Posts mit dem Label Oberth werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Oberth werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 29. November 2020

567. »Und es gab weder Anfang noch Ende.«

Teil 567 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


 »Doch was überhaupt ist das Leben
und was ist der Lebenssinn?
Mit welchem Recht geht der Mensch
so willkürlich von der eigenen Wichtigkeit
in der Schöpfung aus?«
Howard Phillips Lovecraft (1)


James Lovelock (*1919) hat als Hundertjähriger wieder ein faszinierendes Sachbuch verfasst und veröffentlicht. Er beschreibt auf überzeugende Weise Gegenwart und Zukunft der Menschheit. In seinem Opus »Novozän« (2) lässt er »Das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz« plastisch sichtbar werden. Demnach sind wir Jetztmenschen die Steigbügelhalter unserer Nachfolger auf Planet Terra. Nichtbiologische Einheiten von gottgleicher Intelligenz und Allmacht werden morgen oder übermorgen das Regiment auf unserem Heimatplaneten übernehmen.

Was aus dem Jetztmenschen werden wird? Lovelock (3): »Die Zukunft ist für uns unvorhersehbar, so wie es schon immer gewesen ist, selbst in einer organischen Welt. Cyborgs werden Cyborgs entwerfen. Sie werden keineswegs als minderwertige Lebensform weitermachen, die uns Bequemlichkeiten verschafft, sondern sie werden sich entwickeln und könnten die fortschrittlichen evolutionären Produkte einer neuen und kraftvollen Spezies sein.« Bei allem Respekt vor James Lovelock und seinem Lebenswerk: Im Gegensatz zu Lovelock sehe ich keinen realen Grund, warum die künstliche Intelligenz nicht die Herrschaft über uns an sich reißen wird. Bei allem Respekt vor James Lovelocks wissenschaftlichen Leistungen, etwa für die NASA: Ich halte es für überhaupt nicht nachvollziehbar, dass das unendliche Universum ausschließlich den Menschen als intelligente Spezies hervorgebracht haben soll. »Wir sind allein« (4) behauptet James Lovelock. In einem unendlich großen Kosmos sollte es nur uns Menschen als intelligente Spezies geben? Der Mensch soll nicht nur die Krone der irdischen, sondern auch der kosmischen Schöpfung sein? Das ist – meine ich – unvorstellbar.

Foto 1: Prof. Hermann Oberth (links)
und Autor Langbein im Gespräch (März 1983).

James Lovelock, von 1961 bis 1964 »Professor für Chemie« am »Baylor College of Medicine« in Houston, Texas, sieht den Menschen als unfassbare Ausnahme im gesamten Universum. Seiner Überzeugung nach ist der Kosmos nur dazu in der Lage, ausschließlich uns Menschen hervorzubringen. Howard Phillips Lovecraft (*1890; †1937) monierte vehement diese Selbsterhöhung von uns Menschen (5): »Und so können wir begreifen, dass die Menschheit nichts anderes als ein momentanes Phänomen ist. Unsere Existenz auf unserem Planeten ist im Vergleich zur Unendlichkeit erst neueren Datums, wurde in der ganzen unermesslichen Weite des Raums erst gestern möglich.«

Die vielleicht zentralen Fragen, die sich uns an dieser Stelle aufdrängen müssen, lauten: Hat das tote Universum zufällig Intelligenz auf Welten wie der Erde hervorgebracht? Oder hat Intelligenz das Universum erschaffen? Ist das Universum das Produkt von Intelligenz und nicht Intelligenz das Produkt des Universums? Was war am Anfang: der Geist oder die Materie? Religiös orientierte Menschen, speziell die Anhänger einer der drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam, postulieren, dass es am Anfang Gott gab, der das Universum schuf. Materialistisch orientierte Menschen, die freilich nur anderen »Gurus« folgen, gehen davon aus, dass am Anfang der Urknall war. Aber auch der Urknall kann nichts aus dem Nichts hervorbringen. Entweder gab es am Anfang Gott oder Materie.

Was aber war vor Gott? Was war vor der Materie? Auch wenn wir es nicht wirklich begreifen können, es gibt eine dritte Variante: War am Anfang Intelligenz? Mir ist klar: Niemand vermag zu erklären, was vor Gott, was vor der Materie, was vor der Intelligenz war. Die drei Denkmodelle setzen voraus, dass es am Anfang etwas und nicht das Nichts gab.

In der Lutherbibel von 1545 lesen wir gleich zu Beginn des Evangeliums nach Johannes: »Im anfang war das Wort / Vnd das wort war bey Gott / vnd Gott war das Wort.« Noch in der Lutherbibel von 1984 findet sich der 1. Vers des 1. Kapitels des Evangeliums nach Johannes so: »Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.«

Vergleicht man damit die Lutherbibel von 2017, reibt man sich staunend die Augen ob der Veränderungen im Text: »Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – «. Von einer Übersetzung kann nicht mehr die Rede sein, nur noch von einer freien Interpretation. Das Wort, das am Anfang war, ist verschwunden. Wir finden es nur noch in folgenden Bibelausgaben: »Neue Genfer Übersetzung«, »Hoffnung für alle«, »Zürcher Bibel«, »Gute Nachricht Bibel« und »Neues Leben. Die Bibel«. In der »Elberfelder Bibel« entdecken wir, freilich verklausuliert, das »Wort, das am Anfang war«: »Was von Anfang an war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut und unsere Hände betastet haben vom Wort des Lebens.«

Bis 1984 sagt die Lutherbibel klar und deutlich, dass am Anfang – vor dem eigentlichen Schöpfungsakt – das Wort war. Im Band 1 von Ginzbergs »Legends of the Jews«, 1909 von »The Jewish Publication Society of America« in Philadelphia publiziert, wird der Sachverhalt noch viel deutlicher, nämlich dass dass Wort vor der Schöpfung da war. Da wird präzisiert, dass das Wort (6) bereits »zweitausend Jahre vor der Erschaffung von Himmel und Erde« vorhanden ward, geschrieben mit »schwarzem Feuer auf weißem Feuer«. Als dann Gott zur Schöpfung schritt, konsultierte er das Wort. Wenn Gott das Wort zu Rate zog, hat er es nicht selbst geschaffen. Es muss vor Gott da gewesen sein. Warum sollte Gott Antworten in einem Buch suchen, das er selbst geschrieben hat?

Was aber war das »Wort«? Die »Intelligenz«? Der deutsche Physiker Prof. Markolf H. Niemz (* 1964 in Hofheim am Taunus) hat ein wahrhaft kühnes Bild von der Realität entwickelt. Nach Prof. Niemz ist das All eine Art Computerprogramm, das ohne »Hardware« auskommt. Wenn alles scheinbar Reale Illusion ist, wer oder was hat sie geschaffen? In der Kabbala, der jüdischen Mystik, kommt alles aus dem Göttlichen und kehrt ins Göttliche zurück. Kabbala-Kenner Michael Laitman enthüllt in seinem Standardwerk »Kabbala für Anfänger« (7):

Es gab »nur das Einfache Höhere Licht, welches die ganze Wirklichkeit ausfüllte.« Und weiter (8): »Es gab keinen leeren Raum und keine unausgefüllte Atmosphäre, sondern es war alles mit diesem unendlichen Einfachen Licht erfüllt. Und es gab weder Anfang noch Ende. Und alles war Eins: Einfaches, vollkommen gleichmäßiges Licht. Und dieses hieß: Licht von Ejn Sof (Unendlichkeit).« Was können wir uns unter diesem mysteriösen »Licht« vorstellen?

Foto 2: Prof. Oberths
bahnbrechendes Werk.
Alle Systeme, die die Wirklichkeit erklären sollen, sind allenfalls Versuche einer Annäherung an die Wirklichkeit. Genauer gesagt: Sie sind Versuche von Annäherungen an das, was man für die Wirklichkeit hält. Religiöse Weltbilder, fabriziert von monotheistischen Religionsgründern und ihren Anhängern, machen es sich leicht. Ein allmächtiger Gott hat das Universum, Erde inklusive, geschaffen. Diese Götter geraten allerdings recht irdisch-menschlich. Sie tun Gutes für ihre Geschöpfe, erwarten aber ewige Dankbarkeit und Kulthandlungen. Sie erlassen zum Teil seltsam anmutende Gesetze, die befolgt werden müssen. Nur wer nach diesen Gesetzen lebt, darf hoffen nach dem Tode in ein himmlisches Elysium aufgenommen zu werden. Solche »Götter« sind doch eher rechthaberische Kleingeister als allmächtige Schöpfer des Universums.

Religiös orientierte Menschen sind nicht automatisch alle dumm. Selbst Fanatiker können intelligent sein. Sie nutzen aber nicht ihre Intelligenz, um zu suchen. Warum nicht? Ganz einfach, weil sie glauben, dass alle Antworten in ihrem »Heiligen Buch« stehen. Sie suchen nicht nach Unbekanntem, weil man sie davon überzeugt hat, dass längst alles gefunden wurde. Sie versuchen auch gar nicht, Antworten auf bislang ungeklärte Fragen zu finden. Warum nicht? Weil sie glauben, alles zu wissen, was ihr Gott sie wissen lassen will. Wenn es unbeantwortete Fragen gibt, dann weil ihnen ihr Gott keine Antworten geben möchte. Zu suchen wäre dann Blasphemie. Sie akzeptieren ihr Unwissen in bravem Gottvertrauen.

