einer anderen, höchst realen Welt aufgestoßen. Er hat uns in die graue Vergangenheit zurück geführt und uns gleichzeitig das Tor zum Kosmos aufgestoßen. Der Mensch muss die Reise ins All antreten, das liegt in unseren Genen.

Seine Heiligkeit der Dalai Lama formulierte versöhnlich und provokativ: »Für mich stellen Liebe und Mitgefühl eine allgemeine, eine universelle Religion dar. Man braucht dafür keine Tempel und keine Kirche, ja nicht einmal unbedingt einen Glauben, wenn man einfach nur versucht, ein menschliches Wesen zu sein mit einem warmen Herzen und einem Lächeln, das genügt.«

Erich von Däniken schloss sein drittes Werk »Aussaat und Kosmos«, 1972 erschienen, mit den Worten: »Soll man Tempel sprengen, Kirchen schleifen? Nie und nimmer. Wo Menschen sich zusammenfinden und den Schöpfer preisen, empfinden sie eine wohltuende stärkende Gemeinsamkeit. Wie vom Ton einer Stimmgabel angerührt, schwingt gemeinsame Ahnung von etwas
Großartigem in Raum. Tempel und Kirchen sind Orte der Besinnung, Räume des gemeinsamen Lobes für das Undefinierbare, für ES, das wir behelfsweise Gott zu nennen gelernt haben. Diese Versammlungsstätten sind notwendig. Der Rest aber ist überflüssig.«


Foto 7: EvDs zweiter Weltbestseller
Zu den Fotos...

Foto 1: EvD beim Kartenstudium. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: EvD mit Tochter Cornelia. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 3: EvD unterwegs.... aufgenommen vor der Bretagne. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Erich von Dänikens Erstling. »Erinnerungen an die Zukunft«, das erfolgreichste Sachbuch der Welt aller Zeiten. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: EvD und Autor Langbein vor einem Tempel auf Malta
Foto 6: EvD und der Autor in einer unterirdischen Stadt, Derinkuju, Türkei, Foto Ilse Pollo
Foto 7: EvDs zweiter Weltbestseller

                                                                         

327 »Der Dolch der Götter«,
Teil 327 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 24.04.2016


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