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Sonntag, 10. Mai 2020

538. »Die Herrlichkeit des Herrn«

Teil 538 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Nehmen wir an, vor mehr als zweieinhalb Jahrtausenden hatte jemand Begegnungen mit etwas Unfassbarem. Das geschah etwas, das war für unseren Zeugen zu fantastisch, um es wirklich zutreffend in Worte zu fassen. Was unser Zeuge gesehen hat, er konnte es nicht begreifen. Er konnte nur versuchen, das Geschehene zu umschreiben. Er wählte Bilder aus seiner alltäglichen Umwelt. So entstand so etwas wie ein Bild in Worten, wie eine Collage, die bizarr werden musste. Hesekiel (Ezechiel) schreibt (1):

Foto 1: Was sah der biblische Hesekiel? (Bibelillustration)

»Vers 4: Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her, eine mächtige Wolke und loderndes Feuer, und Glanz war rings um sie her, und mitten im Feuer war es wie blinkendes Kupfer. Vers 5: Und mitten darin war etwas wie vier Wesen; die waren anzusehen wie Menschen. Vers 6: Und jedes von ihnen hatte vier Angesichter und vier Flügel. Vers 7: Und ihre Beine standen gerade, und ihre Füße waren wie Hufe von Stieren und glänzten wie blinkende, glatte Bronze.

Vers 8: Und sie hatten Menschenhände unter ihren Flügeln an ihren vier Seiten; die vier hatten Angesichter und Flügel. Vers 9: Ihre Flügel berührten einer den andern. Und wenn sie gingen, brauchten sie sich nicht umzuwenden; immer gingen sie in der Richtung eines ihrer Angesichter. Vers 10: Ihre Angesichter waren vorn gleich einem Menschen und zur rechten Seite gleich einem Löwen bei allen vieren und zur linken Seite gleich einem Stier bei allen vieren und hinten gleich einem Adler bei allen vieren. Vers 11: Und ihre Flügel waren nach oben hin ausgespannt; je zwei Flügel berührten einander, und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib.«

Foto 2: Hesekielvision
(Raphael, frühes 16. Jahrhundert)

Wer war »unser« Zeuge? War es Hesekiel selbst, den wir als einen der Verfasser eines Texte kennen, den wir im »Alten Testament« finden? Oder konnte Hesekiel auf eine ältere Überlieferung zurückgreifen, in der Unbegreifbares beschrieben wurde? Übernahm Hesekiel eine sehr viel ältere Beschreibung, weil sie ihm geeignet schien, so etwas wie ein fantastisches Bild von Gott zu erschaffen? Hat Hesekiel seine Vorlage unverändert übernommen? Oder hat er sie bearbeitet?

Nach Luther vermeldet der Zeuge (2) »eine mächtige Wolke und loderndes Feuer«. In der »Elberfelder Bibel« erfahren wir im gleichen Vers mehr. Da lodert das Feuer nicht, da »zuckt es hin und her«. »Hoffnung für alle« wiederum lässt im gleichen Vers weder Feuer »lodern«, noch »hin und her zucken«. Stattdessen »schossen … Blitze aus ihr hervor«. In der »Zürcher Bibel« begegnen uns Bekannte: »eine grosse Wolke und flackerndes Feuer«. von einem hellen Schein umgeben und Blitze zuckten aus ihr. Die »Gute Nachricht Bibel« war die Wolke »von einem hellen Schein umgeben und Blitze zuckten aus ihr«.

Foto 3: Hesekiel als Motiv von Ikonen

Konsultieren wir die »Einheitsübersetzung 2016«. Wieder könnte die Beobachtung von einem anderen Zeugen stammen, der zwar auch eine »große Wolke« beobachtet hat, aber »ein unaufhörlich aufflammendes Feuer, umgeben von einem hellen Schein«. Die »Neue evangelistische Übersetzung« bemerkte der Zeuge – wieder ein anderer? - »ein zusammengeballtes Feuer, das von einem strahlenden Glanz umgeben war«. Nun ziehe ich noch die »English Standard Version« heran (3) und übersetze aus dem Englischen ins Deutsche: »Als ich hinschaute, siehe, kam ein stürmischer Wind aus dem Norden und eine große Wolke mit Helligkeit um sie herum, und Feuer blitzte ununterbrochen und mitten im Feuer auf, als wäre es glänzendes Metall.«

Was aber wurde beschrieben? Was kam da von Norden her? Der allgegenwärtige Gott jedenfalls kommt nach unserem heutigen christlichen Verständnis von nirgendwo her, einfach weil er überall ist. Lesen wir die verschiedenen Übersetzungen unvoreingenommen, dann begegnet uns etwas Störendes. Da ist immer von Metall die Rede (4): »Und mitten darin war etwas wie vier Wesen; die waren anzusehen wie Menschen.« Wenn da etwas irgendwie »Göttliches« abgebraust kam, aus dem es irgendwie leuchtete und blitze, wer oder was waren dann die »vier Wesen«, die wie Menschen anzusehen waren? Jedes dieser vier Wesen hatte wiederum vier Gesichter und vier Flügel.

Wenn wir die verschiedenen Textversionen lesen und vergleichen, so drängt sich der Eindruck auf, dass die Übersetzer nicht wirklich wussten, was der Zeuge – Hesekiel? – beobachtet und beschrieben hat. Notgedrungen stochern sie ein wenig im Nebel herum, denn der Verfasser des ursprünglichen Textes hat offensichtlich selbst nicht so recht begriffen, was er da gesehen hat.


Foto 4: Josef Blumrich und
Hesekiels Raumschiff.

Nach NASA-Ingenieur Josef Blumrich hatte das von Hesekiel beschriebene Flugobjekt einen atomar betriebenen »Raketenantrieb« für Flüge aus dem Erdorbit zur Erde. Im erdnahen Raum konnten vier Helikopter-Einheiten eingesetzt werden.

Stellen wir uns vor, Hesekiel habe vor zweieinhalb Jahrtausenden ein Zubringerraumschiff gesehen, das zwischen einer Orbitalstation und der Erde pendelte. Wir können davon ausgehen, dass eine solche Begegnung für Hesekiel damals ein höchst ungewöhnliches, nicht begreifbares Ereignis war. So kann er (oder wer auch immer Zeuge war) nur versuchen, mit seinen sprachlichen Mitteln dieses Ding, das da vom Himmel kam, zu beschreiben. Er musste Ausdrücke seiner Zeit verwenden, in der es Begriffe wie »Raketenantrieb«, »Atomreaktor« oder »Hubschraubereinheit mit Rotoren« nicht gab.

Wenn Hesekiel, bleiben wir bei der Annahme, so ein Zubringerraumschiff sah, dann sind Theologen die Letzten, die das zu erkennen vermögen. Wenn jemand dazu in der Lage ist, hinter den Umschreibungen des Hesekiel die technische Realität wahrzunehmen, dann ist das ein NASA-Mann wie Josef Blumrich. Ich darf auf ein Interview zurückgreifen, das ich mit Josef Blumrich führte.

Frage: »Herr Blumrich, wie kamen Sie eigentlich dazu, in dem Bibeltext Hesekiels die Beschreibung eines Raumschiffes zu sehen?«

Blumrich: »Aus meinen Kenntnissen im Flugzeugbau und dem Bau von Großraketen. Als ich Dänikens »Erinnerungen an die Zukunft« las, da hielt ich solche Theorien noch für vollkommen unrichtig und fantastisch. Von Däniken schreibt jedoch in seinem Buch ausführlich über die Erlebnisse des Propheten Hesekiel, und ich wollte seine Behauptung, der Prophet habe Raumschiffe gesehen, mit meinem technischen Wissen widerlegen. Das Ergebnis kennen Sie: Ich habe mich selbst von der Richtigkeit der Astronautentheorie überzeugt und auch noch ein Buch geschrieben.«

Frage: »Was halten Sie allgemein von der Theorie, dass einmal in der Vergangenheit – oder vielleicht auch mehrmals – Astronauten auf der Erde landeten und Kontakt mit Menschen aufnahmen?«

Blumrich: »Wenn man einmal weiß, worüber der Prophet berichtet, dann ist man zutiefst beeindruckt von der Genauigkeit der Darstellung des Hesekiel wie auch von der Tatsache, dass er sich nirgends und in keinem Falle widerspricht. Die Schlussfolgerung, dass er tatsächlich Raumschiffe und deren Besatzung gesehen hat, ist zwingend und deshalb unabweisbar und deshalb auch keine Ersatzerklärung, wie ja manchmal behauptet wird.«

Foto 5: Die vier Helikoptereinheiten nach
NASA-Ingenieur Josef Blumrich.