Dabei haben schon die primitivsten Urformen, die in den Ozeanen hausten, gesucht. Unsere Vorvorfahren lebten im Wasser. Sie atmeten mit Kiemen, nicht mit Lungen. Das ideale Ambiente dieser unserer schlichten Urururahnen war das Wasser. Offensichtlich hatten sie keinen Anführer, der ihnen Ausflüge an Land verbieten konnte. Sie eroberten langsam das Land. Statt wie schwerelos im Wasser zu schweben, musste sie sich schwerfällig an Land dahinschleppen. Hitze versengte ihnen die Haut. Kälte schlug beißende Wunden.

Tödliche Gefahren lauerten, die es im Lebensraum Wasser nicht gab. So strapaziös und gefährlich der Umzug auch war, er brachte nicht nur Nachteile. Es tat sich eine vollkommen neue Welt für das Leben auf. Nein: Die Pioniere unter den primitiven Kleinstlebewesen eroberten eine neue Welt für sich und für ihre Nachkommen.

Unsere primitiven Vorfahren haben sich auf die Suche gemacht. Sie haben das Wasser verlassen und sind an Land gegangen. Ihre Nachkommen haben nach und nach den Heimatplaneten Erde erkundet. Ihr Wissensdrang hat sie auf die höchsten Berge steigen und in die tiefsten Abgründe der Meere tauchen lassen. Unser Wissensdurst treibt uns weiter. Geradezu zwangsläufig werden wir ins All aufbrechen. Erste zaghafte Schritte sind schon gewagt worden. Weitere werden folgen.

Das Meer ist unsere »Wiege«, Planet Erde ist unsere Kinderstube. Unsere Vorvorfahren haben die »Wiege« verlassen. Wir werden nicht in der Kinderstube ausharren. Wir werden sie verlassen. Unser Heimatplanet steht nicht im Zentrum des Universums. Er ist eine kleine unbedeutende Welt in einem unwichtigen Sonnensystems am »Rande« des Universums.

Vor vielen Jahrtausenden begannen die Menschen, Planet Erde zu erobern. Sie erkundeten zunächst die engere Heimat, dann das eigene Land. Sie erforschten schließlich den eigenen Kontinent und überquerten Berge und Meere. Irgendwann waren alle Länder erkundet, alle Flüsse befahren, alle Meere erforscht, alle Gebirge erklommen. In unseren Tagen verließen die ersten Menschen Planet Erde. Sie besuchten den Mond. Bald werden Menschen zum Mond zurückkehren. Bald werden sich Menschen zum Mars aufmachen.

Ich wage ein Prognose: Irgendwann wird es soweit sein, dass Menschen unser Sonnensystem verlassen, so wie einst die »Astronautengötter« vor Jahrtausenden aus den Tiefen des Alls zur Erde kamen. Prof. Dr. Hermann Oberth jedenfalls war davon überzeugt, dass jede Intelligenz irgendwann einmal Weltraumfahrt betreiben wird. Warum? Warum sollten einst Besucher aus dem All zur Erde gekommen sein? Warum soll der Mensch dereinst ins All aufbrechen?

Foto 3: Handschriftliche Widmung
von Prof. Oberth für Walter-Jörg Langbein.

Der »Vater der Weltraumfahrt« formulierte verallgemeinernd (9): »Das ist das Ziel: Dem Leben jeden Platz zu erobern, auf dem es bestehen und weiter anwachsen kann, jede unbelebte Welt zu beleben und jede lebende sinnvoll zu machen.« So wie wir ins All streben, so tun dies anderen Orts Außerirdische auch.


Fußnoten
(1) Lovecraft, Howard Phillips: »Gegen die Religion/ Atheistische Schriften«, Leipzig Juli 2020 (Einmalige Vorzugausgabe limitiert auf 250 Stück), Seite 60, 13.-10. Zeile von unten
(2) Lovelock, James: »Novozän: Das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz«, 1. Auflage, München 2020
(3) Ebenda, Seite 148, 1. Zeile von unten und Seite 149, 1.-6. Zeile von oben
(4) Ebenda, Kapitel 1, »Wir sind allein«, Seiten 17-20
(5) Lovecraft, Howard Phillips: »Gegen die Religion/ Atheistische Schriften«, Leipzig Juli 2020, Seite 61, 2.-7. Zeile von oben
(6) Ginzberg, Louis: »The Legends of the Jews/ Bible Times and Characters from the Creation to Jacob«, Übersetzung nach dem deutschen Manuskript von Henrietta Szold, »The Jewish Publication Society of America«, Philadelphia 1909, Seite 3, »The First Things Created«.
(7) Laitman, Michael: »Kabbala für Anfänger«, Toronto/ Wien 2009, Seite 7, 2. Zeile von oben
(8) Ebenda, Zeilen 3-7 von oben
(9) Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum/ Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, 4. Auflage, Düsseldorf 1963,« S. 301

 

Zu den Fotos 
Foto 1: Prof. Hermann Oberth und Autor Langbein im Gespräch (März 1983). Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Prof. Oberths bahnbrechendes Werk. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Handschriftliche Widmung von Prof. Oberth für Walter-Jörg Langbein. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein



 
568. »Nun überschreiten wir unsere Wissensgrenze«,
Teil 568 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 06. Dezember 2020


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 22. November 2020

566. »Waren die Götter ›Cyborgs‹?«

Teil 566 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein



Howard Phillips Lovecraft (*1890; †1937) schrieb Kurzgeschichten und Romane. Und er verfasste eine wahre Flut an Briefen, korrespondierte mit Leserinnen und Lesern. Mit dem Englischlehrer Maruice W. Moe scheint er sich heftig über Religion gestritten zu haben. Anders als der tiefgläubige Moe aus Wisconsin, USA, glaubte Lovecraft nicht an die Notwendigkeit religiösen Glaubens. Lovecraft vertraute auf einen besonderen Impuls.

Am 15. Mai 1918 schrieb Lovecraft an Maurice W. Moe (1): »Sie vergessen einen menschlichen Impuls, der sich trotz seiner Beschränkung auf eine relativ kleine Anzahl von Männern im Laufe der Geschichte als so real und lebenswichtig wie Hunger erwiesen hat – als so stark wie Durst oder Gier. Ich muss ja wohl nicht sagen, dass ich mich auf das einfachste, aber erhabenste Attribut unserer Spezies beziehe – auf das starke, anhaltende, unstillbare Sehnen nach WISSEN.«

Foto 1: Vielleicht stellen
die Kachina-Puppen der Hopi-Indianer
»Cyborgs« dar.
Von geradezu zwanghafter Sehnsucht nach Wissen wurde ein Amerikaner geplagt. Ich meine den großen Archivar von Tatsachen, die von der etablierten Schulwissenschaft verdammt werden, Charles Hoy Fort (*1874; †1932). Von zehn Romanen aus Forts Feder wurde nur ein einziger veröffentlich. Anno 1909 erschien »The Outcast Manufacturers«, von Kritikern gepriesen, vom Publikum kaum zur Kenntnis genommen. Eine Übersetzung ins Deutsche liegt meines Wissens nicht vor. Was aus den anderen neun Romanen wurde? Sie gelten als verschollen. Eine deutsche Übersetzung des publizierten Romans liegt bis heute nicht vor.

Fort veröffentlichte sein erstes Buch anno 1919. Er nannte es »Book of the damned« (2a). Die deutsche Übersetzung ließ lange auf sich warten: »Das Buch der Verdammten« kam erst 1995 auf den Markt. Drei weitere Bücher Forts erschienen, die allesamt sehr zu empfehlen sind (2b-2d). Fort interessierte sich brennend für die Welt der Wissenschaften, allerdings nicht für die hinlänglich beantworteten Fragen und faktenreich belegten Theorien. Ihn faszinierten die unmöglichen Fakten, die seiner Überzeugung nach von der Wissenschaft »unter den Teppich gekehrt« wurden, weil es sie eigentlich gar nicht geben dürfte. Er fand spannend, was mit den herkömmlichen schulwissenschaftlichen Theorien nicht erklärbar war. Fort bezeichnete den etablierten Wissenschaftlern verhassten Fakten als »Verdammte«. Er sah es als seine Lebensaufgabe an, just diese Fakten zu sammeln und zu publizieren. Dank einer Erbschaft konnte Fort zum Vollzeit-Sammler der verbotenen Fakten werden.

Bis zu seinem Tode wühlte er sich wie ein Besessener durch ganze Bibliotheken und trug zigtausende Fakten zusammen, die seiner Überzeugung nach das Dasein von Verdammten fristeten. Er interessierte sich brennend für die Welt der Wissenschaften. Er sah sich selbst als wahren Wissenschaftler, der ohne Vorurteile alles sammelte, um Wissen zu schaffen. Er lehnte es strikt ab, Theorien zu ersinnen und nur solche Fakten zu akzeptieren, die irgendwelche Theorien bestätigten. Es ging ihm um ein breites Spektrum an Fakten, nicht um eine willkürliche Auswahl an Fakten, die irgendeine Theorie beweisen sollen. Fort wollte aufzeigen, dass die Realität sehr viel mehr zu bieten hat als vermeintlich wissenschaftlich Denkende zu erfassen bereit sind. Die Wirklichkeit fühlt sich nicht an Theorien gebunden.