Stellen wir uns vor, Hesekiel erlebte die Landung eines Zubringerraumschiffs. Vier Hubschraubereinheiten rauschten, kamen schließlich zum Stillstand. Wie konnte Hesekiel die technischen Einzelheiten in Worte fassen? Jedes der vier Helikopterelemente hatte vier Rotorblätter. Das ganze Ding konnte fliegen, waren diese vier Dinger dann nicht Flügel? Und wenn an den Helikoptereinheiten mechanische Greifarme angebracht waren, dann kann das vor rund zweieinhalb Jahrtausenden für Hesekiel so ausgesehen haben, als stünden da vier Wesen mit Flügeln und Armen darunter. Das große Ding, das von Norden durch die Lüfte kam, musste es nicht mit dem allmächtigen Gott zu tun haben?

Stellen wir uns vor, dass das fliegende Etwas zur Landung ansetzte. Der Raketenantrieb glühte, die Rotoren der Hubschraubereinheiten machten mächtig Lärm (5): » Und ich hörte ihre Flügel rauschen wie große Wasser, wie die Stimme des Allmächtigen, wenn sie gingen, ein Getöse wie in einem Heerlager.« Schließlich stand das Ding. Hesekiel (oder wer auch immer der ursprüngliche Beobachter gewesen sein mag) notierte (6): »Und ihre Flügel waren nach oben hin ausgespannt; je zwei Flügel berührten einander, und mit zwei Flügeln bedeckten sie ihren Leib.«

Foto 6: Blumrichs Werk
Dieses fliegende Ding muss großen, ja gewaltigen Eindruck auf Hesekiel gemacht haben. Kein Mensch konnte so etwas gebaut haben. Musste Hesekiel das Ding nicht für etwas Göttliches halten? Er schreibt (7): »So war die Herrlichkeit des HERRN anzusehen. Und als ich sie gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hörte einen reden.« Immer wieder verwendet Hesekiel diesen Ausdruck. So schildert er bei einer späteren Begegnung mit dem Ding (8): »Und ich machte mich auf und ging hinaus in die Ebene; und siehe, dort stand die Herrlichkeit des HERRN, wie ich sie am Fluss Kebar gesehen hatte; und ich fiel nieder auf mein Angesicht.«

Raumfahrtpionier Prof. Eugen Sänger stellte schon 1958 in seinem Werk »Raumfahrt« (9) Überlegungen über Wesen von anderen Sternen an, die unsere Erde in der Vergangenheit besucht haben könnten. Er schreibt (10): »Der Wunsch, nach den Sternen zu greifen, ist so alt wie die Menschheit selber ... Der Gedanke der Raumfahrt erscheint daher am frühesten schon in der prähistorischen Menschheitsperiode in den Göttermythen und Sagen.«

Entstand der Wunsch nach Raumfahrt aus Mythen der Vorzeit und aus alten heiligen Büchern der Völker, weil die Menschen davon träumten, in die Tiefen des Alls vorzudringen? Wurden schon vor Jahrtausenden fiktive »Raumfahrergeschichten« formuliert? Prof. Sänger hält das für unwahrscheinlich. Er geht vielmehr von Erinnerungen an reale Ereignisse aus (11):

»Es erscheint uns heute fast wahrscheinlicher, dass unsere Vorfahren diese Vorstellungen aus realen Erfahrungen bei der Begegnung mit prähistorischen Besuchern aus dem Weltraum erwarben, als dass eine ans Unglaubwürdige grenzende Zukunftsschau sie ihnen schon vor Jahrtausenden auf wunderbare Weise geoffenbart hätte.« Der Raumfahrtpionier betonte vor einem halben Jahrhundert, dass entsprechende Hinweise nicht etwa nur bei einzelnen Völkern oder Religionen vorkommen, »sondern praktisch bei allen Völkern der Erde in sehr ähnlicher Weise auftauchen«.


Fußnoten
(1) Hesekiel Kapitel 1, Verse 4-11 (Lutherbibel 2017)
(2) Ebenda, Vers 4
(3) »As I looked, behold, a stormy wind came out of the north, and a great cloud, with brightness around it, and fire flashing forth continually, and in the midst of the fire, as it were gleaming metal.«
(4) Hesekiel Kapitel 1, Vers 5 (Lutherbibel 2017)
(5) Ebenda, Vers 24
(6) Ebenda, Vers 11
(7) Ebenda, Kapitel 28
(8) Hesekiel, Kapitel 3, Vers 23
(9) Sänger, Eugen: »Raumfahrt – technische Überwindung des Krieges«, Hamburg 1958
(10) Ebenda, S. 124 und S. 125
(11) Ebenda, S. 124

Zu den Fotos
Foto 1: Was sah der biblische Hesekiel? (Bibelillustration).
Foto 2: Hesekielvision (Raphael, frühes 16. Jahrhundert).
Foto 3: Hesekiel als Motiv von Ikonen.
Foto 4: Josef Blumrich und Hesekiels Raumschiff.
Foto 5: Die vier Helikoptereinheiten nach NASA-Ingenieur Josef Blumrich.
Foto 6: Blumrichs Werk.

539. »Hesekiel sah das Rad«,
Teil 539 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 17. Mai 2020

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Sonntag, 19. April 2020

535. »Berufen, hoch zu fliegen« (Loreto)

Teil 535 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



Foto 1: Die »Loreto Kapelle« von Birkenstein (Bayern).
Foto Walter-Jörg Langbein

»Berufen, hoch zu fliegen«, so lautet das Motto eines ganz besonderen Jubiläums. Anno 1920 erklärte Papst Benedikt XV (*1854; †1922) die »Madonna von Loreto« zur »Patronin der Luftfahrt«. Warum hat sich der »Heilige Vater« für die »Madonna von Loreto« als Schutzheilige für die Luftreisenden entschieden? Das liegt an einer alten Legende. Nach dieser frommen Überlieferung wurde die »Santa Casa« von Jesu Mutter Maria anno 1295 aus dem »Heiligen Land« von Engeln per »Luftfracht« nach Loreto geschafft. 2020 wurde zum »Jubiläumsjahr« ernannt.

Wer heute die Verkündigungsbasilika von Nazareth besucht, wird nur die Grotte finden, nicht mehr das »Haus« davor. Nun mag der Skeptiker fragen, ob es denn dort wirklich einst »Santa Casa« gegeben habe. Reinhard Habeck klärt auf (1): »Bereits in den 1960er-Jahren haben Ausgrabungen nachgewiesen, dass vor der Grotte tatsächlich ein gemauertes Haus existiert haben muss.« Das aber ist verschwunden, wenngleich nicht spurlos. Konnten doch die Ausgräber tatsächlich die genauen Maße der bescheidenen Bleibe eruieren. Und siehe da (2): »Die Fundamente des fehlenden Gebäudes stimmen mit den Abmessungen der Santa Casa in Loreto überein.« Damit nicht genug! Ich darf noch einmal das empfehlenswerte Werk Habecks zitieren (3): »Das Marienhaus von Loreto entspricht in bauwerklicher Hinsicht keinem bekannten Stil, der im Mittelalter in der Marken-Region üblich war, sondern wurde nach altem palästinensischen Muster errichtet. Das bestätigt sich durch die Bearbeitung vieler Steinoberflächen. Die Anwendung stimmt mit einer speziellen Technik überein, die bei den Nabatäern, einem Nachbarvolk der Hebräer, gebräuchlich war.«

Fakt ist: In Nazareth stand einst ein Häuschen vor einer Höhle, das von dort verschwunden und in Loreto, Italien, wieder aufgetaucht ist. Es scheint erwiesen zu sein, dass »Santa Casa« von Loreto jenes Häuschen ist, das aus Nazareth spurlos verschwunden ist.

Fakt ist, wie Historiker Michael Hesemann belegt, dass das Heilige Haus von Loreto wohl einst in Nazareth stand: Das »Heilige Haus« von Loreto (Italien), so schreibt der renommierte Historiker, Dokumentarfilmer und Fernsehjournalist Hesemann (4) »passt perfekt vor die Verkündigungsgrotte von Nazareth und würde den Zwischenraum zwischen den erhaltenen Mauern des judenchristlichen Heiligtums und der Felswand füllen.« Michael Hesemann schreibt weiter (5):

»Die Santa Casa von Loreto passte also auf das Fundament in Nazareth so perfekt wie ein Ei in einen Eierbecher. Seine drei Wände – die vierte Wand ist eindeutig eine Ergänzung – , Fenster und Türen erscheinen erst sinnvoll, wenn man sich das Heilige Haus als ›Vorbau‹ der Verkündigungsgrotte von Nazareth vorstellt. … Doch wenn es (das Heilige Haus), worauf alles hindeutet, tatsächlich aus Nazareth stammt, wie ist es nach Loreto gekommen, auf welchem Weg hat es die exakt 2232,5 Kilometer Luftlinie zurückgelegt?« Wie kam das »Heilige Haus« von Nazareth nach Loreto? Wurde es – wie die Legende kündet – von Engeln durch die Lüfte getragen? Das Motiv findet sich auf einer Briefmarke aus Kroatien, aus dem Jahr 1994. Sehr beeindruckend ist ein Wandgemälde in einer der Kapellen der Basilika von Loreto.

Foto 2: Autor Walter-Jörg Langbein
in Birkenstein.
Foto Heidi Stahl.