Charles Hoy Fort nahm vor über einem Jahrhundert fantastisches Gedankengut vorweg. Vieles publizierte er, manches nahm er sich für künftige Bücher vor. Über außerirdische Besucher auf unserem Planeten dachte er vor über einem Jahrhundert nach (3): »Eines Tages werde ich mich damit beschäftigen, dass die seltsam geformten Erdhügel von Forschern von irgendwo gebaut wurden, die nicht zurückkehren konnten, konstruiert in der Absicht, die Aufmerksamkeit von einer anderen Welt anzulocken ...«

Charles Hoy Fort weiter (4): »Wir werden ... oder auch nicht ... akzeptieren, dass es eine verlorene Kolonie oder Expedition von irgendwo auf dieser Erde gegeben haben mag und außerirdische Besucher, die nie zurückkehren konnten, und andere außerirdische Besucher, die wieder gegangen sind.«

Vor über einem Jahrhundert spekulierte Charles Hoy Fort über Besucher von Außerirdischen auf unserem Planeten, als Raumfahrt bestenfalls eine verrückte Idee von Fantasten ohne jeglichen Realitätssinn war. Und doch räsonierte Fort schon so früh über kosmische Besucher in grauer Vergangenheit (5): »Ich denke, wir sind Besitz. Ich denke, ich sollte sagen, Etwas besitzt uns. Dass irgendwann diese Erde Niemandsland war und dass andere Welten hier forschten und kolonisierten und untereinander um den Besitz ... der Erde kämpften ... und dass Etwas diese Erde besitzt.« (6)
Wer sich von seiner Sehnsucht nach Wissen motivieren lässt, der wird vermutlich sehr viel mehr Antworten finden als er Fragen gestellt hat. Wer wirklich sucht, muss offen auch für das Ungewöhnliche und Fantastische sein. Wer ein Weltbild bestätigen, aber kein eigenes Weltbild aufbauen möchte, ist nicht wirklich wissbegierig. Und wer unvoreingenommen sucht, der findet mehr. Ob uns eine Vorstellung angenehm ist oder nicht, das sollte kein Kriterium für uns sein, ob etwas der Realität entspricht oder nicht.

Foto 2: Diese Kreationen (Kuelap, Wolkenmenschen)
könnten »Cyborgs« darstellen.

Eine zusehends zerstrittenere Weltgemeinschaft kann durch ein globales Raumfahrtprogramm zu einer wirklichen Gemeinschaft vereint werden. Nur dann werden dereinst gigantische Weltraumstädte ins All aufbrechen, mit Zigtausenden, vielleicht Hunderttausenden von Menschen. Sind derlei Gedanken zu kühne Spekulation? Keineswegs! Schon vor Jahrzehnten kamen 28 Professoren und Techniker der »Stanford University« und der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA zur Erkenntnis, dass eine riesige Weltraumstadt in Walzenform – Hermann Oberth (*1894, †1989) lässt grüßen – im Bereich des Machbaren ist. »Der Spiegel« in seiner Ausgabe vom 1.9.1975: »Die Raumstation, die etwa gleich weit von der Erde und dem Mond entfernt wäre...würde in einem Zwei-Stufen-Programm erbaut werden: Zunächst müssten eine erdumkreisende 2.000-Mann-Raumstation so wie eine kleine Mondstation errichtet werden. Von dort aus würden die Baustoffe, aus Mondmaterialien gewonnen, ins All transportiert und zusammenmontiert. … Die fertige Raumstation, die sich zur Erzeugung künstlicher Schwerkraft einmal pro Minute dreht, würde alles Lebensnotwendige an Bord haben: Felder und Wiesen erstrecken sich 800 m weit vor den Augen der Bewohner, das Trinkwasser würde immer aufs neue regeneriert, die Luft wäre sauberer als in unseren Städten.«

Dr. Thomas Heppenheim, Luftfahrtingenieur am »California Institute of Technology«, schilderte das Leben in der Raumstation im »National Enquirer« (November 1975) so: »Das Leben in der geplanten Weltraumstadt wird nicht nur angenehmer sein als auf der Erde, sondern die Menschen werden dort alles haben, was für größtes Wachstum notwendig ist. Keine Ernte wird fehlschlagen. Die ersten 10.000 Menschen werden in Terrassenapartments mit modernstem Wohnkomfort leben. Von den Fenstern aus blicken sie auf gewölbte Erntefelder und überschauen grüne Parks. Das Leben wird angenehm und sonnig sein.«

Die zweite Weltraumstadt könnte dann schon ganz andere Ausmaße haben. Prof. Gerard Kitchen O’Neill (*1927; †1992) lehrte an der »Princeton University«, publizierte seine fundierten Visionen in einem Buch »Unsere Zukunft im Raum/ Energiegewinnung und Siedlung im Weltraum« (7). Für den Physiker O’Neill, Inhaber wichtiger Patente, ist eine Besiedlung des Universums von der Erde aus keine unsinnige Science-Fiction-Illusion, sondern realistisch, finanzierbar und auch machbar. Der Wissenschaftler entwickelte mehrere Modelle von Weltraumstädten in Röhrenform. Die größeren (Länge etwa 30 km, Durchmesser 6 km) bieten 10.000.000 Menschen Lebensraum. In absehbarer Zukunft könnte – so postulierte Prof. O’Neill – ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung in Weltraumstädten leben. Liegt also die Zukunft der Menschheit im All?

So wie primitive Lebensformen vom Wasser aus das fremde, scheinbar feindselige Terrain Erde erobert haben, so werden wir Menschen oder unsere »Nachfolger« einst den interstellaren Weltraum erkunden. Der Schritt an Land brachte das Leben in seiner Entwicklung weit voran. Wird der Weg ins All zu einer wiederum weit höheren Entwicklungsstufe des Menschen führen?

Zurückbleiben wird »Atlantis Erde«. Astronauten werden dann erst wirklich ihren Namen mit Recht tragen: Sternenfahrer! Sie werden die Fackel des Lebens ins Universum tragen. So wird das Leben auch dann noch fortbestehen, auch wenn es auf Planet Erde schon lange nicht mehr existiert. Und in den Weiten des Alls werden neue Zyklen des Lebens beginnen, ganz so wie im unendlichen Kalender der Mayas geschrieben steht.

Das göttliche Gebot (8) »Seid fruchtbar und mehret euch!« wird dann eine ganz andere Bedeutung gewinnen als Theologen und Laien gewöhnlich meinen. Ein Fragenkomplex aber wird von vielen Menschen seit den Anfängen von irdischer Raumfahrt erörtert: Warum? Wozu? Prof. Dr. Dr.-Ing. Hermann Oberth antwortete auf Einwände gegen interplanetare und interstellare Raumfahrt so (9): »Aber wozu das alles? Wer das faustische Streben nicht kennt, dem kann man auf diese Frage nicht antworten, und wer es kennt, der weiß die Antwort selbst. Ihm ist es selbstverständlich, alles Erforschbare zu erforschen, alles Unentdeckte zu entdecken, mit den Bewohnern anderer Welten in Verbindung zu treten.«

Prof. Oberth war davon überzeugt, dass jede Intelligenz, so sie sich nicht vorher selbst auslöscht, einmal Raumfahrt betreiben und in die Tiefen des Alls vordringen wird. Sollte es also seit Anbeginn der Zeit in den Weiten des Universums immer wieder dazu kommen, dass Zivilisationen die Kinderstube ihrer Entwicklung verlassen und Vertreter in die Unendlichkeit von Zeit und Raum schicken?

Foto 3: Göttin Chalchiuhtlicue (Mexico)
war vielleicht ein Cyborg.
Generationenraumschiffe hin oder her: das zentrale Problem für bemannte interstellare Raumfahrt sind die unvorstellbaren Distanzen zwischen den Sternen. Daraus resultiert das Zeitproblem: Gigantische Entfernungen benötigen viel Zeit für Raumreisende. Eine Lösung bietet sich an: Künstliche Intelligenz! Cyborgs, so wie sie sich James Lovelock vorstellt, nämlich als superintelligente »Wesen« ohne biologischen Anteil können theoretisch und wohl auch praktisch Ewigkeiten überdauern und so Intelligenz im Kosmos ausbreiten. Solche Cyborgs könnten einen elektronischen »Winterschlaf« nutzen, um ihr Intelligenzpotential zu steigern. Sie würden, so Lovelock, bald schon wie Götter sein. Vielleicht stellen die Kachina-Puppen der Hopi-Indianer »Cyborgs« dar, die einst zur Erde kamen. Vielleicht erinnern die mysteriösen Sarkophagfiguren der »Wolkenmenschen« an solche Besucher? Womöglich war die Göttin Chalchiuhtlicue (Mexico) so ein »Cyborg«!

Mir drängen sich wieder Fragen auf: Waren die vermeintlich »göttlichen« Besucher auf unserem Planeten vor Jahrtausenden keine Lebewesen wie wir, sondern »Cyborgs«? Hatten diese »Cyborgs« die Aufgabe, für die Ausbreitung von Intelligenz im Kosmos zu sorgen?