Der frommen Überlieferung nach trugen Engel Marias Haus von Nazareth durch die Lüfte nach Loreto in Italien. Und in Loreto ist das »Heilige Haus« tatsächlich zu sehen, in der Basilika vom Heiligen Haus in Loreto (»Santuario Basilica Pontificia della Santa Casa di Loreto«. Diese römisch-katholische Wallfahrtskirche in Loreto bei Ancona an der Adria lockt jährlich rund 4.000.000 Pilger in die Kleinstadt an der Adriaküste. Somit rangiert Loreto auf Rang 6 der größten Marienwallfahrtsstätten der Welt.

Die enorme Beliebtheit der »Santa Casa« in Loreto ließ weltweit fromme Bauherren aktiv waren und mehr oder minder originalgetreue Kopien der »Loreto Kapelle« errichten. So können Christen weltweit physisch nachempfinden, wie – der Legende nach – Gottesmutter Maria mit dem kleinen Jesusknaben lebte.

Mit wunderbaren Freunden aus Gerblinghausen besuchte ich die »Loreto Kapelle« von Birkenstein, idyllisch im Leitzachtal im oberbayerischen Landkreis Miesbach gelegen. Das Dörfchen ist ein Gemeindeteil von Fischbachau. Es hat sich seit über einem Jahrhundert kaum verändert. Auf alten Ansichtskarten, die vor 100 Jahren versandt wurden, sieht die doppelgeschossige sakrale Anlage so aus wie heute. Anno 1823, am 13. August, stattete der bayerische König Max Joseph I. Birkenstein einen Besuch ab. Schon damals wirkten die ehemalige Klause und die Wallfahrtskapelle eine Einheit. Aus der einstigen Klause wurde das Sockelgeschoss, die – als Obergeschoss – die kleine Kapelle trägt. Heute kommen Jahr für Jahr über 200.000 Menschen nach Birkenstein. An Sonntagen sind es oft über 1.000 Besucher. Und viele der Touristen und Pilger empfinden heute, so wie König Max Joseph I., der anno 1823 die »schöne Kapelle« (6) lobte.

Mich hat die bescheidene Schlichtheit der fast wie ein Modell wirkenden doppelgeschossigen Anlage sofort in ihren Bann gezogen. In einem betagten Führer lese ich (7): »Das Erdgeschoß zeigt außen in Nischen den heiligen Kreuzweg, die 13. Station, mit Pietà, ist als Gebetsraum ausgebildet, die 14. Station als Grabkapelle. Darüber steht das Obergeschoß, ›das lauretanische Haus‹ mit steilem Dach, auf dem westlich ein Kuppeldachreiter sitzt; innen Tonnengewölbe.«

Foto 3: Die Loreto-Madonna
von Birkenstein (um 1930).

Ob man an die fromme Legende vom Transport des »Heiligen Hauses« von Nazareth nach Loreto glaubt oder nicht, die »Madonna von Loreto« ist aus nicht nur aus katholischer die ideale »Patronin der Luftfahrt«. Auch das Motto des »lauretanischen Jubiläums« passt zur »Madonna von Loreto«: »Berufen, hoch zu fliegen«. »Sagenhafte Zeiten« moniert allerdings mit Recht (8): »Statt Floskeln wie ›Die Wirklichkeit ist das Rollfeld, von dem wir uns jeden Tag erheben können‹, hätte die Kirche eher biblische und außerbiblische Flugberichte wie die von Hesekiel, Abraham oder Henoch analysieren oder zumindest ins Gedächtnis der Kirchgänger rufen können. … Die Kirche ist noch immer nicht im 21. Jahrhundert angekommen.«

In der Tat, Nichtkatholiken können es kaum oder gar nicht nachvollziehen, dass Gläubigen, die im Jubiläumsjahr eine von vielen Flughafenkapellen irgendwo in der Welt aufsuchen, ein vollkommener Sündenerlass zuteilwird. Das empfindet nicht nur »Sagenhafte Zeiten« als unzeitgemäß: »Ablass wie im Mittelalter und kein Wort von biblischen Himmelsbesuchern.«

In der Tat: Studiert man die alten biblischen und außerbiblischen Legenden, dann trifft man immer wieder auf Texte, in denen Menschen Himmelsreisen antreten. Zum Thema »Berufen, hoch zu fliegen« passt ein kurzer Text, den ich in »Legends of the Jews« von Louis Ginzberg (*1873; †1953) gefunden habe. Ginzberg, der einer der führenden jüdischen Gelehrten in den USA war, hat ein beeindruckendes siebenbändiges Kompendium zusammengestellt. Zwei Männer, so erfahren wir, waren offenbar »berufen, hoch zu fliegen« (9):

»Als Hiram auf diese Weise über der Erde schwebte, da nahm er in seinem leeren Wahn, er wäre er dem Rest der Menschen überlegen, plötzlich den Propheten Hesekiel neben sich wahr. Erschrocken und erstaunt fragte Hiram den Propheten, wie er denn in jene Höhen aufgestiegen sei. Die Antwort war: ›Gott hat mich hierher gebracht, und er hat mich gebeten, dich zu fragen, warum du so stolz bist, der du von einer Frau geboren wurdest?‹ Der König von Tyrus antwortete trotzig: ›Ich bin nicht von einer Frau geboren, ich lebe für immer.‹ Seht, wie viele Könige ich überlebt habe! Einundzwanzig aus dem Hause David und ebenso viele aus dem Königreich der Zehn Stämme und nicht weniger als fünfzig Propheten und zehn Hohepriester habe ich begraben.‹«

Wer ist mit Hiram gemeint? Im 2. Buch Samuel wird von einem Hiram berichtet, der maßgeblich am Bau des Tempels in Jerusalem beteiligt war. Kapitel 5, Vers 11: »Und Hiram, der König von Tyrus, sandte Boten zu David mit Zedernholz, dazu Zimmerleute und Steinmetzen, dass sie David ein Haus bauten.« Hiram, zu Deutsch etwa »hochgeboren, vornehm« und Hesekiel werden allerdings in der theologischen Forschung nicht als Zeitgenossen angesehen: Hiram (*999 v.Chr.; †935 v.Chr.), ein phönizischer König, lebte etwa 500 Jahre vor Hesekiel (6. Jahrhundert v.Chr.). In der jüdischen Midrasch-Tradition sieht das freilich anders aus. Da wird von Hirams Tod berichtet. Hiram, so heißt es, habe sich gegen Gott empört. Der ließ Hiram durch Ezechiel warnen. Hiram zeigte sich ob dieser Warnung nicht beeindruckt. Jetzt wirkte Gott durch König Nebukadnezar und ließ ihn das Reich des Hiram zerstören. Nach der Midrasch-Tradition waren Hiram und Hesekiel Zeitgenossen.

Foto 4: Hesekiels Himmelsflug - die Herrlichkeit des Herrn.
Kupferstich Küsel Icones Biblicae (1679).
Foto Archiv Walter-Jörg Langbein

Hesekiel war im Jahre 597 vor Christus mit vielen seiner Landsleute auf Befehl von König Nebukadnezar nach Babylon deportiert worden. Er lebte in Tel-Abib am Flusse Chebar in Chaldea. Er war verheiratet und gehörte zur Oberschicht der Bevölkerung. Dank des Bibeltextes können wir datieren: 593 oder 592 begann er als etwa Dreißigjähriger seine Aufzeichnungen zu notieren. Rund zwanzig Jahre führte er Buch über phantastische Geschehnisse. Detailfreudig beschrieb er seine wahrhaft kosmischen Kontakte mit Gott.

Hesekiel erlebte wahrhaft Erstaunliches. Er wurde auch als »Passagier« mit in die »Herrlichkeit des Herrn« aufgenommen und erlebte Flüge in himmlischen Gefilden (10): »Und der Geist hob mich empor, und ich hörte hinter mir ein Getöse wie von einem großen Erdbeben, als sich die Herrlichkeit des Herrn erhob von diesem Ort.« Als Hesekiel wieder festen Boden unter den Füßen hatte, da stand er offensichtlich unter Schock. Fast verschämt gibt er zu (11): »Und ich kam zurück zu den Weggefährten, die am Fluss Chebar wohnten, nach Tel-Abib und setzte mich zu denen, die dort wohnten, und blieb unter ihnen sieben Tage ganz verstört.«

Was hat Hesekiel erlebt? Im Jahr 1968 erschien Erich von Dänikens erstes Werk »Erinnerungen an die Zukunft«. Darin nahm er sich auch des biblischen Propheten Hesekiel an, behauptete, die Schilderungen des biblischen Priesters müsse doch wohl auf Begegnungen mit vorgeschichtlichen Astronauten zurückzuführen sein.

Unter dem Titel »Chariots of the Gods« erschien Dänikens Buch auch in den USA. So wurde Josef Blumrich auf Erich von Dänikens Interpretation aufmerksam. Josef Blumrich, 1913 in Österreich geboren, wanderte 1959 in die USA aus und wurde ein leitender Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde NASA. Für seine Arbeit im Dienste der Raumfahrt wurde Josef Blumrich, der zur »Leiter der Abteilung für Projektkonstruktion« aufstieg, mit einer der höchsten Auszeichnungen geehrt, die nur höchst selten verliehen werden. Der sympathische Ingenieur starb 2002.

Foto 5: Rekonstruktion der »Herrlichkeit des Herrn«
nach Hesekiel/ Blumrich.
Foto/copyright Archiv Erich von Däniken.

Josef Blumrich, mit dem so manches interessante Gespräch führen durfte, war also der prädestinierte Mann, um die dänikensche Spekulation zu überprüfen. Zunächst fühlte sich der Wissenschaftler geradezu erhaben über die dänikensche Spekulation. Doch je länger er sich mit seinem Wissen als Raketenfachmann den biblischen Bericht des Hesekiel vornahm, desto stärker wurde die Überzeugung des NASA-Ingenieurs: Der biblische Prophet verfügte über geradezu unglaubliches Wissen, das nach Blumrich nur auf wirkliche Begegnungen mit außerirdischen Flugvehikeln zurückgeführt werden kann.

Demnach hat Hesekiel mehrfach ein außerirdisches Raumschiff gesehen und ist zu Flügen mit an Bord genommen worden. Hesekiels Text ist so präzise, dass sich Josef Blumrich in der Lage sah, das außerirdische Raumschiff detailliert zu rekonstruieren. Die Beschreibung der Räder der »Herrlichkeit des Herrn« animierten den NASA-Ingenieur sogar dazu, eine technische Ausarbeitung als Patent anzumelden. Es wurde angenommen (US Patent 3.789 947 vom 5. 2. 1974). Es ist durchaus möglich, dass das von Blumrich nach Angaben von Hesekiel erarbeitete Patent in der Raumfahrt von morgen eingesetzt wird, etwa bei Fahrzeugen, die die Oberfläche des Mars erkunden sollen. Die erstaunlichen Erkenntnisse über das unglaubliche Wissen fasste Josef Blumrich zu einem Buch zusammen (12): »Da tat sich der Himmel auf.«. Es erschien erstmals 1973 in deutscher Sprache.

Nach den »Legends of the Jews«, zusammengetragen von Louis Ginzberg, war im göttlichen Schöpfungsplan von Anfang an vorgesehen, was im Lauf der Geschichte geschehen würde. In Band I (13) geht es in »Kapitel I« (14) um »Die Erschaffung der Welt. Im Zentrum von »Kapitel II« (15) stehen Adam und Eva. Zum Schöpfungsplan gehört auch kuriose und wundersame Ereignisse (16): »Dem Meer wurde befohlen, sich vor Mose teilen, der Sonne und dem Mond wurde geheißen, vor Josua stehen bleiben. Den Raben wurde befohlen, Elia zu ernähren, dem Feuer, die drei Jugendlichen im Ofen zu schonen, dem Löwen, Daniel keinen Schaden zuzufügen und dem Fisch, Jona auszuspucken.« Und schon damals, so lesen wir in den »Legenden der Juden« weiter, wurde den Himmeln angeordnet, sich vor Hesekiel zu öffnen.

Demnach gehörte es bereits zum Schöpfungsplan, dass Hesekiel in himmlische Gefilde reisen würde, wo ihm, der Legende nach Hiram begegnen sollte. Beide aber waren offenbar »berufen, hoch zu fliegen«.

Fußnoten
(1) Habeck, Reinhard: »Überirdische Rätsel/ Entdeckungsreisen zu wundersamen Orten«, Wien 2016 S. 88, Zeilen 6 und 7 von unten
(2) Ebenda, Seite 88 unten, Kapitelüberschrift »Rätselhaftes in Nazareth«
(3) Ebenda, S. 89, Absatz unter dem Foto
(4) Hesemann, Michael: »Maria von Nazareth/ Geschichte, Archäologie, Legenden«, 3. Auflage, Trier 2015, S. 104 unten
(5) Ebenda, S. 108 oben
(6) Demmel, Fritz: »Birkenstein: Wallfahrtskapelle Maria Himmelfahrt«, Passau 2005, S. 9, rechte Spalte oben
(7) »Birkenstein«, Schnell und Steiner Kunstführer Nr. 85, München 1935, 7. Auflage 1984, Seite 2
(8) »Sagenhafte Zeiten«: »Loreto-Jubiläum/ Berufen, hoch zu fliegen«, »Sagenhafte Zeiten« 2/2020, Seite 6 links unten
(9) Ginzberg, Louis: »The Legends of the Jews«, Band 4, »From Joshua to Esther«, Taschenbuchausgabe, Baltimore 1998, Seite 335, 12. Zeile von unten – S. 336, 2. Zeile von oben.
(10) Hesekiel Kapitel 3, Verse 12 und 13
(11) Hesekiel Kapitel 3, Vers 15
(12) Blumrich, Josef: »Da tat sich der Himmel auf. Die Begegnung des Propheten Ezechiel mit außerirdischer Intelligenz«, Düsseldorf 1973
(13) Ginzberg, Louis: »The Legends of the Jews«, Band
 I. »Bible Times and Characters from the Creation to Jacob«, Philadelphia, »The Jewish Publication Society of America«, Philadelphia 1909
(14) Ebenda, Seiten 3-46
(15) Ebenda, Seiten 49-102
(16) Ebenda, Seite 50, 3. Zeile von unten – Seite 51, 4. Zeile von oben

Zu den Fotos
Foto 1: Die »Loreto Kapelle« von Birkenstein (Bayern). Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Autor Walter-Jörg Langbein in Birkenstein. Foto Heidi Stahl.
Foto 3: Die Loreto-Madonna von Birkenstein (um 1930). Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Hesekiels Himmelsflug - die Herrlichkeit des Herrn. Kupferstich Küsel Icones Biblicae (1679). Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Rekonstruktion der »Herrlichkeit des Herrn« nach Hesekiel/ Blumrich. Foto/copyright Archiv Erich von Däniken.

536. »Und ich sah, und siehe«,
Teil 536 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 26. April 2020



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Sonntag, 26. November 2017

410 »Hesekiels Himmelswagen«

Teil 3 von »Von einem, der auszog, um Pfarrer zu werden«,
Teil  410 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein
                      


Foto 1:  Langbein mit Endter-Bibel von 1716
Die Bibel, die mir schon als Kind wahnsinnig imponierte, ließ sich kaum wie ein normales Buch lesen. Man konnte sie nicht in die Hand nehmen, man benötigte einen stabilen Tisch, um den mächtigen Folianten darauf abzulegen.  Sie war 38 Zentimeter hoch, 25 Zentimeter breit und zwölf Zentimeter dick. Als Verleger zeichneten »Johannes Endters Seel. Sohn und Erben«, gedruckt worden war die altehrwürdige Familienbibel im Jahre MDCCLXV (1765) in Nürnberg. Der Prolog stammte von Martin Luther. So manches Mal blätterte ich staunend in der sperrigen Luther-Bibel und landete immer wieder beim Propheten Hesekiel.

Jene uralte Bibel weckte schon früh mein Interesse am Studium der Theologie. Vieles erschien mir rätselhaft und unverständlich, manches kam mir unsinnig vor. Mehr als rätselhaft war natürlich das Vehikel, das Hesekiel wiederholt beschreibt. Sollte der biblische Gott selbst mit so einem Apparat durch die Gegend brausen? Wieso benötigte er ein fliegendes Fahrzeug, wo er doch, wie der Pfarrer immer wieder predigte, allgegenwärtig war? 

Geradezu unsinnig waren in meinen Augen »Erklärungen« wie die folgende: Etwa 500 vor Christus schilderte Hesekiel eine geradezu furchteinflößende Flugmaschine, die anscheinend von jemand gesteuert wurde. Aber wer war dieser jemand? Nach der Endter-Bibel war es – um 500 v.Chr. – angeblich Jesus. Wie konnte Jesus in einer Flugmaschine auftauchen, die Hesekiel bereits 500 v.Chr. sichtete, also etwa ein halbes Jahrtausend vor Jesu Geburt? Und doch heißt es in der Endter-Bibel:

Foto 2: »Auf dem Saphirnen Stul«. Foto Walter-Jörg Langbein. Endter-Bibel 1716

 »Der Mensch, den im Gesicht Hesekiel erlesen,
auf dem Saphirnen Stul, ist Gottes Sohn gewesen.
Daß dort mein Jesus thront, macht mir sein Wort bekannt:
Er mein Herr, sitzet ja dem HERRN zur rechten Hand.«

In etwas modernere Sprache übersetzt:

»Der Mensch, den Hesekiel in seiner Vision gesehen hat,
auf dem Saphir-Stuhl, das ist Gottes Sohn gewesen.
Dass dort mein Jesus thront, das sagt mir sein Wort:
Er mein Herr, sitzt zur Rechten Gottes.«

Foto 3: »Daß dort mein Jesus thront«. Foto Walter-Jörg Langbein. Endter-Bibel 1716

Sollte Jesus per Zeitreise rund ein halbes Jahrtausend in die Vergangenheit gereist sein, um sich nebst seiner Zeitreisemaschine dem verblüfften Hesekiel zu zeigen? Das ist in der Tat eine kühne These, die rein spekulativ ist. Vor allem lässt sie sich nicht biblisch begründen, denn nirgendwo gibt es bei Hesekiel auch nur den Hauch eines Hinweises, dass die Person im hesekielschen Himmelswagen Jesus war. Mir ist keine einzige Bibelübersetzung bekannt, die im Text auch nur andeutet, dass Hesekiel nicht »Gott«, sondern Jesus gesehen hat.