Fußnoten
(1) Lovecraft, Howard Phillips: »Against Religion/ The Atheist Writings of H. P. Lovecraft«, Herausgeber Joshi, S. T., New York 2010, Seite 13. Übersetzung aus dem Englischen: Walter-Jörg Langbein
(2a) Fort, Charles Hoy: »Book of the damned«, New York 1919/ Übersetzung »Das Buch der Verdammten«, Frankfurt 1995
(2b) Fort, Charles Hoy: »New Lands«, New York 1923/ Übersetzung »Neuland«, Frankfurt am Main 1996
(2c) Fort, Charles Hoy: »Lo!«, New York 1931/ Übersetzung »Da!«, Frankfurt am Main 1997
(2d) Fort, Charles Hoy: »Wild Talents«, New York 1932/ Übersetzung »Wilde Talente«, Frankfurt am Main 1997
(3) Fort, Charles Hoy: »The Book of the damned«, Gesamtausgabe in einem Band, New York 1974, S. 157, 14.-11 Zeile von unten. Übersetzung aus dem Amerikanischen Walter-Jörg Langbein
(4) Ebenda, S. 159, 7.-11. Zeile von oben. Übersetzung aus dem Amerikanischen Walter-Jörg Langbein
(5) Ebenda, S. 163, 6.-10. Zeile von oben. Übersetzung aus dem Amerikanischen Walter-Jörg Langbein
(6) Siehe hierzu auch Langbein, Walter-Jörg und Sachmann, Hans-Werner: »Charles Hoy Fort – Der Chronist des Unerklärlichen« in Däniken, Erich von (Herausgeber): »Das Erbe der Götter/ Auf ›kosmischen Spuren‹ rund um die Welt«, München 1997, S.19-25
(7) O'Neill, Gerard K.: »Unsere Zukunft im Raum«, Bern und Stuttgart 1978
(8) 1. Buch Mose Kapitel 9, Vers 7
(9) Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum – Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, Düsseldorf 1954, Seite 301

Zu den Fotos
Foto 1: Vielleicht stellen die Kachina-Puppen der Hopi-Indianer »Cyborgs« dar. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 2: Diese Kreationen (Kuelap, Wolkenmenschen) könnten »Cyborgs« darstellen. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 3: Göttin Chalchiuhtlicue (Mexico) war vielleicht ein Cyborg. Foto Walter-Jörg Langbein


567. »Und es gab weder Anfang, noch Ende«,
Teil 567 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 29. November 2020


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 5. April 2020

533. »Erinnerungen an die Zukunft«

Teil 533 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Der mysteriöse »Astronaut von El Baúl«

Für uns ist ein Astronaut im Raumanzug ein gewohnter Anblick. Wir sind in der Regel noch keinem persönlich begegnet, aber wir wissen, wie so ein Raumfahrer aussieht. Wie haben schon Fotos und Filme von Menschen in Raumanzügen gesehen. Nehmen wir an, so ein Astronaut klingelt an unserer Haustüre. Man hat etwas Dringendes vor, muss vielleicht gleich zur Arbeit oder hat einen Termin beim Zahnarzt. Oder man muss zum Bahnhof aufbrechen, um nach Bremen zum Seminar »Phantastische Phänomene« zu fahren. Man ist vielleicht im Stress, öffnet die Haustüre und steht einem Astronauten gegenüber. Der trägt einen Raumanzug. Sein Kopf steckt in einem Helm. Durch das gläserne »Visier« schaut uns der Besucher an. Für uns ist sein Anblick frühmorgens an der Haustür sicher überraschend. Wie reagiert man?

Verwundert? Befremdet? Vielleicht denkt man an einen Scherz à la »Verstehen Sie Spaß?« Läuft irgendwo eine versteckte Kamera? Angst hat man vermutlich keine. Oder doch? Denkt man an einen gefährlichen Virus, der uns womöglich bedroht? Wir wissen, dass wir es mit einem irdischen Astronauten, nicht mit einem Monster zu tun haben. Begriffe wie »Raumanzug« sind uns vertraut. Selbst technische Details verunsichern uns nicht. Ich zitiere kurz das Online-Lexikon Wikipedia (1): »Auf den Kopf des Raumfahrers wird ein nahezu kugelförmiger Helm gesetzt, der gasdicht an den Raumanzug angeschlossen und mit einem klappbaren Visier gegen die aggressive UV-Strahlung der Sonne versehen ist. Meist im Rumpfbereich befinden sich die Anschlüsse für Sauerstoff, Abluft, Kühlwasser und Kommunikationssysteme.«

Versetzen wir uns nun in die Lage des biblischen Abraham. Nahmen wir an, ein Mensch im Raumanzug trat ihm gegenüber. Für ihn muss so eine Begegnung unbegreiflich gewesen sein. Die uns geläufigen Fachausdrücke kennt Abraham nicht. Er muss zu vergleichen greifen, will er in Worte fassen, was er sieht und nicht begreifen kann. Den Raumanzug des Fremden umschreibt er so (2): »Sein Leib glich einem Sayphir, sein Antlitz einem Chrysolith und seines Hauptes Haar dem Schnee und seines Hauptes Diadem dem Regenbogen.« Poetische Worte, die Technisches mit Begriffen aus Abrahams Welt bezeichnen, mögen für uns kurios anmuten. Aber dem Abraham standen keine anderen zur Verfügung.

Fotos 2-5: »Erinnerungen an die Zukunft« in Stein.

Stellen wir uns nun vor, frühmorgens stünde ein Außerirdischer im Raumanzug vor der Tür. Jetzt würde kaum jemand gelassen bleiben. Abraham reagierte panisch (3): »Und siehe, da war kein menschlicher Odem, und mein Geist erfüllte sich mit Grauen.« In einer neueren Übersetzung lesen wir (4): »Und, siehe, da war kein menschlicher Odem, und mein Geist erfüllte sich mit Grauen.« In relativ jungen russischen Handschriften heißt es: »Und er war wie tot und fiel zu Boden nieder auf das Angesicht wie ein Stein.« Offenbar wurde Abraham ohnmächtig beim Anblick des Fremden.

Abraham begegnete also Fremden, die nicht von Planet Erde kamen. Besucher aus dem All vor Jahrtausenden faszinieren mich schon seit 1968, als ich mit dem »Erich-von-Däniken-Bazillus« infiziert wurde. Und seit ich auf den Spuren der »Astronautengötter« (5) folge zog mich ein steinernes Relief wie magisch an, das man im unwegsamsten Gelände Guatemalas gefunden hat. El Baúl ist nicht unbedingt von Touristen überlaufen. Die Finca El Baúl ist liegt vier Kilometer nördlich von Santa Lucía Cotzumalguapa nahe der Pazifikküste Guatemalas. Zuckerrohr wird hier schon seit vielen Jahrzehnten angebaut. Weite Areale wurden vom Urwald »befreit«. Der Urwald wurde brutal zurückgedrängt. Es galt, immer größere Flächen für den Zuckerrohranbau brauchbar zu machen. Bei der rabiaten Abholzung wurden Hunderte von archäologischen Objekten gefunden. Oder waren es Tausende? Wie viele Artefakte mögen verschwunden sein? Wie viele hat man zerstört?

Bereits 1862 fertigte der österreichische Reisende Dr. Habel Zeichnungen von Stelen an, die im Raum von El Baúl gefunden worden waren. 1876 erschien Adolf Bastian (*1826; †1905), Direktor des Völkerkundemuseums von Berlin, vor Ort. Er hatte zufällig Dr. Habels Zeichnungen entdeckt. Jetzt wollte er die die Artefakte im Original vor Ort sehen. Was er vorfand, das übertraf seine Erwartungen. Adolf Bastian war hellauf begeistert. Der Gelehrte kaufte die seiner Ansicht nach schönsten Stelen auf. Da die tonnenschweren Steinkolosse nur sehr schwer zu transportieren gewesen wären, ließ er sie kurzerhand zersägen. Genauer: Er begnügte sich mit den Reliefs, die als dünne Scheiben, oberflächlich vom Stein getrennt, zur Küste geschafft und auf Schiffe verladen wurden.

Foto 6: Autor Walter-Jörg Langbein und der
»Astronaut« in Stein. Foto Ingeborg Diekmann

Eines der kunstvoll gravierten Steinreliefs wartet noch heute im Hafenbecken von Josef darauf, geborgen zu werden. Es ist bei der Verschiffung ins Hafenbecken gefallen und im Morast versunken. Wird er je wieder entdeckt und gehoben werden? Sieben »Stelen« wurden nach Berlin geschafft, wo sie viele Jahre im Treppenhaus des Dahlemer Museums gezeigt wurden. Heute befinden sie sich im Ethnologischen Museum Berlin.

Vor Ort befindet sich noch heute der sogenannte »Astronaut von El Baúl«. Mich fasziniert diese mysteriöse Darstellung nach wie vor. Da steht eine Gestalt, die so etwas wie einen »Raumanzug« trägt. Der Kopf wird von einem »Helm« umschlossen. Wir sehen das Wesen im Profil. Deutlich ist ein Guckfenster auszumachen, dahinter erkennen wir ein Auge der Kreatur. Vom Helm aus führt ein Schlauch zu einem Tank auf dem Rücken der Gestalt. Mit den Augen unserer Zeit gesehen haben wir ein Wesen im Raumanzug vor uns, das die Atemluft aus einem Tank atmet. Sehr deutlich in den Stein gemeißelt ist der Atem, den das Wesen ausstößt. Die Darstellung des ausströmenden Atems scheint dem Künstler sehr wichtig gewesen zu sein.

In der »Apokalypse des Abraham« wird ein Wesen beschrieben, das womöglich in einem Raumanzug steckt. Der Verfasser des altehrwürdigen Texts musste zu blumigen Vergleichen greifen, um zu umschreiben, was er nicht wirklich verstand. Der unbekannte Künstler, der das Wesen von El Baúl in Stein verewigte, musste nicht den Umweg über bildhafte, verbale Vergleiche gehen. Er konnte halbwegs realistisch zeigen, was da einst zu sehen war. War er selbst Augenzeuge? Oder gibt er in seinem Werk nur wieder, was man ihm beschrieben hat?

Im Text der »Apokalypse des Abraham« wird fast nur nebenbei erwähnt, dass das Wesen, das Abraham auf die Beine half, nicht den Atem eines Menschen hatte. Wollte der Künstler von El Baúl genau das zeigen, was auch Abraham sah, nämlich ein nichtmenschliches Wesen im Raumanzug, einen Außerirdischen?