Um kurz bei der »Zeitreise« zu bleiben: Immer wieder taucht die These auf, bei den Astronautengöttern könne es sich doch ebenso wie bei den Besatzungen von »UFOs« um Reisende aus der Zukunft handeln. Der Gedanke mag interessant sein, ist aber meines Wissens nicht belegbar. Ich kenne keine einzige alte Überlieferung, in der irgendein vom Himmel herabgestiegener »Gott« so etwas sagte wie: »Fürchtet euch nicht! Ich bin ein Mensch wie du! Ich komme aus deiner Zukunft!«
Doch zurück in meine Vergangenheit, zurück in die Vergangenheit eines Menschen, der auszog um Pfarrer zu werden! Was ich da mühsam Buchstabe für Buchstabe entzifferte, es bereitete mir ob der Schrift aus »ferner« Vergangenheit, Schwierigkeiten beim Lesen. Das aber gerade reizte mich. Es war ein wenig, als würde es mir gelingen, eine Geheimschrift zu entziffern. Was mich aber ärgerte: Ich verstand einfach nicht, was ich da las.

Foto 4: Hesekiels »Vision« vom Himmelswagen.

Merkwürdig war die alte Bibelillustration (2). Was zeigte sie? Es war ein Etwas mit merkwürdigen Rädern und Tieren, wobei Räder und Tiere irgendwie ineinander übergingen. Das Ganze spielte sich irgendwie in den Wolken ab, wie auf einem Teppich aus Flammen. Von links pustete zwischen Wolken ein Engel mit Kraft und Ausdauer in seine Tröte. Und auf diesem Etwas aus geflügelten Wesen mit allen möglichen Gesichtern, da thronte so etwas wie ein Mensch, vor dem sich ein demütiger Mensch zu Boden warf. Irgendwie passte das meinem Verständnis nach nicht in eine Bibel. Der über dem mysteriösen Ding thronende trug Krone und Zepter. Sollte das Gott sein, wie der Text Hesekiels nahelegt? Der förmlich am Boden Liegende war am ehesten als Hesekiel zu identifizieren.

Was aber war es, was Hesekiel derart in Angst und Schrecken versetzte? Was schwebte da in der Luft, während Hesekiel am Boden lag? Ich verstand es nicht. Und offensichtlich war die Beschreibung des Himmelswagens bei Hesekiel auch für die Juden, den Nachfahren der Autoren der biblischen Texte, zumindest rätselhaft. Das macht eine kurze Abhandlung Luthers deutlich, die er dem Hesekieltext voranstellt.

Foto 5: Nicht jeder darf es lesen, was Hesekiel über den Himmelswagen schrieb.

In »Ein Unterricht wie das Gesicht Hesekiel vom Wagen Cap. 1 und 10 zu verstehen sey.« findet sich eine interessante Aussage. Luther verweist darauf, dass nach Kirchenvater Sophronius Eusebius Hieronymus (*347, † 420 in Bethlehem) die Beschreibungen des Himmelswagens nicht von jedermann gelesen werden durften. Dazu befugt waren nur Männer über 30. Aber ob die den Text verstehen konnten?

Dann folgt eine der für Luther typischen Hasstiraden der antisemitischen Art: »Denn sie (die Juden) zerreissen und zermartern die Schrift in ihren Auslegungen wie die unstaetigen Sau einen Lustgarten zerwuehlen und umkehren, daß zu wuenschen waere, sie blieben mit der Schrift unverworren.« Nach Luther, der von den evangelisch-lutherische Theologen im Jahr 500 der Reformation wie ein ganz besonders wichtiger Heiliger zelebriert wurde, haben also die Juden keine Ahnung von den von Juden verfassten Schriften des Alten Testaments. Schlimmer noch, sie gehen mit den Texten des Alten Testaments um wie eine Sau, die einen wunderschönen Garten verwüstet. Mit anderen Worten: Die Juden interpretieren die Texte nicht, sie erklären sie nicht, sie zerstören sie.

Foto 6: Christliche Interpretation.

Dann folgt Luthers Interpretation, die er freilich deutlich als seine subjektive Erklärung kennzeichnet: »Das Gesicht aber Hesekiels, im ersten Theil, ist nicht anders, meines Verstands (ein anderer mache es besser)…« Immerhin gibt sich Luther so bescheiden, dass er es durchaus für möglich hält, dass ein anderer den geheimnisvollen Text Hesekiels besser versteht als er. Dann erst folgt Luthers Sicht der Dinge: »Kurz zu sagen, diß Gesicht ist der geistliche Wagen Christi, darauf er faehret hie in der Welt, das ist seine ganze heilige Christenheit.«

Für Luther Erlebte also Hesekiel nicht die Begegnung mit einem mysteriösen Himmelsvehikel, das unter Donner und mit Feuerflammen am Himmel dahin braust. Vielmehr visionierte Hesekiel – so Luther – den ein halbes Jahrtausend später kommenden Jesus, dessen Siegeszug zweieinhalb Jahrtausende später zum weltweite verbreiteten Christentum führt.

Für mich war in jungen Jahren das forschende Entziffern und Schmökern der Endter-Bibel von 1765 ein echtes Abenteuer. Die Auseinandersetzung mit der altehrwürdigen Bibel und Erich von Dänikens Interpretation der Hesekiel-Sichtung als Begegnung mit einem außerirdischen Raumschiff waren für mich wichtige Gründe, warum ich ein Studium der evangelischen Theologie begonnen habe. Und das ausgerechnet in der Martin-Luther-Hochburg Erlangen, an der Friedrich-Alexander-Universität.


Foto 7: Endter-Bibel von 1716
Heute ist für mich die dänikensche Sichtweise die wahrscheinlichste. Ich bin davon überzeugt, dass Hesekiel vor rund 2500 Jahren mehrfach ein außerirdisches Raumschiff sah und auch als Passagier mit an Bord genommen wurde.

Mich haben die Ingenieure Blumrich und Beier (3) überzeugt. NASA-Ing. Josef Blumrich rekonstruierte das Raumschiff des Hesekiel. Ing. Hans Herbert Beier kam nach intensivem Quellenstudium zum Ergebnis, das der bis heute nicht gefundene Tempel des Hesekiel eine Wartungsstation für Hesekiel-Raumschiffe war. Es verblüfft mich nach wie vor, wie präzise das Hesekiel-Raumschiff in die Beiersche Wartungsstation passt!

Hesekiels »Vision« war mit einer der Hauptgründe, meine Reise in Richtung Geistlicher anzutreten. Ich hoffte, dass ich durch das Studium erfahren würde, was Hesekiel wirklich sah. Meine konkreten Arbeiten in Sachen Hesekiel – am hebräischen Originaltext! – machten es mir letztlich nicht möglich, Geistlicher zu werden.


Fußnoten
1) Leider wurde unsere Familienbibel von 1765 im Jahr 2005 gestohlen. Ich beziehe mich jetzt auf eine ältere Ausgabe der Endter-Bibel, die bereits anno 1716 in Nürnberg gedruckt wurde.
2) Die Illustration, die ich für diese meine Abhandlung verwende, stammt aus der Endter-Bibel von 1716. Ich kann nicht mehr mit Bestimmtheit sagen, ob unsere Familienbibel von 1765 auch diese Illustration als Stich enthielt.
3) Beier, Hans Herbert: »Kronzeuge Ezechiel/ Sein Bericht – sein Tempel – seine
Raumschiffe«, München 1985
Blumrich, Josef F.: »The Spaceships of Ezekiel«, New York, Februar 1974
Blumrich, Josef F.: »Da tat sich der Himmel auf/ Die Raumschiffe des
Propheten Ezechiel und ihre Bestätigung durch modernste Technik«,
Düsseldorf und Wien, März 1973


Foto 8: Das stümperhafte restaurierte Frontispiz der Endter-Bibel von 1716. Ausschnitt.

Zu den Fotos

Foto 1: Autor Langbein mit der Endter-Bibel von 1716. Foto Barbara Kern
Foto 2: »Auf dem Saphirnen Stul«. Foto Walter-Jörg Langbein. Endter-Bibel 1716
Foto 3: »Daß dort mein Jesus thront«. Foto Walter-Jörg Langbein. Endter-Bibel 1716
Foto 4: Hesekiels »Vision« vom Himmelswagen.
Endter-Bibel 1716. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Nicht jeder darf es lesen, was Hesekiel über den Himmelswagen schrieb.
Foto Walter-Jörg Langbein. Endter-Bibel 1716
Foto 6: Christliche Interpretation. Foto Walter-Jörg Langbein. Endter-Bibel 1716
Foto 7: Das stümperhaft restaurierte Frontispiz der Endter-Bibel von 1716. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Das stümperhafte restaurierte Frontispiz der Endter-Bibel von 1716. Ausschnitt. Foto Walter-Jörg Langbein

Foto 9: Endter-Bibel von 1716, »Außenansicht«. Foto Walter-Jörg Langbein


Foto 9: Endter-Bibel von 1716, »Außenansicht«

411 »Vom Setzling und den Astronautengöttern«,
Teil  411 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 03.12.2017



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Sonntag, 27. August 2017

397 »Von einem, der auszog, um Pfarrer zu werden«

Teil  397 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Walter-Jörg Langbein als »Prediger« in der Kirche von Kirchbrak

Vor wenigen Tagen wurde ich 63. Ein Studienkollege rief mich an, um mir zu gratulieren. »Vielleicht hättest Du doch Pfarrer werden sollen!«, meinte er beiläufig. »Vielleicht hättest Du doch Dein Studium so kurz vor dem Examen nicht abbrechen sollen! In ein paar Jahren würdest Du als Rentner aus dem Kirchendienst austreten… Bereust Du Deinen Schritt?«

Seit Jahrzehnten werde ich immer wieder gefragt, wieso ich denn nicht Pfarrer geworden sei. Es mag sich vielleicht pathetisch anhören, aber das geschah aus dem Respekt vor dem christlichen Glauben. Ich bin der Meinung, dass sich jeder Kirchgänger darauf verlassen können muss, dass ›sein‹ Pfarrer voll und ganz hinter den Worten steht, die er von der Kanzel predigt. Ich bin der Überzeugung, dass jeder Kirchgänger davon ausgehen können muss, dass Gottesdienst nicht als eine Art »Theateraufführung« dargeboten wird. Vielmehr muss jeder Gläubige die Wahrhaftigkeit »seines« Geistlichen in Glaubensfragen voraussetzen können.

Es mag sein, dass meine Anforderungen an die Geistlichkeit zu hoch sind. Während meines Studiums der evangelischen Theologie habe ich so manchen Mitstudenten kennengelernt, der nicht nur zweifelte, sondern der alles andere als ein gläubiger Christ war. Ich jedenfalls wusste, dass ich nicht in den Dienst der Kirche treten konnte, ja meiner Überzeugung nach nicht durfte. Mir war klar, dass ich nicht predigen wollte und konnte, wovon ich nicht vollkommen überzeugt war.

Foto 2: Evangelische Johannes Kirche Michelau

Ich gebe es ja zu, in Gedanken stelle ich mir manchmal vor, als Pfarrer vor einer Gemeinde zu stehen, zum Beispiel in der »Johannes Kirche« in meinem fränkischen Heimatdorf Michelau. Als Geistlicher würde ich vielleicht dem einen oder dem anderen Geheimnis manches Gotteshauses intensiver auf den Grund gehen können. Ich hätte Zugang zu Krypten, die der Öffentlichkeit womöglich nicht zugänglich sind. Vielleicht würde ich unterirdische Gänge erforschen können,  in die man von Krypten oder Kellern aus gelangt. Tatsächlich gibt es auch heute noch geheimnisvolle Gangsysteme unter Gotteshäusern, von denen wir so gut wie nichts wissen.

Die eigentliche Aufgabe eines Geistlichen freilich ist die Seelsorge. Ich weiß, ich würde den Menschen, die sich hilfesuchend an mich wenden, keinen überzeugenden Trost in schweren Lebenslagen spenden können. Den Trost des Glaubens kann nur vermitteln, wer selbst wirklich glaubt. Alles andere ist Lüge.

Foto 3: Piscator Bibel 1684.

Vor wenigen Tagen wurde ich 63. Mein Leben wäre vermutlich einfacher verlaufen, wäre ich evangelischer Geistlicher geworden. Aber ich habe keinerlei Zweifel: Der Lebensweg, den ich für mich gewählt habe, war der richtige. Mein Studium der evangelischen Theologie war alles andere als vergebens. Ich denke dabei vor allem an die diversen Seminare mit Prof. Ernst Bammel (1923-1996). Prof. Bammel wurde anno 1953 Privatdozent an der Universität Erlangen und 1984 Professor an der Universität Münster (»Wissenschaft des Judentums und neutestamentliche Theologie«). Der sympathische Gelehrte war auch im europäischen Ausland tätig. In den 1960er und 1970er Jahren nahm er mehrere Gastprofessuren in Cambridge wahr.

Sehr gern denke ich an mehrere Seminare, die ich bei Professor Bammel besuchen durfte. Was ich bis heute nicht verstehe: Seine Veranstaltungen waren alles andere als überfüllt. Wer sich wissenschaftlich mit Jesus und seiner Welt auseinandersetzen will, der kommt doch nicht an außerbiblischen jüdischen Quellen vorbei. Bei Prof. Bammel übersetzten wir Ende der 1970er Texte aus der »Qumran-Bibliothek« ins Deutsche, und zwar aus dem Hebräischen. In kleiner Runde erörterten wir interessante Themen. Intensiv beschäftigten wir uns zum Beispiel mit der Frage, ob Jesus in rabbinischen Texten erwähnt wird.  Prof. Bammel übersetzte mit uns auch Texte des Propheten Hesekiel, in Sachen »Herrlichkeit des Herrn« Und siehe da: Eine möglichst wortgetreue, möglichst wortwörtliche Übersetzung von Hesekiels Schilderungen seiner Begegnungen mit dem »Herrn« muten noch technischer an als die gängigen Übersetzungen.

Foto 4: Piscator Bibel 1684.
Hinter vorgehaltener Hand machte mich Prof. Bammel 1977 auf die Bibelübersetzung von Johannes Piscator (1546-1625) aufmerksam, die zeitweise in Deutschland verboten war. Die Piscator-Bibel war freilich in Erlangen, wo ich studierte, absolut Tabu. In Erlangen galt nur die Bibel-Version von Martin Luther etwas. Luther wurde damals in Erlangen geradezu wie ein Heiliger verehrt, der nicht kritisiert werden durfte. Professor Bammel ließ keinen Zweifel aufkommen. Für ihn war Piscator, wie er mir unter vier Augen anvertraute, der bessere Bibelübersetzer, sehr viel wortgetreuer als Luther. Hinweis: Abbildungen 4 bis 7 zeigen Ausschnitte aus der Piscator-Bibel aus dem Jahre 1684. Ich habe bewusst Textpassagen aus Hesekiel gewöhlt. Prophet Hesekiel war im Jahre 597 vor Christus mit vielen seiner  Landsleute auf  Befehl  von König Nebukadnezar nach Babylon deportiert worden. Er lebte in Tel-Abib am Flusse Chebar in Chaldea. Er war verheiratet und gehörte zur Oberschicht der Bevölkerung. Dank des Bibeltextes können wir datieren: 593 oder 592 begann er als etwa Dreißigjähriger seine Aufzeichnungen zu notieren. Rund zwanzig Jahre führte er Buch über phantastische Geschehnisse. Detailfreudig beschrieb er seine kosmischen Kontakte.

Diese Kontakte mit Außerirdischen waren real. Der Priester beschrieb echte Begebenheiten die er hatte, keine Träume, keine Visionen. Das wird deutlich, wenn man – wie der Verfasser – den Bibeltext im hebräischen Original liest. Offensichtlich wollte Hesekiel in besonderem Maße hervorheben, dass er konkrete Erlebnisse hatte, so phantastisch sie auch erscheinen mussten. Deshalb wandte er einen sprachlichen Trick an und verdoppelte alle wichtigen Zeitwörter. Seine Leserinnen und Leser verstanden, was damit ausgesagt wurde: Hesekiel war Zeuge, nicht Träumer oder Visionär. So heißt es (1): »Da geschah ein Geschehen.« Vers 4: »Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestümer Wind von Norden her....«

Foto 5: Piscator Bibel 1684.
NASA-Ingenieur Josef Blumrich rekonstruierte anhand der genauen Texte Hesekiels ein Raumschiff. Josef Blumrich, 1913 in Österreich geboren, 1959 in die USA ausgewandert, verstarb 2002. Der Raumfahrt-Ingenieur wurde für seine »außergewöhnlichen Leistungen« für die Raumfahrt ausgezeichnet. Blumrich, »Leiter der Abteilung für Projektkonstruktion«, war von seiner Frau auf Dänikens »Erinnerungen an die Zukunft« aufmerksam gemacht worden. Eher missmutig hatte er in dem Weltbestseller geblättert. Als er bei Däniken las, Hesekiel habe Kontakte mit Außerirdischen gehabt, beschloss er empört den Laien zu widerlegen. Er machte sich als Experte in Sachen Raumfahrt an die Arbeit. Je tiefer er in die Materie einstieg, desto überzeugter wurde er davon, dass Hesekiel tatsächlich kosmische Kontakte hatte.