Abraham wird empor getragen. Er sieht etwas (6): »auf der Höhe, auf welche wir gestiegen waren, ein starkes Licht, das nicht zu beschreiben ist«. Offenbar gelangt Abraham in dieses Etwas, das er nicht beschreiben kann, hinein. Abraham begreift nicht, was geschehen ist. Erstaunt, vielleicht auch entsetzt, fragt er seinen himmlischen Begleiter (7): »Wie hast du mich nun hierher hinaufgetragen, denn nun kann ich nicht mehr sehen, da ich erschöpft bin, und mein Geist aus mir entflieht.« Mag sein, dass Abraham bedingt durch extreme Beschleunigung beim Flug empor zu diesem Etwas hoch oben die Besinnung zu verlieren drohte. Der Himmlische machte ihm Mut (8): »Dein Geist soll nicht schwach werden, denn ich bin bei dir und werde dich stärken.«

Dann geschah für Abraham Unbegreifliches (9): »Und ich wollte mich auf die Erde niederwerfen; und der hohe Ort, auf dem wir standen, stand bald aufrecht, bald sank er abwärts.« Paul Rießler übersetzte so (10): »Ich aber wünsche auf die Erde niederwärts zu fallen. Der hohe Ort, worauf wir standen, bald stand er aufrecht da, bald drehte er sich abwärts.« Bald drehte er sich abwärts? Abraham beschreibt Dinge, die er nicht begreifen kann. Es scheint sich so etwas wie eine Luke zu öffnen. Abraham schaut und versteht nicht (11): »Wie er noch spricht, tun sich die Flächen auf und unter mir der Himmel.« Es wird noch verrückter, zumindest nach dem Empfinden Abrahams (12):

Foto 7: Prof. Hermann Oberths
prophetisches Werk.

»Er sprach: Beschau von oben doch die Sterne, die unter dir sich finden!« Was erlebte Abraham?Stellen wir uns vor: Abraham wurde von der Erde in eine riesige Weltraumstadt transportiert. Diese Weltraumstation drehte sich konstant um die eigene Achse und erzeugte so künstliche Schwerkraft. Befindet man sich an Bord einer solchen Raumstation, dann leidet man nicht unter Schwerelosigkeit. Man empfindet – freilich künstlich erzeugte – Schwerkraft. Damit künstliche Schwerkraft entstehen kann, muss sich so eine Weltraumstadt um die eigene Achse drehen. Blickt man dann aus dem Inneren so einer Weltraumstadt nach außen, dann sieht man im Erdorbit mal die Erde unten und die Sterne oben, mal die Erde oben und die Sterne unten. Genau das aber, dieser Eindruck muss sich einem Zeitgenossen zu Beginn des dritten Jahrtausends nach Christus aufdrängen, beschrieb Abraham, ich zitiere den entscheidenden Vers aus der Abrahamapokalypse noch einmal (10): »Und ich wollte mich auf die Erde niederwerfen; und der hohe Ort, auf dem wir standen, stand bald aufrecht, bald sank er abwärts.« Oder »bald drehte er sich abwärts.«

Künftige Reisen in die Tiefen des Alls sollen in riesigen Raumschiffen in Rad- oder Röhrenform angetreten werden. Bei der NASA arbeitet man schon heute an solchen Projekten von morgen. Schon? Bereits 1954 beschrieb Hermann Oberth in seinem Werk »Menschen im Weltraum« gigantische »Wohnräder« (13). Er beließ es dabei nicht bei kühnen Prognosen. Vielmehr entwickelte er konkrete Pläne. Seine Weltraumschiffe in Scheibenform würden Durchmesser von sechs bis acht Kilometern aufweisen. Oberth (14): »Das Wohnrad dreht sich in 110 bis 126 Sekunden einmal um die eigene Achse. Dadurch entsteht Fliehkraft, die unserer irdischen Schwerkraft entspricht.« Damit wäre eines der gravierendsten Probleme von interplanetaren oder gar interstellaren Raumflügen gelöst: Reisen in Schwerelosigkeit von einigen Tagen zum Mond und zurück stellen für den menschlichen Organismus kein Problem dar. Bei bemannten Flugvehikeln zum Mars, die schon mehrere Monate dauern werden, wird es kritisch. Für Aufenthalte in Schwerelosigkeit von Jahren oder gar Jahrzehnten ist der Mensch nun einmal nicht gebaut.

Prof. Dr. Dr.-Ing. Oberth entwickelte seine »Wohnwalze« bis ins Detail genau. So sah er eine Simulation von Tag und Nacht durch spezielle Lampen vor. Besonders die erste Generation der Raumfahrer sollte sich fast wie auf der Erde wähnen. Bei der Energiegewinnung dachte Oberth an Atomkraftwerke. Das Leben in der riesigen Raumstation sollte möglichst vertraut wie auf der Erde erscheinen. Zum Beispiel sah Oberth die Illusion eines »blauen Himmels« vor. So sollte verhindert werden, dass man die jeweils gegenüberliegende Seite der Wohnwalze sehen würde. Oberth (15): »Sonst könnte man dort in acht Kilometer Entfernung – was als acht Kilometer Höhe empfunden würde – die gegenüberliegende Landschaft ›am Himmel hängen‹ sehen.« Oberth weiter (16):

»Natürlich kann man auch für ein angenehmes Klima und einen Tag- und Nachtrhythmus sorgen. Man kann in der Walze künstliche Höhenzüge mit hübschen kleinen Wäldern schaffen und anderes mehr. Man kann das so weit treiben, dass die dort lebenden Menschen praktisch kaum etwas davon merken, dass ihre Heimat nicht ein Planet, sondern ein technisches Kunstwerk ist.« 

Erlebte Abraham vor Jahrtausenden, was künftige Generationen wieder erleben werden? Wurde Abraham vor Jahrtausenden in ein riesiges Raumschiff gebracht, das sich um die Eigene Achse drehte? Werden künftige Generationen genau das wieder erleben? Werden sie vielleicht sogar in riesigen, sich um die eigene Achse drehenden Weltraumstädten die Reise in den Kosmos antreten? Das wird so geschehen, wenn sich die Menschheit nicht vorher selbst auslöscht. Dann wird wieder (?) wahr werden, was Abraham bereits vor Jahrtausenden widerfahren ist.


Foto 8: Raumfahrtpionier Prof.  Hermann Oberth
im Gespräch

mit Walter-Jörg Langbein

Dann werden sich Abrahams fantastische Erlebnisse als »Erinnerungen an die Zukunft« erweisen!

Fußnoten
(1) Zitat aus Wikipediartikel »Raumanzug«. https://de.wikipedia.org/wiki/Raumanzug (Stand 4.3.2020)
(2) Rießler, Paul: »Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel übersetzt und erläutert von Paul Rießler«, Augsburg 1928, Seite 22, XI, 1+2
(3) Ebenda, X, 2
(4) Philonenko-Sayar, Belkis und Philonenko, Marc: »Die Apokalypse Abrahams«, erschienen als »Band V Lieferung 5« der Buchreihe »Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit«, Gütersloh 1982, Seite 430, X,2
(5) Langbein, Walter-Jörg: »Astronautengötter – Versuch einer Chronik unserer phantastischen Vergangenheit«, Luxemburg Weihnachten 1979
(6) Philonenko-Sayar, Belkis und Philonenko, Marc: »Die Apokalypse Abrahams«, erschienen als »Band V Lieferung 5« der Buchreihe »Jüdische Schriften aus hellenistisch-römischer Zeit«, Gütersloh 1982, Seite 436, XV, 4
(7) Ebenda, Seite 437, XVI, 1
(8) Ebenda, XVI, 4
(9) Ebenda, XVII, 4
(10) Rießler, Paul: »Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel übersetzt und erläutert von Paul Rießler«, Augsburg 1928, Seite 26, XVII, 3
(11) Ebenda, Seite 29, XIX, 4
(12) Ebenda, XX, 3
(13) Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum/ Neue Projekte für Raketen- und Raumfahrt«, 4. Auflage, Düsseldorf 1963, Seiten 194-199 (»Siedlungen im Weltenraum«)
(14) Ebenda, Seite 195, 10.-14. Zeile von oben
(15) Ebenda, Seite 198, 14.-11. Zeile von unten
(16) Ebenda, 10.-4. Zeile von unten

Foto 9: Handschriftliche Widmung
von Prof. Hermann Oberth.

Zu den Fotos
Foto 1: Der mysteriöse »Astronaut von El Baúl«. Foto Walter-Jörg Langbein
Fotos 2-5: »Erinnerungen an die Zukunft« in Stein. Fotos Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Autor Walter-Jörg Langbein und der »Astronaut« in Stein. Foto Ingeborg Diekmann
Foto 7: Prof. Hermann Oberths prophetisches Werk. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Raumfahrtpionier Prof. Oberth im Gespräch mit Walter-Jörg Langbein.
Foto privat/ Archiv Walter-Jörg Langbein 
Foto 9: Handschriftliche Widmung von Prof. Hermann Oberth. Foto Walter-Jörg Langbein

534. »Erich von Däniken zum 85. Geburtstag«,
Teil 534 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 12. April 2020


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 21. Oktober 2018

457 »›Geisterstädte‹ auf der Osterinsel?«

Teil 457 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein

Fotos 1-3: Geheimnisvolle Osterinsel ...