Der Ingenieur: »Die Hauptmerkmale des Raumschiffes zeigen uns einen Flugkörper von überraschend sinnvollem Aufbau. Wir erkennen in der auffälligen Form des Hauptkörpers die aerodynamischen und gewichtlichen Vorteile. Wir sehen, wie sehr sie für die Anbringung von Hubschraubern geeignet ist. All diese Eigenschaften fügen sich lückenlos und widerspruchsfrei an- und ineinander. Sie sind unverkennbare Anzeichen für eine sehr überlegte und gekonnte Planung und Entwicklungsarbeit.«

Hesekiel rekonstruierte: Hesekiel sah und beschrieb ein Zubringer-Raumschiff, das zwischen einer Weltraumstation in der Erdumlaufbahn und der Erde hin- und herpendelte. Es hatte in etwa die Form eines Brummkreisels. Nach unten lief es spitz zu und endete in einem atomar betriebenen Raketenmotor. An der Oberseite befand sich eine durchsichtige Kuppel. Von hier aus steuerte der Kommandant das Vehikel. Besagte Kuppel konnte aber, versehen mit eigenem Antrieb, vom Hauptkörper losgelöst und zu Naherkundungsflügen verwendet werden. Zusätzlich waren an der Unterseite vier Hubschraubereinheiten angebracht.

Foto 6: Piscator Bibel 1684.
Beim Flug vom Erdorbit zur Erde wurde zunächst der atomare Hauptantrieb benutzt. Dabei waren die vier Hubschraubereinheiten hochgeklappt. Beim Eindringen in die Atmosphäre fungierte der spitz zulaufende untere Teil des Flugvehikels als Hitzeschild. Stand die Landung bevor, dann wurde der Raketenantrieb abgeschaltet. Die Hubschraubereinheiten klappte man die Helikopter nach unten und nahm sie in Betrieb.

Unter diesen Einheiten waren Räder angebracht, auf denen das Shuttle nach der Landung hin- und herrollen konnte (2): »Da stand je ein Rad auf der Erde bei den vier Gestalten. Die Räder waren anzuschauen wie ein Türkis und waren alle gleich, und sie waren so gemacht, dass ein Rad im anderen war. Nach allen vier Seiten konnten sie gehen, sie brauchten sich nicht umzuwenden.«

Hesekiel war keineswegs nur passiver Beobachter. Er wurde auch als Passagier mit an Bord genommen und erlebte Flüge im erdnahen Raum (3): »Und der Geist hob mich empor, und ich hörte hinter mir ein Getöse wie von einem großen Erdbeben, als sich die Herrlichkeit des Herrn erhob von diesem Ort.«

Nach seinem ersten Flug stand er unter Schock. Fast verschämt gibt er zu (4):«Und ich kam zurück zu den Weggefährten, die am Fluss Chebar wohnten, nach Tel-Abib und setzte mich zu denen, die dort wohnten, und blieb unter ihnen sieben Tage ganz verstört.«

Diese Reaktion ist nur zu verständlich. Selbst für einen heutigen Zeitgenossen wäre ein Flug im Raumschiff vom Typ Hesekiel ein überwältigendes Erlebnis. Für Hesekiel indes muss so ein Flug einem unvorstellbaren Mysterium geglichen haben. Er gewöhnte sich aber rasch an Flüge im Raumschiff. Sie wurden erstaunlich schnell zur Routine für ihn (5).

Foto 7: Piscator Bibel 1684.

Im Jahre 573/572 vor Christus fand ein dritter Flug statt. Dieser Flug ist - für den heutigen Forscher - zweifelsohne der interessanteste. Hesekiel wurde nämlich in ein unbekanntes Land verfrachtet. Wo auch immer das Raumschiff landete - im Tempelkomplex von Jerusalem war es jedenfalls nicht. Der lag nämlich zu Hesekiels Zeiten noch in Schutt und Asche, wurde erst 538 vor Christus wieder aufgebaut. Und doch erwecken heutige Bibelübersetzungen den falschen Eindruck, Hesekiel sei nach Jerusalem verfrachtet worden -  durch die Luft, per Raumschiff-Express. Fakt ist: Hesekiel wusste nicht wo er war. Er schreibt von »einem sehr hohen Berg«, ohne einen Namen zu nennen. Er sah »etwas wie eine Stadt« (6), wieder ohne einen Namen zu nennen. Jerusalem war’s jedenfalls nicht, sonst hätte Hesekiel die Metropole seines Heimatlandes beim Namen genannt!


Fortsetzung zu diesem Text folgt!
Und zwar am 19.11.2017:
Teil 2 von »Von einem, der auszog, um Pfarrer zu werden«,
als Teil  409 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein.
Die nächste Folge meiner Sonntagsserie
erscheint bereits am 3.9.2017.


Fußnoten
1) Hesekiel, Kapitel 1 Vers 3
2) Hesekiel, Kapitel 1, Verse 15-17
3) Hesekiel Kapitel 3, Verse 12 und 13
4) Hesekiel Kapitel 3, Vers 15
5) Hesekiel Kapitel 8, Verse 1 folgende und Kapitel 40, Verse 1 folgende!
6) Hesekiel, Kapitel 40, Vers 2


Foto 8: So soll Hesekiels Raumschiff nach Blumrich ausgesehen haben.

Zu den Fotos

Foto 1: Walter-Jörg Langbein als »Prediger« in der Kirche von Kirchbrak
Foto 2: Evangelische Johannes Kirche Michelau/ Foto wikimedia commons Michael Sander
Foto 3: Piscator Bibel 1684. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Piscator Bibel 1684. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: Piscator Bibel 1684. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Piscator Bibel 1684. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 7: Piscator Bibel 1684. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 8: So soll Hesekiels Raumschiff nach Blumrich ausgesehen haben. Foto Däniken/ Archiv Langbein

398 »Marias Himmelfahrt und Adams UFO«,
Teil  398 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein,                      
erscheint am 03.09.2017


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Sonntag, 6. März 2016

320 »Der Engel auf dem Feuerstrahl«

Teil 320 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein


Textauszug »Buch Tobit«. Bibel/Apokryphe 1606

Kürzlich wurde ich von zwei »Zeugen Jehovas« besucht. Bevor die beiden auch nur einen Versuch unternehmen konnten, mich zu bekehren, lenkte ich das Gespräch auf die Thematik »Astronautengötter«. »Sie glauben also, dass wir in der Vorzeit von Außerirdischen besucht wurden?«, fragte mich einer der Herren. Ich bejahte. »Streng genommen sind ja die biblischen Engel Außerirdische!«, wandte der andere Missionar ein. Engel – außerirdische Besucher aus dem Kosmos? Ein Gedanke, der in Kreisen der »Prä-Astronautik« schon seit Jahrzehnten diskutiert wird …

Tempelturm von Thanjavur
Im indischen Thanjavur entdeckte ich eine ganze Reihe von Engeldarstellungen. Thanjavur, von den englischen Eroberern zu Tanjore verfremdet, liegt im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu im Delta des Kaveri-Flusses. Die einstige Hauptstadt des Chola-Reiches war schon im 9. Jahrhundert politisch wie religiös recht bedeutsam. Besonders viele Besucher lockt der Brhadisvara-Tempel an, der vor einem guten Jahrtausend entstand. Vor Ort munkelte man, das gewaltige Bauwerk sei womöglich mit Hilfe von »Engeln« entstanden. Von Indiens »Engeln« zu biblischen Himmelsboten.

Alle Jahre zur Weihnachtszeit schmücken Weihnachtsengel unsere Wohnstuben. Auf Weihnachtsmärkten treten junge Frauen in wallenden Gewändern auf, mit langem Lockenhaar und mächtigen Flügeln auf dem Rücken. Sie sind aus dem Weihnachtstrubel unserer Zeit nicht mehr wegzudenken. Weihnachtsengel sind christlichen Ursprungs?!! Irrtum! Nachdem Gott Adam und Eva aus dem Paradies geworfen hatte, setzte er »Cherubim« als Wächter ein. Diese mythologischen Wesen aus der babylonischen Welt hatten zwar Flügel, waren aber ursprünglich keine Engel. Engel kommen auch im Alten Testament vor. Aber da haben die himmlischen Wesen keine Flügel. Nach biblischem Verständnis leben sie im Himmel und sprechen häufig direkt aus den luftigen Höhen zu Menschen. Ein Beispiel aus dem Pentateuch (1): »Da rief ihn der Engel des Herrn vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortet: Hier bin ich...Und der Engel des Herrn rief Abraham abermals vom Himmel her…«

Engel von Thanjavur
Manchmal kamen auch Engel direkt aus himmlischen Gefilden zur Erde herab. Da sie keine Flügel hatten, war der Weg zwischen den Welten, folgt man dem biblischen Text, recht beschwerlich, wie wir wiederum dem Pentateuch entnehmen können (2): »Und ihm (Jakob) träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder.«

Für gläubige Christen sind Engel ganz besondere Wesen. Seit Jahrhunderten werden sie in der abendländischen Kunst meist als sehr attraktiv und menschlich gezeigt. Nicht selten sind es sehr hübsche junge Frauen. Und immer haben Engel mächtige Flügel am Rücken. Die Engel der Bibel aber haben mit den Engeln der Kunst und unzähliger kitschiger Darstellungen der letzten Jahrhunderte nichts zu tun. Es sind auch keine Frauen, sondern immer Männer, und zwar ohne Flügel. Sie haben eine prosaische Funktion: Botschaften von Gott werden übermittelt. Diese Funktion wird deutlich, wenn wir im Hebräischen nachlesen. Mal’ach steht da in der »Biblia Hebraica«, Engel heißt es viele Male in den Übersetzungen. Wortgetreu übersetzt heißt bedeutet der Ausdruck schlicht und einfach »Bote«.

Zurück zum »Alten Testament«: Gott betreut zwei Boten mit der Aufgabe, Lot von der bevorstehenden Zerstörung von Sodom und Gomorra zu warnen (3). Lot empfängt die beiden Herren höflich, bietet ihnen die orientalische Gastfreundschaft an. Die ging zu biblischen Zeiten sehr weit. Als lüsterne Männer von Sodom die Fremden offensichtlich sexuell belästigen wollten, offerierte ihnen Lot als Ersatz seine jungfräulichen Töchter. Die Boten schlugen die unverschämten Sodomiten mit Blindheit und retten Lot und seine Familie.

Ähnlich prosaisch ist das Buch Hiob. Engel werden dort schlicht als »Mittler« (4) bezeichnet. Solche Verbindungsleute zwischen Himmel und Erde hießen bei den Hopi-Indianern Nordamerikas Katchinas, bei den Alten Indern Sris.

Nochmal... Ein Engel von Thanjavur
Engel ist in unserem Sprachgebrauch nicht zuletzt durch den Missbrauch des heiligen Weihnachtsfestes durch manchmal unerträglichen Kommerz inzwischen fast schon negativ belastet. Im Hebräisch des Alten Testaments heißt es einfach Mal’ach, im Griechisch des Neuen Testaments »aggelos«. Auch »aggelos« bedeutet verdeutscht Bote. Flügellos bewegten sich auch die Boten Gottes in der Welt des Neuen Testaments. Sie besuchten gelegentlich menschliche Familien, manchmal um zu erkunden, ob denn auch die christliche Nächstenliebe im täglichen Leben praktiziert wurde. Dabei fielen die himmlischen Wesen überhaupt nicht auf, können sich also im Aussehen nicht von Menschen unterschieden haben. So heißt es im Brief an die Hebräer (5): »Bleibet fest in der brüderlichen Liebe. Gastfrei zu sein, vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.«

Gehen wir einmal von der These aus, Engel seien kosmische Besucher gewesen, die für »Gott« als »Boten« unterwegs waren. Nutzten diese Wesen Weltraumtechnik? Und gibt es Hinweise auf eine solche Technik im »Alten Testament«?

Im »Buch Richter« (6) erfahren wir Interessantes über »Engel«. Offenbar verzehrten sie keine Menschenkost. Und es gibt – ganz konkret –  einen Hinweis auf die Rückreise eines Engels in die himmlischen Gefilde (7): »Aber der Engel des HERRN (8) sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen, der doch geheimnisvoll ist? … Manoach aber und seine Frau sahen zu. Und als die Flamme aufloderte vom Altar gen Himmel, fuhr der Engel des HERRN auf in der Flamme des Altars.«  Ein Engel, der auf einer Flamme gen Himmel fährt? Sollten da Erinnerungen an kosmische Besucher aus dem All mitschwingen? Ein Engel, der auf einer Flamme gen Himmel fliegt, wer denkt da in unserem Zeitalter der Raumfahrt nicht an eine Rakete und ihren »Flammenantrieb«?

Auch ein Engel von Thanjavur
In Kreisen der »Prä-Astronautik« sucht man nach Hinweisen auf vorgeschichtliche Besuche von außerirdischen Astronauten auf Planet Erde. Sehr bekannt sind die Ausführungen des NASA-Ingenieurs Josef Blumrich (*1913-†2002). Der Raumfahrtexperte wollte Dänikens Interpretation von Hesekiel-Sichtungen als Begegnungen mit außerirdischer Technologie widerlegen. Er wurde vom Saulus zum Paulus. 1973 erschien sein viel beachtetes und heiß diskutiertes Werk »Da tat sich der Himmel auf/ Die Raumschiffe des Propheten Ezechiel und ihre Bestätigung durch modernste Technik« (9).

Hesekiels Kontakte ereigneten sich etwa 500 v.Chr. Zwei bis drei Jahrhunderte zuvor soll es laut »Buch Tobit« (auch »Buch Tobias« genannt) Kontakte mit einem Engel namens Rafael gegeben haben. Das »Buch Tobit« sucht man im hebräischen Kanon des »Alten Testaments« vergeblich, man findet es aber in der griechischen Bibel (»Spetuaginta«) und in der lateinisch-sprachigen Version des »Alten Testaments« (»Vulgata«). In evangelischen Bibelausgaben wird das Buch zu den »Apokryphen«, also zu den »verborgenen Schriften«, gezählt.

Engel Rafael stellt sich wie folgt vor (10): »Ich bin Rafaël, einer der sieben Engel, die vor Gottes Thron stehen und seiner strahlenden Herrlichkeit nahe kommen dürfen.« Rafaël, einer der engsten Vertrauten Gottes, erteilt Ratschläge und lehrt medizinische Kenntnisse.  Schließlich hat er seine göttlichen Aufträge erledigt und macht sich wieder auf die Heimreise: in den Himmel, zu Gott (11): »›Ich gehe jetzt wieder zu dem, der mich gesandt hat. Preist ihn vor allen Menschen und macht seine Taten bekannt. Und schreibt alles auf, was ihr erlebt habt!‹ Dann kehrte Rafaël in den Himmel zurück. Als die beiden vom Boden aufstanden, sahen sie ihn nicht mehr. Sie priesen Gott und sangen ihm Loblieder und dankten ihm, dass er so Großes für sie getan hatte und dass ihnen sogar ein Engel Gottes erschienen war.«

Klarer in ihrer Aussage ist die griechische Ausgabe des »Alten Testaments«, die »Septuaginta«, was die Art der Heimkehr in die himmlischen Gefilde angeht (12): »Siehe, ich steige empor zu dem, der mich gesandt hat. Schreibet alles auf, was euch geschehen ist! Und er stieg empor.«

Wer oder was waren die »Engel«, die zwischen Himmel und Erde pedelten? Wie ist es zu verstehen, wenn es heißt, dass sie in den Himmel emporstiegen, die in einer Flamme emporfuhren? Ist es zu gewagt, einen raumfahrttechnischen Hintergrund zu vermuten?


Fußnoten

(1) Das erste Buch Mose Kapitel 22, Verse 11 und 15
(2) Siehe hierzu: Das erste Buch Mose Kapitel 28, Verse 10-19, zitiert habe ich Vers 12
(3) Siehe: Das erste Buch Mose Kapitel 19
(4) Das Buch Hiob Kapitel 33, Vers 23
(5) Der Brief an die Hebräer Kapitel 13, Verse 1 und 2
(6) Buch Richter Kapitel 13
(7) Buch Richter Kapitel 13, Verse 18 und 20
Textauszug Buch Tobit, Bibel/Apokryphe 1606
(8) Im »Alten Testament« erscheinen verschiedene Namen für Gott. Der hebräische Terminus »Jahweh« galt als ganz besonders heilig und durfte zeitweise im Alten Israel nicht ausgesprochen werden. Stand »Jahweh«  im Text, so wurde in der Synagoge das hebräische Wort für Herr ausgesprochen. Besonders in älteren Ausgaben deutscher Bibelübersetzungen erscheint dann in Großbuchstaben HERR.
(9) Blumrich, Josef F.: »Da tat sich der Himmel auf. Die Raumschiffe des Propheten Ezechiel und ihre Bestätigung durch modernste Technik«,  Düsseldorf und Wien, März 1973
(10) »Buch Tobit« Kapitel 12, Vers 15, Übersetzung »Gute Nachricht Bibel«
(11) »Buch Tobit« Kapitel 12, Verse 20-22, Übersetzung »Gute Nachricht Bibel«
(12) »Buch Tobit« Kapitel 12, Vers 20, zitiert aus »Septuaginta Deutsch/ Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung«, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart/Zweite, verbesserte Auflage«, Stuttgart 2010

Alle Fotos: Walter-Jörg Langbein

321 »Götter, Engel, Laserwaffen«,
Teil 321 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                        
von Walter-Jörg Langbein,                      
erscheint am 13.03.2016



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