Die 16 verschwundenen Moai von Ahurikiriki standen oder lagen noch im 19. Jahrhundert irgendwo in einer Steilwand an der Südwestküste der Osterinsel auf einer Plattform. Ein Erdbeben mag sie zu Fall gebracht haben. Wie dem auch sei: Warum auch immer, die Kolosse stürzten in die Tiefe, schlugen in der Gischt ein und zerbrachen wohl in mehrere Teile. Seit Jahrzehnten sucht man die Brocken, offiziell hat man sie bis heute nicht gefunden. Allerdings sieht man von der Steilklippe aus da und dort im brodelnden Wasser Felsklumpen liegen, bei denen es sich um die zertrümmerten Kolosse von Plattform Nr. 112, genannt »Ahurikiriki«, handeln könnte. Bislang hat sich freilich niemand an die mögliche Fundstelle herangewagt. Es besteht wegen der extremen Brandung und massiver Strömungen Lebensgefahr. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann doch nur formlose Brocken und nicht Trümmer einst stolzer Statuen zu entdecken. Zu finden gibt es auf der Osterinsel noch sehr viel. Vieles aber wird wahrscheinlich für immer rätselhaft und unverstanden bleiben.

Als das Geheimnis der Osterinsel schlechthin gelten die riesigen Steinkolosse, die zum Teil fast zehn Meter hoch in den Himmel ragten. Bislang konnten lediglich kleinere bis mittelgroße Exemplare mit Kranen wieder aufgerichtet werden. Wer wie der Autor die Osterinsel besucht hat, wer schon zu Füßen der stoisch ins Nichts blickenden Kolosse stand, der kann sich über manchen »Wissenschaftler« nur wundern.

Foto 4: Nach wie vor rätselhaft ...
Je intensiver man sich in die wissenschaftliche Literatur über die Osterinsel vergräbt, desto mehr erfährt man über das geheimnisvolle Eiland. Je aufmerksamer man liest, desto klarer werden Widersprüche erkennbar zwischen Aussagen verschiedener Wissenschaftler.

Mit dieser Thematik beschäftigte ich mich bereits 1977. Damals erschien mein Artikel »The Easter Island Controversy« in »Ancient Skies« (1). Ein anschauliches Beispiel: Wilhelm Ziehr beispielsweise wundert sich darüber, wie man sich über die Osterinselriesen wundern kann. Trocken stellt er fest (2):

»Die Existenz monumentaler Steinplastiken auf der Osterinsel ist keineswegs so rätselhaft, wie oft behauptet wurde. Da Holz auf der Insel außerordentlich knapp war, bot sich das hingegen reichlich vorhandene Tuffgestein an.« Mit anderen Worten: Die Osterinsulaner verspürten einen sehr starken künstlerischen Drang. Sie griffen zum Stein, weil Holz extrem selten war.

Foto 5: ... die Kolosse der Osterinsel. Rechts im Bild: Ingeborg Diekmann

Wie aber war es möglich, die Steinkolosse zu transportieren? Da sieht Thor Heyerdahl wiederum keinerlei Problem (3). Seinen Untersuchungen zufolge gab es einst auf der Osterinsel Holz in unvorstellbaren Mengen. Das ganze Eiland war von einem Urwald überzogen. Dieses Holz wurde dann, so Heyerdahl, etwa in Form von Rollen zum Transport der Kolosse benutzt. Der Widerspruch ist eklatant.

Wurden die Riesenfiguren nun gebaut weil den Künstlern kein Holz zur Verfügung stand? Oder konnten die Riesenplastiken so leicht transportiert werden, weil Holz in Hülle und Fülle zur Verfügung stand? Der Widerspruch lässt sich nur mit unsinnigen Annahmen aus der Welt schaffen. Etwa so: Erst war die Insel kahl und leer, Holz gab es kaum. Deshalb griffen die Künstler in ihrem Drang, sich gestalterisch zu verwirklichen, zum Stein. Wie sie die Kolosse befördern würden, darüber machten sich die weltfremden Künstler keine Gedanken. Kaum waren die Kunstwerke aber fertig, wurde das Eiland aus unerfindlichen Gründen von einem wahren Urwald überzogen. Jetzt wussten die Steinmetze plötzlich, wie ihre Werke transportiert werden konnten: mit Hilfe von Holzrollen zum Beispiel. Warum schufen sie dann nicht in großem Umfang Kunstwerke aus Holz als es angeblich Holz im Überfluss gab?

Foto 6: Reste eines der massiven Podeste

Mit einer Fläche von 162,5 km² ist die Osterinsel sehr klein. Lebten einst sehr viele Menschen auf dem winzigen Eiland? Arnold Roggeveen, der das merkwürdige Eiland am Ostermontag den 6. April 1722 »entdeckte«, fühlte sich einmal von »mehreren Tausend« Einheimischen umzingelt und bedroht. Er ließ auf die friedlichen Osterinsulaner schießen. James Cook (*1728; †1779) besuchte die Osterinsel im Rahmen seiner zweiten Südseereise (1772 bis 1775) in der Zeit vom 11. bis zum 17. März 1774. Vergeblich hatte er nach dem legendären »Terra australis« gesucht, von der Osterinsel war er enttäuscht. Am Freitag, den 11. März 1774, notierte Cook in seinem Logbuch: »Leichte Brise und freundliches Wetter. Hatten noch um Mitternacht Tageslicht, nahmen sodann Fahrt auf und sichteten wenig später Land im Westen aus dem Mastkorb.« Dass es sich um die Osterinsel handelte, wurde Cook am Sonntag, den 13. März klar: »Bei der Annäherung an das Land entdeckten wir Leute und eben dieselben Monumente und Idole, welche von den Autoren von Roggeveens Reise erwähnt wurden, welcher Umstand uns keinen Raum für Zweifel daran ließ, dass es sich um die Osterinsel handele.«

James Cook, der die Osterinsel selbst wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nicht betrat, schätzte die Zahl der Einwohner auf sechs- bis siebenhundert. George Foster, der im Auftrag Cooks an Land ging, ging von neunhundert Osterinsulanern aus. Alexander Ariipaea Salmon lebte viele Jahre auf der Osterinsel. Zwischen 1850 und 1860 gab es seinen Angaben zufolge fast 20.000 Menschen auf dem Eiland.

Foto 7: Auf Podesten standen einst steinerne Kolosse

Im Jahre 1886 suchte die Besatzung des US-Schiffs »Mohican« die Osterinsel heim, richtete zum Teil erhebliche Schäden an. In der kurzen Zeit vom 18. bis 31. Dezember wurden gut erhaltene Petroglyphen abgeschlagen und an Bord geschleppt. Die Kunstwerke befinden sich heute im »Smithsonian Institution«, Washington. Sicher gelangten kostbare Kunstschätze auch in Privatsammlungen. Sie sind somit für die für die Forschung verloren. Anno 1886 lebten insgesamt nur 155 Menschen auf der Osterinsel. Nach einer Liste aus jener Zeit waren das 68 Männer, 43 Frauen, 17 Knaben und 27 Mädchen unter 15.



Buchneuerscheinung jetzt bei amazon entdecken:
> Walter-Jörg Langbein: »Monstermauern, Mumien und Mysterien«


Lebten nun viele Menschen auf der Osterinsel, als die Statuen entstanden? Gab es viele Steinmetze, die die Statuen aus dem Vulkangestein schlugen? Waren viele Menschen erforderlich, um die zum Teil kolossalen Statuen zu transportieren und aufzustellen? Bemerkenswert sind die zahlreichen Spuren auf einstige Siedlungen, die auf eine einstmals dichte Besiedelung schließen lassen könnten. So gab es wohl einst auf dem »Kotatake«-Berg eine Siedlung. Am Fuß des Kotatake Bergs bis zur Küste im Westen erstreckte sich eine Siedlung, immerhin über eine Länge von fast zwei Kilometern! Es könnten hier einst die ältesten Behausungen gestanden haben. Der Grundriss der Häuser war elliptisch, vielleicht in Anlehnung an Boote. Weitere Siedlungen gab es zum Beispiel im Bereich der Küste bei »Rana-Hana-Kana« und an der Küste der »La Pérouse«- Bucht.

Foto 8: Einige der Podeste trotzten dem Zahn der Zeit.

Es gibt also eigentlich zu viele Ruinenreste auf der Osterinsel. Wären sie alle bewohnt gewesen, dann hätten die Menschen nicht ausreichend ernährt werden können. Eine mögliche Erklärung: Es gab eine ganze Reihe von Siedlungen, die aber nicht immer bewohnt waren. Die Insulaner zogen von Siedlung zu Siedlung und wieder zurück. So wurden, und das ist Fakt, die Häuser von Orongo nur während der Feierlichkeiten des »Vogelmann-Kults« bewohnt. Sie standen also den Großteil des Jahres leer. Das mag auch für andere Siedlungen auf der Osterinsel gegolten haben. Es gab also wohl kleine »Geisterstädte« auf der Osterinsel, die einstens aber nicht verfielen, sondern periodisch bewohnt wurden.

Die Osterinsel ist wirklich sehr klein, das schließt eine dichte Besiedlung aus. Je dichter das Eiland besiedelt war, desto mehr Menschen konnten auf der Osterinsel leben, aber desto größer wurden die Ernährungsprobleme. Es müssen auch große Anteile des Eilands nur landwirtschaftlich genutzt worden sein. Es konnte nur eine überschaubare Zahl von Menschen auf »Isla la Pascua« leben und ausreichend ernährt werden.

Foto 9: Steinmetzkunst von Perfektionisten!

Die Menschen mussten nicht nur für Ernährung sorgen. Es mussten auch die Steinkolosse aus dem Vulkan geschlagen, kreuz und quer über das gesamte Eiland transportiert und aufgestellt werden. Was oft unterschätzt wird: Einst standen die Kolosse auf massiven Plattformen, von denen die meisten verfallen oder verschwunden sind. Schon die Mauern dieser Plattformen sind Beweise für die erstaunliche Kunstfertigkeit der Osterinsulaner.

Fußnoten
(1) Langbein, Walter-Jörg: »The Easter Island Controversy«, »Ancient Skies«, Ausgabe November/ Dezember 1977, Chicago 1977
Der Vollständigkeit halber: Mein erster Artikel (»Researcher interviews Prof. Dr. Hermann Oberth«) erschien in der März/April-Ausgabe 1976 von »Ancient Skies«, Chicago.
(2) Ziehr, Wilhelm: »Zauber vergangener Reiche«, Stuttgart 1975
(3) Heyerdahl, Thor: »Die großen Steine der Osterinsel« in
»Versunkene Kulturen«, Zürich 1963

 
Foto 10: Podest mit Statuen. Historisches Gemälde, 18. Jahrhundert.


Zu den Fotos:
Fotos 1-3: Geheimnisvolle Osterinsel ... Fotos Walter-Jörg Langbein
Foto 4: Nach wie vor rätselhaft ... Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 5: ... die Kolosse der Osterinsel. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 6: Reste eines der massiven Podeste. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 7: Auf Pdesten standen einst steinerne Kolosse. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 8: Einige der Podeste trotzten dem Zahn der Zeit. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 9: Steinmetzkunst von Perfektionisten! Foto Walter-Jörg Langbein
Foto 10: Ahu mit Statuen. Historisches Gemälde, 18. Jahrhundert. Foto Archiv Walter-Jörg Langbein


458 »Ein Pirat, Samson und Skelette«,
Teil 458 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«
von Walter-Jörg Langbein,
erscheint am 28.10.2018


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Sonntag, 9. Oktober 2016

351 »Apocalypse Wow«

Teil  351 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein


Foto 1: Dürers Apokalyptische Reiter
Zu den großen Filmklassikern überhaupt zählt ohne Zweifel »Apocalypse Now« von Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1979. Der beeindruckende und bedrückende Antikriegsfilm spielt in Vietnam. In Anspielung auf Coppolas filmisches Meisterwerk mit Marlon Brando in der Hauptrolle titelte die »Süddeutsche Zeitung« im Frühjahr 2016 (1) mit einer sensationellen Meldung: »Apokalypse Wow«. Und neben dem beeindruckenden Foto einer rot glühenden Sonnen lesen wir: »Bilder aus der Zukunft: In sechs Milliarden Jahren wird die Sonne spektakulär sterben. Bis dahin muss die Menschheit eine neue Heimat finden. Aber wo?«

Auf meiner Reise durch Indien lernte ich die uralte Philosophie des Landes kennen. Ähnlich wie die Mayas gingen die »alten Inder« von einem zyklischen Weltbild aus, von einem steten Werden, Leben und Zerfall. Das gilt im Kleinen wie im Großen. Ein Schriftkundiger erklärte mir am Tempel von Tanjore (2): »Die Geschichte der Menschheit verläuft auf unserem Heimatplaneten in Zyklen. Auf die Zerstörung folgen Wiederaufbau, Leben und Gedeihen und erneute Zerstörung.«

So ist  Göttin Kali (zu Deutsch etwa »Die Schwarze«) im Hinduismus einerseits die Gottheit des Todes und der Zerstörung, andererseits aber auch der Erneuerung. Ganz ähnlich dachten die Maya, die – wie die alten Inder – in Sachen Erde und Kosmos in Zyklen von bis zu Jahrmilliarden rechneten. Eine »Menschheit« blüht auf, gedeiht um in einer Apokalypse wieder unterzugehen, gefolgt vom Aufblühen einer neuen Menschheit. Die Kataklysmen der Maya werden in der Mythologie recht plastisch-drastisch geschildert. Eine Epoche endete in einem Feuer- und Asche-Regen. Eine Zeit der Finsternis folgte, und doch  hatten die himmlischen Götter schon den Keim neuen Lebens gesät.

Foto 2: Am Tempeltor von Tanjore
Auch unsere Sonne sei, so erfuhr ich am Tempel von Tanjore, Zyklen unterworfen, sie pulsiere – und werde eines Tages explodieren, sich ausdehnen und dann wieder in sich zusammenbrechen.

Das von der »Süddeutschen Zeitung« prognostizierte Ende der Sonne und damit der Erde ist alles andere als unfundierte Horrorspekulation. So wird sich unsere »liebe Sonne« im Alter von etwa 11,7 bis 12,3 Milliarden Jahren so weit aufblähen, dass sie die Planeten Merkur und Venus verschlingt. Die Erde wird sich in eine wahre Höllenwelt verwandeln. Die Meere verdampfen, die heute noch feste Erdkruste wird zu einem einzigen zähflüssigen Lava-Brei werden. Da die Sonne bereits etwa 4,5 Milliarden Jahre auf dem Buckel hat, wird sich das beschriebene Ende der Welt in etwa sieben Jahrmilliarden abspielen. Selbst die Jüngsten unter uns werden das wohl nicht erleben, ich mit meinen 62 Jahren schon gar nicht. Ob freilich die Menschheit wirklich ausreichend Zeit haben wird? Ich weiß es nicht. Ich fürchte, sie wird längst ausgelöscht sein, wenn die Erde sterben wird. Sie wird sich wohl sehr viel früher selbst vernichtet haben!
Schon im nicht mehr ganz so zarten Alter von 5,5 Jahrmilliarden wird die Weiterentwicklung unseres Zentralgestirns dazu führen, dass die mittlere Temperatur auf der Erde 30 Grad Celsius überschreitet. Da wird es schon recht kritisch für »höhere Lebewesen«. Das wird also »schon« in einer Jahrmilliarde geschehen.

Foto3: Die Mayas glaubten....
In zwei Milliarden Jahren wird eine mittlere Temperatur auf Erden von 100 Grad erreicht werden. Mit anderen Worten: »Schon« in zwei Milliarden Jahren wird alles Leben auf der Erde verlöschen. Selbst jenen Krebsen, die heute ganz in der Nähe von Tiefseevulkanen leben, dürfte dann das letzte Stündlein geschlagen haben. Und die halten wahrhaft höllische Temperaturen aus!
Hermann Oberth (1894-1989)  im Gespräch zu mir (3): »Die Erde ist die Kinderkrippe der Menschheit. Kinder wachsen heran und verlassen irgendwann die Krippe und erkunden die Welt!« Ich fragte zurück: »Meinen Sie, dass wir Menschen einmal unsere Erde verlassen werden?«

Prof. Oberth bejahte. »Die Menschheit kann entweder irgendwann auf der Erde umkommen, oder sie versucht, ins Weltall vorzudringen und dort zu überleben. Ein Überleben auf der Erde für ewige Zeiten wird es nicht geben!«

Andrian Kreyer wiederholt in der »Süddeutschen Zeitung« (4) in der Rubrik »Wissen« zunächst die Schlagzeilen von Seite 1: »In sechs Milliarden Jahren wir die Sonne sterben, spätestens bis dann muss die Menschheit eine neue Heimat gefunden haben.« Dann folgt ein Hinweis auf so eine »Ersatzwelt«, die freilich alles andere als paradiesisch-verlockend anmutet: »Exoplanet HD 189733b etwa ist 63 Lichtjahre entfernt und blau wie die Erde. Das Problem: Die Tagestemperaturen dort liegen bei 900 Grad Celsius, die Windgeschwindigkeiten erreichen 9.000 Kilometer pro Stunde, und es regnet Glas.«

Foto 4: ... an Zeitzyklen.

»Werden wir Menschen ins All Reisen und fremde Planeten in fremden Sonnensystemen besiedeln?«,wollte ich von Prof. Oberth wissen. Der sympathische Gelehrte, den ich erstmals als Schüler im Alter von etwa zehn Jahren besuchte, lächelte milde: »Ganz so wie in Zukunftsromanen beschrieben wird das nicht ablaufen! Die Distanzen zu den Sternen sind riesig. Auf Science-Fiction geht auch Andrian Kreyer in seinem lesenswerten Artikel ein (5): »Der Mythos vom Auszug aus der Erde wird schon längst in Hollywood-Filmen wie ›Interstellar‹ und ›The Martina‹ gepflegt. Auch wenn erst das Kepler-Weltraumteleskop der NASA, das 2009 startete, die Suche so richtig voranbrachte.«

Foto 5: Autor Langbein  in Palenque
Wer hätte das gedacht: Vor einem halben Jahrhundert spekulierte man, wie viele Sterne – also fremde Sonnen – wohl von Planeten umkreist würden. Heute vermeldet der Astronom Jason Wright (6) »1642 bestätigte und 3786 unbestätigte Planeten«. Andrian Kreyer spricht von 5428 Hoffnungsmomenten, »dass das Leben da draußen ja irgendwie weitergehen könnte«. Nun ist aber Exoplanet HD 189733b etwa 63 Lichtjahre entfernt. Er eignet sich also nicht als neue »Wohnung« für die Menschheit, in die man einfach umziehen könnte. Ist damit Projekt »Erd-Exodus« schon gescheitert, bevor es überhaupt richtig angedacht werden konnte? Die Antwort findet sich beim »Vater der Weltraumfahrt«. Hermann Oberth schrieb bereits im Jahre 1954 in seinem Werk »Menschen im Weltraum« (7):

»Da Monde und Planeten relativ unwirtlich sind, liegt der Gedanke an künstliche Wohnstätten der Menschen im Weltraum nahe. … Nun geht es um die Ansiedlung von Menschen im Weltraum selbst.« Mit anderen Worten: Ein »Exodus ins All« ist natürlich auch dann möglich, wenn der nächste Planet nach heutigen Vorstellungen unerreichbar weit entfernt ist. Auch und gerade hier gilt: Der Weg ist das Ziel. Wenn es das »Ziel« sein sollte, irgendwann in fernster Zukunft einen fernen fremden Planeten zu erreichen, dann ist schon die Reise dorthin die einzige Chance der Menschheit. Bevor Planet Erde zur tödlichen Falle wird, kann es nur eine Flucht ins All geben. Hermann Oberth: »Unsere Erde wird noch viele Jahrhunderte lang Raum genug für die Menschen haben. … Doch die Menschheit wird nicht auf diese Erde beschränkt bleiben.«

Als Raumfahrtexperte begnügte sich Prof. Hermann Oberth nicht mit vagen Spekulationen. Vielmehr legte er bereits 1954 präzise Projekte vor, betitelt »Siedlungen im Weltraum« (8). Nach Prof. Oberths konkreten Visionen werden riesige Wohnräder in die Tiefen des Alls vordringen. Diese Weltraumhabitate drehen sich um die eigene Achse, so dass ihre Bewohner nicht in der Schwerelosigkeit schweben, sondern gewohnte irdische Verhältnisse genießen können. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren Prof. Oberths »Wohnwalzen«. Noch einmal Oberth (9): »Unter einer Wohnwalze hat man sich einen Zylinder von beliebiger Länge vorzustellen, der einen Durchmesser von acht Kilometern hat. Er kann zehn Kilometer lang sein, aber auch hundert oder tausend.« Heute noch utopisch anmutende, aber keineswegs unrealistische Konzepte sehen Weltraumstädte mit Millionen von Menschen vor (10):

Foto 6: Autor Walter-Jörg Langbein im Gespräch mit Prof. Oberth

»Dr. Thomas Heppenheim, Luftfahrtingenieur am ›California Institute of Technology‹, schilderte das Leben in der Raumstation im November 1975 so: ›Das Leben in der geplanten Weltraumstadt wird nicht nur angenehmer sein als auf der Erde, sondern die Menschen werden dort alles haben, was für größtes Wachstum notwendig ist. Keine Ernte wird fehlschlagen. Die ersten 10.000 Menschen werden in Terrassenapartments mit modernstem Wohnkomfort leben. Von den Fenstern aus blicken sie auf gewölbte Erntefelder und überschauen grüne Parks. Das Leben wird angenehm und sonnig sein.‹

Die zweite Weltraumstadt könnte dann schon ganz andere Ausmaße haben. Prof. Gerard Kitchen O’Neill (1927-1992) lehrte an der ›Princeton University‹, publizierte seine fundierten Visionen in einem Buch ›Unsere Zukunft im Raum/  Energiegewinnung und Siedlung im Weltraum‹ (11).

Foto 7: Der Kalender der Azteken verlief in Zyklen

Für den Physiker O’Neill, Inhaber wichtiger Patente, ist eine Besiedlung des Universums von der Erde aus keine unsinnige Science-Fiction-Illusion, sondern realistisch, finanzierbar und auch machbar. Der Wissenschaftler entwickelte mehrere Modelle von Weltraumstädten in Röhrenform. Die größeren (Länge etwa 30 km, Durchmesser 6 km) bieten 10.000.000 (zehn Millionen!) Menschen Lebensraum. Schon in absehbarer Zukunft könnte – so postulierte Prof. O’Neill – ein erheblicher Teil der Weltbevölkerung in Weltraumstädten leben.«

Prof. Gerard Kitchen O’Neills erste Veröffentlichung erschien endlich September 1974 in »Physics Today«. Vier Jahre lang war der wissenschaftlich fundierte Aufsatz von Fachzeitschriften wie »Science« und »Scientific American« abgelehnt worden. Er hieß »The Colonization of Space« (zu Deutsch etwa »Die Kolonisation des Weltraums«). Genauso war es Prof. Hermann Oberth mit seiner ersten Arbeit zur Raumfahrt ein halbes Jahrhundert zuvor ergangen. Aber kühn erscheinende wissenschaftliche Projekte setzen sich letztlich immer durch, stets gegen den Widerstand der etablierten Schulwissenschaft.

Foto 8: Der Küstentempel von Mahabalipuram, Stich 1860

Und so können wir Menschen von Planet Erde nachts sehnsuchtsvoll in den Sternenhimmel blicken. Die Milchstraße lockt uns heute, so wie einst Ozeane unsere Vorfahren vor Jahrtausenden. Die Ozeane mögen einst als unüberwindbar angesehen worden sein. Sie wurden aber – vielleicht sehr viel früher als die Schulwissenschaft meint – überquert. Wenn wir Menschen uns nicht gegenseitig ausrotten, werden wir den Weg ins All antreten. Davon bin ich überzeugt!

Und was ich mich nicht erst seit meiner Indienreise frage? Kamen die Götter der alten Inder aus dem All, waren ihre Vimanas nichts anderes als Raumschiffe? In altindischer Dichtung wie dem Rig Veda wimmelt es nur so von Hinweisen auf eine phantastische Vergangenheit! Und die alten Tempel stellen Vimanas dar, die Flugvehikel der Götter aus dem All!

Fußnoten
1) »Süddeutsche Zeitung am Wochenende«, Titelseite, München, Samstag/ Sonntag, 23./ 24. April 2016
2) Nach meinen handschriftlichen Notizen formuliert.
3) Basierend auf meinen handschriftlichen Aufzeichnungen.
4) »Süddeutsche Zeitung am Wochenende«, Seite 38, München, Samstag/ Sonntag, 23./ 24. April 2016
5) ebenda
6) ebenda
7) Oberth, Hermann: »Menschen im Weltraum«, Düsseldorf und Wien 1954, Seite 194
8) ebenda, Seite 187
9) ebenda, Seiten 194-199
10) Langbein, Walter-Jörg Vortragsmanuskript »Unsere Zukunft liegt im All«, »A.A.S. One Day Meeting«,  Magdeburg 24.10.2009
11) O'Neill, Gerard K.: »Unsere Zukunft im Raum«, Bern und Stuttgart 1978

Foto 9: Der Küstentempel von Mahabalipuram. Stahlstich, etwa 1850

 Zu den Fotos

Foto 1: Dürers Apokalyptische Reiter. wiki commons gemeinfrei Foto 2: Am Tempeltor von Tanjore. Foto Walter-Jörg Langbein Foto 3: Die Mayas glaubten.... Foto Walter-Jörg Langbein Foto 4: ... an Zeitzyklen. Foto Walter-Jörg Langbein
Foto5: Autor Langbein auf den Spuren der Mayas in Palenque.Foto Ingeborg Diekmann 
Foto 6: Autor Walter-Jörg Langbein im Gespräch mit Prof. Oberth. Foto: privat 
Foto 7: Der Kalender der Azteken verlief in Zyklen
Foto 8: Der Küstentempel von Mahabalipuram, Stich 1860. Archiv
Walter-Jörg Langbein.


»352 Kröte, Löwe, Dämonen«,
Teil  352 der Serie
»Monstermauern, Mumien und Mysterien«                         
von Walter-Jörg Langbein,                       
erscheint am 16.10.2016


Besuchen Sie auch unser Nachrichtenblog!

Labels

Walter-Jörg Langbein (656) Sylvia B. (105) Osterinsel (79) Tuna von Blumenstein (46) Peru (34) Karl May (27) Nan Madol (27) g.c.roth (27) Maria Magdalena (22) Jesus (21) Karl der Große (19) Make Make (19) Externsteine (18) Für Sie gelesen (18) Bibel (17) Der Tote im Zwillbrocker Venn (17) Rezension (17) der tiger am gelben fluss (17) Autoren und ihre Region (16) Apokalypse (15) Vimanas (15) Atlantis der Südsee (13) Der hässliche Zwilling (13) Weseke (13) Blauregenmord (12) Nasca (12) Palenque (12) meniere desaster (12) Krimi (11) Pyramiden (11) Malta (10) Serie Teil meniere (10) Ägypten (10) Forentroll (9) Mexico (9) National Geographic (9) Straße der Toten (9) Lügde (8) Briefe an Lieschen (7) Monstermauern (7) Sphinx (7) Tempel der Inschriften (7) Winnetou (7) Lyrik (6) Marlies Bugmann (6) Mord (6) Märchen (6) altes Ägypten (6) 2012 - Endzeit und Neuanfang (5) Atahualpa (5) Hexenhausgeflüster (5) Mexico City (5) Mord in Genf (5) Satire (5) Thriller (5) Atacama Wüste (4) Cheopspyramide (4) Dan Brown (4) Ephraim Kishon (4) Hexenhausgeflüster- Sylvia B. (4) Leonardo da Vinci (4) Machu Picchu (4) Sacsayhuaman (4) Teutoburger Wald (4) große Pyramide (4) Meniere (3) Mondpyramide (3) Mord im ostfriesischen Hammrich (3) Mysterien (3) Sakrileg (3) Shakespeare (3) Bevor die Sintflut kam (2) Das Sakrileg und die heiligen Frauen (2) Friedhofsgeschichten (2) Goethe (2) Lexikon der biblischen Irrtümer (2) Markus Lanz (2) Münsterland-Krimi (2) Vincent van Gogh (2) Alphabet (1) Bestatten mein Name ist Tod (1) Hexen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen (1) Lyrichs Briefe an Lieschen Hexenhausgeflüster (1) Mord Ostfriesland (1) Mord und Totschlag (1) Münsterland (1) einmaleins lernen (1) meniére desaster (1)